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Globuli bei Erschöpfung

Die homöopathische Arzneimittellehre ordnet erschöpfung traditionell 34 Mitteln zu. Die Mittelwahl richtet sich in der Homöopathie nach dem individuellen Beschwerdebild – die Leitsymptome helfen bei der Abgrenzung.

Mineralogische Illustration von Acidum Phosphoricum (Phosphorsäure) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Acidum Phosphoricum

Phosphorsäure

Typisches Bild: Schwäche mit Apathie, Unentschlossenheit und geistiger Stumpfheit · Beschwerden nach Kummer, Liebeskummer, Heimweh oder Schock · Wässrige, schmerzlose Durchfälle ohne Erschöpfung · Kopfschmerz mit dem Gefühl eines schweren Gewichts auf dem Scheitel

Mineralogische Illustration von Acidum picrinicum (Pikrinsäure) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Acidum picrinicum

Pikrinsäure

Typisches Bild: Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung · Kopfschmerzen mit Schwindel · Gefühl, als berste der Kopf · Geistige Erschöpfung

Botanische Illustration von Aethusa cynapium (Hundspetersilie) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Aethusa cynapium

Hundspetersilie

Typisches Bild: Erbrechen geronnener Milch in groben, käsigen Flocken · Milch wird nicht vertragen, Erbrechen kurz nach dem Trinken · Nach dem Erbrechen sofortige Erschöpfung und Schlaf · Grünlicher, spritzender Durchfall mit Schleim

Botanische Illustration von Anacardium orientale (Malakkanuss) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Anacardium orientale

Malakkanuss

Typisches Bild: Empfinden wie von einem stumpfen Pflock in Kopf, Ohr oder Enddarm · Gefühl eines eisernen Reifens um Kopf oder Leib · Magenbeschwerden lassen beim Essen nach · Schwaches Gedächtnis nach geistiger Überanstrengung

Botanische Illustration von Arnica (Bergwohlverleih) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Arnica

Bergwohlverleih

Typisches Bild: Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper · Große Berührungsempfindlichkeit nach Verletzungen · Angst, erneut verletzt zu werden · Neigung zu blauen Flecken und Blutungen

Botanische Illustration von Avena sativa (Saathafer) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Avena sativa

Saathafer

Typisches Bild: Erschöpfung nach langer geistiger Arbeit · Kopf wie ausgelaugt, Konzentration bricht schnell ab · Nervöse Unruhe trotz deutlicher Müdigkeit · Einschlafstörungen bei überarbeiteten Menschen

Botanische Illustration von Baptisia tinctoria (Wilder Indigo) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Baptisia tinctoria

Wilder Indigo

Typisches Bild: Ganzer Körper wie zerschlagen und wund, das Bett zu hart · Benommener, wie berauschter Blick; kann kaum wach bleiben · Rasch einsetzende Kraftlosigkeit ohne erkennbaren Anlass · Übelriechender Atem, faulig-bitterer Geschmack

Botanische Illustration von Bellis Perennis (Gänseblümchen) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Bellis Perennis

Gänseblümchen

Typisches Bild: Geprelltes, wundes Gefühl an der betroffenen Stelle · Punktförmiges Wundheitsgefühl nach Verletzungen · Zerschlagenheitsgefühl mit erschlagender Müdigkeit · Beschwerden nach Schlägen, Stößen oder chirurgischen Eingriffen

Botanische Illustration von Berberis vulgaris (Berberitze) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Berberis vulgaris

Berberitze

Typisches Bild: Brennende, stechende, wechselnde und ausstrahlende Schmerzen · Starker Harndrang mit brennenden, in Hüfte, Rücken und Beine ausstrahlenden Schmerzen · Tief sitzende, stechende Rückenschmerzen · Trockene Schleimhäute und starker Durst

Mineralogische Illustration von Calcium Carbonicum (Kalziumkarbonat (Austernschalenkalk)) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Calcium Carbonicum

Kalziumkarbonat (Austernschalenkalk)

Typisches Bild: Kälteempfindlichkeit mit häufigen Erkältungen · Nächtliches Schwitzen und sauer riechende Ausscheidungen · Kalte, feuchte Füße · Atemnot und Schwitzen schon bei kleinster Anstrengung

Mineralogische Illustration von Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat) (Kalziumphosphat) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat)

Kalziumphosphat

Typisches Bild: Kopfschmerzen nach geistiger Anstrengung · Verzögerte Zahnung und langsame Knochenentwicklung · Durchfall nach Verzehr von Obst und Speiseeis · Unverträglichkeit von Milch und Milchprodukten

Botanische Illustration von Carcinosinum (Krebsnosode) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Carcinosinum

Krebsnosode

Typisches Bild: Chronische Müdigkeit mit Muskelschwäche und Schwindel · Durchschlafstörungen nach längerem emotionalem Stress · Viele Muttermale und Pigmentflecken · Ehrgeizige, sehr brave Kinder mit Angst, etwas falsch zu machen

Botanische Illustration von Caulophyllum thalictroides (Frauenwurzel) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Caulophyllum thalictroides

Frauenwurzel

Typisches Bild: Sprunghafte, wandernde Schmerzen in kleinen Gelenken · Krampfartige, stechende Schmerzen im Unterleib · Inneres Zittern und Flattern mit großer Schwäche · Steifheit in Fingern, Handgelenken und Zehen

Botanische Illustration von China Officinalis (Chinarinde) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

China Officinalis

Chinarinde

Typisches Bild: Schüttelfrost im Wechsel mit Schweißausbrüchen · Erschöpfung nach Flüssigkeitsverlust (Durchfall, Blutungen, Schwitzen) · Übel riechende Blähungen und Blähbauch · Bauchkrämpfe nach dem Essen

Botanische Illustration von Cocculus (Kockelskörner) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Cocculus

Kockelskörner

Typisches Bild: Übelkeit und Schwindel beim Autofahren, Fliegen oder auf Seereisen · Abgeschlagenheit durch Schlafmangel · Muskelschwäche nach Überanstrengung · Empfindlichkeit gegenüber Lärm, Erschütterung und Kälte

Botanische Illustration von Cyclamen europaeum (Alpenveilchen) (Alpenveilchen) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Cyclamen europaeum (Alpenveilchen)

Alpenveilchen

Typisches Bild: Zu früh einsetzende Menstruation mit kolikartigen Schmerzen · Spannungsgefühl und schmerzhafte Schwellungen in der Brust · Starke Schmerzen im Schläfen- und Stirnbereich mit Schwindel, Benommenheit und Übelkeit · Flimmern vor den Augen, Funken und Doppeltsehen bei beginnender Migräne

Mineralogische Illustration von Ferrum metallicum (Eisen) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Ferrum metallicum

Eisen

Typisches Bild: Blasses, schwächliches Erscheinungsbild mit leichtem Erröten und wechselnder Gesichtsfarbe · Pulsierende, klopfende Kopfschmerzen mit Hitzegefühl und stark pulsierenden Schläfenarterien · Große Schwäche, plötzliche Müdigkeit und Schwindel, besonders beim Aufstehen · Ständiges Frieren, vor allem an Händen und Füßen

Botanische Illustration von Helonias dioica (Falsche Einhornwurzel) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Helonias dioica

Falsche Einhornwurzel

Typisches Bild: Senkungs- und Schweregefühl im Unterleib, als dränge alles nach unten · Ständiges Bewusstsein der Gebärmutter bei jeder Bewegung · Tiefe Erschöpfung mit wundem, ziehendem Kreuz · Beschwerden treten zurück, sobald die Aufmerksamkeit beschäftigt ist

Mineralogische Illustration von Kalium Carbonicum (Pottasche) (Pottasche) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Kalium Carbonicum (Pottasche)

Pottasche

Typisches Bild: Blässe mit schneller Ermüdbarkeit und starker Schwäche · schwacher Rücken mit Kreuzschmerzen, die bis ins Bein ausstrahlen können · Schwellungen und Ödeme, besonders an den Augenlidern und Beinen · reißende, stechende oder wandernde Schmerzen

Mineralogische Illustration von Kalium Phosphoricum (Kaliumdihydrogenphosphat) (Kaliumdihydrogenphosphat) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Kalium Phosphoricum (Kaliumdihydrogenphosphat)

Kaliumdihydrogenphosphat

Typisches Bild: Erschöpfung durch geistige Überarbeitung · nervöser Magen mit Gefühl der Leere im Bauch · Schwindel infolge geistiger Erschöpfung und Schwäche · Brummen und Summen in den Ohren

Naturhistorische Illustration von Lac defloratum (Entrahmte Kuhmilch) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Lac defloratum

Entrahmte Kuhmilch

Typisches Bild: Kopfschmerz beginnt mit Flimmern oder Verschwimmen vor den Augen · Pochender Stirnkopfschmerz mit heftiger Übelkeit bis zum Erbrechen · Fester Druck und straffes Umbinden des Kopfes werden als wohltuend empfunden · Beschwerden verstärken sich nach Milch und Milchprodukten

Mineralogische Illustration von Manganum Sulfuricum (Schwefelsaueres Mangan) (Schwefelsaures Mangan) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Manganum Sulfuricum (Schwefelsaueres Mangan)

Schwefelsaures Mangan

Typisches Bild: Schuppiger Hautausschlag · Blasses Erscheinungsbild, evtl. gelbliche Gesichtsfarbe · Müder Gesichtsausdruck · Beschwerden infolge einer Blutarmut

Mineralogische Illustration von Natrium Carbonicum (Natriumcarbonat) (Natriumcarbonat (Soda)) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Natrium Carbonicum (Natriumcarbonat)

Natriumcarbonat (Soda)

Typisches Bild: Sehr sensible, zurückhaltende Menschen, die Kummer still ertragen · Verdauungsschwäche mit Unbehagen schon nach kleinen Diätfehlern · Kopfschmerzen nach geistiger Anstrengung oder Sonne · Anfälle von Ängstlichkeit, besonders bei Gewitter

Botanische Illustration von Nux Moschata (Muskatnuss) (Muskatnuss) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Nux Moschata (Muskatnuss)

Muskatnuss

Typisches Bild: Auffallende Schläfrigkeit und nervöse Abgeschlagenheit · Benommenheit, die Umgebung erscheint wie verändert · Speichel fühlt sich an, als sei er aus Watte oder Baumwolle · Schneller Wechsel von Lachen und Weinen

Botanische Illustration von Ornithogalum Umbellatum (Doldiger Milchstern) (Doldiger Milchstern) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Ornithogalum Umbellatum (Doldiger Milchstern)

Doldiger Milchstern

Typisches Bild: Übelriechendes Aufstoßen, oft mit Erbrechen · Blähungen, die beim Umdrehen im Bett von einer Seite zur anderen wandern · Gefühl, als bliebe die Nahrung im Magen stecken · Nächtliche Übelkeit mit Schlaflosigkeit

Botanische Illustration von Panax ginseng (Ginseng) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Panax ginseng

Ginseng

Typisches Bild: Erschöpfung nach geistiger oder körperlicher Überforderung · Der Kopf wird nach kurzer Konzentration dumpf und müde · Leistungsknick am frühen Nachmittag · Müder, steifer Rücken nach langem Sitzen

Mineralogische Illustration von Phosphorus (Gelber Phosphor) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Phosphorus

Gelber Phosphor

Typisches Bild: Angst vor Dunkelheit, Gewittern und dem Alleinsein · Großer Durst, besonders auf kalte Getränke · Leichtes Bluten und schnelle blaue Flecken · Brennende Schmerzen bei Entzündungen

Botanische Illustration von Prunus spinosa (Schlehdorn) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Prunus spinosa

Schlehdorn

Typisches Bild: Stechen im Augapfel, als solle er zerspringen · Blitzartig einschießende Nervenschmerzen im Gesicht · Schmerz bevorzugt im und über dem rechten Auge · Kurzatmigkeit schon bei geringer Anstrengung

Botanische Illustration von Ruta Graveolens (Weinraute) (Weinraute) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Ruta Graveolens (Weinraute)

Weinraute

Typisches Bild: Überanstrengung der Augen mit Rötung, Brennen, Kopfschmerzen und Nackenverspannung · Schmerzen an Sehnen und Gelenken nach Verrenkung oder Verstauchung · Gefühl, wie zerschlagen zu sein · Schmerzen im ganzen Körper, als wäre man tief gefallen oder geschlagen worden

Naturhistorische Illustration von Sepia Officinalis (der gemeine Tintenfisch) (Gewöhnlicher Tintenfisch) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Sepia Officinalis (der gemeine Tintenfisch)

Gewöhnlicher Tintenfisch

Typisches Bild: Gefühl von Schwere und Abwärtsdrängen der Beckenorgane · Steifheit und Schweregefühl in den Beinen · Gelbliche Flecken im Gesicht, sattelförmig über dem Nasenrücken · Neigung zum Frieren und übelriechende Schweiße

Mineralogische Illustration von Silicea (Kieselerde) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Silicea

Kieselerde

Typisches Bild: Starkes Frieren, kalte Hände und Füße · Häufige Erkältungen bei Abwehrschwäche · Kopfschmerzen, die im Nacken beginnen und zu den Augen ziehen · Übelriechender Fußschweiß, oft bei Kindern

Botanische Illustration von Valeriana officinalis (Baldrian) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Valeriana officinalis

Baldrian

Typisches Bild: Hellwach im Bett, die Gedanken jagen einander · Gefühl, wie neben sich zu stehen, alles wirkt traumartig · Überreiztheit, Geräusche und Licht sind kaum zu ertragen · Ruhe und Stillsitzen verschlimmern, Umhergehen bessert

Botanische Illustration von Veratrum Album (weißer Germer) (Weißer Germer) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Veratrum Album (weißer Germer)

Weißer Germer

Typisches Bild: Kalter Schweiß auf der Stirn · Blasses, eingefallenes Gesicht mit Kreislaufschwäche · Durchfall mit gleichzeitigem Erbrechen und kolikartigen Bauchschmerzen · Unstillbarer Durst auf kaltes Wasser trotz Frierens

Mineralogische Illustration von Zincum Metallicum (Zink) (Zink) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Zincum Metallicum (Zink)

Zink

Typisches Bild: Ausgeprägte Unruhe in den Beinen, kann die Füße nicht still halten · Muskelzuckungen am ganzen Körper, besonders nachts · Tagsüber müde, kann aber nachts nicht schlafen · Schreckhaftigkeit und Geräuschempfindlichkeit

Hintergrund: Alternative Therapieformen bei Chronisches Erschöpfungssyndrom

Chronisches Erschöpfungssyndrom

Das chronische Erschöpfungssyndrom (auch: Chronic Fatigue Syndrome, CFS) zeichnet sich durch eine dauerhafte enorme Erschöpfung aus, für die keine erkennbare Ursache vorhanden ist. Das komplexe Krankheitsbild wird ergänzt durch weitere Beschwerden wie Muskel- oder Halsschmerzen sowie Schlafstörungen. CFS ist auch bekannt als chronisches Müdigkeitssyndrom, als Neurasthenie (Nervenschwäche) oder bengine myalgische Enzephalomyelitis (ME).

CFS trifft Frauen häufiger als Männer, wobei Frauen zwischen 20 und 50 Jahren besonders gefährdet sind, am chronischen Erschöpfungssyndrom zu erkranken.

Es ist unklar, wie häufig das CFS insgesamt in Deutschland vorkommt; diesbezügliche Angaben schwanken erheblich. Dies liegt sicher unter anderem daran, dass keine einheitlichen Diagnosekriterien vorhanden sind. Der Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom gibt beispielsweise an, dass etwa 300.000 Menschen bundesweit am chronischen Müdigkeitssyndrom leiden. Legt man die Werte amerikanischer Untersuchungen zur CFS-Häufigkeit in den USA zugrunde und überträgt diese auf Deutschland, so ergibt sich dieser Schätzwert.Beschreibung

Das CFS äußert sich in vielerlei Formen. Geistige und körperliche Erschöpfung einhergehend mit ständiger Müdigkeit, für die keine konkrete körperliche oder geistige Ursache erkennbar ist und die länger als ein halbes Jahr andauern, sind die Hauptsymptome. Hinzu treten weitere Beschwerden. Weder Ruhe noch Schonung sind geeignet, das chronische Erschöpfungssyndrom zu beseitigen. Ähnliche Symptome wie das CFS rufen auch andere Krankheiten hervor. Es besteht insbesondere eine Verwechslungsgefahr mit der Fatigue, die oftmals bei schweren chronischen Erkrankungen und Krebs auftritt. Die Beschwerden bei beiden Erkrankungen sind zwar ähnlich, die Fatigue hat jedoch eine andere Ursache als das chronische Müdigkeitssyndrom. Auch die Fibromyalgie, die zu den rheumatischen Erkrankungen zählt, weist zumindest hinsichtlich der Symptome Ähnlichkeiten mit dem CFS auf.

Symptome

Das chronische Erschöpfungssyndrom entwickelt sich meist kurzfristig und ohne vorherige Ankündigung. Es ist geeignet, die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person über Jahre hinweg erheblich zu beeinträchtigen. Die Diagnose eines CFS fällt einigermaßen schwer, Experten ziehen zur Umschreibung des chronischen Erschöpfungssyndroms unterschiedliche Definitionen und Klassifikationskriterien heran.

Häufig berufen sie sich etwa auf die vom US Center for Disease Control (CDC) entwickelten Kriterien. Dieses definiert das chronische Müdigkeitssyndrom als anhaltende oder wiederkehrende chronische, unerklärte Erschöpfung, • die mindestens seit einem halben Jahr andauert, • deren Beginn definierbar ist oder die neu aufgetreten ist (die also nicht von Geburt an besteht), • die nicht infolge einer aktuellen Beanspruchung entstanden ist, • deren Beseitigung nicht durch Ruhe allein möglich ist und • die negativen Einfluss auf die Aktivitäten des persönliches Lebens des Betroffenen hat. Darüber hinaus liegen bei einem CFS über die Dauer von mindestens sechs Monaten zumindest vier der im Folgenden genannten Symptome vor: • die Lymphknoten am Hals oder unter den Achseln sind druckempfindlich, • es kommt zu Konzentrations- und/oder Gedächtnisstörungen, • neuartige Kopfschmerzen treten auf, • der(Nacht-)Schlaf ist nicht erholsam, • Halsschmerzen, • Gelenkschmerzen, • Muskelschmerzen, • nach Anstrengung hält die Erschöpfung länger als 24 Stunden an und ist unverhältnismäßig stark.

Problematisch sind die Überschneidungen der Symptome des CFS mit denen anderer Erkrankungen. Eine sorgfältige Diagnose seitens eines Arztes ist daher erforderlich.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genaue Ursache für ein chronisches Erschöpfungssyndrom ist bislang ungeklärt. Diskutiert werden die unterschiedlichsten Faktoren, die der Erkrankung vorausgehen, sie auslösen oder aufrechterhalten können.

Vorausgehende Faktoren

Vorausgehende (prädisponierende) Faktoren für das CFS können verschiedene Persönlichkeits- und Lebensartfaktoren sein. Es wird beispielsweise vermutet, dass introvertierte Menschen häufiger am chronischen Erschöpfungssyndrom leiden als extrovertierte. Gleiches könnte auch für Menschen gelten, die eine Veranlagung zu ausgeprägter Gewissenhaftigkeit bzw. zum Perfektionismus haben und hohe Anforderungen an die eigene Leistungsfähigkeit stellen. Auch körperliche Inaktivität in der Kindheit oder während einer akuten Virusinfektion (Infektiöse Mononukleose) scheinen das Risiko zu steigern, dass sich im weiteren Verlauf des Lebens ein chronisches Erschöpfungssyndrom entwickelt.

Auslösende Faktoren

Auslöser für das CFS kann psychischer oder akuter Stress sein. Ein chronisches Erschöpfungssyndrom entwickelt sich auffallend häufig nach akuten Erkrankungen bzw. Virusinfektionen wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber, der Lyme-Borreliose oder der infektiösen Mononukleose. Auch einschneidende lebensverändernde Ereignisse kommen als Auslöser von CFS in Betracht.

Aufrechterhaltende Faktoren

Psychologische Prozesse sind geeignet, das chronische Erschöpfungssyndrom und seine begleitenden Beschwerden wie Muskelschmerzen, Schlafstörungen und Müdigkeit aufrechtzuerhalten. Eine Vielzahl der erschöpften Patienten geht jeglicher körperlicher oder geistiger Aktivität aus dem Weg aus Angst, sonst noch stärker zu ermüden, und bevorzugt, sich stattdessen tagsüber auszuruhen. Hierdurch kann es zu vermehrten Schlafproblemen in der Nacht kommen, was wiederum zur Folge haben kann, dass körperliche Beschwerden, die ohnehin mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom einhergehen, noch intensiver erlebt werden.Globuliwelt zeigt Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten aus der Alternativ- und Komplementärmedizin bei diesen Beschwerden sinnvoll eingesetzt werden können und was Sie selber zur Linderung beitragen können.

Ausgewählte, alternative Therapiemöglichkeiten bei Chronisches Erschöpfungssyndrom:

Verwandte Beschwerden (Psyche & Schlaf)

ÄngsteDepressive VerstimmungGeringes SelbstwertgefühlJetlagKummer und TrauerMüdigkeitNervositätPanikattacken