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Millefolium (Schafgarbe)Schafgarbe

Millefolium wird aus der Gemeinen Schafgarbe gewonnen und in der Homöopathie traditionell als blutstillendes Mittel eingesetzt. Weitere traditionelle Anwendungsgebiete sind Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, Zahn- und Mundbeschwerden sowie Themen der Frauenheilkunde.

Botanische Illustration von Millefolium (Schafgarbe) (Schafgarbe) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Millefolium (Schafgarbe) – Schafgarbe: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

BlutungsneigungZahnschmerzenZahnfleischentzündungMundschleimhautentzündungHNO-BeschwerdenAusflussMenstruationsbeschwerden

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Hellrote Blutungen aus Wunden und Schleimhäuten
  • Starker Durst
  • Trockener Mund
  • Belegte, geschwollene Zunge

Das pflanzliche Homöopathikum Achillea Millefolium wird aus der Gemeinen Schafgarbe gewonnen. Diese Wald-, Feld- und Wiesenpflanze ist überall auf der Welt verbreitet.

Sie verdankt ihre Popularität der Vielfältigkeit, daher auch die zahlreichen Bei-Namen, wie z.B. Allheilkraut, Achilleskraut, Soldatenkraut, Jungfrauenkraut oder Bauchweh-Kraut. Für die Herstellung des Heilmittels Millefolium werden alle Pflanzenteile benutzt, diese müssen in voller Blüte abgezupft werden. Besonders beliebt ist die Verwendung als blutstillendes Mittel (daher auch der Bei-Name Blutstillkraut). Allerdings sind die Wirk-Substanzen der Pflanze so vielfältig, dass ihre Heilkräfte ein sehr viel größeres Spektrum abdeckt. Millefolium hilft u.a. auch bei Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren Bereich, bei Zahn-, Mund- und Kieferbeschwerden und in der Gynäkologie.

Millefolium mindert Zahnschmerzen und Geschwüre am Zahnfleisch, es hilft aber auch bei Beschwerden im Mundraum bei denen die Betroffenen starken Durst, einen trockenen Mund und eine belegte, geschwollene Zunge haben. In der Frauenheilkunde wird es gegen Weißfluß angewandt, es hat außerdem eine krampflösende Wirkung und ist daher auch bei Menstruationsbeschwerden und schmerzhafter Regelblutung hilfreich. Bei männlichen Patienten hat Millefolium einen abschwellenden Einfluss auf geschwollene Geschlechtsorgane wie Penis und/oder Hoden. Das Mittel regt die Spermien-Produktion an, und wirkt dem spontanen Ausfluß von Samen (ohne sexuelle Erregung) entgegen. Auch die Behandlung von Tumoren an den Geschlechtsorganen kann mit Millefolium behandelt werden.

Das homöopathische Mittel Millefolium hilft nicht nur bei Beschwerden im Bereich der Ohren, der Nase und/oder dem Hals, es kann auch bei der Behandlung von Blutungen (Hämorraghien) z.B. Nasenbluten (Epistaxis) hilfreich sein. Bei einer verstopften Nase, bei verstopften Ohren, oder bei einer Luftansammlung im Ohr ist Millefolium ebenso ein wirksames Medikament. Es kann Geschwüre im Hals ausheilen und wirkt Schmerzen in diesem Bereich entgegen. Typisch für diese Krankheitsbilder ist der Bezug zum Kopf mit Symptomen, bei denen es zu heftigen Schmerzen und zu einem starkem Pulsieren der Blutgefäße im Bereich des Kopfes kommt. Der Patient meint das Blut schießt ihm plötzlich in den Kopf.

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Millefolium

  • Schwindel-Gefühl

  • Hämorrhoiden,

  • Nasenbluten

  • Wunden

  • hellrote Blutungen (nach Verletzung)

  • Blutharnen (mit ständigem Harndrang)

  • Krampfadern in der Schwangerschaft (mit krampfartigen Schmerzen entlang der Venen)

  • Unterleibsbeschwerden

  • Fall aus großer Höhe

  • Menstruationsbeschwerden

  • Bluthusten

  • Neigung zu Blutungen

  • Magenkrämpfe

  • Blutiger Stuhl

  • Nierenblutung (mit ständigem Harndrang)

  • Gebärmutterblutungen - Aktive Blutung

  • Darmkrämpfe

  • Blutungen - hellrot / Blut im Stuhl

  • Innere Verletzungen

  • Zu starke Menstruations-Blutungen (mit Krämpfen)

  • Blutungen - hellrot - Blutspucken

  • Hämorrhoiden / blutende hellrote Schleimhautblutung

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Kälte
  • Druck

↑ Besserung durch

  • + Bewegung

Verbesserung bei

  • Bewegung

Verschlimmerung bei

  • Kälte

  • Druck

  • Symptome

  • der Patient blutet hell-rot aus Wunden und Schleimhäuten

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Millefolium (Schafgarbe) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Millefolium (Schafgarbe)

Wobei wird Millefolium (Schafgarbe) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Millefolium (Schafgarbe) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Blutungen, Zahnschmerzen, Zahnfleischgeschwüre, Mundbeschwerden, Hals-Nasen-Ohren-Beschwerden, Weißfluss, Menstruationsbeschwerden. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Millefolium (Schafgarbe)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Millefolium (Schafgarbe) zuordnet: Hellrote Blutungen aus Wunden und Schleimhäuten; Starker Durst; Trockener Mund; Belegte, geschwollene Zunge.