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Globuli bei Schlafstörungen

Die homöopathische Arzneimittellehre ordnet schlafstörungen traditionell 35 Mitteln zu. Die Mittelwahl richtet sich in der Homöopathie nach dem individuellen Beschwerdebild – die Leitsymptome helfen bei der Abgrenzung.

Mineralogische Illustration von Acidum Nitricum (Salpetersäure) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Acidum Nitricum

Salpetersäure

Typisches Bild: Splitterartige, stechende Schmerzen, die plötzlich kommen und gehen · Scharfe, wundmachende, streng riechende Absonderungen · Schmerzhafte Risse und Geschwüre an Mund und After · Urin riecht wie Pferdeurin

Mineralogische Illustration von Acidum Oxalicum (Oxal-Säure) (Oxalsäure) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Acidum Oxalicum (Oxal-Säure)

Oxalsäure

Typisches Bild: Kopfschmerzen mit Schwindel, besonders im Hinterkopf · Sodbrennen durch Übersäuerung mit saurem Geschmack im Mund · Unverträglichkeit von Zucker, Kaffee und saurem Obst · Linksseitige Beschwerden

Mineralogische Illustration von Acidum picrinicum (Pikrinsäure) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Acidum picrinicum

Pikrinsäure

Typisches Bild: Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung · Kopfschmerzen mit Schwindel · Gefühl, als berste der Kopf · Geistige Erschöpfung

Mineralogische Illustration von Alumina (Aluminiumoxid) (Tonerde) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Alumina (Aluminiumoxid)

Tonerde

Typisches Bild: Ausgeprägte Trockenheit von Haut und Schleimhäuten · Verlangen nach trockenen, unverdaulichen Dingen wie Kreide oder ungekochtem Reis · Gefühl, als sei das Gesicht mit Spinnweben überzogen · Chronischer, trockener Husten mit ständigem Räuspern

Botanische Illustration von Ambra grisea (Ambra) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Ambra grisea

Ambra

Typisches Bild: Kann in Anwesenheit anderer nicht zu Stuhl gehen · Große Befangenheit und Verlegenheit unter Fremden · Musik löst Weinen und tiefe Erregung aus · Schlaflos nach geschäftlichen Sorgen, Gedanken kreisen

Mineralogische Illustration von Aurum metallicum (Gold) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Aurum metallicum

Gold

Typisches Bild: Gerötetes, aufgedunsenes Gesicht · Druck- und Beklemmungsgefühl auf der Brust mit erschwerter Atmung · Klopfende Kopfschmerzen und Druckschmerz an den Schläfen · Überempfindlichkeit gegen Licht

Botanische Illustration von Berberis vulgaris (Berberitze) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Berberis vulgaris

Berberitze

Typisches Bild: Brennende, stechende, wechselnde und ausstrahlende Schmerzen · Starker Harndrang mit brennenden, in Hüfte, Rücken und Beine ausstrahlenden Schmerzen · Tief sitzende, stechende Rückenschmerzen · Trockene Schleimhäute und starker Durst

Botanische Illustration von Bryonia (Weiße Zaunrübe) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Bryonia

Weiße Zaunrübe

Typisches Bild: Verschlimmerung durch kleinste Bewegung oder Anstrengung · Stechende Schmerzen, besonders im Brustbereich · Trockene Schleimhäute mit starkem Durst · Krankheitssymptome setzen allmählich ein

Botanische Illustration von Camphora (Kampfer) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Camphora

Kampfer

Typisches Bild: Starkes Frieren mit auffälliger Blässe · Verlangen nach Wärme · Kalter Schweiß mit Übelkeit und Erbrechen · Anfälle von Schwäche und Erschöpfung

Botanische Illustration von Capsicum annuum (Cayennepfeffer) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Capsicum annuum

Cayennepfeffer

Typisches Bild: Brennen wie von Cayennepfeffer auf den Schleimhäuten · Halsschmerz brennend; Schlucken erleichtert vorübergehend · Frost beginnt im Rücken und läuft aufwärts · Heimweh mit roten Wangen und Schlaflosigkeit

Carbo Animalis (Tierkohle)

Tierkohle

Typisches Bild: Brennen im Magen mit verlangsamter Verdauung · Abneigung gegen fette und schwere Speisen · Verlangen nach sauren und erfrischenden Nahrungsmitteln · Nächtliches Erwachen mit Gewissensangst

Botanische Illustration von Carcinosinum (Krebsnosode) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Carcinosinum

Krebsnosode

Typisches Bild: Chronische Müdigkeit mit Muskelschwäche und Schwindel · Durchschlafstörungen nach längerem emotionalem Stress · Viele Muttermale und Pigmentflecken · Ehrgeizige, sehr brave Kinder mit Angst, etwas falsch zu machen

Botanische Illustration von Chamomilla (Kamille) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Chamomilla

Kamille

Typisches Bild: Extreme Schmerzempfindlichkeit mit Reizbarkeit und Zorn · Kinder wollen ständig herumgetragen werden · Eine rote und eine blasse Wange, Schwitzen am Kopf · Stechende Ohrenschmerzen

Botanische Illustration von China Officinalis (Chinarinde) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

China Officinalis

Chinarinde

Typisches Bild: Schüttelfrost im Wechsel mit Schweißausbrüchen · Erschöpfung nach Flüssigkeitsverlust (Durchfall, Blutungen, Schwitzen) · Übel riechende Blähungen und Blähbauch · Bauchkrämpfe nach dem Essen

Botanische Illustration von Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Cimicifuga racemosa

Traubensilberkerze

Typisches Bild: Schmerz quer durch das Becken, von Hüfte zu Hüfte · Steifer, druckempfindlicher Nacken bis in den Hinterkopf · Je stärker die Blutung, desto stärker die Schmerzen · Gefühl, wie von einer dunklen Wolke umhüllt zu sein

Botanische Illustration von Cocculus (Kockelskörner) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Cocculus

Kockelskörner

Typisches Bild: Übelkeit und Schwindel beim Autofahren, Fliegen oder auf Seereisen · Abgeschlagenheit durch Schlafmangel · Muskelschwäche nach Überanstrengung · Empfindlichkeit gegenüber Lärm, Erschütterung und Kälte

Botanische Illustration von Coffea (Kaffee) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Coffea

Kaffee

Typisches Bild: Schlaflosigkeit durch Nervosität und ständigen Gedankenfluss · Nervöses Herzklopfen nach Überraschung, Freude oder Kaffeegenuss · Hohe Schmerz- und Geräuschempfindlichkeit · Beschwerden nach Kaffeegenuss

Botanische Illustration von Colocynthis (Koloquinte) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Colocynthis

Koloquinte

Typisches Bild: Plötzliche, krampfartige Schmerzen, die anfallweise auftreten und wiederkehren · Betroffene krümmen und winden sich vor Schmerz zusammen · Beschwerden als Folge von Ärger und Zorn · Besserung durch festen Druck und Wärme

Botanische Illustration von Crataegus (Weißdorn) (Weißdorn) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Crataegus (Weißdorn)

Weißdorn

Typisches Bild: Heftiges Herzklopfen mit unregelmäßigem Puls · Atemnot schon bei geringer Anstrengung · Schwindel, Kraftlosigkeit und Müdigkeit · Blässe und blaue Lippen

Naturhistorische Illustration von Crotalus Horridus (Klapperschlange) (Klapperschlange) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Crotalus Horridus (Klapperschlange)

Klapperschlange

Typisches Bild: Starke, dumpfe Kopfschmerzen am Hinterkopf, morgens beim Erwachen schlimmer · Übelkeit mit Erbrechen und Zittern · Schwindel mit Schwäche und Mattigkeit · Ständige Schläfrigkeit bei gleichzeitiger Unfähigkeit zu schlafen

Botanische Illustration von Cyclamen europaeum (Alpenveilchen) (Alpenveilchen) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Cyclamen europaeum (Alpenveilchen)

Alpenveilchen

Typisches Bild: Zu früh einsetzende Menstruation mit kolikartigen Schmerzen · Spannungsgefühl und schmerzhafte Schwellungen in der Brust · Starke Schmerzen im Schläfen- und Stirnbereich mit Schwindel, Benommenheit und Übelkeit · Flimmern vor den Augen, Funken und Doppeltsehen bei beginnender Migräne

Mineralogische Illustration von Ferrum metallicum (Eisen) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Ferrum metallicum

Eisen

Typisches Bild: Blasses, schwächliches Erscheinungsbild mit leichtem Erröten und wechselnder Gesichtsfarbe · Pulsierende, klopfende Kopfschmerzen mit Hitzegefühl und stark pulsierenden Schläfenarterien · Große Schwäche, plötzliche Müdigkeit und Schwindel, besonders beim Aufstehen · Ständiges Frieren, vor allem an Händen und Füßen

Botanische Illustration von Hyoscyamus Niger (Bilsenkraut) (Schwarzes Bilsenkraut) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Hyoscyamus Niger (Bilsenkraut)

Schwarzes Bilsenkraut

Typisches Bild: Wildes Gestikulieren, Singen und Tanzen · Nächtlicher krampfartiger, trockener Husten, schlimmer durch Essen und Trinken · Zuckungen und Zittern an Armen und Beinen · Argwöhnisches, eifersüchtiges und trotziges Verhalten

Mineralogische Illustration von Kalium Carbonicum (Pottasche) (Pottasche) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Kalium Carbonicum (Pottasche)

Pottasche

Typisches Bild: Blässe mit schneller Ermüdbarkeit und starker Schwäche · schwacher Rücken mit Kreuzschmerzen, die bis ins Bein ausstrahlen können · Schwellungen und Ödeme, besonders an den Augenlidern und Beinen · reißende, stechende oder wandernde Schmerzen

Botanische Illustration von Marum Verum (Katzengemander) (Katzengamander) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Marum Verum (Katzengemander)

Katzengamander

Typisches Bild: Verstopfte Nase mit schlechtem Geruch und grünen Krusten · Kribbeln in der Nase mit häufigem Niesen, aber ohne Schnupfen · Kratzen und Reißen im Rachen mit Schluckbeschwerden · Viel Schleim im Mund, modriger Geschmack, häufiges Räuspern

Botanische Illustration von Nux Vomica (Brechnuss) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Nux Vomica

Brechnuss

Typisches Bild: Nervös, ehrgeizig, reizbar bis cholerisch · Beschwerden nach Alkohol, Kaffee, Nikotin oder zu üppigem Essen · Katerartige Kopfschmerzen, besonders morgens · Übelkeit, ohne sich übergeben zu können

Botanische Illustration von Opium (Schlafmohn) (Schlafmohn) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Opium (Schlafmohn)

Schlafmohn

Typisches Bild: Unempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke, wie benommen · Röchelnde Atmung mit rotem Gesicht · Harter, trockener, kleiner Stuhlgang · Extrem empfindliches Gehör, das den Schlaf verhindert

Botanische Illustration von Ornithogalum Umbellatum (Doldiger Milchstern) (Doldiger Milchstern) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Ornithogalum Umbellatum (Doldiger Milchstern)

Doldiger Milchstern

Typisches Bild: Übelriechendes Aufstoßen, oft mit Erbrechen · Blähungen, die beim Umdrehen im Bett von einer Seite zur anderen wandern · Gefühl, als bliebe die Nahrung im Magen stecken · Nächtliche Übelkeit mit Schlaflosigkeit

Botanische Illustration von Rhus Toxicodendron (Giftsumach) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Rhus Toxicodendron

Giftsumach

Typisches Bild: Reißende Schmerzen an Muskeln, Sehnenansätzen und Gelenken nach Überanstrengung · Große Unruhe und Bewegungsdrang, der Betroffene ist zappelig · Juckende, klein-blasige Hautausschläge mit Rötung · Grippaler Infekt mit Gliederschmerzen

Botanische Illustration von Sticta Pulmonaria (Echte Lungenflechte) (Echte Lungenflechte) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Sticta Pulmonaria (Echte Lungenflechte)

Echte Lungenflechte

Typisches Bild: Trockener Reizhusten mit trockener Kehle · Verstopfte Nase bei Nebenhöhlenentzündung · Dumpfes Druckgefühl in der Stirn mit Gesichtsschmerzen · Migräneanfälle, die sich durch Lärm und Licht verschlimmern

Botanische Illustration von Sumbulus (Moschuswurzel) (Moschuswurzel) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Sumbulus (Moschuswurzel)

Moschuswurzel

Typisches Bild: Nervosität mit starken Stimmungsschwankungen · Herzschmerzen mit starkem Herzklopfen durch Aufregung · Schlaflosigkeit · Neigung zu Kreislaufschwäche

Botanische Illustration von Teucrium Marum Verum (Amberkraut) (Amberkraut) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Teucrium Marum Verum (Amberkraut)

Amberkraut

Typisches Bild: Verstopfte Nasenlöcher am Tag mit Kribbeln in der Nase · Neigung zu Nasenpolypen · Kratzen und Reißen im Rachen mit stechenden Halsschmerzen · Viel Schleim und modriger Geschmack im Mund mit häufigem Räuspern

Naturhistorische Illustration von Theridion (Braune Kugelspinne) (Braune Kugelspinne) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Theridion (Braune Kugelspinne)

Braune Kugelspinne

Typisches Bild: Extreme Empfindlichkeit gegen Geräusche und Erschütterungen – selbst leises Rascheln durchdringt den ganzen Körper · Schmerzhaft auf Geräusche reagierende Zähne · Schwindelgefühl beim Schließen der Augen, mit Übelkeit bis hin zum Erbrechen · Ständige starke nervliche Anspannung

Botanische Illustration von Valeriana officinalis (Baldrian) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Valeriana officinalis

Baldrian

Typisches Bild: Hellwach im Bett, die Gedanken jagen einander · Gefühl, wie neben sich zu stehen, alles wirkt traumartig · Überreiztheit, Geräusche und Licht sind kaum zu ertragen · Ruhe und Stillsitzen verschlimmern, Umhergehen bessert

Mineralogische Illustration von Zincum Metallicum (Zink) (Zink) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Zincum Metallicum (Zink)

Zink

Typisches Bild: Ausgeprägte Unruhe in den Beinen, kann die Füße nicht still halten · Muskelzuckungen am ganzen Körper, besonders nachts · Tagsüber müde, kann aber nachts nicht schlafen · Schreckhaftigkeit und Geräuschempfindlichkeit

Hintergrund: Alternative Therapieformen bei Schlafstörungen

Alternative Therapieformen bei Schlafstörungen

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung leidet an Schlafstörungen, bei etwa 15 Prozent der Gesamtbevölkerung sind diese gar behandlungsbedürftig.

Unterschieden werden unter anderem Insomnien (Einschlaf- und Durchschlafstörungen), Hypersomnien (Tagesschläfrigkeit), schlafbezogene Atmungsstörungen wie das Schlafapnoe-Syndrom und schlafbezogene Bewegungsstörungen wie z.B. das Restless-Legs-Syndrom.

Betroffene Personen sollten nicht den Fehler machen, ihre Schlafstörungen zu unterschätzen. Insbesondere chronische Schlafstörungen sind geeignet, die Leistungsfähigkeit und Tagesbefindlichkeit stark zu beeinträchtigen, die soziale Kompetenz empfindlich zu stören und schließlich auch zu Unfällen zu führen.

Beschreibung

Unter dem Begriff Schlafstörungen werden sämtliche Schlafprobleme zusammengefasst, die über einen längeren Zeitraum hinweg auftreten und durch die die betroffene Person in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt wird.

 

Formen von Schlafstörungen

Die über 80 bekannten Schlafstörungen werden üblicherweise in acht Hauptgruppen unterteilt:

– Insomnien sind die mit am häufigsten auftretenden Schlafstörungen. Sie werden beispielsweise verursacht durch Medikamentenmissbrauch (ironischerweise gerade auch durch den übermäßigen Gebrauch von Schlafmitteln) oder durch psychische Belastungen wie Zukunftsängste o.ä. Zu den Insomnien zählen chronisch unerholsamer Schlaf im Allgemeinen, frühmorgendliches Aufwachen, Durchschlaf- und Einschlafstörungen. Unmittelbare Folgen der Insomnien sind Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme, Anspannung und Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen sowie natürlich Müdigkeit. Hinzu treten die Sorgen über die Schlafstörung.

  • Ist die nächtliche Schlafmenge nicht verringert und auch der Tag-Nacht-Rhythmus nicht gestört, kommt es aber dennoch zu übermäßiger Schläfrigkeit im Tagesverlauf, so spricht man von einer Hypersomnie zentralnervösen Ursprungs. Unter anderem zählen Tagesschläfrigkeit aufgrund einer traumatischen Hirnschädigung oder infolge von Drogen- bzw. Medikamentenmissbrauch sowie die „Schlafkrankheit“ (Narkolepsie) zu den Hypersomnien.

  • Ist der Tag-Nacht-Rhythmus einer Person gestört, etwa durch Schichtarbeit, Zeitzonenwechsel, Drogen- bzw. Medikamentenmissbrauch oder organische Erkrankungen, und kommt es infolgedessen zu Rhythmus-Schlafstörungen, werden diese als zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen bezeichnet. Insomnie und massive Tagesschläfrigkeit sind die Folge.

  • Nächtliche Atemaussetzer, in denen die Atmung vom Schlafenden meist so kurzzeitig pausiert, dass dies von der betroffenen Person häufig gar nicht bemerkt wird, fallen unter den Begriff der Schlafapnoe. Diese wiederum zählt zu den schlafbezogenen Atmungsstörungen.

  • Schlafbezogene Bewegungsstörungen verursachen ebenfalls Schlafstörungen. Diese sind zurückzuführen auf stereotype Bewegungsabläufe im Schlaf. Beispiele hierfür sind nächtliches Zähneknirschen, das Restless-Legs-Syndrom (RLS) oder andere periodische Bewegungsstörungen der Gliedmaßen.

  • Unter dem Begriff der Parasomnie werden sämtliche episodische Unterbrechungen des Schlafes zusammengefasst. Hierunter fallen etwa nächtliche Albträume, Schlafwandeln, schlafbezogene Essstörungen, nächtliches Stöhnen und die wiederholte, unbewusste Blasenentleerung während des Schlafes.

  • Eine weitere Kategorie erfasst ungelöste Probleme, Normvarianten und isolierte Symptome. Bei diesen allesamt schlafbezogenen Symptomen ist noch nicht eindeutig geklärt, ob sie noch „normal“ oder bereits krankhaft sind. Dies gilt etwa für Kurz- und Langschläfer. Die einen brauchen weniger als fünf Stunden Schlaf pro Tag, den anderen reichen keine zehn Stunden am Tag. Auch wiederholtes, starkes Muskelzucken beim Einschlafen ist dieser Kategorie zuzuordnen. Schließlich werden von ihr auch das Sprechen im Schlaf und das gutartige Schnarchen erfasst. Letztgenannte Symptome stören zwar nicht in erster Linie den Schlaf der betroffenen Person, wohl aber den des Bettnachbarn.

Alle weiteren Schlafstörungen, die entweder mehrere Merkmale verschiedener Kategorien aufweisen oder aber noch nicht abschließend erforscht sind, und sich daher nicht eindeutig einer Kategorie zuordnen lassen, fallen unter den Begriff der „anderen“ Schlafstörungen.

Zwischen den einzelnen Schlafstörungen der verschiedenen Kategorien kann es zu Überschneidungen kommen. Beispielsweise kann parallel zu Ein- und Durchschlafstörungen auch ein Muskelzucken beim Einschlafen auftreten oder die betroffene Person schlafwandelt während einer der Schlafphasen. Dadurch wird die Thematik der Schlafstörungen zusätzlich komplex.

 

Ursachen und mögliche Erkrankungen

Schlafstörungen werden nicht nur nach ihren Symptomen unterschieden, sondern darüber hinaus auch nach ihrer Ursache in primäre und sekundäre Schlafstörungen unterteilt.

 

Primäre Schlafstörungen

Primäre Schlafstörungen haben keine erkennbare körperliche oder seelische Ursache. Sie sind lediglich die Folge von ungünstigen Schlafbedingungen oder Stress.

 

Sekundäre Schlafstörungen

Bei sekundären Schlafstörungen hingegen gibt es offensichtlich eine organische oder psychische bzw. psychiatrische Ursache.

Schlafstörungen treten fast immer im Zusammenhang mit Angststörungen, Depressionen, Schizophrenien oder Psychosen auf.

Daneben können auch neurologische bzw. organische Erkrankungen Insomnien, Hypersomnien oder zirkadine Rhythmus-Schlafstörungen hervorrufen. Als Grundkrankheit kommen beispielsweise in Betracht Multiple Sklerose, Epilepsie, Krebs, Hirntumoren, Herz- und Lungenerkrankungen, chronische Nieren oder Magen-Darm-Erkrankungen sowie rheumatische Erkrankungen.

Schlafstörungen können auch Nebenwirkung einer Medikamenteneinnahme sein. Zu den Medikamenten, die Schlafstörungen hervorrufen können, gehören bestimmte Antidepressiva, Antibiotika,  einige Asthma- und Bluthochdruck-Mittel, Schlafmittel (sofern sie zu plötzlich abgesetzt werden), Schilddrüsenhormone, Kortison, Demenz-Medikamente, einzelne harntreibende Mittel sowie Mittel, die bei Krebspatienten im Rahmen einer Chemotherapie eingesetzt werden.

Schließlich sind legale und illegale Drogen Auslöser für Schlafstörungen. Alkohol und Koffein können Einschlaf- und Durchschlafstörungen fördern, genauso wie Nikotin, Cannabis und natürlich Ecstasy, Heroin und Kokain.Globuliwelt zeigt Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten aus der Alternativ- und Komplementärmedizin bei diesen Beschwerden sinnvoll eingesetzt werden können und was Sie selber zur Linderung beitragen können.

Ausgewählte, alternative Therapiemöglichkeiten bei Schlafstörungen:

Verwandte Beschwerden (Psyche & Schlaf)

ÄngsteDepressive VerstimmungErschöpfungGeringes SelbstwertgefühlJetlagKummer und TrauerMüdigkeitNervosität