Mittelbild & Leitsymptome
- Starkes Frieren, kalte Hände und Füße
- Häufige Erkältungen bei Abwehrschwäche
- Kopfschmerzen, die im Nacken beginnen und zu den Augen ziehen
- Übelriechender Fußschweiß, oft bei Kindern
- Entzündete, leicht eiternde, rissige Haut
- Mangelndes Selbstvertrauen und rasche Erschöpfung bei geistiger Arbeit
Kieselsäure (oder Kieselerde) kommt in der Natur hauptsächlich als Salz (Silikat) vor. Es hat seinen natürlichen Ursprung als Mineral im Sandstein.
Zur Herstellung homöopathischer Mittel wird heutzutage vorwiegend chemisch hergestelltes Silizium-Oxid benutzt. Silicea ist für Menschen geeignet, die häufig frieren und ständig unter kalten Händen und/oder Füßen leiden.
Symptome
der Patient friert stark
bei Hitze heftiges Schwitzen
der Patient leidet an Erschöpfung / Schwächezuständen
der Patient hat häufig Erkältungen
der Patient hat vergrößerte, verhärtete Lymphknoten
Ein Baby wächst schlecht, die Entwicklung verzögert sich
der Patient leidet an Infektionen der Tränengänge
der Patient leidet unter verstopfter Nase
der Patient hat Zahnabszesse
der Patient hat eine Stirnhöhlen- und/oder Nebenhöhlenentzündung
der Patient leidet an einer Rückgrat-Verkrümmung
der Patient hat eine mangelnde Knochenstruktur
der Patient hat über riechenden Fußschweiß (oft bei Kindern)
der Patient leidet an entzündeten Fußballen und eingewachsenen Zehennägeln
der Patient hat Angst vor spitzen Gegenständen
der Patient hat Kopfschmerzen (beginnend im Nacken, bis zu den Augen ziehend)
der Patient hat Akne
der Patient leidet an Verstopfung (Gefühl, als schlüpfe der Stuhl wieder zurück)
der Patient hat Schmerzen beim Stuhlgang
der Patient hat entzündete, leicht eiternde, rissige Haut
der Patient leidet an Haut-Jucken
der Patient leidet an mangelndem Selbstvertrauen
der Patient ist überempfindlich gegen Geräusche
der Patient hat (psychisch bedingte) Schmerzen in der Wirbelsäule
der Patient hat entzündetes Zahnfleisch (bildet sich zurück)
der Patient hat schmerz-und kälteempfindliche Zähne
der Patient hat Beschwerden im Verdauungstrakt (Verstopfung, Aufstoßen, Blähungen, Magendrücken)
der Patient hat schlecht verheilende Narben (gehen immer wieder auf und nässen)
Kieselsäure (oder Kieselerde) kommt in der Natur hauptsächlich als Salz (Silikat) vor. Es hat seinen natürlichen Ursprung als Mineral im Sandstein.
Zur Herstellung homöopathischer Mittel wird heutzutage vorwiegend chemisch hergestelltes Silizium-Oxid benutzt. Silicea ist für Menschen geeignet, die häufig frieren und ständig unter kalten Händen und/oder Füßen leiden.
Sie haben oftmals einen schwachen Rücken, sind unschlüssig und geben schnell klein bei Wegen Ihrer Angst vor Misserfolgen meiden Sie es, Verantwortung zu übernehmen, obgleich sie eigentlich sehr akribisch sind.
Sie sind bei geistiger Arbeit rasch erschöpf. Silicea wirkt besonders positiv und stützend auf das Bindegewebe, hilft bei brüchigen Nägeln, schlechten Zähnen und Hautproblemen.
Traditionelle Anwendungsgebiete
Anwendungsmöglichkeiten
Silicea Globuli haben breite Anwendungsmöglichkeiten. Ein Kernpunkt sind Beschwerden, die durch Kälteempfindungen ausgelöst werden. Wer kalte Füße hat oder sich am Kopf ausgekühlt fühlt, sich leicht erkältet oder ständig fröstelt, ist ein Kandidat für Silicea Globuli. Außerdem wirken Silicea Globuli bei chronischen Erkrankungen, die das Zellgewebe oder andere Körperebenen betreffen. Bei Hautproblemen wie Akne oder Furunkeln, Wachstumsstörungen an Nägeln oder nach Knochenbrüchen ist die Gabe von Silicea Globuli angezeigt. Auch bei Kopfschmerzen, die im Nacken beginnen und dann in Richtung auf die Augen ausstrahlen, bieten Silicea Globuli Hilfe. Außerdem lindern Silicea Globuli alle Beschwerden, die durch eine Abwehrschwäche begünstigt werden. Bei einer Neigung zu grippalen Infekten oder Mittelohrentzündung ist Silicea das Mittel der Wahl.
Verwendungsgebiete von Silicea Globuli
Bindegewebsschwäche
Knochenprobleme
Hautprobleme / Akne
Splitter
Schlafstörungen
Erkältungen
Migräne
Störung des Nagel-Wachstums
Verstopfung
Nasennebenhöhlen Entzündung
langsam fortschreitende Eiterungen
Stress
wiederkehrende Entzündung der Scheide
Brustentzündung (eitrig)
Ekel vor Essen / Abmagerung
Furunkel / Hämorrhoiden
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte
- – Zugluft
- – Wetterwechsel
- – Nebel und Feuchtigkeit
- – Geistige Anstrengung
↑ Besserung durch
- + Wärme
- + Warmes Einhüllen mit Mütze und Decke
- + Im Sommer
- + Reichliches Urinieren
Verbesserung bei
Wärme
im Sommer
warmes Einhüllen (mit Mütze und Decke)
viel urinieren
Verschlimmerung bei
Kälte
Wetterwechsel
Anstrengung
Vollmond
Nebel / Feuchtigkeit
Druck oder Berührung
Zugluft
Temperaturschwankungen
Wein / Alkohol
geistige Anstrengung
Dosierung & Einnahme
D6D12übliche Potenzen
Dosierung und Einnahme
Bei höheren Potenzen von homöopathischen Heilmitteln sollte keine Selbstbehandlung vorgenommen, sondern ein Heilpraktiker hinzugezogen werden. Hier sind die Dosierungen in Abstimmung mit einer fachkundigen Person vorzunehmen. Ansonsten gelten Silicea Globuli als gut verträglich. Sie bleiben nebenwirkungsfrei. Eine Erstverschlimmerung kann vor allem bei Hochpotenzen vorkommen. Sie leitet jedoch die Heilung ein. Hält die Verschlimmerung mehrere Tage an, sollte das Mittel vorsichtshalber abgesetzt werden. Bei Vorliegen einer Schwangerschaft oder bei Kindern sollte die Dosierung in Absprache mit den behandelnden Ärzten erfolgen. Für eine Selbstbehandlung sind die Potenzen D 6 bis D12 geeignet. Es empfiehlt sich nicht, mehrere homöopathische Präparate zu kombinieren. Sinnvolle Kombinationen homöopathischer Mittel sind in homöopathischen Komplexmitteln enthalten. Außerdem ist nicht angeraten, vom Schulmediziner verordnete Medikamente eigenmächtig abzusetzen und durch homöopathische Globuli zu ersetzen. Zu beachten ist auch, dass manche Lebensmittel, Getränke wie Pfefferminztee oder eine pfefferminzhaltige Zahnpasta die Wirkung von Homöopathika herabsetzen können. Daher empfehlen wir folgende Grundregeln zu beachten:
vor der Verabreichung des Präparates sollte nichts gegessen oder getrunken werden. Auch der kurzzeitige Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol, Kaffee oder Nikotin ist angeraten.
Globuli, in Wasser gelöste Tabletten oder Tropfen sollten vorsichtshalber auf einem Plastik- oder Porzellanlöffel gereicht werden
starke ätherische Öle oder und chemische Lösungsmittele sollten während der Behandlung gemieden werden.
Einnahmeempfehlungen für Säuglinge und kleine Kinder:
Säuglinge bis 12 Monate erhalten nur ein Globuli-Kügelchen in die Wangentasche. Babys erhalten vom zweiten bis dritten Jahr je zwei Globuli, ebenfalls in die Wangentasche eingelegt. Größeren Kindern können drei Globuli gegeben werden. Tropfen werden Kindern auf einem Plastiklöffel oder in einer Pipette mit etwas Wasser gegeben. Säuglingen kann man sie über die Trinkflasche verabreichen.
Einnahmeempfehlungen für Erwachsene:
Homöopathische Globuli, Tabletten und Tropfen sollten möglichst auf einem Plastiklöffel verabreicht werden. Globuli und Tabletten lösen sich in der Wangentasche von alleine auf. Sie können aber auch zerstoßen und in etwas Wasser verabreicht werden.
Substanz & Hintergrund
Wirkungsweise und Nebenwirkungen
Da wir homöopathische Präparate als "energetische" Arzneimittel ansehen, unterliegen sie anderen Maßstäben als Medikamente der Schulmedizin. Die Wirkungen homöopathischer Arzneimittel basieren auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Sie unterstützen, statt dem Symptom entgegengesetzte Wirkungen zu entfalten. Der Körper soll nicht entlastet, sondern in seinem Tun unterstützt werden. Daher zielen Homöopathika darauf ab, durch ähnliche Reize die Selbstheilungskraft zu aktivieren. Die homöopathischen Mittel wollen nicht die Erkrankung selbst beeinflussen oder die Symptome unterdrücken, sondern die Heilungspotenziale aktivieren. Dahinter steht die Annahme, dass der Organismus auf vielfältige Weise mit seiner Umgebung interagiert. Wir nennen das eine harmonische Resonanz. Diese kann positive und negative Auswirkungen zeitigen. Jedes Individuum reagiert auf solche Interaktionen anders. Homöopathische Präparate nutzen die Lebensenergie für ihre Rezepturen. Mit jedem Verdünnungsschritt wird unserer Theorie nach die im Homöopathikum enthaltene Energie potenziert. Stark verdünnte Hochpotenzen stellen folglich die wirksamsten homöopathischen Präparate dar. Was mit dem Organismus interagiert, ist die in Homöopathika enthaltene Energie. Bei höheren Potenzen kommt es wegen der unterstützenden Eigenschaften öfter zu Erstverschlimmerungen. Diese zeigen sich meist nach einigen Tagen. Gewertet werden Erstverschlimmerungen als Zeichen dafür, dass der Organismus reagiert. Bleibt die Erstverschlimmerung aus, ist das jedoch kein Zeichen dafür, dass das Präparat versagt. Beendet wird die Einnahme homöopathischer Präparate, wenn die Beschwerden zurückgehen oder ausgeheilt sind. Der Grund liegt darin, dass es zu Spätverschlimmerungen und einem Aufflackern der Symptome kommen kann, wenn das Präparat weiterhin eingenommen wird.
Hintergrundinformationen
Silicea ist als Kieselerde oder Siliziumdioxid bekannt. Das weißlich-körnige Mineral kommt in der Erdkruste vor. Verschiedene Kieselsäureverbindungen machen sogar fast die Hälfte der Erdkruste aus. Silicea existiert in einer kristallinen Reinform oder als Quarz, Sand bzw. Feuerstein. Auf der Erde ist Silicea eines der am weitesten verbreiteten Elemente. Man könnte die kieselsäurehaltige Erdkruste als schützende Haut unseres Planeten verstehen. Salze der Kieselsäure werden als Silikate bezeichnet. Silikate können von Pflanzen über Stängel oder Wurzelwerk aufgenommen und eingelagert werden. Dort sorgen die aufgenommenen Silikate für genügend Elastizität und Biegsamkeit, gewähren aber auch einen Austrocknungsschutz. Größere Mengen Silikate sind in Gräsern und Farnen, Palmen oder Bambuspflanzen zu finden. Beim Menschen sind Silikate in Hautzellen, Haaren und Nägeln vorzufinden. Außerdem sind Silikate im Bindegewebe und als kollagenes Gewebe in den Organumhüllungen zu finden. Durch diese wird die strukturelle Stabilität einzelner Organe erzielt. Außerdem wird durch Silikate die Abgrenzung der Organe nach außen hin gewährleistet.
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Silicea – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Calcium Carbonicum
Kalziumkarbonat (Austernschalenkalk)
Kalziumkarbonat aus der Austernschale zählt zu den klassischen Konstitutionsmitteln der Homöopathie. Traditionelle Anwendungsgebiete sind unter anderem Mittelohrentzündung, Gelenkschmerzen und Menstruationsbeschwerden, insbesondere bei kälteempfindlichen, schnell erschöpften Menschen.
MittelohrentzündungGelenkschmerzenMenstruationsbeschwerdenKopfschmerzen
Zum Mittel-Profil →
Atropa Belladonna
Tollkirsche
Atropa belladonna (Tollkirsche) zählt zu den bekanntesten homöopathischen Mitteln. Traditionelle Anwendungsgebiete sind plötzlich und heftig einsetzende Beschwerden mit hohem Fieber, Hitze und Entzündungszeichen, vor allem im Anfangsstadium akuter Infekte.
FieberGrippale InfekteHalsentzündungOhrenschmerzen
Zum Mittel-Profil →
Carcinosinum
Krebsnosode
Carcinosinum wird aus sterilisiertem, stark verdünntem Krebsgewebe hergestellt und gilt in der klassischen Homöopathie als Konstitutionsmittel. Es wird häufig bei Kindern sowie bei Erschöpfungs- und Schlafproblemen nach emotionalem Stress eingesetzt.
SchlafstörungenChronische MüdigkeitErschöpfungInfektanfälligkeit
Zum Mittel-Profil →
Sulfur
Schwefel
Sulfur (Schwefelblüte) zählt zu den am häufigsten genannten Mitteln der homöopathischen Arzneimittellehre. Traditionelle Anwendungsgebiete sind vor allem juckende Hautausschläge, Akne und Ekzeme sowie Verdauungsbeschwerden.
HautausschlägeAkneEkzemeNeurodermitis
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Silicea
Wobei wird Silicea in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Silicea vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Erkältungsneigung, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Akne, Furunkel, Brüchige Nägel, Eingewachsene Zehennägel, Fußschweiß, Verstopfung, Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung, Zahnfleischentzündung, Schlecht heilende Narben, Erschöpfung. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Welche Potenzen von Silicea sind üblich?
Für Silicea werden in der Praxis häufig die Potenzen D6, D12 verwendet. Zur Selbstanwendung greifen Anwender traditionell zu niedrigen Potenzen (D6–D12); Hochpotenzen gelten als Sache erfahrener Homöopathen.
Was ist das typische Mittelbild von Silicea?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Silicea zuordnet: Starkes Frieren, kalte Hände und Füße; Häufige Erkältungen bei Abwehrschwäche; Kopfschmerzen, die im Nacken beginnen und zu den Augen ziehen; Übelriechender Fußschweiß, oft bei Kindern; Entzündete, leicht eiternde, rissige Haut; Mangelndes Selbstvertrauen und rasche Erschöpfung bei geistiger Arbeit.
