Globuliwelt.de – Die Welt der Homöopathie

Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche)Kaliumchlorid

Kalium muriaticum wird in der Homöopathie traditionell vor allem bei Erkrankungen des Ohres sowie bei entzündlichen und infektiösen Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich eingesetzt.

Mineralogische Illustration von Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) (Kaliumchlorid) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) – Kaliumchlorid: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

OhrenschmerzenHNO-BeschwerdenMandelentzündungAphthenLymphknotenschwellungenGelenkschmerzenPilzinfektionen

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • weiß belegte Zunge
  • schleimige, weißlich-dickliche Absonderungen
  • geschwollene Lymphknoten
  • Gelenkbeschwerden

Kalium Muraticum Globuli werden in der Homöopathie für zahlreiche therapeutische Zwecke eingesetzt, hauptsächlich für die Behandlung von Erkrankungen des Gehörs bzw. des Ohres. Für die Selbstbehandlung werden typischerweise die Potenzen D4 - D12 angewandt.

Das Heilmittel wird aus kristallisiertem Kaliumkarbonat gewonnen, und ist eines der wichtigsten Mineralsalze im Körper von Menschen und Säugetieren. Weil eine Überdosierung dieser Substanz den Organismus aus dem Gleichgewicht bringen kann, wird die Ausgangs-Substanz während des Zubereitungs-Prozesses in wiederholten Schritten verdünnt. Durch diese Potenzierung entfaltet das Mittel erst seine volle Heilwirkung. Höher potenziert kann Kalium muriaticum überschüssiges Sekret binden. Niedrig potenziert kann es dabei helfen zähflüssigen Belag an den Schleimhäuten zu lösen. Wegen dieser Eigenschaften wird Kalium muriaticum primär eingesetzt, um entzündliche und infektiöse HNO-Erkrankungen zu behandeln.

Bei nässenden Wunden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich ist Kalium muriaticum ein hochwirksames homöopathisches Heilmittel. Es passt gut zu Patienten mit Ohrentzündungen, die mit einer Beeinträchtigung des Hörvermögen einhergehen und bei denen der Patient seine eigene Stimme im Kopf hallen hört. Auch bei extrem fließender oder auch bei verstopfter Nase kann Kalium muriaticum sehr hilfreich sein. Außerdem können Zahnfleischentzündungen, Aphten, Mandelentzündungen und auch entzündliche Arthrosebeschwerden mit Kalium muriaticum behandelt werden. Sogar bei Hauterkrankungen mit Bläschenbildung und/oder Pilzinfektionen ist es ein bewährtes Mittel. Erkrankungen des Verdauungs-Apparates mit Bezug zur Leber, wie z.B. die Gelbsucht oder eine gestörte Stoffaufnahme von Lipiden, sind ein weiteres großes Anwendungs-Spektrum des homöopathischen Heilmittels Kalium Muriaticum.

Symptome

  • der Patient hat eine weiß belegte Zunge

  • der Patient leidet unter geschwollenen Lymphknoten

  • der Patient leidet an Gelenk-Beschwerden

  • der Patient hat schleimige, weißlich-dickliche Absonderungen

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Kalium Muriaticum

  • Angina

  • Halsschmerzen

  • Hepatitis

  • Husten

  • Platzangst

  • Dickdarm-Entzündung

  • Adenoide Vegetationen (Vergrößerung der Rachenmandel durch eine chronische Entzündung)

  • Morbus Crohn (Entzündung des Magen-Darm-Trakts)

  • Kniegelenksentzündung

  • Blasen- und/oder Nierenbecken-Entzündung (mit zähem weißen Schleim)

  • Fatigue-Syndrom (Chronische Erschöpfungssyndrom, bisher unheilbare Krankheit)

  • Benignes Prostatasyndrom

  • Lauf-Schnupfen

  • Thrombose

  • Chronische Leberentzündung

  • Schlaganfall

  • Giftstoffe-Abbau

  • Laryngitis (Entzündung des Kehlkopfes)

  • Kandida (Pilzinfektion durch Hefepilz-Befall)

  • Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs)

  • Hautpilz

  • Fibromyalgie (Schmerzen & Schwellungen am ganzen Körper, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen und Magen-Darm-Beschwerden)

  • Wucherungen

  • Prostatahyperplasie (gutartige Vergrößerung der Prosta)

  • Lymphangitis (Entzündung der Lymphbahnen)

  • Weißfluß

  • Milchschorf

  • Gingivitis (bakteriell verursachte Entzündung des Zahnfleisches)

  • Gelenkrheumatismus

  • Gallenblasen-Entzündung

  • SMS-Daumen

  • Darmentzündung

  • Appendicitis chronica (Chronische Blinddarmentzündung)

  • Pharyngitis (Entzündung der Rachenschleimhaut)

  • Mund-Soor (Pilzinfektion im Mund)

  • Zungenbelag

  • Eileiter-Entzündung

  • Kapillar-Verkrampfung

  • Flugangst

  • Nierenstauung

  • Bade-Otitis (Entzündung des äußeren Gehörgangs durch Wasser im Ohr)

  • Leberflecken

  • Kleiepilz

  • Kehlkopf-Entzündung

  • Glomerulonephritis (Entzündung der Nierenkörperchen)

  • Hautausschlag

  • Augenentzündung

  • Zystitis (Entzündung der Harnblase)

  • Adipositas (Fettsucht) / Heißhunger

  • Speicheldrüsen-Entzündung,

  • Lymphdrüsen-Schwellung

  • Perichondritis (Entzündung der Knorpelhaut )

  • Gelbsucht

  • Hautgrieß

  • Cerumen obturans (Verschluss des äußeren Gehörgangs durch einen Pfropf)

  • Traumatische Arthritis (Entzündung eines oder mehrerer Gelenke)

  • COPD (Lungenkrankheit / chronisch obstruktive Bronchitis)

  • Nierenentzündung

  • Zyste

  • Thrombophlebitis (akute Thrombose bzw. Entzündung von oberflächlichen Venen)

  • Krupp / Pseudo-Krupp

  • Asthma

  • Periarthropathie (schmerzhafte Zustände im Bereiche der Weichteile)

  • Trommelfell-Entzündung

  • Dünndarm-Entzündung

  • Polyarthritis (Entzündung von mind. 5 Gelenken gleichzeitig)

  • Seborrhoisches Ekzem (Hautausschlag besonders auf der Kopfhaut und im Gesicht)

  • Kopfschuppen

  • Gallenwegs-Entzündung

  • Mandelschwellung / Mandelentzündung

  • Kreislaufschwäche

  • Salpingitis (Entzündung eines oder beider Eileiter)

  • Aphthen

  • Nierenbecken-Entzündung (brennender, schleimiger Urin)

  • Akne / Pickel

  • Lymphogranulomatose (Lymphknotenkrebs)

  • Rheuma

  • Infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber )

  • Chronische Bronchitis

  • Darm-Soor (Krankheit des Verdauungssystems durch Pilzbefall)

  • Tubenkatarrh (Entzündung der Schleimhaut der Eustachi-Röhre)

  • Parotitis (Entzündung der Ohrspeicheldrüse)

  • Hämorrhoiden

  • Bronchialasthma

  • Lungenentzündung

  • Hodgkin-Lymphom (Erkrankung des lymphatischen Systems)

  • Schleimbeutel-Entzündung

  • Heuschnupfen

  • Blasenentzündung

  • Morbus Bechterew (chronische, schmerzhafte, entzündlich-rheumatische Erkrankung)

  • Zöliakie (Erkrankung der Dünndarmschleimhaut - Überempfindlichkeit gegen Gluten)

  • Sehnenscheiden-Entzündung

  • Otitis Externa / Surferohr (Außenohrentzündung)

  • Gehörgangs-Entzündungen

  • Hautfalten-Entzündung

  • Keuchhusten

  • Myom (gutartiger Muskeltumor)

  • Rhinitis (akute oder chronische Entzündung der Schleimhaut)

  • Embolie (teilweisen bzw. vollständigen Verschluss eines (Blut)-Gefäßes)

  • Eierstock-Entzündung

  • Gicht

  • Pityriasis versicolor (Pilzinfektion der obersten Hautschicht)

  • Apoplex (plötzliche Durchblutungsstörung eines Organs)

  • Drüsenschwellung

  • Schnupfen

  • Zahnfleischentzündung

  • Mykose (parasitäre Infektionskrankheit von lebendem Gewebe durch Pilze)

  • Kleieflechte

  • Couperose (anlagebedingte Gefäßerweiterung)

  • Ohrenentzündung

  • Magenbrennen

  • Chronische Hepatitis

  • Lidrandentzündung

  • Oophoritis (bakteriell bedingte Entzündung des Eierstocks)

  • Bronchitis

  • Mittelohr-Vereiterung

  • Sinusitis Nasennebenhöhlen-Entzündung

  • Rachengeschwür

  • Emphysem (übermäßiges bzw. an ungewohnter Stelle aufgetretenes Luft-Vorkommen)

  • Ganglion / Überbein (gutartige Geschwulstbildung im Bereich einer Gelenkkapsel )

  • Gelenkentzündung

  • Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung)

  • Nagelpilz / Fußpilz

  • Ohrknorpel-Entzündung

  • Ohrmuschel-Entzündung

  • Besenreiser

  • Atemnot

  • Phlebitis(Entzündung eines venösen Gefäßes)

  • Brustfell-Entzündung

  • Neurodermitis

  • Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)

  • Schleimhaut-Pilze

  • Ohrenekzem / Ohrmuschelekzem

  • Polypen / Nasenpolypen

  • Warzen

  • Ohrenschmerzen

  • Kopfekzem

  • Rachen-Entzündung (besonders mit Beteiligung der Ohren)

  • Leber-Entzündung

  • Muskelrheuma

  • Mandelvereiterung

  • Cholangitis (Entzündung der Gallengänge)

  • Myringitis (schmerzhafte Entzündung des Trommelfells)

  • Parotitis epidemica (Rubula = Mumps)

  • Weichteil-Rheumatismus

  • Schwerhörigkeit (besonders nach Entzündungen)

  • Schleudertrauma

  • Bauchspeicheldrüsen-Entzündung

  • Schnupfen (mit Beteiligung der Ohren)

  • Lymphknoten-Vereiterung

  • Zeruminalpfropf (Ohrenschmalz-Pfropf)

  • Frostbeulen

  • Schluckschmerzen

  • Lymphgefäß-Entzündung

  • Heiserkeit

  • Tumor

  • Lymphom (Lymphknotenvergrößerungen Bzw. Lymphknotenschwellung)

  • Ohrenausfluss

  • Mittelohr-Entzündung

  • Epilepsie

  • Halsentzündung

  • Hypochondrie (psychische Störung, Betroffener hat ausgeprägte Angst vor Erkrankung)

  • Myogelose (Muskelverhärtungen)

  • Herpes

  • Chronische Blinddarmentzündung

  • Ikterus (Gelb-Färbung der Haut, Schleimhäute und der innerer Organe)

  • Nierenbecken-Entzündung

  • Psoriasi (Schuppenflechte)

  • Krampfadern

  • Adnexitis (Entzündung von Eileiter, Eierstock und umgebendem Gewebe)

  • Verbesserung bei

  • Wärme

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Bewegung
  • Konsum fettiger Nahrung
  • feuchte, kalte Luft

Verschlimmerung bei

  • Bewegung

  • Konsum von fettiger Nahrung

  • feuchter, kalter Luft

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche)

Wobei wird Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Ohrenbeschwerden, Entzündungen im HNO-Bereich, Mandelentzündung, Aphthen, Geschwollene Lymphknoten, Gelenkbeschwerden, Hautpilz, Nässende Wunden im HNO-Bereich. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Welche Potenzen von Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) sind üblich?

Für Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) werden in der Praxis häufig die Potenzen D4, D12 verwendet. Zur Selbstanwendung greifen Anwender traditionell zu niedrigen Potenzen (D6–D12); Hochpotenzen gelten als Sache erfahrener Homöopathen.

Was ist das typische Mittelbild von Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Kalium Muriaticum ( Kaliumchlorid / Pottasche) zuordnet: weiß belegte Zunge; schleimige, weißlich-dickliche Absonderungen; geschwollene Lymphknoten; Gelenkbeschwerden.