Mittelbild & Leitsymptome
- Starke, dumpfe Kopfschmerzen am Hinterkopf, morgens beim Erwachen schlimmer
- Übelkeit mit Erbrechen und Zittern
- Schwindel mit Schwäche und Mattigkeit
- Ständige Schläfrigkeit bei gleichzeitiger Unfähigkeit zu schlafen
- Ängstlich-blasses Erscheinungsbild mit kaltem Schweiß
- Große Reizbarkeit und Melancholie mit Weinen
Die Wald-Klapperschlange ist über einen großen Teil der östlichen sowie der südöstlichen Vereinigten Staaten von Amerika verbreitet.
Das homöopathische Arzneimittel-Bild von Crotalus horridus beinhaltet alle Symptome, die ein menschlicher Körper auch auf den (häufig) tödlichen Biss der Klapperschlange hin zeigt. Dazu gehören Benommenheit, Blutungen aus allen Körper-Öffnungen, starke Übelkeit mit Erbrechen und Zittern, Kopfschmerzen am Hinterkopf, Ödeme, Schlafstörungen und das Aufbrechen alter Narben.
Symptome
der Patient ist ängstlich und blass
der Patient ist außerordentlich sensibel (ist z.B. beim Lesen zu Tränen gerührt)
der Patient ist sehr reizbar, eigensinnig und wird bei der geringsten Störung wütend
der Patient hat ein schwaches Gedächtnis, macht absurde Fehler beim Rechtschreiben (das Begriffs-Vermögen ist geschwächt)
der Patient leidet unter Sinnestäuschungen (erwacht mit imaginären Feinden kämpfend oder meint er sei von Feinden oder grässlichen Tieren umgeben)
der Patient ist schläfrig und fühlt sich abgeschlagen
der Patient ist unruhig, leidet unter Zuckungen
der Patient leidet unter ständiger Schläfrigkeit, kann aber nicht schlafen
der Patient ist melancholisch, hat Angst und muss Weinen
der Patient ist traurig, denkt ständig an den Tod
der Patient leidet unter Schwindel mit Schwäche und Mattigkeit (dazu oft nervöses Zittern)
der Patient Ohnmachts-Anfällen, Bewusstlosigkeit und/oder Labyrinth-Schwindel (dazu ein blasses Gesicht)
der Patient hat einen schwachen Puls (bei Anämie)
der Patient leidet unter starken, dumpfen Kopfschmerzen (Verschlimmerung morgens beim Erwachen), dazu Schwindel, Übelkeit und/oder Unbehagen
die Patientin leidet unter klopfenden Kopfschmerzen mit Übelkeit (vor der Menstruation)
der Patient leidet unter neuralgischen Schmerzen im rechten Auge, auf dem Kopf und hinten den Nacken hinunter
der Patient hat dumpfe, schwere Schmerzen über den Augen und in den Seiten der Nase
der Patient hat Kopfschmerzen als sei der Kopf zusammengeschnürt, danach ein Pulsieren; mit Empfindlichkeit des Gehirns und des Herzens beim Liegen auf der linken Seite
der Patient hat Pusteln, Geschwüre und/oder Karbunkel, die sich langsam entwickeln, unheilbar oder blutend sind
der Patient leidet unter schwächer werdendem Sehvermögen beim Lesen
der Patient leidet unter brennen, geröteten Augen die tränen
der Patient ist lichtempfindlich
der Patient hat gelb gefärbte Augen (manchmal auch der ganze Körper)
der Patient ist geräuschempfindlich
der Patient hat eine blau oder rot gefärbte Nasenspitze
der Patient hat ein aufgedunsenes, bläulich-rotes geschwollenes Gesicht mit eingesunkenen Augen
der Patient sondert kalten Schweiß ab
der Patient leidet unter Ameisenlaufen, Zittern und Beben von Lippen und Augenlidern
der Patient hat geschwollene Lippen die steif und starr sind
der Patient knirscht nachts mit den Zähnen
der Patient hat geschwollenes, schmerzendes Zahnfleisch mit geröteten Rändern
der Patient hat eine rote Zunge die wund, gelb, steif und taub ist
der Patient leidet unter vermehrtem Speichelfluss und/oder schaumigem Ausfluss
der Patient hat einen trockenen Schlund und viel Durst
der Patient hat einen plötzlich beginnenden schmerzenden Hals, als ob Zäpfchen und Gaumensegel geschwollen wären (dazu Mundtrockenheit) vorher klopft und zittert das Herz
der Patient hat ein neuralgisches Ziehen im Rachen, das fast Würgen verursacht (schlimmer an der linken Seite nahe der Zungenwurzel)
Der Patient hat große Schwierigkeiten etwas Festes zu schlucken
der Patient muss scharf, sauer und ranzig Aufstoßen
der Patient leidet unter Übelkeit und Unbehagen, dazu Angst und ein tödliches Krankheitsgefühl
der Patient hat eine Schwere im Magen und zitterige Schwäche als ob etwas Schlimmes bevorsteht
der Patient hat einen so gereizten Magen, dass er nichts bei sich behalten kann
der Patient leidet unter Stichen in der Lebergegend beim Tiefatmen
der Patient leidet unter Verstopfung, der Urin ist gallertartig und blutrot
der Patient hat eine schwere Blinddarm-Entzündung, die Zungenspitze ist rot
der Patient hat keinen Stuhlgang, oder sehr übel riechende Ausscheidungen
der Patient blutet aus dem Anus und anderen Körperöffnungen
der Patient leidet unter einer plötzlich beginnenden und außerordentlichen Kälte
der Patient hat einen unterdrückten Harndrang oder spärlichen Urin
der Patient hat reich hell gefärbten Urin
der Patient hat einen verstärkten Geschlechtstrieb bei gänzlicher Erschlaffung des Penis
die Patientin hat eine starke Regelblutung (vorher Schmerzen in der Bauchwand und die Schenkel hinunter)
die Patientin hat zwei Tage lang reichlichen Ausfluss, der sich auf vier weitere Tage in die Länge zieht
der Patient hat ein schwaches Herz und kalte Füße
die Patientin leidet unter scharfen, neuralgischen, intermittierenden Schmerzen von der linken Seite der Gebärmutter zum mittleren Teil des Grimmdarms, dann quer durch schneidend von beiden Seiten zur Mitte, von dort aus zum Gesicht und die Schläfen hinauf (dazu dumpfer Stirnschmerz)
der Patient ist heiser und hat eine schwache Stimme
der Patient hat Husten durch Kitzeln im Schlund, der Suprasternal Grube (Halsvorderseite oberhalb der Schlüsselbeine) oder der Luftröhre hervorgerufen (Schlimmer durch äußeren Druck und beim aufwachen)
der Patient leidet unter mäßigem Husten mit Auswurf von blutigem Schleim
der Patient leidet unter Brustbeklemmung und stechenden Brustschmerzen.
Der Patient hat ein schnell schlagendes aber schwaches Herz (dazu manchmal kein Puls im Handgelenk) schlimmer bei Anstrengung, wobei das Atmen angeregt wird
der Patient leidet unter Rückenmarks-Erweichung
der Patient hat die linken Achseldrüsen geschwollen und empfindlich
der Patient leidet unter Einschlafen der Hände(die linke mehr) Verschlimmerung bei Anstrengung
der Patient hat einen heftigen krampfhaften Schmerz im linken Handteller (wie durch einen Bienenstich)
der Patient hat unter den Nägeln hervor-sickerndes Blut
dem Patienten schlafen die Unterschenkel ein und kribbeln beim Sitzen (oder wenn er sie überkreuzt)
der Patient spürt ein plötzliches Ziehen von der linken Hüfte bis hin zum Fuß
der Patient leidet unter krampf-artige Schmerzen in den Waden, in den Fersen und den Zehen
der Patient hat einen Quetschungs-Schmerz in den Gelenken und den Knochen
der Patient hat schwere Knochen (als wären sie aus Holz)
der Patient hat einen tauben Schmerz in den Fingern und Zehen(wie nach einem Krampf)
der Patient leidet an ziehenden Schmerzen in den Knien, in den Schienbeinen und dem Rücken
der Patient hat klopfende Schmerzen in den Fingerspitzen
der Patient leidet an Glieder-Zittern
der Patient hat keine Kraft und ist nach geringer Anstrengung schnell ermüdet (die Muskeln versagen)
der Patient hat Hitzewallungen über den ganzen Körper
der Patient hat plötzliche Anfälle von kaltem Schweiß
der Patient hat Ödeme am ganzen Körper
der Patient hat quetschende, ziehende oder lähmende Knochenschmerzen (schlimmer beim Aufwachen)
der Patient hat eine juckende Haut und ein Stechen überall
der Patient hat eine trockene Haut, die steif wie Pergament ist und für gewöhnlich auch kalt
der Patient bekommt schnell Frostbeulen besonders bei drohendem Gangrän und/oder träger Zirkulation
der Patient leidet an Gelbsucht oder Septikämie
der Patient hat bei Infektionskrankheiten niedriges Fieber, eine bläulich-rote Haut (häufiger im Gesicht)
der Patient hat alte Narben die wieder aufbrechen
der Patient hat heiße Geschwülste bei kalter Haut und krankem Aussehen
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Crotalus Horridus
Abneigung gegen Familienmitglieder
Agranulozytose (starke Verminderung der Granulozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen)
Asthma bronchiale
Blutstuhl (Blut im Stuhl)
Blutungen am/im Auge
Blutungen im Allgemeinen
schwarz Blutungen
Blutungsneigung
Durst
Dysmenorrhoe (krampfartige und langandauernde Schmerzzustände während der Menstruation )
Galle-Erbrechen
Gangrän (Gewebsnekrose = Absterben einzelner Glieder, meistens als Folge von Blutunterversorgung)
Gebärmuttersenkung (Gefühl des Herabdrängens)
Gesichtsblässe
Gesichts-Ödem (Gewebeschwellung)
Hämatemesis (Erbrechen von Blut)
Hämaturie (vermehrtes Vorkommen von roten Blutkörperchen)
Hämoptoe (Aushusten von bluthaltigem Sekret)
Hämorrhagische Diathese (krankhaft gesteigerte Blutungsneigung)
Handgelenkschwellung
Herzinsuffizienz / Herzschwäche
Ikterus (Gelb-Färbung der Haut, Schleimhäute und/oder innerer Organe als Folge einer Hyperbilirubinämie)
Karbunkel (Eiterbeule / tiefe und meist sehr schmerzhafte Infektion mehrerer benachbarter Haarfollikel)
Kollaps-Neigung
Lungenembolie
Mandelentzündung
Pharyngitis (Entzündung der Rachenschleimhaut)
Pyelonephritis (Nierenbecken-Entzündung)
Schlaflosigkeit
Sepsis / Blutvergiftung (komplexe Entzündungsreaktion des Organismus)
Somnolenz (Benommenheit mit abnormaler Schläfrigkeit bei erhaltener Ansprechbarkeit und Weckbarkeit)
Tremor der Hände / Zittern (unwillkürliches, sich rhythmisch wiederholendes Zusammenziehen einander entgegenwirkender Muskelgruppen)
Ulcus / Geschwür
Uterus-Blutung
Verlangen nach Alkohol
Zähneknirschen im Schlaf
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – körperliche Anstrengung
- – geistige Anstrengung
- – Berührung
- – Druck
- – nach dem Schlaf, morgens beim Aufwachen
↑ Besserung durch
- + Ruhen des Kopfes
Verbesserung bei
- wenn der Kopf ruht
Verschlimmerung bei
Anstrengung
geistiger Anstrengung
Berührung
Druck
nach dem Schlaf
morgens beim Aufwachen
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Crotalus Horridus (Klapperschlange) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Aurum metallicum
Gold
Aurum metallicum wird aus metallischem Gold hergestellt. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem Beschwerdebilder mit Bluthochdruck, Kreislaufbeschwerden, klopfenden Kopfschmerzen und tiefer Niedergeschlagenheit zu.
BluthochdruckMigräneKopfschmerzenSchwindel
Zum Mittel-Profil →
Cocculus
Kockelskörner
Cocculus, gewonnen aus den Kockelskörnern der Indischen Scheinmyrte, wird in der Homöopathie traditionell bei Reisekrankheit mit Übelkeit und Schwindel sowie bei Erschöpfung durch Schlafmangel eingesetzt, etwa bei Jetlag oder nach durchwachten Nächten.
ReisekrankheitÜbelkeitSchwindelSchlafstörungen
Zum Mittel-Profil →
Iris Versicolor (Verschiedenfarbige Schwertlilie)
Verschiedenfarbige Schwertlilie
Iris versicolor, die Verschiedenfarbige (Schillernde) Schwertlilie aus Nordamerika, wird in der Homöopathie traditionell bei Migräne mit Sehstörungen sowie bei sauren Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen und Erbrechen eingesetzt.
MigräneKopfschmerzenSodbrennenMagenbeschwerden
Zum Mittel-Profil →
Lithium Carbonicum (Lithiumcarbonat)
Lithiumcarbonat
Lithium carbonicum wird aus dem Lithiumsalz der Kohlensäure hergestellt und in der Homöopathie eher selten eingesetzt. Homöopathen ordnen dem Mittel Niedergeschlagenheit, drückende Kopfschmerzen sowie Gelenk-, Blasen- und Hautbeschwerden zu.
KopfschmerzenSchwindelHerzklopfenOhrgeräusche
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Crotalus Horridus (Klapperschlange)
Wobei wird Crotalus Horridus (Klapperschlange) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Crotalus Horridus (Klapperschlange) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Ödeme, Angstzustände, Reizbarkeit, Gedächtnisschwäche, Lichtempfindlichkeit, Zähneknirschen. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Crotalus Horridus (Klapperschlange)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Crotalus Horridus (Klapperschlange) zuordnet: Starke, dumpfe Kopfschmerzen am Hinterkopf, morgens beim Erwachen schlimmer; Übelkeit mit Erbrechen und Zittern; Schwindel mit Schwäche und Mattigkeit; Ständige Schläfrigkeit bei gleichzeitiger Unfähigkeit zu schlafen; Ängstlich-blasses Erscheinungsbild mit kaltem Schweiß; Große Reizbarkeit und Melancholie mit Weinen.
