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Calcium CarbonicumKalziumkarbonat (Austernschalenkalk)

Kalziumkarbonat aus der Austernschale zählt zu den klassischen Konstitutionsmitteln der Homöopathie. Traditionelle Anwendungsgebiete sind unter anderem Mittelohrentzündung, Gelenkschmerzen und Menstruationsbeschwerden, insbesondere bei kälteempfindlichen, schnell erschöpften Menschen.

Mineralogische Illustration von Calcium Carbonicum (Kalziumkarbonat (Austernschalenkalk)) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Calcium Carbonicum – Kalziumkarbonat (Austernschalenkalk): Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

MittelohrentzündungGelenkschmerzenMenstruationsbeschwerdenKopfschmerzenHeuschnupfenVerstopfungFurunkel und AbszesseHautausschlägeInfektanfälligkeitErschöpfungNachtschweißSchwindel

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht August 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Kälteempfindlichkeit mit häufigen Erkältungen
  • Nächtliches Schwitzen und sauer riechende Ausscheidungen
  • Kalte, feuchte Füße
  • Atemnot und Schwitzen schon bei kleinster Anstrengung
  • Abneigung gegen und Unverträglichkeit von Milch
  • Migräneartige Kopfschmerzen, schlechter durch Licht und während der Menstruation

Calcium Carbonicum hat sich bei Mittelohrentzündung, Gelenkschmerzen und Menstruationsbeschwerden bewährt.

Kalziumkarbonat war eines der ersten mineralischen Mittel, die Samuel Hahnemann als Homöopathikum einsetzte. Er verwandte zur Gewinnung Perlmutt aus Austernschalen, das er mit Milchzucker verrieb und auf verschiedene Weise potenzierte, um Knochen- und Gelenkprobleme sowie weitere Leiden zu heilen.

Leitsymptome von Calcium Carbonicum

Die Betroffenen sind überlastet und überarbeitet, leiden unter Atemnot schon bei kleinsten Anstrengungen und schwitzen dadurch. Auch weisen sie oft feuchte und kalte Füße auf. Insgesamt sind sie kälteempfindlich und erkälten sich oft. Andauernd haben sie Hunger, beklagen aber ihr Übergewicht. Ihre bevorzugten Speisen sind Süßigkeiten und Eier, Fett und Milch mögen sie hingegen nicht, dadurch müssen sie aufstoßen und sich manchmal erbrechen. Da sie oft unter Durchfall leiden, fühlen sie bei Verstopfung eine Besserung. Als weitere Leitsymptome für Calcium Carbonicum beschreibt das Homöopathische Handbuch:

  • Betroffene schwitzen nachts.

  • Sie erzeugen sauer riechende Körperausscheidungen und haben Polypen.

  • Erschöpfung und Überarbeitung

  • Betroffene schaffen nicht alles, obgleich sie immer viel zu tun haben.

  • Die Personen fühlen ein starkes Pflichtgefühl und großes Verantwortungsbewusstsein, dabei leiden sie unter Höhenangst.

  • Verletzungsneigung bei Überanstrengung

  • Schwindelgefühl beim Heraufsteigen, durch schnelle Kopfdrehungen und Herabschauen aus der Höhe

  • Die Betroffenen leiden unter migräneartigen Kopfschmerzen. Diese verschlechtern sich durch Licht, während der Menstruation sowie durch Treppensteigen.

  • ständig verstopfte Nase und Heuschnupfen

  • Hautausschläge an den Ohren und direkt unter den Ohren

  • Furunkel

  • Verstopfung ohne Stuhldrang

  • Die betroffenen Frauen haben unregelmäßige Monatsblutungen und davor geschwollene, schmerzende Brüste.

Calcium Carbonicum ist die lateinische Bezeichnung für den Kalk der Austernschale, der auch besser unter der Bezeichnung Perlmutt bekannt ist.

Calcium Carbonicum Globuli ist besonders hilfreich bei der Behandlung von übergewichtigen und blassen Menschen. Ein anderer Name für Calcium Carbonicum Globuli ist auch Calcium Carbonicum Hahnemanni oder Kalziumkarbonat (kohlensaurer Kalk, ein Mineral).

Symptome

  • Abneigung und Unverträglichkeit von Milch

  • Psyche: traurig, vergesslich

  • Lymphknotenschwellungen

  • Kälteempfindlichkeit

  • Schwitzen

Traditionelle Anwendungsgebiete

Calcium Carbonicum im Einsatz

Calcium carbonicum eignet sich gut für korpulente Menschen mit aufgeschwollenen Augen. Diese Personen sind oft schüchtern und erschöpft, dabei sehr blass, ängstlich und völlig ohne Mut. Auch bei Kindern hat sich Calcium carbonicum sehr bewährt, es ist zudem ein sehr Konstitutionsmittel, das im Bereich des Zentralen Nervensystems, der Lymphdrüsen, der Gonaden, der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen, der Knochen, im Magen-Darm- Kanal, für die Haut, die Schleimhäute und die Muskeln angewendet wird. Es passt sehr gut zu ängstlichen Personen, die eine Neigung zu Übergewicht aufweisen. Diese Menschen bewegen sich ungern und schwitzen schnell. Das metabolische Syndrom lässt sich gut damit behandeln, ebenso die Neigung zu Infektionen, Grauer Star und Bronchialasthma.

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Anstrengung
  • Kälte
  • Wetterwechsel
  • Milch

↑ Besserung durch

  • + Trockenes Wetter
  • + Liegen
  • + Nach dem Frühstück
  • + Im Dunkeln

Verbesserung bei

  • Trockenes Wetter/Klima

  • Liegen

  • nach dem Frühstück

  • im Dunkeln

Verschlimmerung bei

  • Anstrengung

  • Kälte

  • Wetterwechsel

  • Milch

Substanz & Hintergrund

Verwendung von Calcium Carbonicum Globuli

  • Übergewicht

  • Schwindel-Gefühle

  • Neigung zu schneller Erschöpfung

  • Ängste durch Verlust an Sicherheit

  • Anfälligkeit für Erkältungen mit Augenentzündungen

  • Zahnprobleme

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Calcium Carbonicum – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Calcium Carbonicum

Wobei wird Calcium Carbonicum in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Calcium Carbonicum vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Mittelohrentzündung, Gelenkschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen, Heuschnupfen, Verstopfung, Furunkel, Hautausschläge, Infektanfälligkeit, Erschöpfung, Nachtschweiß, Schwindel. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Calcium Carbonicum?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Calcium Carbonicum zuordnet: Kälteempfindlichkeit mit häufigen Erkältungen; Nächtliches Schwitzen und sauer riechende Ausscheidungen; Kalte, feuchte Füße; Atemnot und Schwitzen schon bei kleinster Anstrengung; Abneigung gegen und Unverträglichkeit von Milch; Migräneartige Kopfschmerzen, schlechter durch Licht und während der Menstruation.