Mittelbild & Leitsymptome
- Blässe mit schneller Ermüdbarkeit und starker Schwäche
- schwacher Rücken mit Kreuzschmerzen, die bis ins Bein ausstrahlen können
- Schwellungen und Ödeme, besonders an den Augenlidern und Beinen
- reißende, stechende oder wandernde Schmerzen
- Überempfindlichkeit gegen Lärm, Gerüche und Berührungen
- häufiges nächtliches Aufwachen
Kalium Carbonicum ist ein homöopathisches Mittel, das aus dem Mineralsalz Kaliumkarbonat gewonnen wird. In der Natur kann man Kalisalze überwiegend in Substanzen pflanzlichen Ursprungs (wie z. B. Asche von Holz) finden.
Kalium Carbonicum gehört somit zu den homöopathischen Heilmitteln mineralischer Herkunft. Um die Ur-Tinktur zu gewinnen wird das zu feinem Pulver vermahlene Mineralsalz in Laktose verrieben. Kalium Carbonicum Globuli ist besonders gut für Menschen geeignet, die ein sehr ausgeprägtes Pflichtbewusstsein haben, sie sind sehr korrekt und ordentlich. Meistens haben sie aber leider auch ein klares Schwarzweiß-Denken. Sie verstecken ihre Beschwerden vor anderen Menschen um die eigene Verletzlichkeit herunterzuspielen. Sie sind schnell reizbar, nicht gerne alleine und mögen es alles unter Kontrolle zu haben.
Zu den typischen Anwendungsgebieten gehören unter anderem Herzkranzgefäßerkrankungen, Herz-Schwäche, depressive Zuständen und die Angina pectoris. Außerdem hat es sich bei Husten und Erkältungen (mit trockenem Husten und gelblich-grünem Auswurf besonders am Morgen) bewährt. Auch bei Asthma, Gelenkschmerzen, Arthritis- und/oder Ischias-Beschwerden (die stark und überwiegend links auftreten) ist Kaliumkarbonat ein oft angezeigtes Heilmittel.
Weitere Anwendungsgebiete sind Rückenschmerzen während der Schwangerschaft (oder durch Wehen), Nierenprobleme (linksseitig mit starken Schmerzen) und Schlafstörungen bzw. Schlaflosigkeit (zwischen 3 und 5 Uhr).
Symptome
der Patient ist blass
der Patient ist schnell müde
der Patient leidet an Rückenschmerzen (hat einen schwachen Rücken)
der Patient leidet an Herzschwäche
der Patient hat Atemnot
der Patient hat Schwellungen und/oder Ödemen (besonders am Auge)
der Patient leidet unter reißenden, stechenden Schmerzen
der Patient leidet an einer starken Schwäche (und hat Schweißausbrüche)
der Patient neigt zur Fettsucht
der Patient leidet ist Überempfindlich gegen Lärm, Gerüche und/oder Berührungen
der Patient sucht die Wärme
der Patient ist ängstlich und nervös
der Patient schwitzt oft
der Patient leidet an wandernden Schmerzen
der Patient leidet an einer brennenden Haut
der Patient mag nichts flüssiges
der Patient leidet an Herzjagen und Schwitzen bei jeder Bewegung und bei jeder Belastung
der Patient hat Kreuzschmerzen (die bis ins Bein ausstrahlen können)
der Patient wacht nachts oft auf
der Patient hat geschwollene Beine (Wasseransammlungen) und angeschwollene Augenlider
der Patient hat eine schnell auftretende Atemnot
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Kalium carbonicum
Bindehautentzündung
Hüftgelenk-Arthrose (mit blitzartigen, stechenden Schmerzen links)
Rückenschmerzen (nach der Schwangerschaft)
Blasen Nierenbeckenentzündung (mit stechenden Schmerzen beim Husten)
Herzbeschwerden (mit stechenden Schmerzen in den Schultern)
Keuchhusten
Schnupfen
Nabelkolik
Verstopfung
Ischias
Erwachen mit nächtlichem Herzklopfen
Hexenschuss (mit Schmerzen im Oberschenkel)
Nebenhöhlenentzündung / Stirnhöhlenentzündung
Asthma
Ödeme
Bronchitis
Menstruationsbeschwerden
Obstipation (akute oder chronische Stuhlverstopfung des Darms)
Räusperzwang (mit zähmr Schleim)
Atemnot
Husten
Blähungskoliken
Nasenpolypen
verstopfte Nase (mit gelb-grünem Schleim)
Entzündungen der Augenlider / Augenentzündungen
Inkontinenz
Herzschwäche
Ödeme am Augenlid
Adipositas (Fettsucht)
Verlangen nach Zucker
Mittelohrentzündung
Schlaflosigkeit
Schilddrüsenunterfunktion allgemeine Schwäche
Geräuschempfindlichkeit
Jugendliche - Pubertät verzögert
zu späte Regelblutung (mit Rückenschwäche und/oder Schwellungen)
Kreuzschmerzen
Nierenbeckenentzündung (mit stechenden Schmerzen)
Zyklusstörungen
Lang anhaltende Menstruationsblutungen
Krampfadern
Lymphstauung
Frauen (Geburt - Emotionale Störungen)
Schwindel (bei niedrigem Blutdruck und/oder Anstrengung)
stechende Regelblutung (mit starken Kreuzschmerzen)
Depressive Verstimmung
Blähungen
Schwellungen
Migräne
Erschöpfungszustände
Rückenschmerzen
Schlafstörungen (bei Kindern)
Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
Angina pectoris (Herzkranzgefäßerkrankung)
Hexenschuss
Hämorrhoiden
Mittelohr-Entzündung
Lidschwellung am Oberlid
Erschöpfung nach Krankheiten
Rippenfell-Entzündungen
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte und kalte Zugluft
- – nachts zwischen 3 und 5 Uhr
- – Konsum von Milch
- – morgens nach dem Aufstehen
- – während der Menstruation
↑ Besserung durch
- + Wärme
- + tagsüber
- + Zusammenkrümmen
- + Vornüberbeugen und Aufsetzen
- + frische Luft und Gehen
Verbesserung bei
Wärme
sich Zusammenkrümmen
Am Tag
sich nach vorne Überbeugen
sich nach hinten beugen
sich Aufsetzen
Frische Luft
Gehen
Verschlimmerung bei
Kälte / kalter Zugluft
Konsum von Milch
Nachts zwischen 3 - 5 Uhr
Husten
Liegen auf der schmerzenden Stelle
morgens
Nach dem Aufstehen
Nach dem Sex
Während der Menstruation
nachts
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Kalium Carbonicum (Pottasche) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Acidum picrinicum
Pikrinsäure
Acidum picrinicum basiert auf der Pikrinsäure. Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung, Migräne sowie geistige und körperliche Erschöpfungszustände.
SchlaflosigkeitSchlafstörungenMigräneKopfschmerzen
Zum Mittel-Profil →
Cocculus
Kockelskörner
Cocculus, gewonnen aus den Kockelskörnern der Indischen Scheinmyrte, wird in der Homöopathie traditionell bei Reisekrankheit mit Übelkeit und Schwindel sowie bei Erschöpfung durch Schlafmangel eingesetzt, etwa bei Jetlag oder nach durchwachten Nächten.
ReisekrankheitÜbelkeitSchwindelSchlafstörungen
Zum Mittel-Profil →
Rhus Toxicodendron
Giftsumach
Rhus toxicodendron wird aus dem Giftsumach (Giftefeu) hergestellt und in der Homöopathie traditionell bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt, etwa nach Überanstrengung, Verstauchungen und Zerrungen. Auch juckende, bläschenförmige Hautausschläge zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.
VerstauchungenZerrungenMuskelkaterRückenschmerzen
Zum Mittel-Profil →
Bellis Perennis
Gänseblümchen
Bellis perennis, das Gänseblümchen, wird in der Homöopathie traditionell bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen und Quetschungen eingesetzt, insbesondere im Bereich von Bauch, Becken und Brust sowie nach Operationen.
PrellungenQuetschungenVerstauchungenZerrungen
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Kalium Carbonicum (Pottasche)
Wobei wird Kalium Carbonicum (Pottasche) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Kalium Carbonicum (Pottasche) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Husten, Erkältung, Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen, Ischiasbeschwerden, Erschöpfung, Schlafstörungen, Ödeme, Starkes Schwitzen, Nervosität, Bindehautentzündung. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Kalium Carbonicum (Pottasche)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Kalium Carbonicum (Pottasche) zuordnet: Blässe mit schneller Ermüdbarkeit und starker Schwäche; schwacher Rücken mit Kreuzschmerzen, die bis ins Bein ausstrahlen können; Schwellungen und Ödeme, besonders an den Augenlidern und Beinen; reißende, stechende oder wandernde Schmerzen; Überempfindlichkeit gegen Lärm, Gerüche und Berührungen; häufiges nächtliches Aufwachen.
