Mittelbild & Leitsymptome
- Unempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke, wie benommen
- Röchelnde Atmung mit rotem Gesicht
- Harter, trockener, kleiner Stuhlgang
- Extrem empfindliches Gehör, das den Schlaf verhindert
- Harnverhalt trotz voller Blase
Symptome
der Patient hat einen harten, trockenen kleinen Stuhlgang
der Patient leidet an Lähmungen als Folge von Schreck und/oder Schock
der Patient hat einen Ischämischer Schlaganfall oder Hirninfarkt erlitten (Schlaganfall durch Gefäßverschluss), insbesondere wenn vorher ein Hautausschlag zurück ging bzw. unterdrückt wurde.
der Patient ist unempfindlich gegen Sinneseindrücke
der Patient hat eine röchelnde Atmung und ein rotes Gesicht
der Patient hat ein extrem empfindliches Gehör (kann daher nicht schlafen)
der Patient leidet an Harn-Verhalt (obwohl die Blase voll ist)
der Patient leidet an einer chronischen Verstopfung
der Patient leidet unter einem gelähmten Darm und hat extreme Obstipation (Verstopfung)
der Patient leidet an einem gelähmten After-Schließmuskel (Stuhl tritt unkontrolliert aus)
der Patient leidet an Beschwerden in Folge von Drogenmissbrauch
der Patient magert stark ab
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Opium
Darm-Verschlingung (nach einer Operation)
Verstopfung (ausbleibender Stuhldrang)
Narkose Überdosierung (nach Operationen mit Benommenheit und/oder Schwitzne)
Verstopfung (insbesondere bei alten Menschen) schläfrig schwindelig
Kopfschmerzen (bei Medikamentenmissbrauch mit Psychopharmaka)
Darmlähmung
Husten (insbesondere in der Nacht, quälend, trocken mit Atemnot)
Ohnmacht (Auslöser Aufregung)
Verstopfung (auch bei Klein- und Schulkindern)
Frische Gehirnerschütterung möchte hart liegen
Heimweh (besonders bei Erwachsenen) Teilnahmslosigkeit, Hilflosigkeit, Angst-Gefühl
Schlaflosigkeit (bei Frauen in der Schwangerschaft)
Verstopfung (als Folge von Angst, Schock oder Schreck)
Darmbeschwerden bzw. Verstopfung nach Operationen
Fehlgeburt kurz vor der Entbindung)
Vergiftung durch Narkose ( mit Benommenheit und/oder Schwitzen)
Vergiftung durch Arsen bzw. Rattengift
Ohnmacht bzw. Kollaps (dunkelroter Kopf)
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Wärme und Sonne
- – Ärger
- – Konsum von Wein
- – Schwitzen
- – während und nach dem Schlaf
↑ Besserung durch
- + Abkühlung
- + Bewegung
- + frische, kühle Luft
Verbesserung bei
Abkühlung
Bewegung
frische, kühle Luft
Verschlimmerung bei
Ärger
Konsum von Wein
Wärme
Sonne
Schwitzen
Während und/oder nach dem Schlaf
Substanz & Hintergrund
Opium wird durch Anritzen der unreifen Samenkapseln der Schlafmohn-Pflanze gewonnenen.
Der getrocknete Milchsaft wird im Verlauf des Trocknungsprozesses zu einer braun- schwarzen Masse, das Roh-Opium. Dieser Milchsaft wird durch Autoxidation zum Grundstoff für Rausch- und Betäubungsmittel. Der Schlafmohn, hilft bei Beschwerden, die eine Folge-Erscheinung von Schock, Aufregung, Bewusstlosigkeit oder einer Operation sind. Samuel Hahnemann sagte über das Opium: "Der Mohn-Saft ist weit schwieriger in seinen Wirkungen zu beurteilen, als irgend eine andre Arznei."
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Opium (Schlafmohn) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Alumina (Aluminiumoxid)
Tonerde
Alumina basiert auf Tonerde (Aluminiumoxid). Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind Verstopfung, ausgeprägte Trockenheit von Haut und Schleimhäuten sowie Beschwerden beim Wasserlassen.
VerstopfungHarnwegsbeschwerdenTrockene HautJuckreiz
Zum Mittel-Profil →
Bryonia
Weiße Zaunrübe
Bryonia alba, die Weiße Zaunrübe, wird in der Homöopathie traditionell bei trockenem Husten, Gelenkentzündungen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt, wenn sich die Beschwerden durch kleinste Bewegung verschlimmern.
Trockener HustenKopfschmerzenGelenkentzündungenGelenkschmerzen
Zum Mittel-Profil →
Carbo Animalis (Tierkohle)
Tierkohle
Carbo animalis, die Tierkohle, wird aus schwach ausgeglühter Kohle von lohgarem Rindsleder gewonnen. Das eher selten verwendete Mittel wird in der Homöopathie traditionell bei Gastritis, Sodbrennen und Verdauungsschwäche eingesetzt.
GastritisSodbrennenVerdauungsschwächeVerstopfung
Zum Mittel-Profil →
Carcinosinum
Krebsnosode
Carcinosinum wird aus sterilisiertem, stark verdünntem Krebsgewebe hergestellt und gilt in der klassischen Homöopathie als Konstitutionsmittel. Es wird häufig bei Kindern sowie bei Erschöpfungs- und Schlafproblemen nach emotionalem Stress eingesetzt.
SchlafstörungenChronische MüdigkeitErschöpfungInfektanfälligkeit
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Opium (Schlafmohn)
Wobei wird Opium (Schlafmohn) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Opium (Schlafmohn) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Verstopfung, Darmträgheit, Folgen von Schreck und Schock, Harnverhalt, Schlafstörungen. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Opium (Schlafmohn)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Opium (Schlafmohn) zuordnet: Unempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke, wie benommen; Röchelnde Atmung mit rotem Gesicht; Harter, trockener, kleiner Stuhlgang; Extrem empfindliches Gehör, das den Schlaf verhindert; Harnverhalt trotz voller Blase.
