Mittelbild & Leitsymptome
- Gerötetes, aufgedunsenes Gesicht
- Druck- und Beklemmungsgefühl auf der Brust mit erschwerter Atmung
- Klopfende Kopfschmerzen und Druckschmerz an den Schläfen
- Überempfindlichkeit gegen Licht
- Tiefe Niedergeschlagenheit und Grübelei
- Reizbarkeit, verliert schnell die Beherrschung
Für die Mittelwahl wichtige Symptome
Im Gegensatz zur Schulmedizin gibt es in der Homöopathie keine klassischen Indikationen, nach denen sich die Wahl des Heilmittels richtet. Hier werden ganzheitlich alle individuellen Symptome des Menschen betrachtet und auch Faktoren ermittelt, die sich positiv oder negativ auf die Symptomatik auswirken. Auf diesem Wege wird am Ende das Mittel gewählt, welches am besten mit den vorliegenden Symptomen übereinstimmt.
Folgende Symptome sind für die Wahl von Aurum metallicum relevant:
Beschwerden entstehen infolge von…
Bluthochdruck
Depressionen
Migräne
Leitsymptome
untersetzte Figur
aufgedunsenes und gerötetes Gesicht
unangenehm riechender Ausfluss aus dem Ohr (tritt nach einer Masernerkrankung auf)
Druckgefühl auf der Brust
Beklemmungsgefühl
Herzklopfen
„Lufthunger“, Atemlosigkeit, Atemnot, erschwerte Atmung
Arteriosklerose
Durchblutungsstörungen im Gehirn (durch Arterienverkalkung)
hoher Blutdruck
Kreislaufbeschwerden
Überempfindlichkeit gegen Licht
Schwindel
klopfende Kopfschmerzen
Migräne
Druckschmerz an den Schläfen
Schwächegefühl
Angstzustände
Gemütssymptome
Neigung zu Suizidgedanken
Grübelei
Tiefe Niedergeschlagenheit
Angst vor Herzkrankheiten
zunehmende Vergesslichkeit
Aggressionen können nur schwer zurückgehalten werden
Patient verliert schnell die Beherrschung
Neigung zu Depressionen
Schlafstörungen
Versagensängste
Erinnerungslücken
Der typische Aurum metallicum Patient ist fleißig und setzt sich stets hohe Ziele. Wenn er diese aber nicht erfüllen kann, überkommt ihn häufig das Gefühl der Enttäuschung, Verzweiflung und der Minderwertigkeit. Auf Sinneseindrücke reagiert er sehr empfindlich und ist daher ein besonders reizbarer Mensch, der zu Überreaktionen neigt. Kritik und Widerspruch kann er nur schwer ertragen. Häufig sieht man ihn mit einem roten und aufgedunsenen Gesicht.
Symptome
der Patient hat ein gerötetes, aufgedunsenes Gesicht
der Patient neigt zu Selbstmord-Gedanken
der Patient hat Furcht vor Herzkrankheiten
der Patient leidet unter Arteriosklerose
der Patient hat einen schlecht riechenden Ausfluss aus dem Ohr (nach einer Masern-Erkrankung)
der Patient hat Schmerzen in den Knochen, den Hoden und/oder in der Gebärmutter
der Patient leidet an Versagens-Ängsten
der Patient leidet unter zunehmenden Vergesslichkeit
der Patient wird schnell aggressiv und verliert die Beherrschung
der Patient verspürt ein Druck-Gefühl auf der Brust, hat ein Beklemmungs-Gefühl und/oder sogenannten „Lufthunger“ (Atemlosigkeit bzw. Atemnot = unangenehme, erschwerte Atemtätigkeit)
der Patient ist Überempfindlich gegen Licht
der Patient hat eine untersetzte Figur
der Patient neigt zu Depressionen
der Patient hat Herzklopfen
der Patient leidet an einer tiefen Niedergeschlagenheit (hat Suizidgedanken)
der Patient hat einen hohen Blutdruck (dazu Kopfschmerz und/oder Schwindelgefühl)
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Aurum Metallicum
Hodentumor (rechts) mit Spannungsgefühl
Halbsichtigkeit (oder zur Hälfte blind)
Heimweh (besonders bei Erwachsenen)
Nierenverkalkung (heißer und scharfer Urin)
Angst vor Herzinfarkt und/oder Schlaganfall
Osteoporose (Knochenschwund)
Schwindel bei Bluthochdruck (durch Leberverfettung)
chronische Hodenentzündung (bösartige Geschwüre)
Lidentzündung
Entzündungen der Drüsen
Gefäß-Verkalkung der Arterien (brüchige Gefäße)
Kurzatmigkeit
Depressionen
Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
Zu hoher Blutdruck (dadurch roter Kopf)
Nebenhöhlen-Entzündung
Depressionen bei Jugendlichen
Mißempfindungen der Haut
Wirbelsäulenerkrankungen
Durchblutungsstörungen, negativ depressive Verstimmungen
Kopfschmerzen bei chronischen Unterleibserkrankungen (Betroffene sind kräftig und rot)
Bluthochdruck allgemein
Sattelnase
Geschlechtsdrüsen-Unterentwicklung (bei Männern)
Wechseljahre: Hitzewallungen, Depressionen, Atemnot und/oder Bluthochdruck
Hodenentzündung
Schwindel – Gefühl / Schwankschwindel
Herzschwäche
dunkelrote Knollennase (Säufernase)
Angina Pectoris (Brustenge / Herzschmerz)
bitter fauliger Mundgeruch
Leberschwäche
Durchblutungsstörungen (gerötete Haut)
Hornhaut-Trübung (durch Entzündungen) dazu gerötete Augen und Tränenfluss
Nervöse Herzbeschwerden
Gefäßverhärtung (durch Bluthochdruck) Leberverfettung
Reizbarkeit
Demenz
Herzenge (verursacht durch hohen Blutdruck, meist bei alten Menschen)
Grüner Star (dazu gerötete Augen und/oder Tränenfluss)
Kopfschmerzen
Bluthochdruck (dazu Schmerzen hinter dem Brustbein)
Lungenkrebs / Lungentumor (dadurch Atemnot)
Nasengeschwüre (bis Knorpel und Knochen)
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte
- – nachts
- – im Winter
- – Anstrengung
- – seelische Belastung und Aufregung
↑ Besserung durch
- + Wärme
- + frische Luft
- + Ruhe
- + leichte Bewegung
- + sanfte Musik
Beschwerden verschlimmern sich durch…
im Winter
Nachts
Kälte
Anstrengung
Seelische Belastung
Aufregung
Beschwerden bessern sich durch…
Wärme
Frische Luft
Sanfte Musik
Ruhe
Leichte Bewegung
Verbesserung bei
Wärme
Leichter Bewegung
Im Freien
Ruhe
Frischer Luft
Gehen
sanfte / klassische Musik
kaltes Wasser
Verschlimmerung bei
Aufregung
Anstrengung
im Winter
nachts
Geistige Anstrengung
am frühen Morgen
Seelische Belastung
Sorgen
Geistige Arbeit
Kälte
Substanz & Hintergrund
Aurum metallicum
Bei Aurum metallicum handelt es sich um nichts anderes als Gold. Bereits Hahnemann, der Begründer der Homöopathie riet bei Niedergeschlagenheit und Schwermütigkeit mit Selbstmordgedanken zur Einnahme von Aurum metallicum.
Weiterführende Informationen zu Aurum metallicum
Aurum metallicum (Gold) kommt in seiner Reinform in der Natur vor und wurde aus diesem Grund als eines der ersten Metalle von Menschen entdeckt und verarbeitet. Vor allem bei kostbaren rituellen Gegenständen kam Gold oft zur Anwendung. Die größten Vorräte an Gold gibt es in USA, Australien, Russland und Südafrika. In der heutigen Zeit wird es größtenteils in der Schmuckherstellung verwendet, aber auch für elektronische Geräte oder in der Medizin. In der Homöopathie findet es vor allem Anwendung bei Patienten, die dazu neigen an ihren eigenen Erwartungshaltungen zu scheitern. Berufliche wie auch finanzielle Misserfolge tragen zur Symptomatik bei und verstärken die depressive Grundhaltung.
Das kostbare Edelmetall Gold kommt auch in der Homöopathie häufig zum Einsatz. Aurum ist besonders gut für Menschen geeignet, die sehr pflichtbewusst, fleißig und zielstrebig sind, in ihrer Arbeit aufgehen und zu Verzweiflung neigen, wenn sie selbst einen Fehler gemacht haben.
Außerdem sind diese Personen sehr ehrlich und manchmal auch cholerisch. Aurum Metallicum hat seine Hauptanwendungsgebiete im Bereich Durchblutungsstörungen, Depressionen, Verzweiflung, Angst-Zustände, bei einem Gefühl der Enttäuschung und/oder der eigenen Wertlosigkeit, bei einer inneren Leere bis hin zu Beschwerden an der Prostata und den Hoden.
Auch gegen Herzenge, Herzklopfen, bei hohem Blutdruck, Atemnot und besonders bei Schmerzen hinter dem Brustbein (der bis in die in Arme ausstrahlt) ist Aurum ein bewährtes Heilmittel. Bei Frauen ist das homöopathische Mittel hilfreich im Einsatz gegen Uterusmyomen und bei einem Gebärmuttervorfall.
Sogar hämmernde Kopfschmerzen bis in die Schläfen, Knochenschmerzen und/oder Muskelschmerzen sowie wandernden rheumatischen Schmerzen können mit diesem Mittel gelindert werden. Besonders bewährt hat sich Aurum Metallicum bei Angina pectoris, Arteriosklerose, Demenz, Eierstock-Zysten, Rheuma und zu hohem Blutdruck.
Bitter- fauliger Mundgeruch häufig bei Mädchen in der Pubertät (dazu Aphten am Zahnfleisch)
Jugendliche – Depressionen Selbstmordgedanken (spricht auch darüber), starkes Gefühl von Wertlosigkeit, Enttäuschung, sehr verzagt, hoffnungslos, dazu erhöhter Blutdruck, starker Lebensverdruss, starke Todesangst. Betroffene Person ist heftig gereizt (schon bei kleinstem Widerspruch). Angst vor Mitmenschen, stellt häufiges, schnelle Fragen ohne auf eine Antwort zu warten. Ungeduld: kann nicht schnell genug handeln. Überempfindlichkeit gegen Lärm (betroffene Person ist aufgeregt und/oder verwirrt) Verschlechterung durch kaltes Wetter, im Winter und nachts
Bluthochdruck – dazu Schmerzen hinter dem Brustbein Arterien sind verkalkt, Schmerzen in der Nacht, Gedanken an Selbstmord, Verzweiflung
Hoher Blutdruck Betroffene Person ist oft untersetzt, vollblütig, aggressiv und/oder depressiv. Es kommt zu Selbstmordgedanken. Typische Merkmale sind Arteriosklerose, ein gerötetes Gesicht, Blut-Wallungen, gerötete Augen, Schmerzen im bzw. hinter dem Brustbein (vornehmlich nachts), ein schlechtes Gedächtnis
Hoher Blutdruck – Roter Kopf Betroffene Person ist vollblütig, eher dicklich, aggressiv und meist schnell wütend (eigentlich aber eher depressiv). Es kommt zu Selbstmordgedanken. Typische Merkmale sind ein stark gerötetes Gesicht, gerötete Augen, Blut-Wallungen, nächtliche Schmerzen im Brustbein, ein schlechtes Erinnerungsvermögen (gelegentlich Arteriosklerose)
Demenz Betroffene Person leidet an einem Schicksal, es entwickeln sich Angstzustände und die Befürchtung von anderen Menschen abhängig zu sein, die Vergesslichkeit nimmt zu, der Umgang mit der erkrankten Person wird immer schwieriger, der Patient wird depressiv und aggressiv, es entsteht ein Lebensüberdruss und Hoffnungslosigkeit. Die betroffenen Personen haben ein dunkel-rotes Gesicht, Beklemmungsgefühle und/oder ein Druckgefühl auf der Brust. Meistens haben sie eine untersetzte Statur. Verschlimmerung durch Kälte und am frühen Morgen und/oder nachts. Verbesserung durch Wärme und/oder Hitze.
Schwindel – Schwankschwindel Betroffene Person leitet unter Schwindel-Gefühl (auch verursacht durch große Höhe), er/sie hat ein großes Verantwortungsgefühl (macht sich häufig Selbstvorwürfe), ist extrem selbstkritisch, die Beschwerden sind eine Folge von Kummer und/oder einem beruflichen Misserfolg, betroffene Person ist nachtragend und hat das Gefühl, als setze der Herzschlag kurzzeitig aus, er/sie wirkt depressiv und hoffnungslos, aber im anderen Moment wieder mürrisch und wütend. Dazu kommt ein Gefühl von Hitze im Kopf (als wäre der Kopf ausgefüllt, aber auch als würde ein Wind durch den Kopf blasen). Verschlimmerung im Winter, durch Kälte und stilles Sitzen. Verbesserung durch Wärme, beim Spazieren gehen, in der Nacht und durch das hören von klassischer Musik
Durchblutungsstörungen – rote Haut Betroffene Person ist vollblütig, eher dicklich, leidet unter depressiven Phasen oder ist aggressiv. Es besteht ein andauernder Bewegungsdrang, zu weilen kommt es zu Selbstmord-Gedanken. Er/sie leidet an Blut-Wallungen, kann sich nur schwer erinnern und hat nachts starke Schmerzen im Bein.
VORSICHT: Weil es durch eine mögliche Erstverschlimmerung zu Depressionen bzw. zu einer verstärkten Suizid-Neigung kommen kann, sollte der betroffene Patient nach der Einnahme auf keinen Fall alleine gelassen werden!!!
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Aurum metallicum – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Lithium Carbonicum (Lithiumcarbonat)
Lithiumcarbonat
Lithium carbonicum wird aus dem Lithiumsalz der Kohlensäure hergestellt und in der Homöopathie eher selten eingesetzt. Homöopathen ordnen dem Mittel Niedergeschlagenheit, drückende Kopfschmerzen sowie Gelenk-, Blasen- und Hautbeschwerden zu.
KopfschmerzenSchwindelHerzklopfenOhrgeräusche
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Acidum picrinicum
Pikrinsäure
Acidum picrinicum basiert auf der Pikrinsäure. Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung, Migräne sowie geistige und körperliche Erschöpfungszustände.
SchlaflosigkeitSchlafstörungenMigräneKopfschmerzen
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Cocculus
Kockelskörner
Cocculus, gewonnen aus den Kockelskörnern der Indischen Scheinmyrte, wird in der Homöopathie traditionell bei Reisekrankheit mit Übelkeit und Schwindel sowie bei Erschöpfung durch Schlafmangel eingesetzt, etwa bei Jetlag oder nach durchwachten Nächten.
ReisekrankheitÜbelkeitSchwindelSchlafstörungen
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Crotalus Horridus (Klapperschlange)
Klapperschlange
Homöopathische Zubereitung aus der Wald-Klapperschlange. Homöopathen ordnen dem Mittel ein Arzneimittelbild mit Benommenheit, Hinterkopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Schlafstörungen zu.
KopfschmerzenSchlafstörungenÜbelkeitErbrechen
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Aurum metallicum
Wobei wird Aurum metallicum in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Aurum metallicum vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Bluthochdruck, Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufbeschwerden, Herzklopfen, Angstzustände, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Vergesslichkeit. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Aurum metallicum?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Aurum metallicum zuordnet: Gerötetes, aufgedunsenes Gesicht; Druck- und Beklemmungsgefühl auf der Brust mit erschwerter Atmung; Klopfende Kopfschmerzen und Druckschmerz an den Schläfen; Überempfindlichkeit gegen Licht; Tiefe Niedergeschlagenheit und Grübelei; Reizbarkeit, verliert schnell die Beherrschung.
