Mittelbild & Leitsymptome
- Hellrote Blutungen aus Wunden und Schleimhäuten
- Starker Durst
- Trockener Mund
- Belegte, geschwollene Zunge
Das pflanzliche Homöopathikum Achillea Millefolium wird aus der Gemeinen Schafgarbe gewonnen. Diese Wald-, Feld- und Wiesenpflanze ist überall auf der Welt verbreitet.
Sie verdankt ihre Popularität der Vielfältigkeit, daher auch die zahlreichen Bei-Namen, wie z.B. Allheilkraut, Achilleskraut, Soldatenkraut, Jungfrauenkraut oder Bauchweh-Kraut. Für die Herstellung des Heilmittels Millefolium werden alle Pflanzenteile benutzt, diese müssen in voller Blüte abgezupft werden. Besonders beliebt ist die Verwendung als blutstillendes Mittel (daher auch der Bei-Name Blutstillkraut). Allerdings sind die Wirk-Substanzen der Pflanze so vielfältig, dass ihre Heilkräfte ein sehr viel größeres Spektrum abdeckt. Millefolium hilft u.a. auch bei Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren Bereich, bei Zahn-, Mund- und Kieferbeschwerden und in der Gynäkologie.
Millefolium mindert Zahnschmerzen und Geschwüre am Zahnfleisch, es hilft aber auch bei Beschwerden im Mundraum bei denen die Betroffenen starken Durst, einen trockenen Mund und eine belegte, geschwollene Zunge haben. In der Frauenheilkunde wird es gegen Weißfluß angewandt, es hat außerdem eine krampflösende Wirkung und ist daher auch bei Menstruationsbeschwerden und schmerzhafter Regelblutung hilfreich. Bei männlichen Patienten hat Millefolium einen abschwellenden Einfluss auf geschwollene Geschlechtsorgane wie Penis und/oder Hoden. Das Mittel regt die Spermien-Produktion an, und wirkt dem spontanen Ausfluß von Samen (ohne sexuelle Erregung) entgegen. Auch die Behandlung von Tumoren an den Geschlechtsorganen kann mit Millefolium behandelt werden.
Das homöopathische Mittel Millefolium hilft nicht nur bei Beschwerden im Bereich der Ohren, der Nase und/oder dem Hals, es kann auch bei der Behandlung von Blutungen (Hämorraghien) z.B. Nasenbluten (Epistaxis) hilfreich sein. Bei einer verstopften Nase, bei verstopften Ohren, oder bei einer Luftansammlung im Ohr ist Millefolium ebenso ein wirksames Medikament. Es kann Geschwüre im Hals ausheilen und wirkt Schmerzen in diesem Bereich entgegen. Typisch für diese Krankheitsbilder ist der Bezug zum Kopf mit Symptomen, bei denen es zu heftigen Schmerzen und zu einem starkem Pulsieren der Blutgefäße im Bereich des Kopfes kommt. Der Patient meint das Blut schießt ihm plötzlich in den Kopf.
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Millefolium
Schwindel-Gefühl
Hämorrhoiden,
Nasenbluten
Wunden
hellrote Blutungen (nach Verletzung)
Blutharnen (mit ständigem Harndrang)
Krampfadern in der Schwangerschaft (mit krampfartigen Schmerzen entlang der Venen)
Unterleibsbeschwerden
Fall aus großer Höhe
Menstruationsbeschwerden
Bluthusten
Neigung zu Blutungen
Magenkrämpfe
Blutiger Stuhl
Nierenblutung (mit ständigem Harndrang)
Gebärmutterblutungen - Aktive Blutung
Darmkrämpfe
Blutungen - hellrot / Blut im Stuhl
Innere Verletzungen
Zu starke Menstruations-Blutungen (mit Krämpfen)
Blutungen - hellrot - Blutspucken
Hämorrhoiden / blutende hellrote Schleimhautblutung
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte
- – Druck
↑ Besserung durch
- + Bewegung
Verbesserung bei
- Bewegung
Verschlimmerung bei
Kälte
Druck
Symptome
der Patient blutet hell-rot aus Wunden und Schleimhäuten
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Millefolium (Schafgarbe) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Kreosotum (Buchenholzteer)
Buchenholzteer
Kreosotum (Buchenholzteer) wird in der Homöopathie traditionell bei Juckreiz, Geschwüren und Hautentzündungen eingesetzt. Charakteristisch sind übel riechende, wund machende Absonderungen; bis einschließlich D3 ist das Mittel verschreibungspflichtig.
JuckreizGeschwüreHautentzündungenBlutungen
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Acidum Nitricum
Salpetersäure
Acidum nitricum wird aus Salpetersäure gewonnen. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem Beschwerden an den Übergängen von Haut zu Schleimhaut zu, etwa schmerzhafte Risse und Geschwüre an Mund und After mit scharfen, wundmachenden Absonderungen.
Hautrisse (Rhagaden)AnalfissurenGeschwüreDurchfall
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Acidum Phosphoricum
Phosphorsäure
Acidum phosphoricum wird in der Homöopathie traditionell bei Schwäche- und Erschöpfungszuständen eingesetzt, insbesondere nach Kummer, Liebeskummer oder emotionalem Schock. Homöopathen ordnen dem Mittel eine besondere Beziehung zu Gemüt, Nerven und Wirbelsäule zu.
ErschöpfungSchwächezuständeBeschwerden nach KummerLiebeskummer
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Aconitum Napellus
Blauer Eisenhut
Aconitum napellus, der Blaue Eisenhut, wird in der Homöopathie traditionell bei plötzlich und heftig einsetzenden Beschwerden eingesetzt — etwa im Anfangsstadium von Erkältungen und Fieber sowie bei Angst- und Unruhezuständen.
ErkältungenFieberGrippale InfekteTrockener Husten
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Millefolium (Schafgarbe)
Wobei wird Millefolium (Schafgarbe) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Millefolium (Schafgarbe) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Blutungen, Zahnschmerzen, Zahnfleischgeschwüre, Mundbeschwerden, Hals-Nasen-Ohren-Beschwerden, Weißfluss, Menstruationsbeschwerden. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Millefolium (Schafgarbe)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Millefolium (Schafgarbe) zuordnet: Hellrote Blutungen aus Wunden und Schleimhäuten; Starker Durst; Trockener Mund; Belegte, geschwollene Zunge.
