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Ledum PalustreSumpfporst

Ledum palustre (Sumpfporst, auch Wilder Rosmarin genannt) wird in der Homöopathie traditionell bei Stich- und Bisswunden, Insektenstichen und einem blauen Auge eingesetzt. Charakteristisch ist, dass sich die verletzten Stellen kalt anfühlen und durch Kälte bessern.

Botanische Illustration von Ledum Palustre (Sumpfporst) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Ledum Palustre – Sumpfporst: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

InsektensticheSchnittwundenBisswundenPrellungen und BlutergüsseVerstauchungenAugenverletzungenGelenkschmerzenGichtRheumaArthritisArthroseWassereinlagerungenFurunkel und Abszesse

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht August 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Verletzte Stellen fühlen sich außen kalt an, schmerzen aber innen
  • Besserung durch Kälte, kalte Anwendungen und Eis
  • Verlangen, die Füße in sehr kaltes Wasser zu stellen
  • Stechende Schmerzen nach Stich- und Bissverletzungen, Juckreiz nach Insektenstichen
  • Rheumatische Steifheit in Nacken, Schultern und entlang der Wirbelsäule
  • Ziehende, nach oben wandernde Schmerzen (z. B. von der Hand zum Ellenbogen)

Ledum Palustre kommt als bewährtes Mittel bei Biss- und Stichwunden sowie bei Insektenstichen zum Einsatz, es hilft auch gegen ein blaues Auge.

Der deutsche Name "Sumpfporst" verweist auf die Herkunft als Sumpfpflanze, die auch Wilder Rosmarin genannt wird und in Kanada und Nordeuropa anzutreffen ist. Die getrockneten Zweigspitzen verwendet die Homöopathie zu medizinischen Zwecken.

Leitsymptome von Ledum Palustre

Vor allem bei kalten, verletzten Gliedmaßen, die durch weitere Kälte Besserung erfahren, ist Ledum palustre indiziert. Es wird in den typischen Potenzen D6 bis D12 angewendet, die Leiden der Betroffenen bessern sich durch Eis essen und generell durch Kälte, sie verschlechtern sich durch Wärme, Wein, nachts und durch Alkohol und Bettwärme. Zu den Leitsymptomen werden gerechnet:

  • Bluterguss am Auge und blaues Auge

  • Juckreiz nach Insektenstichen

  • Stich- und Bisswunden mit Eiter

  • Stichverletzungen

  • verletzte Glieder sind kalt, vertragen aber keine Wärme

  • Rheuma, beginnend bei den Fußknöcheln

  • venöse Stauungen aufgrund von chronischem Rheumatismus, Hämorrhagien und passive Ödeme

  • rheumatische Steifheit bessert sich durch Kälte

  • Entzündungen und Schwellungen der Füße und Knöchel

  • Der Betroffene verlangt danach, die Füße in sehr kaltes Wasser zu stellen.

  • Gicht an den Füßen und in den Knien

  • Verstauchungen unterer Gliedmaßen mit Blutergüssen

  • Abszesse, Besserung durch kalte Bäder

  • Zellulitis und Lymphangitis, Besserung durch Hitze

Ledum Palustre (zu deutsch Sumpfporst) ist eine Sumpfpflanze aus dessen getrockneten Zweigspitzen der Wirkstoff für medizinische Zwecke gewonnen wird.

Sie kommt in Nordeuropa und Kanada vor, und wird gelegentlich auch als wilder Rosmarin bezeichnet.

Ledum Globuli ist ein alt-bewährtes Heilmittel gegen Stichwunden (z.B. bei Bisswunden und Insektenstichen). Es ist aber genauso hilfreich bei einem blauen Auge.

Symptome

  • das betroffene Glied ist von Außen kühl, der Patient fühlt einen stechenden Schmerz

  • der Patient leidet an Steifheit der Muskulatur nahe der Wirbelsäule , dem Nacken und/oder zwischen den beiden Schulterblättern (rheumatischen Schmerzen)

  • der Patient hat Schulter-Zucken (und/oder Reißen in den Ellbogen und Händen)

  • Kalte Anwendungen helfen, obwohl die betroffene Stelle bereits kalt ist

  • der Patient leidet an Wärme-Mangel

  • die betroffene Stelle ist kalt, kann aber keine Wärme ertragen

  • der Patient hat eine (eiternde) Stichverletzung

  • der Patient hat Insektenstiche (oder leidet unter dessen Folgen)

  • der Patient leidet an chronischem Rheumatismus, verbunden mit venösen Stauungen, passiven Ödemen und Hämorrhagien

  • der Patient leidet an Schwellungen oder Entzündungen an Füßen und Knöcheln

  • der Patient verspürt ein starkes Verlangen, die Füße in kaltes Wasser zu stellen

  • der Patient leidet an Gicht (insbesondere in Knien und an den Füßen)

  • der Patient hat Verstauchungen (besonders an den unteren Gliedmaßen) dazu Blutergüsse

  • der Patient hat Abszesse (bessern sich durch kalte Bäder und/oder kalte Umschläge)

  • der Patient leidet an Cellulite (mit Schwellungen und Lymphangitis, die durch Hitze verbessert und durch Kälte verschlechtert werden

  • der Patient hat länger andauernde Verfärbungen nach Verletzungen

  • die betroffenen Stellen schmerzen im Inneren, fühlen sich aber außen kalt an, Kälte lindert die Beschwerden

  • der Patient ziehende Schmerzen nach oben wandernd (z.B. von der Hand zum Ellenbogen)

  • der Patient hat schmerzhafte Gicht-Knoten an den Gelenken

  • der Patient spürt ein Brennen in den Gelenken (diese schmerzen oft und sind geschwollen)

  • der Patient leidet an Entzündungen (mit schmerzenden Gelenken, beginnend in Füßen und Knien)

Traditionelle Anwendungsgebiete

Einsatz von Ledum Palustre

Wunden durch Abschürfen, Schnitte und Bisse, auch nach Insektenstichen können durch Ledum palustre gut geheilt werden, wenn sie kalt sind. Ebenso ist das Mittel hilfreich bei Gelenksschmerzen und Verletzungen am Auge, vor allem wenn Schwellungen bestehen bleiben und nicht ausheilen, aber durch Kälte gelindert werden. Zudem hat sich Ledum palustre bei Borreliose, Gicht, erhöhten Hamsäurewerten und der daraus folgenden Arthrose und Arthritis bewährt. Das Mittel kommt als homöopathische Akutanwendung zum Einsatz, wenn die Person unmittelbar durch Bisse oder Stiche verletzt wurde. Auch nachfolgende Entzündungen lindert Ledum, bei rheumatischen Beschwerden gilt es als Mittel erster Wahl. Zu den rheumatischen Schmerzen kommt eine Steifheit der Muskeln im Nacken, neben der Wirbelsäule und zwischen den Schultern. In den Schultern und Händen sowie im Ellenbogen fühlt die betroffene Person ein Zucken und Reißen.

Verwendungsgebiete von Ledum Palustre Globuli

  • Prellung, Quetschung

  • Rheuma, Gicht

  • Verstauchungen

  • Verletzungen – Stichwunden und Bisswunden

  • Schnittwunden

  • Juckreiz

  • Blaues Auge – Veilchen

  • Bluterguss, Hämatom

  • Stich- und Bissverletzungen

  • Rückensteife – nach langem Sitzen

  • Keuchhusten

  • Insektenstiche

  • Wundinfektion

  • Bisswunden

  • Bluterguss – grünlich schwarz – Verstauchung

  • Lippenherpes

  • Wunden

  • Gelenkentzündung

  • Bluterguss – groß

  • Verstauchung, Verrenkung

  • Augenverletzung

  • Spritzen und chirurgische Eingriffe

  • Augenentzündung

  • Knochenbrüche

  • Verrenkungen

  • Augen – Boxerauge

  • Tierbisse

  • Splitterverletzungen

  • Akne (nervöse empfindliche Mädchen)

  • Stichverletzung (eingetretener Nagel)

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Wärme, insbesondere Bettwärme
  • Alkohol und Wein
  • Nachts

↑ Besserung durch

  • + Kälte und kühle Luft
  • + Kalte Anwendungen und Umschläge
  • + Eispacks
  • + Eis essen
  • + Frische Luft

Verbesserung bei

  • Frischluft

  • kühle Luft / Kälte

  • kalte Anwendungen

  • Eispacks

  • Essen von Eis

Verschlimmerung bei

  • (Bett-) Wärme

  • Alkohol / Wein

  • in der Nacht

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Ledum Palustre – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Botanische Illustration von Melilotus Officinalis (gelber Steinklee) (Gelber Steinklee) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Melilotus Officinalis (gelber Steinklee)

Gelber Steinklee

Melilotus Officinalis (Honigklee) wird aus frischen Blättern und Blüten des Steinklees gewonnen und in der Homöopathie eher selten angewandt. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Durchblutungsstörungen, venöse Beschwerden sowie Zustände mit starkem Nasenbluten und Kopfschmerzen.

DurchblutungsstörungenVenenschwächeSchweregefühl in den BeinenNächtliche Wadenkrämpfe

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Mineralogische Illustration von Acidum benzoicum (Benzoesäure) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Acidum benzoicum

Benzoesäure

Acidum benzoicum wird aus Siambenzoesäure gewonnen, die aus dem Harz von Ebenholzgewächsen stammt. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem Beschwerden bei erhöhtem Harnsäurespiegel zu, etwa Gicht und rheumatische Gelenkbeschwerden mit auffällig dunklem, streng riechendem Urin.

GichtRheumatische BeschwerdenGelenkschmerzenGelenkentzündungen

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Naturhistorische Illustration von Apis Mellifica (Honigbiene) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Apis Mellifica

Honigbiene

Apis mellifica wird aus der Honigbiene gewonnen. In der Homöopathie wird das Mittel traditionell bei akuten Entzündungen mit blassroter Schwellung und stechend-brennenden Schmerzen eingesetzt — etwa nach Insektenstichen oder bei allergischen Hautreaktionen.

InsektensticheSchwellungenNesselsuchtAllergische Reaktionen

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Botanische Illustration von Arnica (Bergwohlverleih) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Arnica

Bergwohlverleih

Arnica montana (Bergwohlverleih) gilt in der Homöopathie als klassisches Erste-Hilfe-Mittel. Traditionelle Anwendungsgebiete sind stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Blutergüsse sowie Beschwerden nach Überanstrengung.

PrellungenVerstauchungenZerrungenQuetschungen

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Häufige Fragen zu Ledum Palustre

Wobei wird Ledum Palustre in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Ledum Palustre vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Insektenstiche, Stichwunden, Bisswunden, Blaues Auge, Blutergüsse, Verstauchungen, Augenverletzungen, Gelenkschmerzen, Gicht, Rheuma, Arthritis, Arthrose, Schwellungen, Abszesse, Erhöhte Harnsäurewerte. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Welche Potenzen von Ledum Palustre sind üblich?

Für Ledum Palustre werden in der Praxis häufig die Potenzen D6, D12 verwendet. Zur Selbstanwendung greifen Anwender traditionell zu niedrigen Potenzen (D6–D12); Hochpotenzen gelten als Sache erfahrener Homöopathen.

Was ist das typische Mittelbild von Ledum Palustre?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Ledum Palustre zuordnet: Verletzte Stellen fühlen sich außen kalt an, schmerzen aber innen; Besserung durch Kälte, kalte Anwendungen und Eis; Verlangen, die Füße in sehr kaltes Wasser zu stellen; Stechende Schmerzen nach Stich- und Bissverletzungen, Juckreiz nach Insektenstichen; Rheumatische Steifheit in Nacken, Schultern und entlang der Wirbelsäule; Ziehende, nach oben wandernde Schmerzen (z. B. von der Hand zum Ellenbogen).