Mittelbild & Leitsymptome
- Wildes Gestikulieren, Singen und Tanzen
- Nächtlicher krampfartiger, trockener Husten, schlimmer durch Essen und Trinken
- Zuckungen und Zittern an Armen und Beinen
- Argwöhnisches, eifersüchtiges und trotziges Verhalten
- Unfreiwilliger Stuhl- und Harnabgang
- Aufschrecken aus dem Schlaf mit einem Schrei
Die Ausgangssubstanz für das beliebte naturheilkundliche Heilmittel Hyoscyamus niger ist das Schwarze Bilsenkraut aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Es enthält aunter anderem aber auch giftige Wirkstoffe wie z. B. die Alkaloide Hyoscyamin und Scopolamin sowie Atropin. Das Schwarze Bilsenkraut wird seit der Antike als als Heilpflanze und für rituelle Zwecke benutzt. Die Urtinktur für Hyoscyamus wird aus dem blühenden Schwarzen Bilsenkraut gewonnen. Die Pflanze ist leicht an ihrem zotteligen Aussehen und vor an dem penetranten Geruch zu erkennen. Das Mittel kann ohne Bedenken auch von schwangeren Frauen und stillenden Mütteren eingenommen werden, weil es keine Nebenwirkungen hat. Hyoscyamus niger wirkt auf auf das zentrale Nervensystem, es ist kramfpflösend, schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend.
Es gibt viele unterschiedliche Darreichungsformen aus verschiedenen Bestandteilen: Globuli und Tabletten enthalten z.B. Saccharose und Milchzucker. Trinkampullen und Tropfen sowie alle flüssigen Mischungen beinhalten Wasser und Alkohol. Es gibt aber auch homöopathische Pulver, die Laktose Laktose-Monohydrat enthalten.
Hyoscyamus niger ist besonders für die Behandlung von ausgeprägten Erregungszuständen und Verhaltens-Auffälligkeiten geeignet. Das Homöopathikum wirkt beruhigend auf die Nerven, hilft gegen Zittern, Muskelkrämpfe, Delirien, Schlaflosigkeit und Ticks sowie bei allen Manien. Auch Nervosität, Unruhe und Rastlosigkeit können mit Hyoscyamus reguliert werden (häufig stehen diese Symptome in Zusammenhang mit seelischen Problemen z.B. als Folge von starker Enttäuschung, großer Traurigkeit und/oder krankhafter Eifersucht). Außerdem mindert das Heilmittel Angst- oder Panik-Zustände, Schreck und Zorn. Hyoscyamus ist besonders gut für Menschen geeignet, die andauernd unter Halluzinationen, Delirien und/oder Manien leiden. Sie sind typischerweise redselig, fluchen oft, sind sprunghaft und haben eine sehr wechselhafte Laune. Manche Patienten können sogar paranoide Tendenzen entwickeln. Gelegentlich treten plötzliche Lachanfälle in Begleitung mit Zuckungen und ungewollten Grimassen (wie bei einem epileptischen Anfall) auf. Auffallend im Zusammenhang mit psychischen Störungen ist ebenfalls, dass die Betroffenen Personen ständig heftige Wutausbrüche äußern und jähzornig sind.
Das homöophatische Heilmittel Hyoscyamus Niger ist auch besonders gut für nervöse, unruhige, quengelige und zappelige Kleinkinder geeignet, die unter Schlafstörungen durch plötzliches nächtliches Erwachen leiden. Diese Unausgeruhtheit ist häufig die Folge von aggressiven Fernsehsendungen, die bei den kleinen Kindern Nachtangst und Albträume auslösen. Ferner ist Hyoscyamus niger ein hilfreiches Mittel gegen Schlaflosigkeit (trotz Müdigkeit), nervöse Unruhe, Halluzinationen und/oder Delirien, Erregung, sowie bei Sinnestäuschungen, Wahrnehmungs-Verzerrung, unbegründeten heftigen Gefühlsausbrüchen mit obszönen Gesten und vulgären Äußerungen.
Hyoscyamus niger wirkt besonders gut wenn die betroffene Person (insbesondere in der Nacht) an krampf-artigen Hustenanfällen leidet (die sich in liegender Position verschlimmern). Dazu kommen Schleimansammlungen im Kehlkopf und in der Luftröhre, die die Stimme rau und heiser werden lassen. Auch immer wiederkehrender Schluckauf kann mit Bilsenkraut gemindert werden.
Hyoscyamus niger wird bei Muskelkrämpfen, spastischen Zuckungen, Magen- und Darmkrämpfen, Puls-Beschleunigung und/oder -verlangsamung (mit hochrotem bzw. aschfahlem Gesicht), extremer Trockenheit auf der Zunge und im Rachen (besonders beim Hinlegen und im Sitzen) verordnet.
Symptome
der Patient singt, tanzt und gestikulieren wild
der Patient leidet unter Muskelkrämpfen
der Patient hat Zuckungen und/oder zittert
der Patient hat einen nächtlichen Krampf-artigen, trockenen Husten (Verschlechterung durch Essen und Trinken)
der Patient spielt dauernd mit den Fingern an etwas herum
der Patient hat eine Angst vor fließendem Wasser
der Patient hat unfreiwilligen Stuhl- und Harnabgang
der Patient schreckt mit einem Schrei aus dem Schlaf
der Patient leidet an Halluzinationen
der Patient hat ein Delirium
der Patient leidet unter Epilepsie
der Patient ist trotzig, wie ein kleines Kind
der Patient "sieht Gespenster", bildet sich also alles Mögliche ein
der Patient ist argwöhnisches und eifersüchtig
der Patient ist körperlich unruhig (zittert an den Armen und Beinen)
der Patient ist Harn- und auch Stuhl-Inkontinent
Die Beschwerden treten als Folge von Eifersucht, Liebeskummer und/oder Kummer auf
Die Ausgangssubstanz für das beliebte naturheilkundliche Heilmittel Hyoscyamus niger ist das Schwarze Bilsenkraut aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Es enthält aunter anderem aber auch giftige Wirkstoffe wie z. B. die Alkaloide Hyoscyamin und Scopolamin sowie Atropin. Das Schwarze Bilsenkraut wird seit der Antike als als Heilpflanze und für rituelle Zwecke benutzt. Die Urtinktur für Hyoscyamus wird aus dem blühenden Schwarzen Bilsenkraut gewonnen. Die Pflanze ist leicht an ihrem zotteligen Aussehen und vor an dem penetranten Geruch zu erkennen. Das Mittel kann ohne Bedenken auch von schwangeren Frauen und stillenden Mütteren eingenommen werden, weil es keine Nebenwirkungen hat. Hyoscyamus niger wirkt auf auf das zentrale Nervensystem, es ist kramfpflösend, schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend.
Es gibt viele unterschiedliche Darreichungsformen aus verschiedenen Bestandteilen: Globuli und Tabletten enthalten z.B. Saccharose und Milchzucker. Trinkampullen und Tropfen sowie alle flüssigen Mischungen beinhalten Wasser und Alkohol. Es gibt aber auch homöopathische Pulver, die Laktose Laktose-Monohydrat enthalten.
Hyoscyamus niger ist besonders für die Behandlung von ausgeprägten Erregungszuständen und Verhaltens-Auffälligkeiten geeignet. Das Homöopathikum wirkt beruhigend auf die Nerven, hilft gegen Zittern, Muskelkrämpfe, Delirien, Schlaflosigkeit und Ticks sowie bei allen Manien. Auch Nervosität, Unruhe und Rastlosigkeit können mit Hyoscyamus reguliert werden (häufig stehen diese Symptome in Zusammenhang mit seelischen Problemen z.B. als Folge von starker Enttäuschung, großer Traurigkeit und/oder krankhafter Eifersucht). Außerdem mindert das Heilmittel Angst- oder Panik-Zustände, Schreck und Zorn. Hyoscyamus ist besonders gut für Menschen geeignet, die andauernd unter Halluzinationen, Delirien und/oder Manien leiden. Sie sind typischerweise redselig, fluchen oft, sind sprunghaft und haben eine sehr wechselhafte Laune. Manche Patienten können sogar paranoide Tendenzen entwickeln. Gelegentlich treten plötzliche Lachanfälle in Begleitung mit Zuckungen und ungewollten Grimassen (wie bei einem epileptischen Anfall) auf. Auffallend im Zusammenhang mit psychischen Störungen ist ebenfalls, dass die Betroffenen Personen ständig heftige Wutausbrüche äußern und jähzornig sind.
Das homöophatische Heilmittel Hyoscyamus Niger ist auch besonders gut für nervöse, unruhige, quengelige und zappelige Kleinkinder geeignet, die unter Schlafstörungen durch plötzliches nächtliches Erwachen leiden. Diese Unausgeruhtheit ist häufig die Folge von aggressiven Fernsehsendungen, die bei den kleinen Kindern Nachtangst und Albträume auslösen. Ferner ist Hyoscyamus niger ein hilfreiches Mittel gegen Schlaflosigkeit (trotz Müdigkeit), nervöse Unruhe, Halluzinationen und/oder Delirien, Erregung, sowie bei Sinnestäuschungen, Wahrnehmungs-Verzerrung, unbegründeten heftigen Gefühlsausbrüchen mit obszönen Gesten und vulgären Äußerungen.
Hyoscyamus niger wirkt besonders gut wenn die betroffene Person (insbesondere in der Nacht) an krampf-artigen Hustenanfällen leidet (die sich in liegender Position verschlimmern). Dazu kommen Schleimansammlungen im Kehlkopf und in der Luftröhre, die die Stimme rau und heiser werden lassen. Auch immer wiederkehrender Schluckauf kann mit Bilsenkraut gemindert werden.
Hyoscyamus niger wird bei Muskelkrämpfen, spastischen Zuckungen, Magen- und Darmkrämpfen, Puls-Beschleunigung und/oder -verlangsamung (mit hochrotem bzw. aschfahlem Gesicht), extremer Trockenheit auf der Zunge und im Rachen (besonders beim Hinlegen und im Sitzen) verordnet.
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von
Pharyngo-Laryngitis (Entzündung des Kehlkopfes)
Manische Zustände (antriebsgesteigert)
PMS = Prämenstruelles Syndrom (fühlen sich unwohl, sind reizbar und deprimiert)
Schluckauf
Großhirnrinde
Schizoide Symptome
Luftwege
Demenz
Epilepsie
Bronchien
Tics bei Kindern
Blasenbeschwerden
Meningismus (schmerzhaften Nackensteifigkeit bei Reizung und Erkrankung der Hirnhaut)
Schlafstörungen (bei Klein-Kindern)
Blasen-Lähmung
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Berührungen
- – Hinlegen
- – während der Menstruation
- – seelische Belastung
↑ Besserung durch
- + Wärme
Verbesserung bei
- Wärme
Verschlimmerung bei
Berührungen
sich hinlegen
während der Menstruation
seelischer Belastung
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Hyoscyamus Niger (Bilsenkraut) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Coffea
Kaffee
Coffea auf der Basis von Kaffee wird in der Homöopathie traditionell bei Schlaflosigkeit, innerer Unruhe und nervösem Herzklopfen eingesetzt, besonders wenn ständiger Gedankenfluss und Überreizung das Abschalten verhindern.
SchlaflosigkeitNervositätUnruheHerzklopfen
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Cuprum metallicum (Kupfer)
Kupfer
Kupfer in homöopathischer Aufbereitung. In der Homöopathie wird Cuprum metallicum traditionell als Krampfmittel eingesetzt, etwa bei Muskel- und Wadenkrämpfen, kolikartigen Bauchschmerzen oder krampfartigem Husten.
MuskelkrämpfeWadenkrämpfeBauchkrämpfeKoliken
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Mephitis Putorius (Sekret des Stinktiers)
Sekret des Stinktiers
Mephitis Putorius wird aus dem Drüsensekret des Stinktiers hergestellt und in der Homöopathie traditionell bei krampfartigem Husten mit Atemnot und Erstickungsgefühl eingesetzt. Bei Säuglingen und Kleinkindern zählen Keuchhusten und Krupphusten zu den traditionellen Anwendungsgebieten.
KrampfhustenKeuchhustenKrupphustenBronchitis
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Sumbulus (Moschuswurzel)
Moschuswurzel
Sumbulus wird aus der nach Moschus riechenden Sumbul-Wurzel hergestellt. Traditionelle Anwendungsgebiete sind nervöse, funktionelle Herzbeschwerden mit Herzklopfen sowie Nervosität und Schlaflosigkeit.
Nervöse HerzbeschwerdenHerzklopfenNervositätStimmungsschwankungen
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Hyoscyamus Niger (Bilsenkraut)
Wobei wird Hyoscyamus Niger (Bilsenkraut) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Hyoscyamus Niger (Bilsenkraut) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Erregungszustände, Unruhe, Nervosität, Muskelkrämpfe, Zittern, Krampfhusten, Schlaflosigkeit, Ticks, Harn- und Stuhlinkontinenz, Beschwerden nach Kummer und Eifersucht. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Hyoscyamus Niger (Bilsenkraut)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Hyoscyamus Niger (Bilsenkraut) zuordnet: Wildes Gestikulieren, Singen und Tanzen; Nächtlicher krampfartiger, trockener Husten, schlimmer durch Essen und Trinken; Zuckungen und Zittern an Armen und Beinen; Argwöhnisches, eifersüchtiges und trotziges Verhalten; Unfreiwilliger Stuhl- und Harnabgang; Aufschrecken aus dem Schlaf mit einem Schrei.
