Globuliwelt.de – Die Welt der Homöopathie

Globuli – das große Nachschlagewerk

273 Einzelmittel, jedes mit Leitsymptomen, Modalitäten, Potenzen und Dosierung. Suche nach Mittel, deutschem Namen oder Beschwerde – oder stöbere unten durch Klassiker, Einnahme-Wissen und Anwendungsgebiete.

Was sind Globuli?

Globuli – lateinisch für „Kügelchen“ – sind die bekannteste Darreichungsform der Homöopathie: kleine Perlen aus Saccharose, die mit einer potenzierten Arznei benetzt werden. Was so unscheinbar aussieht, trägt eine über zweihundertjährige Tradition in sich: Seit Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts die erste Arzneimittelprüfung an sich selbst durchführte, ist ein Arzneischatz aus vielen hundert Einzelmitteln gewachsen – aus Pflanzen, Mineralien, Metallen und tierischen Substanzen.

Das Besondere an der Homöopathie ist ihre Denkweise: Gewählt wird nicht nach der Diagnose, sondern nach dem Arzneimittelbild – dem charakteristischen Muster aus Beschwerden, Modalitäten und Gemütszügen, das die Tradition jedem Mittel zuordnet. Zwei Menschen mit „derselben“ Erkältung erhalten deshalb oft verschiedene Mittel: Der eine fröstelt und will seine Ruhe, die andere ist weinerlich und sucht Gesellschaft.

Genau hier setzt die Globuliwelt an: Wir dokumentieren für jedes Mittel die Leitsymptome, die es unverwechselbar machen – damit du vergleichen, abgrenzen und mit gutem Gefühl wählen kannst. Von Kennern gepflegt, seit 2013, ohne Shop und ohne versteckte Interessen.

Die zwölf Klassiker

Alle 273 von A–Z →

Mit diesen Mitteln beginnen die meisten Anwender – sie decken die häufigsten Alltagssituationen ab und bilden den Kern jeder Hausapotheke.

Botanische Illustration von Arnica (Bergwohlverleih) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Arnica

Bergwohlverleih

Arnica montana (Bergwohlverleih) gilt in der Homöopathie als klassisches Erste-Hilfe-Mittel. Traditionelle Anwendungsgebiete sind stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Blutergüsse sowie Beschwerden nach Überanstrengung.

PrellungenVerstauchungenZerrungen

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Botanische Illustration von Atropa Belladonna (Tollkirsche) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Atropa Belladonna

Tollkirsche

Atropa belladonna (Tollkirsche) zählt zu den bekanntesten homöopathischen Mitteln. Traditionelle Anwendungsgebiete sind plötzlich und heftig einsetzende Beschwerden mit hohem Fieber, Hitze und Entzündungszeichen, vor allem im Anfangsstadium akuter Infekte.

FieberGrippale InfekteHalsentzündung

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Botanische Illustration von Nux Vomica (Brechnuss) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Nux Vomica

Brechnuss

Nux Vomica (Brechnuss) wird in der Homöopathie traditionell bei Verdauungsbeschwerden nach üppigem Essen oder Genussmitteln sowie bei stressbedingter Reizbarkeit eingesetzt. Auch Erkältungen und katerartige Kopfschmerzen zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.

VerdauungsbeschwerdenVerstopfungÜbelkeit

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Botanische Illustration von Chamomilla (Kamille) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Chamomilla

Kamille

Chamomilla wird aus der Kamille gewonnen und ist in der Homöopathie ein klassisches Mittel für Säuglinge und Kinder. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Zahnungsbeschwerden, Blähungskoliken sowie Schmerzen mit ausgeprägter Reizbarkeit.

ZahnungsbeschwerdenZahnschmerzenOhrenschmerzen

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Botanische Illustration von Aconitum Napellus (Blauer Eisenhut) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Aconitum Napellus

Blauer Eisenhut

Aconitum napellus, der Blaue Eisenhut, wird in der Homöopathie traditionell bei plötzlich und heftig einsetzenden Beschwerden eingesetzt — etwa im Anfangsstadium von Erkältungen und Fieber sowie bei Angst- und Unruhezuständen.

ErkältungenFieberGrippale Infekte

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Naturhistorische Illustration von Apis Mellifica (Honigbiene) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Apis Mellifica

Honigbiene

Apis mellifica wird aus der Honigbiene gewonnen. In der Homöopathie wird das Mittel traditionell bei akuten Entzündungen mit blassroter Schwellung und stechend-brennenden Schmerzen eingesetzt — etwa nach Insektenstichen oder bei allergischen Hautreaktionen.

InsektensticheSchwellungenNesselsucht

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Botanische Illustration von Pulsatilla (Wiesenküchenschelle) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Pulsatilla

Wiesenküchenschelle

Pulsatilla, die Wiesenküchenschelle, gilt in der Homöopathie als vielseitiges Mittel der Kinder- und Frauenheilkunde. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden mit wechselhaftem, weinerlichem Gemütszustand.

ErkältungSchnupfenHeuschnupfen

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Mineralogische Illustration von Arsenicum Album (Weißes Arsen) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Arsenicum Album

Weißes Arsen

Arsenicum album wird aus stark verdünntem Arsentrioxid (Arsenik) hergestellt. In der Homöopathie wird es traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden wie Brechdurchfall sowie bei Unruhe und Ängstlichkeit mit ausgeprägter Schwäche eingesetzt.

BrechdurchfallDurchfallÜbelkeit

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Botanische Illustration von Ignatia Amara (Ignatiusbohne) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Ignatia Amara

Ignatiusbohne

Ignatia Amara wird aus der Ignatiusbohne hergestellt. In der Homöopathie wird das Mittel traditionell bei Beschwerden eingesetzt, die durch Kummer, enttäuschte Liebe oder verletzte Gefühle ausgelöst wurden, sowie bei psychosomatischen Beschwerden.

Kummer und TrauerLiebeskummerPsychosomatische Beschwerden

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Botanische Illustration von Rhus Toxicodendron (Giftsumach) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Rhus Toxicodendron

Giftsumach

Rhus toxicodendron wird aus dem Giftsumach (Giftefeu) hergestellt und in der Homöopathie traditionell bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt, etwa nach Überanstrengung, Verstauchungen und Zerrungen. Auch juckende, bläschenförmige Hautausschläge zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.

VerstauchungenZerrungenMuskelkater

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Mineralogische Illustration von Silicea (Kieselerde) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Silicea

Kieselerde

Silicea wird aus Kieselsäure (Kieselerde) hergestellt. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem Beschwerden bei ausgeprägter Kälteempfindlichkeit und Infektanfälligkeit sowie Probleme von Haut, Nägeln und Bindegewebe zu.

ErkältungsneigungInfektanfälligkeitKopfschmerzen

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Botanische Illustration von Okoubaka (Okoubaka-Baum) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Okoubaka

Okoubaka-Baum

Okoubaka wird aus der Rinde eines westafrikanischen Urwaldbaumes gewonnen und in der Homöopathie traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden, Lebensmittelvergiftungen und zur Regeneration nach Infekten oder Medikamenteneinnahme eingesetzt.

Magen-Darm-BeschwerdenDurchfallDarmkrämpfe

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Einnahme & Dosierung auf einen Blick

Die traditionellen Konventionen der homöopathischen Praxis – für die Selbstanwendung mit Tiefpotenzen (D6, D12).

WerGabeSo wird eingenommen
Erwachsene5 Globuliunter der Zunge zergehen lassen
Kinder (6–12 J.)3–5 Globuliunter der Zunge oder in der Wangentasche
Kleinkinder (1–5 J.)3 Globuliin der Wangentasche oder in Wasser gelöst
Säuglinge1–3 Globuliin etwas Wasser aufgelöst, mit dem Löffel
Tiereje nach Größe 3–20ins Maul, in Wasser gelöst oder aufs Leckerli

Akut

Anfangs alle 30–60 Minuten eine Gabe, mit Besserung die Abstände strecken.

Länger bestehend

1- bis 3-mal täglich; die Mittelwahl trifft hier idealerweise ein erfahrener Behandler.

Die goldene Regel

Weniger ist mehr: Bei deutlicher Besserung wird abgesetzt.

Vertiefung mit Potenz-Tabelle und allen Konventionen: der Potenzen-Ratgeber

Globuli nach Lebenslage

Die häufigsten Anwendungsgebiete

Alle 257 im Register →

Direkt zum Beschwerdebild – mit allen traditionell zugeordneten Mitteln und ihren Leitsymptomen zur Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Globuli

Was sind Globuli?

Globuli sind kleine Kügelchen aus Saccharose (Rohrzucker), die mit einer potenzierten homöopathischen Arznei benetzt werden. Sie sind die verbreitetste Darreichungsform der Homöopathie – handlich, lange haltbar, geschmacksneutral und für die ganze Familie einfach zu dosieren.

Wie viele Globuli nimmt man auf einmal?

Die klassische Konvention: Erwachsene 5 Globuli, Kinder 3, Säuglinge 1–3 in Wasser gelöst. Die genaue Stückzahl gilt in der Homöopathie als weniger entscheidend als die Wahl des passenden Mittels – eine Gabe ist eine Gabe.

Wie oft werden Globuli eingenommen?

Bei akuten Beschwerden traditionell engmaschig – anfangs alle 30 bis 60 Minuten, dann seltener. Bei länger bestehenden Themen 1- bis 3-mal täglich. Die wichtigste Regel der Praxis: Mit einsetzender Besserung die Abstände strecken und dann absetzen.

Welche Potenz ist für Einsteiger geeignet?

Für die Hausapotheke haben sich D6 und D12 etabliert – die klassischen Potenzen der Selbstanwendung. C30 gilt als Akutpotenz bei klar passendem Mittelbild, Hochpotenzen darüber sind traditionell Sache erfahrener Homöopathen.

Wie finde ich das richtige Mittel?

Über das Beschwerdebild: Die Homöopathie wählt nicht nach Diagnose, sondern nach den charakteristischen Leitsymptomen – wie sich eine Beschwerde genau äußert, was sie bessert und was sie verschlimmert. Genau dafür ist unser Finder gebaut: Beschwerde eingeben, Leitsymptome vergleichen, Mittel eingrenzen.

Was sollte man bei der Einnahme beachten?

Die traditionellen Konventionen: Globuli nicht mit den Fingern entnehmen, sondern in den Deckel dosieren; 15–30 Minuten Abstand zu Essen, Kaffee, Zahnpasta und Minze halten; unter der Zunge zergehen lassen statt schlucken.

Sind Globuli für Kinder und Säuglinge geeignet?

Globuli sind in der Familienhomöopathie die bevorzugte Darreichungsform – gerade weil sie sich für Kinder gut dosieren lassen. Für Säuglinge werden sie in Wasser aufgelöst. Unser Kinder-Kompass sortiert die bewährten Mittel nach Alter und Situation.

Wie lagert man Globuli richtig?

Kühl, trocken, dunkel und getrennt von stark riechenden Stoffen wie ätherischen Ölen oder Parfum. Traditionell werden sie zudem vor Hitze und direkter Sonne geschützt. Richtig gelagert halten Globuli viele Jahre.

Woran erkenne ich hochwertige Globuli?

Homöopathische Arzneimittel unterliegen in Deutschland dem Arzneimittelgesetz und werden nach dem Homöopathischen Arzneibuch (HAB) hergestellt. Traditionshersteller wie DHU, Hevert oder Staufen-Pharma stellen ihre Mittel in registrierten Verfahren her – in unseren Hersteller-Porträts stellen wir sie vor.

Überlieferte Arzneimittellehre, sorgfältig dokumentiert. Wie wir arbeiten →