Tierhomöopathie
Homöopathie für Pferde
Im Pferdesport und in der Freizeithaltung hat die Homöopathie eine lange Tradition: Prellungen und Schürfwunden, Sehnen nach Überanstrengung, Sommerekzem, Nervosität beim Verladen. Hier sind die klassisch eingesetzten Mittel nach Situation sortiert – mit Dosierungshinweisen für Pony und Großpferd.
Nach Situation stöbern
Wunden & Verletzungen
Der häufigste Griff in die Tierhausapotheke: die Rauferei, der Sturz, der Dorn in der Pfote.

Arnica
Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper

Calendula
Schlecht heilende, eiternde Wunden

Ledum Palustre
Verletzte Stellen fühlen sich außen kalt an, schmerzen aber innen

Silicea
Starkes Frieren, kalte Hände und Füße
Alle Mittel bei:Prellungen und Blutergüsse (8)Schnittwunden (5)Bisswunden (3)Wundheilungsstörungen (3)
Gelenke & Bewegung
Steifheit nach dem Aufstehen, Altersbeschwerden, Verspannungen nach Überanstrengung.

Rhus Toxicodendron
Reißende Schmerzen an Muskeln, Sehnenansätzen und Gelenken nach Überanstrengung

Arnica
Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper

Symphytum
Lang anhaltende Schmerzen nach Frakturen oder Knochenhautverletzungen

Bellis Perennis
Geprelltes, wundes Gefühl an der betroffenen Stelle
Alle Mittel bei:Gelenkschmerzen (17)Arthrose (3)Rückenschmerzen (26)Verstauchungen (8)
Haut & Fell
Juckreiz, Ekzeme, Insektenstiche, schlecht heilende Stellen und stumpfes Fell.

Apis Mellifica
Stechende, brennende Schmerzen wie nach einem Bienenstich

Sulfur Jodatum
Zahlreiche Mitesser, häufig mit Narbenbildung

Thuja Occidentalis
Fleischige, blumenartige Warzen, die nässen oder bluten können

Acidum Formicicum
Stark riechender Nachtschweiß
Alle Mittel bei:Juckreiz (21)Ekzeme (17)Insektenstiche (11)Hautausschläge (26)
Magen & Darm
Futterwechsel, verdorbenes Fressen, Aufregung – der Verdauungstrakt reagiert bei Tieren schnell.

Nux Vomica
Nervös, ehrgeizig, reizbar bis cholerisch

Arsenicum Album
Große Unruhe und Angst, besonders nach Mitternacht

Okoubaka
Trockener Mund mit papierartigem Geschmack

China Officinalis
Schüttelfrost im Wechsel mit Schweißausbrüchen
Alle Mittel bei:Durchfall (36)Erbrechen (14)Blähungen (48)Appetitlosigkeit (11)
Angst & Aufregung
Gewitter, Silvester, Tierarztbesuch, Trennung – Themen, für die die Tierhomöopathie ein eigenes Repertoire hat.

Ignatia Amara
Beschwerden als Folge von Kummer, enttäuschter Liebe oder verletzten Gefühlen

Pulsatilla
Sanftes, schüchternes, weinerliches Gemüt mit großem Bedürfnis nach Trost und Zuspruch

Chamomilla
Extreme Schmerzempfindlichkeit mit Reizbarkeit und Zorn

Aconitum Napellus
Plötzlich und mit großer Heftigkeit einsetzende Beschwerden
Alle Mittel bei:Ängste (15)Nervosität (34)Unruhe bei Kindern (2)Schlafstörungen (35)
Dosierung & Gabe bei Pferde
| Größe / Art | Gabe | So wird gegeben |
|---|---|---|
| Fohlen, Pony | 10 Globuli | in Wasser gelöst mit der Maulspritze |
| Großpferd | 15–20 Globuli | in Wasser gelöst oder auf ein Leckerli |
- Pferde erhalten deutlich höhere Globuli-Mengen als Kleintiere – die Potenz bleibt gleich, nur die Gabengröße steigt.
- Praktisch: Globuli in Wasser auflösen und mit der Maulspritze eingeben oder in einem Stück Apfel verstecken.
- Im Turniersport gelten eigene Regeln zu Behandlungen – vorab die aktuellen Bestimmungen prüfen.
Aus der Praxis: Homöopathie für Pferde
Das die Homöopathie auch im Veterinärbereich immer mehr an Beliebtheit gewinnt, ist toll mit anzusehen. Nicht nur dem Tier tut es gut, wenn ihm auf sanfte Art und Weise geholfen wird. Ich freue mich immer sehr, wenn ich sehe, wie verrückt Pferde nach Globuli sind. Sie lieben die süßen Zuckerkügelchen einfach. Deshalb wird auch die Zahl der Globuli-Fans im Veterinärbereich täglich größer.
Lesen, Stöbern und erfreuen Sie sich an der Liste mit den wichtigsten homöopathischen Mitteln und Anwendungsgebieten. Tauchen Sie ein in die Welt der Homöopathie. Natürlich ist die Liste nicht vollständig, deshalb bitte ich Sie, sich bei Fragen einfach bei mir zu melden.*
Abszess: Silicea, Hepar sulfuris, Mercurius solubilis
Allergie: Apis, Urtica urens
**Ängste: **Phosphorus, Arsenicum album, Silicea
Appetit, vermindert: Arsenicum album, Ignatia
Arthritis: Arnica, Rhus toxicodendron, Apis, Pulsatilla
Arthrose: Arnica, Rhus toxicodendron, Ruta
Bienen-/Wespenstich: Apis, Ledum
Bindehautentzündung: Euphrasia, Pulsatilla, Graphites
Durchfall: Arsenicum album, Argentum nitricum, Okoubaka,
Ekzem: Sulphur, Graphites
Entzündungen, allgemein: Belladonna
Erschöpfung: Arsenicum album, Kalium phosphoricum
Folge von Impfung: Thuja, Silicea, Sulfur im Wechsel mit Thuja
Furunkel: Silicea, Hepar sulfuris, Belladonna, Calcium carbonicum
Gastritis (Magenschleimhautentzündung): Ipecacuanha, Bryonia, Belladonna
Gehirnerschütterung: Arnica, Hypericum
Herz-/Kreislaufschwäche: Arnica, Aconitum, Carbo vegetabilis, Crataegus
Knochenverletzungen: Calcium phosporicum, Symphytum
Kolik: Lycopodium, Bryonia, Colocynthis, Magnesium Phosphoricum
Kummer: Natrium muriaticum, Ignatia
Leberbelastung: Carduus marianus, Taraxacum, Lycopodium
Nasenkatarrh: Allium cepa, Pulsatilla, Arsenicum album
Rossestörungen: Pulsatilla, Lycopodium
Schnittverletzungen: Staphisagria
Schwäche: Kalium Phosphoricum
Stress: Lycopodium, Kalium Phosporicum, Nux vomica
Trauer: Natrium muriaticum, Ignatia, Aconitum
Unruhe/ Rastlosigkeit: Coffea
Verdauungsstörungen: Carbo vegetabilis, Bryonia, Nux vomica
Verletzungen, stumpf: Arnica, Hypericum
Warzen: Thuja, Dulcamara
(*Bei ernsthaften Erkrankungen wenden Sie sich bitte an Ihren Tierheilpraktiker oder Tierarzt. )
Welches homöopathische Mittel gebe ich?
In der Homöopathie muss man sich erst die Modalitäten („Art und Weise“) anschauen, um zu verstehen, welches homöopathische Mittel man geben möchte. Neben den Modalitäten, ist es wichtig, die sog. Causa (=Ursache) zu ergründen. Diese ist wichtig für die richtige Wahl homöopathischer Mittel. Deshalb kann man die Homöopathie auch wie eine Art „Detektivarbeit“ sehen.
Aber nicht nur Globuli sind für Pferde geeignet, ebenso gibt es Schmelztabletten, die man einfach verabreichen kann. Auch die Schmelztabletten schmecken süß. Deshalb ist es auch sehr einfach Pferden homöopathische Mittel zu verabreichen.
Bereits Samuel Hahnemann kannte die Vorteile einer homöopathischen Behandlung bei Nutzungs- und Haltungstieren. Auch weist er ausdrücklich darauf hin, dass die Haltung, die Nutzung und die Umweltbelastung mit beachtet werden müssen.Vor allem in der homöopathischen Behandlung bei Pferden ist dies enorm wichtig. Pferde sind von Natur aus sensibel. Dies macht die Behandlung eines Pferdes einerseits einfach, andererseits aber auch schwierig.
Aufgrund ihrer Haltung oder Nutzung prasseln sehr viele Faktoren auf Pferde ein. Deshalb ist es manchmal ein etwas steiniger Weg, dass richtige homöopathische Arzneimittel für ein Pferd zu finden.
In der Homöopathie heilt man nicht „akute“ oder „chronische“ Krankheiten, sondern geht dem „Grundübel“, der sogenannten Causa auf dem Grund. Für Pferde eignet sich ein so genanntes „Konstitutionsmittel“, das sogenannte „Typenmittel“ gut. Hierbei wird der gesamte Organismus, also alle angeborenen und erworbenen Faktoren, sowie die Charakterzüge des Tieres, genau unter die Lupe genommen. Eigentlich kann jedes gut geprüfte homöopathische Mittel ein Konstitutionsmittel sein. Es gibt jedoch bestimmte Mittel – meist sog. Polychreste, die sich in einer Therapie als gutes Konstitutionsmittel herausgestellt haben.
So hat jedes Tier, wie auch jeder Mensch, ein Mittel, dass wie die „Faust aufs Auge“ zur Person bzw. zum Tier passt. Charakter und Eigenschaften des Individuums spiegeln sich in diesem homöopathischen Mittel wieder. Pferde nehmen ihr Konstitutionsmittel gerne an. Häufig sind sie sehr gierig nach den süßen Zuckerkügelchen und bekommen nicht genug davon. Wie positiv sich ein Pferd dadurch verändern kann, ist immer wieder toll mit anzusehen.
Pferdebesitzer sind sehr dankbar, dass man auch auf natürliche Weise Erkrankungen oder Verletzungen heilen kann und unerwünschte Verhaltensweisen positiv verändern kann. Konstitutionsmittel werden in einer sehr hohen Potenz und meist nur einmalig verabreicht. Konstitutionelle Therapien dürfen nur mit einem Therapeuten zusammen durchgeführt werden. Eine Verschiebung der Symptome kann damit schnell hervorgerufen werden. Daraus folgt die Gabe des falschen homöopathischen Mittels. Für den Therapeuten kann es dann sehr schwierig werden, dass richtige Mittel zu finden.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und Entdecken der Homöopathie für Tiere!
Einsatz der Homöopathie für Pferde
Die Homöopathie kennt heute rund 4.000 Mittel, die meisten von ihnen kommen nach wie vor in der Humanmedizin zum Einsatz. Eine große Zahl von homöopathischen Substanzen hat sich jedoch inzwischen auch bei Pferden bewährt, beispielsweise zeigen Schüßler-Salze eine hervorragende Wirkung. Die Anwendungen innerhalb der Homöopathie für Pferde basieren auf sehr sicheren Erkenntnissen und Methoden, auch die Potenzierungen (Verdünnungen) der Substanzen wurden inzwischen vieltausendfach erprobt. Wie bei jeder Homöopathie unterscheidet man zwischen Zehner- und Hunderterpotenzen sowie dem Mischungsverhältnis in Schritten von 1 : 50.000 und fortlaufend in dieser Größenordnung. Samuel Hahnemann fand in seinen Studien zur Homöopathie heraus, dass eine Potenz umgekehrt proportional zur Akutheit des Leidens oder aber proportional zu seiner Chronik zu wählen ist: Je akuter ein Leiden ausfällt, desto niedriger sollte die Potenz eingesetzt werden, je chronischer, desto höher. Das könnten zwar Selbstanwender beachten und versuchen einzuschätzen, es wird aber bei schwerwiegenderen Erkrankungen immer der Ratschlag eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers empfohlen. Immerhin gibt es bei fast allen homöopathischen Mitteln eine Erstverschlimmerung, die Anwender richtig beurteilen müssen (das Mittel ist dann zunächst kurzzeitig abzusetzen), auch wäre es möglich, dass eine Krankheit nicht nachlässt und tierärztliche Hilfe unabdingbar wird.
Die richtigen homöopathischen Mittel für Pferde
Hahnemann hatte beobachtet, dass stärker verdünnte (potenzierte) Arzneimittel auch stärker wirken als weniger potenzierte Essenzen. Diese Erkenntnis wird auch bei der Homöopathie für Pferde eingesetzt, die gegen verschiedenste Erkrankungen, aber auch psychische Auffälligkeiten wie etwa das Kleben an einer Herde hilfreich ist. Auch allgemeine Wesensveränderungen zeugen von der Wirksamkeit der Homöopathie bei Besitzer- und Stallwechsel sowie im tiergerechten Umfeld. Entscheidend ist bei dabei die Wahl des Typmittels, mit dem übergreifende Erkrankungen geheilt werden können wie beispielsweise beim lerneifrigen Dressurpferd, das an Hepar sulfuris leidet. Die Homöopathie rettet hier Pferd und Reiter, denn das Tier würde ohne Behandlung alles in sich hineinfressen, bis es ausrastet. Krankheiten, die ein Pferd erfasst haben, machen sich durch akuten oder chronischen Leistungsabfall bemerkbar, ebenso durch Sommerekzeme oder chronische Schmerzzustände. Der Heilpraktiker soll die Ursachen dieser Krankheiten abstellen und danach ein Typmittel verabreichen, mit welchem die Konstitution des Pferdes auf Heilung umgestimmt wird. Zu diesem Zweck nimmt er klinische Untersuchung und eine Wesensanalyse des Tieres vor, untersucht dessen Charakterzüge und Verhalten und bewertet ebenso den physischen Zustand. Auf der Grundlage dieser Anamnese ist das Arzneimittel auszuwählen. Als hilfreich haben sich unter anderem erwiesen:
bei Verstauchungen, Nageltritt und Prellungen: Arnica montana D6
bei sommerlichen Augenreizungen infolge von Staub und Fliegen: Euphrasia C 30
bei Erkältungen: Aconitum D12
bei Fieber, Schwäche und Entzündungen: Belladonna D 6
Natürlich gibt es noch sehr viel mehr homöopathische Mittel für Pferde, über die Sie sich ausführlich informieren können. Eine genaue Empfehlung gibt wie immer der Veterinärmediziner oder Tierheilpraktiker.
Schüßler-Salze für Pferde
Schüßler-Salze haben sich als homöopathische Medizin für Pferde bestens bewährt, sie beugen Krankheiten vor, heilen diese und stellen die Pferde-Psyche wieder her. Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler war ein Homöopath, der knapp hundert Jahre nach Dr. Samuel Hahnemann praktizierte und forschte. Im Jahr 1874 veröffentlichte er seinen ersten Beitrag, in welchem er die These aufstellte, dass Gesundheit durch ein quantitatives Gleichgewicht von einzelnen Mineralsalzen im Organismus entsteht. Krankheit, so Schüßler, entstünde demnach durch deren Ungleichgewicht. Der Körper soll jedoch nach Dr. Schüßler solche Mineralsalzverbindungen nur potenziert, also in homöopathischen Dosen aufnehmen, damit sie ihre Wirksamkeit entfalten. Schüßler war mit Hahnemanns Arbeiten gut vertraut und setzte sie in seiner praktischen Tätigkeit als Arzt auch ein, fokussierte aber in seiner eigenen Forschung auf einen speziellen Teilbereich der Homöopathie, den Hahnemann innerhalb des gesamten Spektrums seiner Arbeiten ebenfalls schon erfasst hatte: die Mineralsalze. Schüßler benannte zwölf “Salze des Lebens”, die er im menschlichen Körper identifiziert hatte, und verabreichte sie in homöopathischen Dosen an seine Patienten. Die am häufigsten hierbei eingesetzte Potenz ist D6 (1 : 1.000.000). Die moderne Autorin Claudia Bergmann-Scholvien, selbst Pferde-Heilpraktikerin und Autorin eines Buches über Schüßler-Salze für Pferde (und deren Reiter) erklärt die Funktionsweise von Schüßler-Salzen bei Pferden. Diese aktivieren bestimmte Funktionen im Pferde-Körper, so Bergmann-Scholvien, Behandlungen werden damit wirksam unterstützt. Nebenwirkungen seien keine zu befürchten, erklärt die Heilpraktikerin in ihrer Publikation, überdosierte Salze scheidet der Pferdekörper aus.
Anwendung der Schüßler-Salze für Pferde
Schüßler-Salze gibt es genauso wie sonstige homöopathische Substanzen als Globuli, Tabletten und Tropfen. Da die Tropfen Alkohol enthalten, wären Tabletten und Globuli am besten geeignet, wobei die Tabletten auf Milchzuckerbasis unter Umständen Verstopfungen oder Durchfall hervorrufen. Es haben sich daher in der Homöopathie für Pferde, speziell mit Schüßler-Salzen, Globuli am stärksten durchgesetzt. Anwender können die Schüßler-Salze für ihr Pferd rezeptfrei in Apotheken (auch im Internet) erwerben. Zu empfehlen sind Verpackungseinheiten von mindestens 400 Globuli. Sie können gern mehr bestellen, denn Ihre Pferde finden die Globuli ungemein lecker. Die Wirkungsweise der zwölf Salze lässt sich wie folgt darstellen:
Nr. 1: Calcium fluoratum, ein Wachstumssalz für Knochen, Zähne, Gelenke, Sehnen, Hufe, Bänder, Muskeln und Gefäße. Es hilft bei Arthrose und Arthritis, Gelenkschwellungen, Zahnproblemen, Bänderschwäche, Fehlstellungen, Hautausschlag, Arterienverkalkung und Verhärtung der Drüsen. Psychische Indikationen sind Unsicherheit bei jungen, Aggression und Wehleidigkeit bei älteren Pferden.
Nr. 2: Calcium phosphoricum: Hierbei handelt es sich um ein Ausbildungssalz für den Knochen- und Zellaufbau, die Nerven und das Herz. Es hilft bei Muskelschwäche, Brüchen, Knochenerkrankungen, schlechter Wundheilung, Wachstumsschmerzen, Erschöpfung, Entwicklungsrückstand, Gefäßleiden, Trächtigkeit und Anämie. Die Psyche des Tieres könnte zu Panikbereitschaft, Schwitzen, Nervosität und Arbeitsverweigerung tendieren.
Nr. 3: Ferrum phosphoricum: durchblutungsfördernd, Akutmittel in der ersten Entzündungsphase, hilft auch bei Muskelkater und Durchfall
Nr. 4: Kalium chloratum: Faserstoff bildend, in der zweiten Entzündungsphase für die Entgiftung und Entschlackung geeignet, Betriebsstoff der Drüsen
Nr. 5: Kalium phosphoricum: Nervensalz, sorgt für den Muskelstoffwechsel, wird bei Muskelschwäche, Gelenkschmerzen und Bänder-/Sehnenverkürzung gegeben, auch bei hohem Fieber und nach der Geburt eines Fohlens
Nr. 6: Kalium sulfuricum: Haut- und Fellmittel, auch gut für Ausscheidung und Entgiftung, bei Pigmentstörungen, Pilzen, Abszessen und Allergien, Salz für die dritte Entzündungsphase und für eigenwillige Pferde
Nr. 7: Magnesium phosphoricum: Krampf- und Schmerzmittel, reguliert den Herzrhythmus, hilft gegen Übersäuerung, gut bei Darmkoliken, Stoffwechselstörungen, Angst, Hysterie, hastigem Fressen und Blähungen
Nr. 8: Natrium chloratum: Wasserhaushaltsmittel zum Binden von Schleim, hilft bei trockener Haut und trockenen Schleimhäuten, Flüssigkeitsverlust, Einrissen am Maul, bei glanzlosem Fell und Ekzemen, ebenso bei Durchfall oder Verstopfung
Nr. 9: Natrium phosphoricum: Entsäuerungsmittel zur Anregung des Stoffwechsels, wirkt entschlackend, entgiftet, reguliert den Fetthaushalt, sehr gut wirksam bei Gelenkschwellungen, Muskelkater, Knochenbrüchen, Zahnproblemen, fettiger Haut, Bronchitis, verstopften Poren, Darmpilz, stumpfem Fell und Übergewicht
Nr. 10: Natrium sulfuricum: zur Flüssigkeitsregulation, unterstützt die Ausscheidung, hilft Galle und Leber, Anwendung bei Leber-/Bauchspeicheldrüsen-Problemen, erhöhtem Augendruck, Ödemen, Mauke, Juckreiz, Durchfall, Pilz- oder Wurmbefall
Nr. 11: Silicea: Aufbaumittel von Bindegewebe, hilft Haut, Haaren, Knochen und Hufen, wirkt gegen Altern, Einsatz bei Gelenksdeformation, Überbeinen, Sehnen- und Bänderschwäche, Zysten, Haarausfall, Ausschlägen, Stich- und Stoßverletzungen
Nr. 12: Calcium sulfuricum: Reinigungsmittel für die Lymphe, fördert Ausscheidung und Blutgerinnung sowie das Zellwachstum, wird bei chronischen Entzündungen, Wachstumsstörungen, Überbeinen, und Abszessen gegeben
Der Tierheilpraktiker benennt noch genauer, als wir das hier können, die psychischen Hintergründe des einzelnen Pferdes und das dafür indizierte Schüßler-Salz.
Häufige Fragen
Wie viele Globuli bekommt ein Pferd?
Fohlen, Pony: 10 Globuli; Großpferd: 15–20 Globuli. Die Potenz bleibt dabei gleich – bei Tieren wird traditionell die Gabengröße an das Körpergewicht angepasst, nicht die Potenz.
Wie gibt man Pferde Globuli am besten?
Pferde erhalten deutlich höhere Globuli-Mengen als Kleintiere – die Potenz bleibt gleich, nur die Gabengröße steigt. Praktisch: Globuli in Wasser auflösen und mit der Maulspritze eingeben oder in einem Stück Apfel verstecken. Im Turniersport gelten eigene Regeln zu Behandlungen – vorab die aktuellen Bestimmungen prüfen.
Welche Potenz ist bei Pferde üblich?
In der Tierhomöopathie werden für akute Alltagsbeschwerden traditionell Tiefpotenzen verwendet, meist D6 oder D12. Höhere Potenzen bleiben der Behandlung durch Tierheilpraktiker oder Tierärzte vorbehalten.