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Kreosotum (Buchenholzteer)Buchenholzteer

Kreosotum (Buchenholzteer) wird in der Homöopathie traditionell bei Juckreiz, Geschwüren und Hautentzündungen eingesetzt. Charakteristisch sind übel riechende, wund machende Absonderungen; bis einschließlich D3 ist das Mittel verschreibungspflichtig.

Botanische Illustration von Kreosotum (Buchenholzteer) (Buchenholzteer) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Kreosotum (Buchenholzteer) – Buchenholzteer: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

JuckreizGeschwüreHautproblemeBlutungsneigungAppetitlosigkeitBettnässenReizblaseMenstruationsbeschwerdenBronchitisÜbel riechende Absonderungen

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Übel riechende körperliche Absonderungen
  • Brennende, juckende, wund machende Ausscheidungen
  • Schwarz gefärbte Zähne
  • Plötzlicher starker Harndrang, Einnässen im Tiefschlaf
  • Zu starke, zu frühe oder zu lange Periode
  • Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust

Das homöopathische Heilmittel Kreosotum wird gegen Juckreiz, Geschwüre und Hautentzündungen angewandt.

Das eher seltener verwendete Mittel wird im Volksmund auch Buchenholzteer genannt. Besonders typisch für Kreosotum ist ein übel riechender Geruch von allen körperlichen Absonderungen.

Häufig verwendete Potenzen von Kreosotum sind D4 bis D12.

Achtung! Bis einschliesslich D3 ist Kreosotum verschreibungspflichtig!

Symptome

  • der Patient leidet unter Blutungen

  • der Patient leidet an Geschwüren

  • der Patient leidet unter schwarz gefärbten Zähnen

  • der Patient leidet unter Appetitlosigkeit (und mit Gewichtsverlust)

  • der Patient verspürt ein Pulsieren am ganzen Körper

  • der Patient macht im Tiefschlaf ins Bett

  • der Patient leidet an plötzlichem starken Harndrang

  • die Patientin leidet an einer zu starken Periode (die manchmal zu früh oder zu lang sein kann)

  • der Patient leidet an brennenden, juckenden, scharfen und wund machenden Ausscheidungen und/oder Absonderungen die übel riechen

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Kreosotum

  • Appetitlosigkeit

  • Sehr lange Perioden-Blutung

  • Ausfluß (juckend, wässrig, schmierig und blutig)

  • Diabetisches Gangrän (Absterben einzelner Glieder - feucht empfindungslos)

  • Diabetes

  • Gebärmutterblutungen (nach den Wechseljahren)

  • Nasentuberkulose

  • Blutungen

  • Zahnschmerzen (bei Karies) besonders an den Milchzähnen

  • Geschwüre

  • Regelblutung mit schleimigen Erbrechen

  • Scheidenentzündung

  • Zahnfleisch-Entzündung (mit Schmerzen und Unruhe)

  • Bronchitis

  • Weißfluß

  • Bettnässen

  • Schwangerschaftserbrechen

  • Nykturie (vermehrtes, nächtliches Wasserlassen)

  • Baby - schmerzhaftes Zahnen

  • Abmagerung

  • Krampfhusten / Reizhusten

  • Pruritus (Juckreiz)

  • Dekubitus (eitrig brandiges Wundliegen, oft chronisch)

  • Nächtlicher Harndrang

  • Hämorrhoiden

  • Fluor Albus (vermehrte Sekretion aus der Scheidenvorhof-Drüse)

  • Kachexie (krankhafte, sehr starke Abmagerung)

  • Schwangerschaftsübelkeit

  • Zahnkaries bei Kindern (degenerativ und vererblich)

  • Menstruationsbeschwerden

  • Furunkel

  • Menorrhagie (verlängerte Monatsblutungsdauer 7 – 14 Tage)

  • Gebärmutterhalsentzündung / Krebs

  • Husten / Kitzelhusten

  • Hautentzündungen

  • Bluthusten (bei Lungenkrebs)

  • Häufiges nächtliches Bettnässen

  • Durchblutungsstörungen

  • Beingeschwüre (mit schmerzhaften Wundrändern)

  • Ekzeme und Furunkel

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Nach der Periode
  • Kälte
  • Ruhe

↑ Besserung durch

  • + Wärme
  • + Bewegung

Verbesserung bei

  • Wärme

  • Bewegung

Verschlimmerung bei

  • Nach der Periode

  • Kälte

  • Ruhe

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Kreosotum (Buchenholzteer) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Kreosotum (Buchenholzteer)

Wobei wird Kreosotum (Buchenholzteer) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Kreosotum (Buchenholzteer) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Juckreiz, Geschwüre, Hautentzündungen, Blutungen, Appetitlosigkeit, Bettnässen, Starker Harndrang, Menstruationsbeschwerden, Bronchitis, Übel riechende Absonderungen. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Welche Potenzen von Kreosotum (Buchenholzteer) sind üblich?

Für Kreosotum (Buchenholzteer) werden in der Praxis häufig die Potenzen D4, D12 verwendet. Zur Selbstanwendung greifen Anwender traditionell zu niedrigen Potenzen (D6–D12); Hochpotenzen gelten als Sache erfahrener Homöopathen.

Was ist das typische Mittelbild von Kreosotum (Buchenholzteer)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Kreosotum (Buchenholzteer) zuordnet: Übel riechende körperliche Absonderungen; Brennende, juckende, wund machende Ausscheidungen; Schwarz gefärbte Zähne; Plötzlicher starker Harndrang, Einnässen im Tiefschlaf; Zu starke, zu frühe oder zu lange Periode; Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust.