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Globuli bei Ohrenschmerzen

Die homöopathische Arzneimittellehre ordnet ohrenschmerzen traditionell 12 Mitteln zu. Die Mittelwahl richtet sich in der Homöopathie nach dem individuellen Beschwerdebild – die Leitsymptome helfen bei der Abgrenzung.

Botanische Illustration von Abies Nigra (Amerikanische Schwarzfichte) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Abies Nigra

Amerikanische Schwarzfichte

Typisches Bild: Gefühl hart gekochter Eier oder eines Klumpens im Magen · Morgendliche Appetitlosigkeit, nachmittags Heißhunger · Saures Aufstoßen und Sodbrennen nach Tee · Beschwerden nach Tabak- und Teegenuss

Botanische Illustration von Aconitum Napellus (Blauer Eisenhut) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Aconitum Napellus

Blauer Eisenhut

Typisches Bild: Plötzlich und mit großer Heftigkeit einsetzende Beschwerden · Plötzliches, meist hohes Fieber ohne Schweiß · Großer Durst auf kalte Getränke · Herzklopfen mit Angst, harter und schneller Puls

Botanische Illustration von Atropa Belladonna (Tollkirsche) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Atropa Belladonna

Tollkirsche

Typisches Bild: Plötzlich und heftig einsetzende Beschwerden · Hohes Fieber mit heißem Rumpf und kalten Extremitäten · Starke, pulsierende Schmerzen · Gerötete, heiße Haut und trockene, brennende Schleimhäute

Botanische Illustration von Capsicum annuum (Cayennepfeffer) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Capsicum annuum

Cayennepfeffer

Typisches Bild: Brennen wie von Cayennepfeffer auf den Schleimhäuten · Halsschmerz brennend; Schlucken erleichtert vorübergehend · Frost beginnt im Rücken und läuft aufwärts · Heimweh mit roten Wangen und Schlaflosigkeit

Botanische Illustration von Chamomilla (Kamille) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Chamomilla

Kamille

Typisches Bild: Extreme Schmerzempfindlichkeit mit Reizbarkeit und Zorn · Kinder wollen ständig herumgetragen werden · Eine rote und eine blasse Wange, Schwitzen am Kopf · Stechende Ohrenschmerzen

Botanische Illustration von Dulcamara (Bittersüßer Nachtschatten) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Dulcamara

Bittersüßer Nachtschatten

Typisches Bild: Beschwerden infolge von Kälte, Nässe und feuchtem Wetter · Verstopfte Nase in kalter Luft · Harndrang und Blasenbeschwerden nach Verkühlung · Durchfall bei feucht-kaltem Wetter

Mineralogische Illustration von Ferrum Phosphoricum (Eisenphosphat) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Ferrum Phosphoricum

Eisenphosphat

Typisches Bild: Fieber mit roten Wangen und heißem Gesicht bei sonst blasser, zarter Erscheinung · Kalte Füße und heißer Kopf · Hellrotes Nasenbluten, besonders bei Kindern · Trockener, hackender Husten bei grippalem Infekt mit mittelhohem Fieber

Mineralogische Illustration von Graphites (Graphit / schwarzer Kohlenstoff) (Graphit) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Graphites (Graphit / schwarzer Kohlenstoff)

Graphit

Typisches Bild: Trockene, rissige, schuppende Haut · Juckende Ekzeme mit honiggelben, klebrigen Absonderungen · Spröde, abblätternde oder deformierte Nägel · Hartnäckige Verstopfung mit knotigem, hartem Stuhl

Mineralogische Illustration von Hepar Sulfuris (Kalkschwefelleber) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Hepar Sulfuris

Kalkschwefelleber

Typisches Bild: Extreme Empfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft, besonders bei Fieber · Hohe Berührungsempfindlichkeit der Haut, selbst Kleidung schmerzt · Splitterartige Schmerzen, besonders beim Schlucken · Starke Neigung zu Eiterungen mit säuerlich riechenden Absonderungen

Mineralogische Illustration von Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) (Kaliumchlorid) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche)

Kaliumchlorid

Typisches Bild: weiß belegte Zunge · schleimige, weißlich-dickliche Absonderungen · geschwollene Lymphknoten · Gelenkbeschwerden

Botanische Illustration von Plantago major (Breitwegerich) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Plantago major

Breitwegerich

Typisches Bild: Zahnschmerz strahlt ins Ohr – und das Ohr in den Zahn · Zähne sind berührungsempfindlich, kalte Luft unerträglich · Starker Speichelfluss während des Zahnschmerzes · Reichliches nächtliches Einnässen im tiefen Schlaf

Botanische Illustration von Pulsatilla (Wiesenküchenschelle) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Pulsatilla

Wiesenküchenschelle

Typisches Bild: Sanftes, schüchternes, weinerliches Gemüt mit großem Bedürfnis nach Trost und Zuspruch · Wechselhafte, wandernde Beschwerden, abwechselnd körperlich und seelisch · Trockener Mund ohne Durst · Dicke, mild-grün-gelbe Schleimabsonderungen

Hintergrund: Alternative Therapieformen bei Ohrenschmerzen

Alternative Therapieformen bei Ohrenschmerzen

Wie alle anderen Schmerzen im Kopfbereich können Ohrenschmerzen das Wohlbefinden der betroffenen Person erheblich beeinträchtigen. Selbst ein leichtes Brummen oder Stechen ist schon geeignet, das seelische Gleichgewicht völlig durcheinanderzubringen. Stärkere Schmerzen scheinen manchmal die Grenze des Erträglichen zu überschreiten.

Besonders häufig werden Kinder von Ohrenschmerzen geplagt. Problematisch ist dabei, dass gerade Kleinkinder, die oft am schlimmsten leiden, ihre Beschwerden nicht einordnen und benennen können.

Auch Erwachsene leiden jedoch nicht selten unter Ohrenschmerzen. Verschiedenste Faktoren können ursächlich für diese Beschwerden sein.

Beschreibung

In den Ohren befinden sich viele Nervenenden, was diese Organe ganz besonders sensibel macht. Sie reagieren mit Druck oder Schmerzen auf die kleinsten Störungen. Sowohl Außen- als auch Mittel- und Innenohr können betroffen sein. Ursachen für die Schmerzen sind beispielsweise Entzündungen von Mittelohr oder Gehörgang, die in letzter Zeit wieder häufiger auftretende Kinderkrankheit Mumps, die von Viren hervorgerufen wird, oder der Verschluss des Gehörgangs. Durch die direkte Verbindung des Mittelohrs zum Nasen-Rachen-Raum über die sog. Ohrtrompete kann dieses auch bei Atemwegsinfekten in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch wenn das Ohr nicht direkt von einer Reizung oder Entzündung betroffen ist, so reagiert es doch ebenso empfindlich auf Störungen oder Entzündungen in seinem unmittelbaren Umfeld. Bei Problemen im Kiefergelenk, dem Warzenfortsatz (einem Teil des knöchernen Schädels), in Gesichtsnerven oder in den Ohrspeicheldrüsen treten Ohrenschmerzen häufig begleitend auf.

Die Bandbreite von Ohrenschmerzen reicht von dumpfen Schmerzen über ein leichtes Klopfen bis hin zu starkem Stechen. Teils kommen die Schmerzen schubweise, teils bleiben sie dauerhaft. Begleiterscheinungen können Ohrensausen, Druckgefühl, Juckreiz oder gar Hörverlust sein; auch Fieber tritt häufiger auf, sofern die Ohrenschmerzen durch einen Infekt ausgelöst wurden. Kaubewegungen oder andere starke Kopfbewegungen können die Symptome verstärken. In einigen Fällen sind die Ohren gerötet.

Ursachen und mögliche Erkrankungen

Neben Erkältungen oder Entzündungen der Ohren selbst gibt es noch weitere Ursachen für Ohrenschmerzen, auf die im Folgenden eingegangen werden soll.

Entzündungen und Infekte

  • Bakterien, Pilzinfektionen oder Viren, im Bereich der Ohrmuschel auch Allergien oder Sonnenbrand, rufen Entzündungen hervor.

  • Bakterien oder Viren lösen häufig eine chronische oder akute Mittelohrentzündung aus, die mit besonders starken Ohrenschmerzen einhergehen kann.

  • Gehörgangs- oder Ohrfurunkel, Gürtel- oder Wundrose sind ebenfalls häufige Auslöser von Ohrenschmerzen.

  • Eine Entzündung des Warzenfortsatzes (ein knöcherner Teil des Schädels, der direkt hinter dem Gehörgang liegt) kann auch von Ohrenschmerzen begleitet werden.

  • Schließlich können Gaumenmandelentzündung, Ohrspeicheldrüsenentzündung oder Zahnentzündungen ursächlich für Ohrenschmerzen sein.

Verletzungen als Ursache von Ohrenschmerzen

  • Äußere Ohrenschmerzen sind meist zurückzuführen auf Verletzungen wie Schürfwunden, Schnitte oder Prellungen.

  • Spitze Gegenstände oder unsachgemäße Reinigung der Ohren können das Trommelfell verletzten und so Schmerzen im Bereich des Mittelohrs hervorrufen.

  • Druckwellen, wie sie beispielsweise bei extremem Lärm, Druckschwankungen ohne Ausgleich über die Ohrtrompete, einem Schlag aufs Ohr oder Explosionen entstehen, können eine Verletzung des Trommelfells, ein sog. Barotrauma, bewirken.

Weitere Ursachen für Ohrenschmerzen

  • Kiefer- oder Zahnprobleme können wegen der unmittelbaren Nähe zu den Ohren auch in diesem Bereich zu Schmerzen führen. Gleiches gilt für Kiefergelenksarthrose.

  • Schließlich kommen noch Tumoren am äußeren Gehörgang, im Mittelohr oder an der Ohrmuschel als Schmerzauslöser in Betracht.

  • Verstopfungen des Gehörgangs, wie sie durch einen Ohrenschmalz-Pfropf oder Fremdkörper hervorgerufen werden, haben unter Umständen Hörminderungen und Ohrenschmerzen zur Folge.

Globuliwelt zeigt Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten aus der Alternativ- und Komplementärmedizin bei diesen Beschwerden sinnvoll eingesetzt werden können und was Sie selber zur Linderung beitragen können.

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