Mittelbild & Leitsymptome
- Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung
- Kopfschmerzen mit Schwindel
- Gefühl, als berste der Kopf
- Geistige Erschöpfung
- Kreuz- und Rückenschmerzen
Für die Mittelwahl wichtige Symptome
Im Zuge einer homöopathischen Behandlung werden zuerst alle Symptome des Patienten erfasst, unabhängig davon, ob sie mit den zu behandelnden Beschwerden im direkten Zusammenhang stehen. Die Einbeziehung des gesamten Körpers und des emotionalen Zustandes ermöglicht einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Darüber hinaus ermittelt der Arzt oder Heilpraktiker zusätzlich Faktoren, welche zur Besserung oder Verschlimmerung der Beschwerden beitragen.
Bei folgenden Symptomen ist Acidum picrinicum angezeigt:
Beschwerden entstehen infolge von…
• Impotenz • nachlassender sexueller Erlebnisfähigkeit (beim Mann) • Erkrankungen, bei denen die Psyche im Zentrum steht
Leitsymptome
• Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung • Schlafstörungen • Kopfschmerzen mit Schwindel • Migräne • schnelle sexuelle Erregbarkeit • Versangensangst durch mangelnde Erektionsfähigkeit • schmerzende Gelenke • Kreuzschmerzen • Rückenschmerzen • Neurasthenie (Nervenschwäche) • Muskelschmerzen • Gliederschmerzen • Lähmungserscheinungen
Symptome
der Patient hat das Gefühl, als berste sein Kopf
der Patient ist geistig erschöpft
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Acidum Picrinicum
Depresionen
Gelenkschmerzen
Kreuzschmerzen
Rückenschmerzen
Neurasthenie (reizbare Nerven-Schwäche)
Schlaflosigkeit und / oder Schlafstörungen
Kopfschmerzen
Migräne
Muskelschmerzen
Lähmungen
Gliederschmerzen
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Sonne
- – Wärme
↑ Besserung durch
- + Kühle Luft
Beschwerden verschlimmern sich durch…
• Sonne • Wärme
Beschwerden bessern sich durch…
• kühle Luft Gemütssymptome • Niedergeschlagenheit • depressive Verstimmung • geistige Erschöpfung • Patienten klagen über das Gefühl, als würde ihnen der Kopf bersten
Besonders typisch für das Erscheinungsbild von Acidum picrinicum ist die Niedergeschlagenheit und körperliche Erschöpfung des Patienten. Er leidet an schweren Kopfschmerzen, die so stark sind, dass er das Gefühl hat, dass ihm gleich der Kopf berste. Schmerzen können außerdem an verschiedenen Stellen im Körper auftreten, wie zum Beispiel in den Muskeln oder im Rücken.
Verbesserung bei
- kühler Luft
Verschlimmerung bei
Sonne
Wärme
Substanz & Hintergrund
Acidum picrinicum
Acidum picrinicum ist ein homöopathisches Mittel, das auf der Pikrinsäure basiert. In der Homöopathie findet es Anwendung bei Depressionen, Schlaflosigkeit oder Migräne.
Weiterführende Informationen zu Acidum picrinicum
Acidum picrinicum gehört zu den seltener verwendeten Mitteln der Homöopathie. Der Ausgangsstoff, die Pikrinsäure, findet man in Form von leuchtend gelben Kristallen, die sich in siedend heißem Wasser, Ethanol oder Benzol lösen lassen. In kaltem Wasser ist die Säure dagegen nur schwer löslich. Vom Geschmack her ist die Pikrinsäure sehr bitter. In der Luft reagiert sie mit starker Rauchentwicklung und Verbrennung, bei schneller Erhitzung kommt es sogar zur Explosion.
In homöopathischen Präparaten ist der Ausgangsstoff jedoch sehr stark verdünnt, so dass Nebenwirkungen auf ein Mindestmaß verringert werden. Die stark potenzierten Globuli werden genutzt, um dem Körper einen gezielten Reiz zu geben, damit die körpereigene Regeneration angestoßen wird.
Acidum Picrinicum, wird aus Pikrinsäure gewonnen , und in der Homöopathie häufig gegen Depressionen, Migräne und bei Schlaflosigkeit angewandt.
Dieses weniger oft verwendete Mittel wird meistens in den Potenzen D4 bis D12 verabreicht. Besonders typisch für Acidum Picrinicum ist das Gefühl, als würde der Kopf zerbersten.
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Acidum picrinicum – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Berberis vulgaris
Berberitze
Berberis vulgaris stammt aus der Familie der Berberitzengewächse. Homöopathen ordnen dem Mittel Beschwerdebilder mit brennenden, stechenden und ausstrahlenden Schmerzen zu, vor allem im Bereich von Rücken, Harnwegen und Haut.
RückenschmerzenHarnwegsbeschwerdenEkzemeHautjucken
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Cocculus
Kockelskörner
Cocculus, gewonnen aus den Kockelskörnern der Indischen Scheinmyrte, wird in der Homöopathie traditionell bei Reisekrankheit mit Übelkeit und Schwindel sowie bei Erschöpfung durch Schlafmangel eingesetzt, etwa bei Jetlag oder nach durchwachten Nächten.
ReisekrankheitÜbelkeitSchwindelSchlafstörungen
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Arnica
Bergwohlverleih
Arnica montana (Bergwohlverleih) gilt in der Homöopathie als klassisches Erste-Hilfe-Mittel. Traditionelle Anwendungsgebiete sind stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Blutergüsse sowie Beschwerden nach Überanstrengung.
PrellungenVerstauchungenZerrungenQuetschungen
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Aurum metallicum
Gold
Aurum metallicum wird aus metallischem Gold hergestellt. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem Beschwerdebilder mit Bluthochdruck, Kreislaufbeschwerden, klopfenden Kopfschmerzen und tiefer Niedergeschlagenheit zu.
BluthochdruckMigräneKopfschmerzenSchwindel
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Acidum picrinicum
Wobei wird Acidum picrinicum in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Acidum picrinicum vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Migräne, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Nervenschwäche, Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Niedergeschlagenheit. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Acidum picrinicum?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Acidum picrinicum zuordnet: Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung; Kopfschmerzen mit Schwindel; Gefühl, als berste der Kopf; Geistige Erschöpfung; Kreuz- und Rückenschmerzen.
