Mittelbild & Leitsymptome
- Starkes Frieren mit auffälliger Blässe
- Verlangen nach Wärme
- Kalter Schweiß mit Übelkeit und Erbrechen
- Anfälle von Schwäche und Erschöpfung
- Kreislaufprobleme bis zur Ohnmacht
- Völlige Erschlaffung der Extremitäten
Camphora gewinnt man auf natürlichem Weg aus der Rinde des Kampferbaumes. Heimisch ist dieses Lorbeergewächs vorrangig in Japan und Südchina, es kann 50 Meter hoch werden.
Der gewonnene Kampfer wird durch die Homöopathie gegen Krämpfe und Erkältungen angewendet, im Anfangsstadium grippaler Infekte hilft das Mittel gegen das starke Frieren der Betroffenen. Kampfer ist der standardsprachliche, von der Botanik abgeleitete Name, Campher oder Camphora ist jedoch eine vom Camphan abgeleitete chemische Verbindung (bicyclisches Monoterpen-Keton), welche die Industrie inzwischen wegen der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten auch synthetisch herstellt. Man kann Kampfer auch als Psychodroge benutzen, in großen Mengen gehört er zu den chemischen Gefahrstoffen.
Leitsymptome von Camphora
Zu den Leitsymptomen von Camphora, welche eine Anwendung indizieren, zählt die Homöopathie:
Frieren und Blässe
Betroffene suchen die Wärme und haben unter Umständen echte Erfrierungen.
Betroffene kollabieren oder werden ohnmächtig.
Kreislaufprobleme führen zu Kollapszuständen.
Übelkeit und Erbrechen
kalter Schweiß
Anfälle von Schwäche und Erschöpfung
völlige Erschlaffung der Extremitäten
Der Wirkstoff von Camphora Globuli wird aus der Rinde des Kampfer-Baumes gewonnen. Der Baum gehört zu den Lorbeer-Gewächsen und ist hauptsächlich in Südchina und Japan heimisch.
Kampfer wird in der Homöopathie gegen Erkältungen und Krampfzustände eingesetzt, oftmals auch im Anfangsstadium einer Grippe (bei stark frierenden Patienten und wenn die Schleimhäute betroffen sind). Außerden hilft **Camphora **bei kollapsartigen Schockzuständen.
Symptome
der Patient fühlt sich sehr krank
der Patient friert oder hat Erfrierungen
der Patient hat ein blasses Gesicht
der Patient ist ohnmächtig oder im Schockzustand/hat Kreislaufprobleme
der Patient leidet an Übelkeit und Erbrechen mit kalten Schweiß
der Patient erleidet Erschöpfungsanfälle
Traditionelle Anwendungsgebiete
Camphora im Einsatz
Schon seit der Spätantike, also etwa seit dem 5. Jahrhundert, kennen die Europäer Camphora unter dem griechischen Namen der Pflanze kaphoura (καφουρά), der sich wiederum aus dem Sanskrit-Wort karpura ableitet. Die Inder entlehnten die Sanskrit-Bezeichnung ihrerseits einer Sumatra-Sprache. Damit ist klar, dass seit über zweitausend Jahren Camphora von Menschen angewendet wird. Es hilft bei Beschwerden im Magen-Darm-Kanal, bei Herz und Gefäßen, Haut und Schleimhäuten, Gonaden und im Zentralnervensystem. Kollapsartige Schockzustände können durch Camphora gelindert werden, zudem ist der homöopathisch dosierte Kampfer (Potenzen D6 bis D12) wirksam bei Blässe, Schlafstörungen, Krampfanfall, Atemstillstand, Schlaflosigkeit und Koliken. Der Einsatz gegen Erbrechen gilt als klassisch, auch bei Sauerstoffmangel nach einem Kollaps sowie bei Diarrhoe ist Camphora wirksam. Viele Homöopathen verschreiben zudem Camphora bei einer Salmonellen-Infektion und einer verstopften Nase. Campher wirkt auf Nieren und neben dem Zentralen Nervensystem in höheren Dosen auf das Atemzentrum, löst Schleim und wirkt durchblutungsfördernd. In zu hohen Mengen führt er zu Übelkeit, Atemnot, Aufgeregtheit und Angst. Diese Wirkung macht sich die Homöopathie zunutze, indem sie potenzierte Dosen Camphora (D6 bis D12) gegen genau diese Zustände nach dem Simile-Prinzip von Hahnemann anwendet. Auf die Potenzierungen ist zu achten, denn unverdünnt würde Kampfer zu extremen Déjà-vu-Erlebnissen, Verwirrtheits- und Dämmerzuständen, Panik und Amnesie führen.
Verwendungsgebiete von Camphora Globuli
bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder einer Grippe
bei starkem Frostgefühl / Schüttelfrost
bei Übelkeit und Erbrechen
bei Durchfall und Magern-Darm Infekten
gegen Schreck, schockartige Erlebnisse oder Epilepsie
gegen Kreislaufprobleme und/oder
gegen Unruhe und Schlaflosigkeit
gegen Waden- und Fieberkrämpfe
auch als Gegenmittel gegen andere Homöopathische Mittel, nach zu heftiger Erstverschlimmerung
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte
- – Nachts
↑ Besserung durch
- + Schwitzen
Verbesserung bei
- Schwitzen
Verschlimmerung bei
Kälte
nachts
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Camphora – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Cuprum metallicum (Kupfer)
Kupfer
Kupfer in homöopathischer Aufbereitung. In der Homöopathie wird Cuprum metallicum traditionell als Krampfmittel eingesetzt, etwa bei Muskel- und Wadenkrämpfen, kolikartigen Bauchschmerzen oder krampfartigem Husten.
MuskelkrämpfeWadenkrämpfeBauchkrämpfeKoliken
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Iris Versicolor (Verschiedenfarbige Schwertlilie)
Verschiedenfarbige Schwertlilie
Iris versicolor, die Verschiedenfarbige (Schillernde) Schwertlilie aus Nordamerika, wird in der Homöopathie traditionell bei Migräne mit Sehstörungen sowie bei sauren Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen und Erbrechen eingesetzt.
MigräneKopfschmerzenSodbrennenMagenbeschwerden
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Arsenicum Album
Weißes Arsen
Arsenicum album wird aus stark verdünntem Arsentrioxid (Arsenik) hergestellt. In der Homöopathie wird es traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden wie Brechdurchfall sowie bei Unruhe und Ängstlichkeit mit ausgeprägter Schwäche eingesetzt.
BrechdurchfallDurchfallÜbelkeitErbrechen
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Colchicum (Herbstzeitlose)
Herbstzeitlose
Colchicum, gewonnen aus der Herbstzeitlosen, wird in der Homöopathie traditionell bei Verdauungs- und Gelenkbeschwerden eingesetzt. Typisch ist eine ausgeprägte Abneigung gegen den Geruch von Speisen.
VerdauungsbeschwerdenGelenkbeschwerdenÜbelkeitErbrechen
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Camphora
Wobei wird Camphora in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Camphora vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Erkältung, Grippale Infekte, Frieren, Kreislaufschwäche, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Koliken, Schlafstörungen, Verstopfte Nase. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Welche Potenzen von Camphora sind üblich?
Für Camphora werden in der Praxis häufig die Potenzen D6, D12 verwendet. Zur Selbstanwendung greifen Anwender traditionell zu niedrigen Potenzen (D6–D12); Hochpotenzen gelten als Sache erfahrener Homöopathen.
Was ist das typische Mittelbild von Camphora?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Camphora zuordnet: Starkes Frieren mit auffälliger Blässe; Verlangen nach Wärme; Kalter Schweiß mit Übelkeit und Erbrechen; Anfälle von Schwäche und Erschöpfung; Kreislaufprobleme bis zur Ohnmacht; Völlige Erschlaffung der Extremitäten.
