Globuli – das große Nachschlagewerk
249 Einzelmittel, jedes mit Leitsymptomen, Modalitäten, Potenzen und Dosierung. Suche nach Mittel, deutschem Namen oder Beschwerde – oder stöbere unten durch Klassiker, Einnahme-Wissen und Anwendungsgebiete.
Was sind Globuli?
Globuli – lateinisch für „Kügelchen“ – sind die bekannteste Darreichungsform der Homöopathie: kleine Perlen aus Saccharose, die mit einer potenzierten Arznei benetzt werden. Was so unscheinbar aussieht, trägt eine über zweihundertjährige Tradition in sich: Seit Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts die erste Arzneimittelprüfung an sich selbst durchführte, ist ein Arzneischatz aus vielen hundert Einzelmitteln gewachsen – aus Pflanzen, Mineralien, Metallen und tierischen Substanzen.
Das Besondere an der Homöopathie ist ihre Denkweise: Gewählt wird nicht nach der Diagnose, sondern nach dem Arzneimittelbild – dem charakteristischen Muster aus Beschwerden, Modalitäten und Gemütszügen, das die Tradition jedem Mittel zuordnet. Zwei Menschen mit „derselben“ Erkältung erhalten deshalb oft verschiedene Mittel: Der eine fröstelt und will seine Ruhe, die andere ist weinerlich und sucht Gesellschaft.
Genau hier setzt die Globuliwelt an: Wir dokumentieren für jedes Mittel die Leitsymptome, die es unverwechselbar machen – damit du vergleichen, abgrenzen und mit gutem Gefühl wählen kannst. Von Kennern gepflegt, seit 2013, ohne Shop und ohne versteckte Interessen.
Die zwölf Klassiker
Alle 249 von A–Z →Mit diesen Mitteln beginnen die meisten Anwender – sie decken die häufigsten Alltagssituationen ab und bilden den Kern jeder Hausapotheke.

Arnica
Bergwohlverleih
Arnica montana (Bergwohlverleih) gilt in der Homöopathie als klassisches Erste-Hilfe-Mittel. Traditionelle Anwendungsgebiete sind stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Blutergüsse sowie Beschwerden nach Überanstrengung.
PrellungenVerstauchungenZerrungen
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Atropa Belladonna
Tollkirsche
Atropa belladonna (Tollkirsche) zählt zu den bekanntesten homöopathischen Mitteln. Traditionelle Anwendungsgebiete sind plötzlich und heftig einsetzende Beschwerden mit hohem Fieber, Hitze und Entzündungszeichen, vor allem im Anfangsstadium akuter Infekte.
FieberGrippale InfekteHalsentzündung
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Nux Vomica
Brechnuss
Nux Vomica (Brechnuss) wird in der Homöopathie traditionell bei Verdauungsbeschwerden nach üppigem Essen oder Genussmitteln sowie bei stressbedingter Reizbarkeit eingesetzt. Auch Erkältungen und katerartige Kopfschmerzen zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.
VerdauungsbeschwerdenVerstopfungÜbelkeit
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Chamomilla
Kamille
Chamomilla wird aus der Kamille gewonnen und ist in der Homöopathie ein klassisches Mittel für Säuglinge und Kinder. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Zahnungsbeschwerden, Blähungskoliken sowie Schmerzen mit ausgeprägter Reizbarkeit.
ZahnungsbeschwerdenZahnschmerzenOhrenschmerzen
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Aconitum Napellus
Blauer Eisenhut
Aconitum napellus, der Blaue Eisenhut, wird in der Homöopathie traditionell bei plötzlich und heftig einsetzenden Beschwerden eingesetzt — etwa im Anfangsstadium von Erkältungen und Fieber sowie bei Angst- und Unruhezuständen.
ErkältungenFieberGrippale Infekte
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Apis Mellifica
Honigbiene
Apis mellifica wird aus der Honigbiene gewonnen. In der Homöopathie wird das Mittel traditionell bei akuten Entzündungen mit blassroter Schwellung und stechend-brennenden Schmerzen eingesetzt — etwa nach Insektenstichen oder bei allergischen Hautreaktionen.
InsektensticheSchwellungenNesselsucht
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Pulsatilla
Wiesenküchenschelle
Pulsatilla, die Wiesenküchenschelle, gilt in der Homöopathie als vielseitiges Mittel der Kinder- und Frauenheilkunde. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden mit wechselhaftem, weinerlichem Gemütszustand.
ErkältungSchnupfenHeuschnupfen
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Arsenicum Album
Weißes Arsen
Arsenicum album wird aus stark verdünntem Arsentrioxid (Arsenik) hergestellt. In der Homöopathie wird es traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden wie Brechdurchfall sowie bei Unruhe und Ängstlichkeit mit ausgeprägter Schwäche eingesetzt.
BrechdurchfallDurchfallÜbelkeit
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Ignatia Amara
Ignatiusbohne
Ignatia Amara wird aus der Ignatiusbohne hergestellt. In der Homöopathie wird das Mittel traditionell bei Beschwerden eingesetzt, die durch Kummer, enttäuschte Liebe oder verletzte Gefühle ausgelöst wurden, sowie bei psychosomatischen Beschwerden.
Kummer und TrauerLiebeskummerPsychosomatische Beschwerden
Zum Mittel-Profil →Rhus Toxicodendron
Giftsumach
Rhus toxicodendron wird aus dem Giftsumach (Giftefeu) hergestellt und in der Homöopathie traditionell bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt, etwa nach Überanstrengung, Verstauchungen und Zerrungen. Auch juckende, bläschenförmige Hautausschläge zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.
VerstauchungenZerrungenMuskelkater
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Silicea
Kieselerde
Silicea wird aus Kieselsäure (Kieselerde) hergestellt. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem Beschwerden bei ausgeprägter Kälteempfindlichkeit und Infektanfälligkeit sowie Probleme von Haut, Nägeln und Bindegewebe zu.
ErkältungsneigungInfektanfälligkeitKopfschmerzen
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Okoubaka
Okoubaka-Baum
Okoubaka wird aus der Rinde eines westafrikanischen Urwaldbaumes gewonnen und in der Homöopathie traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden, Lebensmittelvergiftungen und zur Regeneration nach Infekten oder Medikamenteneinnahme eingesetzt.
Magen-Darm-BeschwerdenDurchfallDarmkrämpfe
Zum Mittel-Profil →Einnahme & Dosierung auf einen Blick
Die traditionellen Konventionen der homöopathischen Praxis – für die Selbstanwendung mit Tiefpotenzen (D6, D12).
| Wer | Gabe | So wird eingenommen |
|---|---|---|
| Erwachsene | 5 Globuli | unter der Zunge zergehen lassen |
| Kinder (6–12 J.) | 3–5 Globuli | unter der Zunge oder in der Wangentasche |
| Kleinkinder (1–5 J.) | 3 Globuli | in der Wangentasche oder in Wasser gelöst |
| Säuglinge | 1–3 Globuli | in etwas Wasser aufgelöst, mit dem Löffel |
| Tiere | je nach Größe 3–20 | ins Maul, in Wasser gelöst oder aufs Leckerli |
Akut
Anfangs alle 30–60 Minuten eine Gabe, mit Besserung die Abstände strecken.
Länger bestehend
1- bis 3-mal täglich; die Mittelwahl trifft hier idealerweise ein erfahrener Behandler.
Die goldene Regel
Weniger ist mehr: Bei deutlicher Besserung wird abgesetzt.
Vertiefung mit Potenz-Tabelle und allen Konventionen: der Potenzen-Ratgeber
Globuli nach Lebenslage
Die häufigsten Anwendungsgebiete
Alle 257 im Register →Direkt zum Beschwerdebild – mit allen traditionell zugeordneten Mitteln und ihren Leitsymptomen zur Abgrenzung.
Häufige Fragen zu Globuli
Was sind Globuli?
Globuli sind kleine Kügelchen aus Saccharose (Rohrzucker), die mit einer potenzierten homöopathischen Arznei benetzt werden. Sie sind die verbreitetste Darreichungsform der Homöopathie – handlich, lange haltbar, geschmacksneutral und für die ganze Familie einfach zu dosieren.
Wie viele Globuli nimmt man auf einmal?
Die klassische Konvention: Erwachsene 5 Globuli, Kinder 3, Säuglinge 1–3 in Wasser gelöst. Die genaue Stückzahl gilt in der Homöopathie als weniger entscheidend als die Wahl des passenden Mittels – eine Gabe ist eine Gabe.
Wie oft werden Globuli eingenommen?
Bei akuten Beschwerden traditionell engmaschig – anfangs alle 30 bis 60 Minuten, dann seltener. Bei länger bestehenden Themen 1- bis 3-mal täglich. Die wichtigste Regel der Praxis: Mit einsetzender Besserung die Abstände strecken und dann absetzen.
Welche Potenz ist für Einsteiger geeignet?
Für die Hausapotheke haben sich D6 und D12 etabliert – die klassischen Potenzen der Selbstanwendung. C30 gilt als Akutpotenz bei klar passendem Mittelbild, Hochpotenzen darüber sind traditionell Sache erfahrener Homöopathen.
Wie finde ich das richtige Mittel?
Über das Beschwerdebild: Die Homöopathie wählt nicht nach Diagnose, sondern nach den charakteristischen Leitsymptomen – wie sich eine Beschwerde genau äußert, was sie bessert und was sie verschlimmert. Genau dafür ist unser Finder gebaut: Beschwerde eingeben, Leitsymptome vergleichen, Mittel eingrenzen.
Was sollte man bei der Einnahme beachten?
Die traditionellen Konventionen: Globuli nicht mit den Fingern entnehmen, sondern in den Deckel dosieren; 15–30 Minuten Abstand zu Essen, Kaffee, Zahnpasta und Minze halten; unter der Zunge zergehen lassen statt schlucken.
Sind Globuli für Kinder und Säuglinge geeignet?
Globuli sind in der Familienhomöopathie die bevorzugte Darreichungsform – gerade weil sie sich für Kinder gut dosieren lassen. Für Säuglinge werden sie in Wasser aufgelöst. Unser Kinder-Kompass sortiert die bewährten Mittel nach Alter und Situation.
Wie lagert man Globuli richtig?
Kühl, trocken, dunkel und getrennt von stark riechenden Stoffen wie ätherischen Ölen oder Parfum. Traditionell werden sie zudem vor Hitze und direkter Sonne geschützt. Richtig gelagert halten Globuli viele Jahre.
Woran erkenne ich hochwertige Globuli?
Homöopathische Arzneimittel unterliegen in Deutschland dem Arzneimittelgesetz und werden nach dem Homöopathischen Arzneibuch (HAB) hergestellt. Traditionshersteller wie DHU, Hevert oder Staufen-Pharma stellen ihre Mittel in registrierten Verfahren her – in unseren Hersteller-Porträts stellen wir sie vor.
Überlieferte Arzneimittellehre, sorgfältig dokumentiert. Wie wir arbeiten →