Globuliwelt.de – Die Welt der Homöopathie

Kinder-Kompass

Homöopathie für Kinder

Zahnen, Fieber, Bauchweh, Prüfungsangst: Für die Beschwerden des Familienalltags hält die homöopathische Tradition ein gut dokumentiertes Repertoire bereit. Hier findest du 123 Mittel mit Kinderbezug – sortiert nach Situation, mit Leitsymptomen zur Unterscheidung, Dosierungs­konventionen nach Alter – für die vielen kleinen Beschwerden des Familienalltags.

Was in welchem Alter zählt

0–12 Monate

Säuglinge

Bei Säuglingen gilt besondere Vorsicht: Fieber, Trinkverweigerung, auffällige Schläfrigkeit oder anhaltendes Schreien gehören immer ärztlich abgeklärt. Homöopathische Gaben werden traditionell in Wasser aufgelöst gegeben.

1–5 Jahre

Kleinkinder

Die Zeit der Zahnung, der ersten Infekte und der Kita-Erkältungen. Globuli werden traditionell in der Wangentasche zergehen gelassen oder in Wasser gelöst.

6–12 Jahre

Schulkinder

Jetzt kommen Themen wie Prüfungsangst, Konzentration, Wachstumsschmerzen und Sportverletzungen hinzu.

Nach Situation stöbern

Neun typische Situationen aus dem Familienalltag – jeweils mit den Mitteln, die die Materia medica ihnen traditionell zuordnet.

Zahnen

Der Klassiker der Kinderhomöopathie: unruhige Nächte, roter Wangenfleck, alles wandert in den Mund.

Alle Mittel bei:Zahnungsbeschwerden (7)Zahnschmerzen (14)

Fieber & Erkältung

Vom plötzlichen Fieberschub bis zum zähen Schnupfen – welche Mittel die Tradition welchem Verlauf zuordnet.

Alle Mittel bei:Fieber (9)Erkältung (26)Schnupfen (33)Infektanfälligkeit (13)

Husten & Atemwege

Trocken, bellend oder verschleimt: In der Homöopathie entscheidet die Art des Hustens über die Mittelwahl.

Alle Mittel bei:Husten (30)Reizhusten (17)Pseudokrupp (3)Krampfhusten (9)

Bauchweh & Verdauung

Koliken beim Säugling, Bauchweh vor der Schule, Durchfall im Urlaub.

Alle Mittel bei:Bauchschmerzen (17)Blähungen (48)Durchfall (36)Verstopfung (33)

Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen sind bei Kindern häufig – und gehören bei Fieber oder anhaltenden Schmerzen zum Arzt.

Alle Mittel bei:Ohrenschmerzen (12)Mittelohrentzündung (9)

Haut & Wundes

Wunder Po, Schürfwunden, Insektenstiche, Windpocken-Juckreiz.

Alle Mittel bei:Hautausschläge (26)Juckreiz (21)Insektenstiche (11)Wundheilungsstörungen (3)

Schlaf & Unruhe

Einschlafprobleme, nächtliches Aufschrecken, Übermüdung nach aufregenden Tagen.

Alle Mittel bei:Schlafstörungen (35)Nervosität (34)Unruhe bei Kindern (2)Ängste (15)

Schule & Konzentration

Prüfungsangst, Lampenfieber, Konzentrationsschwäche und Erschöpfung im Schulalltag.

Alle Mittel bei:Prüfungsangst (2)Konzentrationsschwäche (13)Nervosität (34)Erschöpfung (34)

Stürze & Verletzungen

Beulen, Prellungen, aufgeschlagene Knie – die Erste-Hilfe-Mittel der Kinderapotheke.

Alle Mittel bei:Prellungen und Blutergüsse (8)Verstauchungen (8)Schnittwunden (5)

Dosierung nach Alter

Die traditionellen Konventionen der homöopathischen Praxis. Für die Selbstanwendung werden Tiefpotenzen (D6, D12) verwendet.

AltersgruppeGabeArt der Verabreichung
Säuglinge (0–12 Monate)1–3 Globuliin etwas Wasser aufgelöst, mit dem Löffel gegeben
Kleinkinder (1–5 Jahre)3 Globuliin der Wangentasche zergehen lassen oder in Wasser gelöst
Schulkinder (6–12 Jahre)3–5 Globuliunter der Zunge zergehen lassen

Häufigkeit nach klassischer Konvention: bei akuten Beschwerden zunächst mehrmals täglich, bei Besserung Gaben strecken und absetzen. Details im Potenzen-Ratgeber.

Homöopathie in der Kinderheilkunde

Homöopathie für Kinder: Krankheiten aus eigener Kraft bewältigen und die individuelle Entwicklung von Kindern fördern

Homöopathie ist für** ALLE** da, doch die meisten Menschen lernen die Wirkung von Aconitum, Arnica, Belladonna oder Chamomilla zunächst durch die Behandlung ihrer Kinder kennen und schätzen.

Der kindliche Organismus ist insbesondere in den ersten vier Lebensjahren vielen Veränderungen und Anpassungsvorgängen unterworfen. Dazu gehören das Erlernen von motorischen, sprachlichen und sozialen Fähigkeiten, die Entwicklung des körpereigenen Verdauungs- und Abwehrsystems, Wachstum und Bildung von Knochen, Zähnen und des Körpers selbst.

Der Mensch wird wohl nie wieder in seinem Leben gezwungen sein, Entwicklungen in solch rasanter Geschwindigkeit und von vergleichbaren Ausmaßen zu bewerkstelligen. So ist es nicht verwunderlich, wenn plötzlich auftretende und oftmals heftige Beschwerden anzeigen, welchen Anforderungen der kindliche Organismus gerade ausgesetzt ist.

Veränderungen gehören zu unserem Leben, aber nicht jeder bewältigt sie mit der gleichen Leichtigkeit und so sind viele Beschwerden im Säuglings- und Kindesalter Ausdruck für anstehende Anpassungsvorgänge und Entwicklungsschritte (z.B. 3-Monats-Koliken, Fieber, Wachstums-, schmerzen, Zahnungsbeschwerden, Kinderkrankheiten). Verfügt der Körper über ein gut entwickeltes Abwehrsystem und starke Selbstheilungskräfte, können viele Beschwerden ohne weiteres Zutun bewältigt werden. In einigen Fällen ist aber die Unterstützung von außen notwendig.

Hier stellt die Homöopathie eine gute alternative Behandlungsmöglichkeit dar, die die individuelle Beschwerdesituation des Kindes in ihrer Gesamtheit berücksichtigt, Nebenwirkungen ausschließt, die Körper eigenen Regulationsmechanismen stärkt und die Überwindung von Krankheiten aus eigenen Kräften fördert.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Entdeckung der Welt der Homöopathie und hoffe, dass Sie hier viele Anregungen zur Begleitung Ihrer Kinder finden. Weitere Anregungen zur Gestaltung der Seite nehmen wir gerne auf.

Zahlreiche homöopathische Präparate haben sich in der sanften Kinderheilkunde bewährt.

Zu den häufig vorkommenden Beschwerden im Kindesalter, die bevorzugt mit Globuli behandelt werden können, gehören

  • **Bauchweh oder Blähungsneigung **

  • **Zahnungsbeschwerden **

  • Bettnässen

  • **Windeldermatitis **

  • Erkältungsbeschwerden

  • **fiebrige Infekte **

  • Heimweh

  • Hals- oder Mandelentzündung

  • **Angina **

  • **Mittelohrentzündung **

  • Masern

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • **Windpocken **

  • Koliken

  • kleine Verletzungen

  • Sonnenbrand

  • **Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen **

  • Insektenstiche

  • oder Keuchhusten

In eine homöopathische Hausapotheke gehören als Minimum folgende Mittel:

  • **[Arnica **

  • **Nux vomica **

  • Belladonna

  • **Aconitum napellus **

  • **Calendula **

  • Drosera

  • Cocculus

  • **Chamomilla **

  • **Allium cepa **

  • **Apis **

  • **Calcium carbonicum **

  • **Arsenicum album **

  • und Ferrum phosphoricum

Globuli sind bei Kindern besonders effektiv, weil sie süßlich schmecken und so winzig klein sind, dass man sie problemlos auf der Zunge zergehen lassen kann.

Bei Babys oder Schluckbeschwerden kann man die Zuckerkügelchen in Tee oder Wasser lösen. Dabei sollten allerdings nur Plastiklöffel zur Anwendung kommen. In Milch löst man Homöopathika für Kinder grundsätzlich nicht auf. Wichtig ist auch, dass man während der Zeit der homöopathischen Behandlung Störeffekte meidet. Diese können beispielsweise in ätherischen Duftölen vorliegen, die in Kaugummis, Zahnpastas oder pfefferminzhaltigen Hustenbonbons enthaltend sind. Solche Stoffe können die Wirkung der Globuli einschränken. Bewährte Mittel bei Kindern sind Aconitum als Präparat bei Schockreaktionen und als probates Mittel bei beginnenden Infekten. Apis mellifica D6 gibt man bei Insektenstichen und Nesselfieber bzw. allergischen Hautreaktionen. Arnica hat sich nach Stürzen, bei Schürfwunden, bei Blutungen nach Zahnextraktionen und bei blauen Flecken bewährt. Als Durchfallmittel sollte man immer Arsenicum album zur Hand haben. Belladonna D 6 gibt man Kindern wie oben beschrieben, wenn sie akute Entzündungen, Fieber oder kolikartige Schmerzen haben. Chamomilla-Globuli lindern Zahnungsschmerzen, aber auch auffallende Reizbarkeit. Man verabreicht sie auch einem so genannten "Schreikind". Übelkeit kommt im Kindesalter öfter mal vor. Hier gibt man Cocculus D 6 , auch bei Reiseübelkeit. Husten mit Krampfneigung oder Kehlkopfentzündung mit trockenem Hals behandelt man mit Drosera-Globuli. Ferrum phosphoricum D 12 empfiehlt sich bei Entzündungen oder Infekten. Nux vomica D 6 hilft ebenfalls gegen Übelkeit und Erbrechen, aber auch bei Verstopfung. Gegebenenfalls konsultieren Sie bitte Ihre Heilpraktikerin, wenn Sie Zweifel bezüglich des richtigen Präparates für Ihr Kind haben. Außerdem können Sie auf Bücher zur Homöopathie bei Kindern zurückgreifen oder sich im Internet zum Beispiel auf der Facebookeseite von Globuliwelt informieren.

Kinder lieben die geheimnisvollen "Zauberkügelchen".

Von daher kann man ihnen eine gewisse psychologische Wirkung nicht absprechen. Für die Anwender in der Kinderheilkunde sind Globuli weit mehr als Zuckerkügelchen. Dafür gibt es mehrere Beweise. Ad eins: Globuli heilen auch kleine Babys, die man mit psychologischen Mitteln nicht ködern könnte. Sie wissen nichts von "Wundermitteln" und auch nichts von psychischen Erkrankungsfaktoren. Ad 2: Globuli heilen, auch wenn man nicht an sie glaubt. Es ist also keineswegs der kindliche Glaube an Zauberkraft, der ihre Heilwirkung ausmacht. Voraussetzung ist allerdings, dass den vorliegenden Symptomen auch das richtige homöopathische Mittel zugeordnet wurde. Dass einer GfK-Studie zu Folge heute bereits 30 Prozent der Eltern ihren Nachwuchs mit Globuli behandeln, spricht für deren Qualitäten. Selbst in konventionellen Arztpraxen hat man seine Vorbehalte gegen die Homöopathie schon vielfach aufgegeben. Einige Krankenkassen zahlen bei bestimmten Indikationen sogar die Behandlungen damit. Sanfter als mit homöopathischen Globuli kann man bei Kindern entstandene Ungleichgewichte im Organismus kaum behandeln. Die Behandlung umfasst in der Homöopathie niemals nur das einzelne Symptom, sondern immer den kleinen Menschen insgesamt. Untersucht wird beispielsweise auch der Kontext, in dem das Kind lebt und die Gewohnheiten, die die Eltern in Bezug auf Ernährung, Einschlafrituale, Erkältungsschutz oder anderes entwickelt haben. Oftmals kann man hier bereits Behandlungsansätze ausmachen und Veränderungen im Verhalten anregen.

Häufige Fragen von Eltern

Ab welchem Alter werden Globuli bei Kindern gegeben?

In der homöopathischen Tradition werden Globuli in allen Altersgruppen eingesetzt, bei Säuglingen in Wasser aufgelöst. Wichtig: Bei Säuglingen unter drei Monaten und bei Fieber, Trinkverweigerung oder reduziertem Allgemeinzustand ist immer eine ärztliche Abklärung nötig – unabhängig von einer homöopathischen Begleitung.

Wie viele Globuli bekommt ein Kind?

Die traditionelle Konvention: Säuglinge 1–3 Globuli in Wasser gelöst, Kleinkinder 3 Globuli, Schulkinder 3–5 Globuli. Die Menge wird in der Homöopathie als weniger entscheidend angesehen als die Wahl des passenden Mittels und der Zeitpunkt der Gabe.

Welche Potenz ist für Kinder üblich?

Für die Selbstanwendung bei akuten Alltagsbeschwerden greift die Tradition zu Tiefpotenzen, meist D6 oder D12. Hochpotenzen ab C30 gelten als Sache erfahrener Homöopathinnen und Homöopathen.

Welche Globuli gehören in die Kinder-Hausapotheke?

Als Grundausstattung nennt die homöopathische Tradition unter anderem Arnica bei Stürzen und Prellungen, Chamomilla beim Zahnen, Aconitum und Belladonna bei plötzlichem Fieber, Calendula zur Wundpflege sowie Pulsatilla bei weinerlichen Erkältungen.

Können Globuli Nebenwirkungen bei Kindern haben?

Homöopathische Zubereitungen in üblichen Potenzen enthalten praktisch keine Wirkstoffmenge. Zu beachten ist der Zuckergehalt (Saccharose) der Globuli sowie die in der Homöopathie beschriebene Erstverschlimmerung. Anhaltende Verschlechterung ist kein Grund zum Abwarten, sondern zur ärztlichen Vorstellung.