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Terebinthina (Terpentin)Terpentin

Terebinthina wird aus Terpentin hergestellt und in der Homöopathie traditionell bei Schleimhautbeschwerden von Blase und Nieren eingesetzt, etwa bei Blasenentzündung mit starkem Brennen beim Wasserlassen.

Botanische Illustration von Terebinthina (Terpentin) (Terpentin) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Terebinthina (Terpentin) – Terpentin: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

BlasenentzündungSchmerzen beim WasserlassenNierenbeschwerdenSchleimhautentzündungenWassereinlagerungenBauchschmerzenKopfschmerzenNasenblutenVerstopfungBlähungenIschias

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Brennen in der Blase und beim Wasserlassen
  • Dunkler Urin mit süßlichem, veilchenartigem Geruch
  • Ziehende Schmerzen in der Nierengegend
  • Kältegefühl in der Gegend des Bauchnabels
  • Rot glänzende Zunge
  • Dumpfe Kopfschmerzen

Terebinthina (bzw. dessen Ausgangsstoff Terpentin) ist normalerweise aus der Malerei bekannt und wird dort zur Verdünnung von Farben benutzt. Kommt es mit der Haut in Berührung, und verbleibt dort für längere Zeit, ruft es ein brennendes Gefühl hervor und führt zu Blasenbildung. Wird es eingeatmet, löst es schnell Niesreiz und Atemnot aus, Mund und Magen werden gereizt, und kann zu Erbrechen und Durchfall kommen.

Terebinthina wird aber auch als Heilmittel in der Homöopathie angewendet. Erst im 19. Jahrhundert wurde Terebinthina als homöopathisches Heilmittel erforscht. Früher setzte man es zur Behandlung von Gonorrhö, vaginalem Ausfluss sowie gegen Blasenbeschwerden ein.

Heutzutage hat es sich besonders bei Schleimhautbeschwerden (von Blase und Nieren), Infektionen bzw. Entzündungen von Harnröhre oder Nieren oder auch bei Blasenentzündung mit starkem Brennen bewährt, wobei die Harnröhre schmerzt, der Urin dunkel ist und süßlich riecht. Im weiteren Verlauf kann es dann zu Schmerzen und Verspannungen im Rücken kommen. Der Patient spürt ein Kälte-Gefühl in der Gegend des Bauchnabels. Außerdem ist Terebinthina geeignet, um Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe) zu behandeln, die als Folge einer Nierenerkrankung aufgetreten sind.

Symptome

  • der Patient leidet an Koliken

  • der Patient hat dumpfe Kopfschmerzen.

  • der Patient meint im Ohr schlägt eine Uhr

  • der Patient hat starkes Nasenbluten

  • der Patient hat ein blasses, eingefallenes Gesicht.

  • der Patient leidet an Verstopfung

  • der Patient hat plötzlich auftretenden Schwindel und eine Verdunkelung der Sicht

  • der Patient hat After-Brennen und Kribbeln (als ob Würmer herauskommen würden)

  • der Patient hat einen schleimigen, wässrigen Stuhlgang

  • der Patient spürt ein Brennen in der Blase

  • der Patient hat trockene (Atemwegs-) Schleimhäute

  • der Patient spürt ein Brennen in der Brust

  • der Urin des Patienten riecht nach Veilchen

  • der Patient hat Probleme beim Urinieren

  • der Patient hat ziehende Schmerzen in der Nieren-Gegend

  • der Patient leidet an einem Bläh-Bauch

  • der Patient hat teilweise Blut und Eiweiß im Urin

  • der Stuhlgang des Patienten ist unregelmäßig

  • der Patient spürt ein Brennen beim Wasserlassen

  • der Patient hat eine rot glänzende Zunge

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Terebinthina

  • Abgeschlagenheit

  • Brechreiz

  • Blähsucht (Blähbauch = übermäßige Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt )

  • Beschwerden der Schleimhäute und der oberen Luftwege

  • Beschwerden an Niere, Blase, Gallenblase und/oder Muskeln

  • Beschwerden des peripheren Nervensystems

  • Harnwegsinfektionen (mit Beteiligung der Nieren )

  • Harngrießabgang

  • Schlafsucht

  • Nieren- und Gallenkoliken

  • Hartnäckiger Ischias

  • Harnwegsinfekte

  • Durchfall

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Kälte

↑ Besserung durch

  • + Wärme
  • + Hitze

Verbesserung bei

  • Wärme

  • Hitze

Verschlimmerung bei

  • Kälte

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Terebinthina (Terpentin) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Terebinthina (Terpentin)

Wobei wird Terebinthina (Terpentin) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Terebinthina (Terpentin) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Blasenentzündung, Blasenbeschwerden, Brennen beim Wasserlassen, Nierenbeschwerden, Schleimhautbeschwerden, Ödeme, Koliken, Kopfschmerzen, Nasenbluten, Verstopfung, Blähbauch, Ischias. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Terebinthina (Terpentin)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Terebinthina (Terpentin) zuordnet: Brennen in der Blase und beim Wasserlassen; Dunkler Urin mit süßlichem, veilchenartigem Geruch; Ziehende Schmerzen in der Nierengegend; Kältegefühl in der Gegend des Bauchnabels; Rot glänzende Zunge; Dumpfe Kopfschmerzen.