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Cyclamen europaeum (Alpenveilchen)Alpenveilchen

Homöopathische Zubereitung aus dem Alpenveilchen, einem Primelgewächs. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Menstruationsbeschwerden, Migräne mit Sehstörungen sowie Erschöpfungszustände.

Botanische Illustration von Cyclamen europaeum (Alpenveilchen) (Alpenveilchen) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Cyclamen europaeum (Alpenveilchen) – Alpenveilchen: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

MenstruationsbeschwerdenMigräneKopfschmerzenSehstörungenSchwindelÜbelkeitSchnupfenErschöpfungDepressive VerstimmungSchlafstörungen

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Zu früh einsetzende Menstruation mit kolikartigen Schmerzen
  • Spannungsgefühl und schmerzhafte Schwellungen in der Brust
  • Starke Schmerzen im Schläfen- und Stirnbereich mit Schwindel, Benommenheit und Übelkeit
  • Flimmern vor den Augen, Funken und Doppeltsehen bei beginnender Migräne
  • Häufiges Frieren
  • Gefühl von Schwäche und Ausgelaugtsein

Bei der Cyclamen europaeum handelt es sich um das Alpenveilchen. Es wird auch als Erdbrot, Erdscheibe oder Zyklame bezeichnet, gehört zur Familie der Primelgewächse und steht unter Naturschutz.

Für die Mittelwahl wichtige Symptome

Die homöopathische Ähnlichkeitsregel besagt, dass man Symptome am besten mit dem Mittel behandelt, welches die gleichen Beschwerden bei einem gesunden Menschen auslöst. Aus diesem Grund werden bei der Anamnese erst einmal alle Symptome, gesammelt, die derzeit beim Patienten vorliegen. Dabei beschränkt man sich jedoch nicht nur auf die körperlichen Symptome, sondern bezieht auch die psychischen Beschwerden mit ein. Darüber hinaus ermittelt man Faktoren, welche die Beschwerden normalerweise verschlimmern oder verbessern. Anschließend wird das Mittel ausgewählt, das die größte Übereinstimmung zwischen Beschwerdebild und Arzneimittelbild zeigt.

Bei folgenden Symptomen ist Cyclamen europaeum angezeigt:

Beschwerden entstehen infolge von…

  • Beschwerden bei der Menstruation

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Schnupfen

  • Depressive Verstimmungen

Leitsymptome

  • Früh einsetzende Menstruation

  • Kolikartige Schmerzen

  • Spannungsgefühl oder schmerzhafte Schwellungen in der Brust

  • Starke Schmerzen im Schläfen- und Stirnbereich, dazu Schwindel, Benommenheit und Übelkeit

  • Sehstörungen in Form von Flimmern vor dem Auge, Doppelbild-Sehen und Funken bei beginnender Migräne

  • Häufiges Frieren

Gemütssymptome

  • Patient fühlt sich sehr schwach

  • Patient fühlt sich ausgelaugt

  • Antriebslosigkeit, Grübeln

  • Schlafprobleme

  • Schuldzuweisungen

Zu den typischen Cyclamen europaeum Patienten gehören blonde, blasse Frauen, die schnell reizbar sind und eine schwache körperliche Konstitution haben. Sie leiden unter Gedächtnisschwäche, neigen zu Perfektionismus und können eigene Fehler nur schwer akzeptieren. Ihr eigenes Versagen erzeugt bei ihnen schwere Schuldgefühle und letztendlich versuchen sie, die Schuld jemand anderem zuzuschieben. Dabei ziehen sie sich immer mehr von der Außenwelt zurück. Häufig leiden sie unter Konzentrationsproblemen und haben ein besonders hohes Schlafbedürfnis. Sie grübeln ständig und klagen über Drehschwindel und Kopfschmerzen. Diese sind von Sehstörungen begleitet, die sich in Form von Flimmern vor den Augen oder einem Flackern äußern. In dieser Zeit haben sie nur wenig Appetit und auch ihr Geruchssinn ist nicht besonders ausgeprägt. Aus diesem Grund essen sie nur sehr wenig. Nach der Mahlzeit kommt es häufig zu Durchfällen. Ihre Füße sind oft verschwitzt und sie berichten über Juckreiz am ganzen Körper.

Symptome

  • die Patientin leidet unter einer zu früh einsetzenden Menstruationsblutung, dazu Kolik-artige Schmerzen, schmerzhafte Schwellungen oder auch Spannungsgefühle in den Brüsten

  • der Patient hat Sehstörungen, ein Flimmern vor den Augen, Funken und/oder Doppelt-Sehen wenn eine Migräne beginnt

  • der Patient hat starke Schmerzen im Schläfen- und/oder Stirn-Bereich (dazu Benommenheit, Schwindel und Übelkeit)

  • der Patient friert oft

  • der Patient fühlt sich wie ausgelaugt und sehr schwach

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Cyclamen Europaeum

  • Ausfluss / Weißfluß

  • Magenkrämpfe

  • Schnupfen

  • Kopfschmerz (meistens mit einem Flimmern vor den Augen)

  • Gebärmutter-Blutungen

  • Thinitis vasomotorica (Oberflächliche Venenentzündung)

  • Koliken

  • Kopfschmerzen (während der Regel mit Flimmern vor den Augen)

  • Gedächtnisschwäche

  • Reizmagen

  • Kopfschmerz mit Sehstörungen (morgens)

  • Gebärmutterkrämpfe

  • Menstruationsbeschwerden

  • Periodenkrämpfe

  • Darmkoliken / Darm-Krämpfe

  • Migräne

  • Mastopathie (Veränderungen der Brustdrüse)

  • Reizbarkeit

  • Kopfschmerzen an den Schläfen (nervös hysterisch)

  • Kopfschmerzen mit Flimmern vor den Augen (bei Frauen Hysterie)

  • Schnupfen mit Niesen und/oder Flimmern vor den Augen

  • Gereiztheit

  • Reizdarm

  • Venöse Stasen

  • Menorrhagie (verlängerte Monatsblutungsdauer)

  • Periodenschmerzen

  • Heuschnupfen (besonders bei Frauen)

  • Erbrechen

  • Chlorose (durch Chlorophyll-Mangel bedingtes Krankheitssymptom / Mangelerscheinung)

  • Unterleibs-Blutungen

  • Heuschnupfen mit Niesen an der frischen Luft (dazu Stirnkopfschmerzen)

  • Zu starke Menstruations-Blutung

  • Dysmenorrhoe (Regelschmerzen)

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Kälte
  • vor und während der Menstruation
  • im Freien
  • Stehen
  • Ruhe

↑ Besserung durch

  • + Bewegung
  • + Wärme

Beschwerden verschlimmern sich durch…

  • Kälte

  • Vollmond

  • im Freien

  • vor und während der Periode

  • im Stehen

  • Ruhe

Beschwerden bessern sich durch…

  • Bewegung

  • Wärme

Verbesserung bei

  • Bewegung

  • Wärme

Verschlimmerung bei

  • Konsum von fettem Essen

  • Vor und während der Periodenblutung

  • Im Freien

  • Stehen

  • Ruhe

  • Kälte

  • Vollmond

Substanz & Hintergrund

Weiterführende Informationen zu Cyclamen europaeum

In der Regel findet man das Alpenveilchen in den europäischen Alpen. Dort wächst es in Gebüschen oder weniger dichten Waldabschnitten. Es gehört zu den Primelgewächsen und bildet purpurne oder weiße Blüten, die auf einzelnen Stielen sitzen. Für die Herstellung des homöopathischen Mittels Cyclamen europaeum benötigt man die Wurzeln der Pflanze. Diese werden getrocknet, bevor die Urtinktur hergestellt werden kann. Die Urtinktur wird anschließend weiter zu Globuli verarbeitet. Für die Anwendung von Cyclamen verwendet man meist eine niedrige Potenz, wie zum Beispiel D3 oder D4. Auch eine Infusionstherapie mit Ampullen ist möglich.

Das Europäische Alpenveilchen (im Volksmund auch Wildes Alpenveilchen, Erdscheibe, Erdbrot oder Zyklame genannt) gehört zur Gattung der Alpenveilchen und ist eine unter Naturschutz stehende krautige Pflanze aus der Familie der Primel-Gewächse.

Wie sein Name schon erahnen lässt, kommt das Alpenveilchen überwiegend in den europäischen Alpen vor, und wächst dort vorzugsweise in Gebüschen und/oder lichten Wäldern. Um die Urtinktur für das homöopathische Heilmittel Cyclamen europaeum herzustellen werden die getrockneten Wurzeln der Pflanze benutzt.Cyclamen europaeum wird hauptsächlich gegen Kopfschmerzen (die meistens mit Sehstörungen und Schwindelanfällen einhergehen) eingesetzt. Diese Symptome gehen häufig Migräneanfällen voraus. Außerdem hat der Patient den Eindruck, seinen Blickfeld sei unscharf, oder er sieht doppelt. Manchmal haben die Betroffenen dazu das Gefühl, Ihre Umgebung sei in Bewegung oder drehe sich. Wenn die Symptome dann nachlassen, setzt der Kopfschmerz ein. Die Schmerzen äußern sich besonders im Bereich der Stirn- und der Schläfe. Sie sind pochend und/oder stechend, und nahezu unerträglich und können sich manchmal sogar bis zum Kiefer und/oder den Zähnen ausdehnen. Oft kommt es gleichzeitig mit den Migräneanfällen zu einer laufenden Nase.Weiterhin wird Cyclamen europaeum zur Behandlung bestimmter Magenbeschwerden verabreicht, besonders bei Verdauungsstörungen. Die Funktion des Magen-Darm-Trakts ist gestört und die betroffene Person klagt über Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, (häufiges) saures Aufstoßen und/oder Durchfall. Das Alpenveilchen stellt die natürliche Verdauungs-Funktion augenblicklich wieder her und lindert so die mit den Symptomen einhergehenden krampfartigen Schmerzen.

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Cyclamen europaeum (Alpenveilchen) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Botanische Illustration von Cocculus (Kockelskörner) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Cocculus

Kockelskörner

Cocculus, gewonnen aus den Kockelskörnern der Indischen Scheinmyrte, wird in der Homöopathie traditionell bei Reisekrankheit mit Übelkeit und Schwindel sowie bei Erschöpfung durch Schlafmangel eingesetzt, etwa bei Jetlag oder nach durchwachten Nächten.

ReisekrankheitÜbelkeitSchwindelSchlafstörungen

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Botanische Illustration von Iris Versicolor (Verschiedenfarbige Schwertlilie) (Verschiedenfarbige Schwertlilie) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Iris Versicolor (Verschiedenfarbige Schwertlilie)

Verschiedenfarbige Schwertlilie

Iris versicolor, die Verschiedenfarbige (Schillernde) Schwertlilie aus Nordamerika, wird in der Homöopathie traditionell bei Migräne mit Sehstörungen sowie bei sauren Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen und Erbrechen eingesetzt.

MigräneKopfschmerzenSodbrennenMagenbeschwerden

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Mineralogische Illustration von Natrium Carbonicum (Natriumcarbonat) (Natriumcarbonat (Soda)) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Natrium Carbonicum (Natriumcarbonat)

Natriumcarbonat (Soda)

Natrium Carbonicum ist ein Mineralsalz, das in der Homöopathie traditionell bei sehr sensiblen, zurückhaltenden Menschen eingesetzt wird. Traditionelle Anwendungsgebiete sind unter anderem Verdauungsschwäche, Kopfschmerzen nach geistiger Anstrengung und Ängstlichkeit.

VerdauungsbeschwerdenBlähungenKopfschmerzenSchwindel

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Mineralogische Illustration von Acidum Phosphoricum (Phosphorsäure) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Acidum Phosphoricum

Phosphorsäure

Acidum phosphoricum wird in der Homöopathie traditionell bei Schwäche- und Erschöpfungszuständen eingesetzt, insbesondere nach Kummer, Liebeskummer oder emotionalem Schock. Homöopathen ordnen dem Mittel eine besondere Beziehung zu Gemüt, Nerven und Wirbelsäule zu.

ErschöpfungSchwächezuständeBeschwerden nach KummerLiebeskummer

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Häufige Fragen zu Cyclamen europaeum (Alpenveilchen)

Wobei wird Cyclamen europaeum (Alpenveilchen) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Cyclamen europaeum (Alpenveilchen) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Menstruationsbeschwerden, Migräne, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel, Übelkeit, Schnupfen, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlafprobleme. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Cyclamen europaeum (Alpenveilchen)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Cyclamen europaeum (Alpenveilchen) zuordnet: Zu früh einsetzende Menstruation mit kolikartigen Schmerzen; Spannungsgefühl und schmerzhafte Schwellungen in der Brust; Starke Schmerzen im Schläfen- und Stirnbereich mit Schwindel, Benommenheit und Übelkeit; Flimmern vor den Augen, Funken und Doppeltsehen bei beginnender Migräne; Häufiges Frieren; Gefühl von Schwäche und Ausgelaugtsein.