Mittelbild & Leitsymptome
- Fließschnupfen mit wässrigem, beißendem und scharfem Sekret
- Wunde Nasenlöcher
- Milder Tränenfluss mit Schwellung der Augenlider
- Stirnkopfschmerzen, die bis in die Nase ausstrahlen
- Erkältung, die sich nach unten auf Rachen und Bronchien ausbreitet
- Raue Stimme und Hüsteln
Für die Mittelwahl wichtige Symptome
Die Mittelwahl in der Homöopathie richtet sich nicht nach der Indikation. Vielmehr geht man in der Homöopathie folgendermaßen vor: Zuerst einmal werden alle Symptome, sowohl die körperlichen als auch die Gemütssymptome, in einem detaillierten Vorgespräch ermittelt. Auch Faktoren, die sich positiv oder negativ auf den Zustand auswirken, sind von Bedeutung. Auf der Basis dieser Daten kann ein geeignetes Mittel gewählt werden.
Die folgenden Symptome sind für die Wahl von Allium cepa relevant:
Beschwerden entstehen infolge von…
Infekten der oberen Atemwege
Heuschnupfen
Phantomschmerzen durch Amputation
Leitsymptome
Schnupfen mit schleimiger Sekretion (klar)
wässriges, beißendes und scharfes Sekret aus der Nase
wunde Nasenlöcher
raue Stimme
Hüsteln
Neigung zu Nebenhöhlenentzündung
Erkältung mit Schnupfen und Benommenheit
Stirnkopfschmerzen, die bis in die Nase ausstrahlen
Schwellung der Augenlider
Schwellung um die Augen herum
milder Tränenfluss
Erkältungen, die sich nach unten hin auf Rachen und Bronchien ausbreiten
Magenbeschwerden / Blähungen nach Verzehr von Gurken, Salat
krampfartige Magenschmerzen nach nassen Füßen
allergische Reaktion auf Pfirsiche
Schmerzende Fersen durch Reiben der Schuhe, Blasenbildung
Phantomschmerzen von Amputierten Gliedmaßen
Gemütssymptome
Neigung zu starker Geistesträgheit
vor allem abends und bei beginnendem Schnupfen
lebhafte Träume von Abgründen, Schlachten, tiefen Brunnen oder Aufenthalt in Wassernähe
Typische Allium cepa Patienten sind vom Typ her melancholisch und ängstlich. Sie sind außerdem sehr empfindlich: Manche Blumendüfte können sie nicht vertragen und sind irritiert von Pfirsichhaut. Wenn sie erkältet sind, dann äußert sich dies durch einen starken Schnupfen, der sich absteigend auf die Bronchien ausbreitet und zu einem schmerzenden Husten führt. Nicht selten leiden die Patienten unter Haarausfall oder Glatzenbildung und haben besonders oft Probleme mit Blasenbildung und wunden Stellen an den Füßen.
Traditionelle Anwendungsgebiete
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Im Frühling
- – Nordostwind
- – Nasse Füße
- – Warme Räume
- – Singen
↑ Besserung durch
- + Bewegung
- + Frische und kühle Luft
- + Baden
Beschwerden verschlimmern sich durch…
im Frühling
bei Nordostwind
durch nasse Füße
in warmen Räumlichkeiten
Singen
Beschwerden bessern sich durch…
Bewegung
frische und kühle Luft
beim Baden
Substanz & Hintergrund
Allium cepa
Allium cepa, auf Deutsch die Küchenzwiebel, gehört zu den Liliengewächsen (Liliaceae). Dabei handelt es sich um eine umfangreiche Pflanzengruppe, zu der auch einige andere Pflanzen aus der Homöopathie gezählt werden.
Weiterführende Informationen zu Allium cepa
Allium cepa, die Zwiebel (oder Küchenzwiebel), gehört zusammen mit anderen homöopathischen Mitteln wie Colchicum autumnale, Lilium tigrinum und Sabadilla officinalis zu der Familie der Liliengewächse. Besonders gut eignet sich die Zwiebel zur Veranschaulichung des Ähnlichkeitsprinzips der Homöopathie, denn jeder, der sie schon einmal in der Küche verwendet hat, kennt die Beschwerden, die durch den Saft der Zwiebel hervorgerufen werden. Die Augen fangen an zu tränen, hinzu kommt eine laufende Nase. Die Schleimhäute schwellen an und werden durch den Zwiebelsaft wund. An der frischen Luft bessern sich die Symptome. Daraus leiten sich auch die Beschwerdebilder ab, bei denen Allium cepa zum Einsatz kommt. Dazu gehören Erkältungen, klarer Fließschnupfen und Heuschnupfen, sofern dabei die typischen „Zwiebel-Symptome“ auftreten.
Die Zwiebelpflanze bringt erst im zweiten Jahr die kugelrunde Zwiebelknolle hervor. Der Schaft der Pflanze kann zwischen 20 und 120 Zentimeter lang werden. Am Ende findet man eine kugelförmige Dolde. Aus unserer Küche ist die Zwiebel bereits seit langem nicht mehr wegzudenken, aber auch in der Medizin findet sie bereits seit langer Zeit Verwendung. In ihrem Saft findet man die Schwefelverbindung Allizin, welche eine antibakterielle und antivirale Wirkung hat. Darüber hinaus wirkt der Saft der Zwiebel abschwellend auf die Schleimhaut von Nase und Rachen, löst den Husten, lindert Asthmasymptome und beugt Infekten vor. Als Hausmittel kannte man früher den Zwiebelsirup oder den Zwiebelhonig, welche bei Husten häufig Anwendung fanden.
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Allium cepa – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Nux Vomica
Brechnuss
Nux Vomica (Brechnuss) wird in der Homöopathie traditionell bei Verdauungsbeschwerden nach üppigem Essen oder Genussmitteln sowie bei stressbedingter Reizbarkeit eingesetzt. Auch Erkältungen und katerartige Kopfschmerzen zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.
VerdauungsbeschwerdenVerstopfungÜbelkeitSodbrennen
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Natrium Carbonicum (Natriumcarbonat)
Natriumcarbonat (Soda)
Natrium Carbonicum ist ein Mineralsalz, das in der Homöopathie traditionell bei sehr sensiblen, zurückhaltenden Menschen eingesetzt wird. Traditionelle Anwendungsgebiete sind unter anderem Verdauungsschwäche, Kopfschmerzen nach geistiger Anstrengung und Ängstlichkeit.
VerdauungsbeschwerdenBlähungenKopfschmerzenSchwindel
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Psorinum (Nosode der Krätze)
Krätze-Nosode
Psorinum wird aus dem Bläscheninhalt der Krätze hergestellt. Homöopathen ordnen der Nosode vor allem immer wiederkehrende Infekte, chronische Erkältungsbeschwerden wie Heuschnupfen sowie übel riechende, juckende Hautausschläge zu.
Wiederkehrende InfekteErkältungHeuschnupfenEkzeme
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Euphrasia Officinalis
Augentrost
Euphrasia officinalis, der Augentrost, gilt in der Homöopathie als eines der wichtigsten Mittel bei Augenbeschwerden. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Bindehautentzündung, Heuschnupfen und Fließschnupfen bei Erkältungen.
BindehautentzündungAugenentzündungenTränende AugenHeuschnupfen
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Allium cepa
Wobei wird Allium cepa in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Allium cepa vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Schnupfen, Heuschnupfen, Erkältung, Husten, Nebenhöhlenentzündung, Stirnkopfschmerzen, Tränenfluss, Heiserkeit, Magenbeschwerden, Blähungen, Phantomschmerzen, Blasen an den Füßen. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Allium cepa?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Allium cepa zuordnet: Fließschnupfen mit wässrigem, beißendem und scharfem Sekret; Wunde Nasenlöcher; Milder Tränenfluss mit Schwellung der Augenlider; Stirnkopfschmerzen, die bis in die Nase ausstrahlen; Erkältung, die sich nach unten auf Rachen und Bronchien ausbreitet; Raue Stimme und Hüsteln.
