Mittelbild & Leitsymptome
- Übel riechende körperliche Absonderungen
- Brennende, juckende, wund machende Ausscheidungen
- Schwarz gefärbte Zähne
- Plötzlicher starker Harndrang, Einnässen im Tiefschlaf
- Zu starke, zu frühe oder zu lange Periode
- Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust
Das homöopathische Heilmittel Kreosotum wird gegen Juckreiz, Geschwüre und Hautentzündungen angewandt.
Das eher seltener verwendete Mittel wird im Volksmund auch Buchenholzteer genannt. Besonders typisch für Kreosotum ist ein übel riechender Geruch von allen körperlichen Absonderungen.
Häufig verwendete Potenzen von Kreosotum sind D4 bis D12.
Achtung! Bis einschliesslich D3 ist Kreosotum verschreibungspflichtig!
Symptome
der Patient leidet unter Blutungen
der Patient leidet an Geschwüren
der Patient leidet unter schwarz gefärbten Zähnen
der Patient leidet unter Appetitlosigkeit (und mit Gewichtsverlust)
der Patient verspürt ein Pulsieren am ganzen Körper
der Patient macht im Tiefschlaf ins Bett
der Patient leidet an plötzlichem starken Harndrang
die Patientin leidet an einer zu starken Periode (die manchmal zu früh oder zu lang sein kann)
der Patient leidet an brennenden, juckenden, scharfen und wund machenden Ausscheidungen und/oder Absonderungen die übel riechen
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Kreosotum
Appetitlosigkeit
Sehr lange Perioden-Blutung
Ausfluß (juckend, wässrig, schmierig und blutig)
Diabetisches Gangrän (Absterben einzelner Glieder - feucht empfindungslos)
Diabetes
Gebärmutterblutungen (nach den Wechseljahren)
Nasentuberkulose
Blutungen
Zahnschmerzen (bei Karies) besonders an den Milchzähnen
Geschwüre
Regelblutung mit schleimigen Erbrechen
Scheidenentzündung
Zahnfleisch-Entzündung (mit Schmerzen und Unruhe)
Bronchitis
Weißfluß
Bettnässen
Schwangerschaftserbrechen
Nykturie (vermehrtes, nächtliches Wasserlassen)
Baby - schmerzhaftes Zahnen
Abmagerung
Krampfhusten / Reizhusten
Pruritus (Juckreiz)
Dekubitus (eitrig brandiges Wundliegen, oft chronisch)
Nächtlicher Harndrang
Hämorrhoiden
Fluor Albus (vermehrte Sekretion aus der Scheidenvorhof-Drüse)
Kachexie (krankhafte, sehr starke Abmagerung)
Schwangerschaftsübelkeit
Zahnkaries bei Kindern (degenerativ und vererblich)
Menstruationsbeschwerden
Furunkel
Menorrhagie (verlängerte Monatsblutungsdauer 7 – 14 Tage)
Gebärmutterhalsentzündung / Krebs
Husten / Kitzelhusten
Hautentzündungen
Bluthusten (bei Lungenkrebs)
Häufiges nächtliches Bettnässen
Durchblutungsstörungen
Beingeschwüre (mit schmerzhaften Wundrändern)
Ekzeme und Furunkel
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Nach der Periode
- – Kälte
- – Ruhe
↑ Besserung durch
- + Wärme
- + Bewegung
Verbesserung bei
Wärme
Bewegung
Verschlimmerung bei
Nach der Periode
Kälte
Ruhe
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Kreosotum (Buchenholzteer) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Hepar Sulfuris
Kalkschwefelleber
Hepar Sulfuris (Kalkschwefelleber) wird aus Calciumsulfid hergestellt. Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind eitrige Hautentzündungen, Abszesse und Akne sowie Hals- und Ohrenschmerzen und Nasennebenhöhlenentzündungen.
AbszesseAkneHautentzündungenFurunkel
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Abrotanum
Eberraute
Abrotanum wird aus der Eberraute hergestellt, einer Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler. In der Homöopathie ist es ein traditionelles Mittel bei Abmagerung trotz großen Appetits, Schwäche und geschwollenen Lymphknoten.
AppetitlosigkeitAbmagerungSchwächeLymphknotenschwellungen
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Acidum Nitricum
Salpetersäure
Acidum nitricum wird aus Salpetersäure gewonnen. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem Beschwerden an den Übergängen von Haut zu Schleimhaut zu, etwa schmerzhafte Risse und Geschwüre an Mund und After mit scharfen, wundmachenden Absonderungen.
Hautrisse (Rhagaden)AnalfissurenGeschwüreDurchfall
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Alumina (Aluminiumoxid)
Tonerde
Alumina basiert auf Tonerde (Aluminiumoxid). Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind Verstopfung, ausgeprägte Trockenheit von Haut und Schleimhäuten sowie Beschwerden beim Wasserlassen.
VerstopfungHarnwegsbeschwerdenTrockene HautJuckreiz
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Kreosotum (Buchenholzteer)
Wobei wird Kreosotum (Buchenholzteer) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Kreosotum (Buchenholzteer) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Juckreiz, Geschwüre, Hautentzündungen, Blutungen, Appetitlosigkeit, Bettnässen, Starker Harndrang, Menstruationsbeschwerden, Bronchitis, Übel riechende Absonderungen. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Welche Potenzen von Kreosotum (Buchenholzteer) sind üblich?
Für Kreosotum (Buchenholzteer) werden in der Praxis häufig die Potenzen D4, D12 verwendet. Zur Selbstanwendung greifen Anwender traditionell zu niedrigen Potenzen (D6–D12); Hochpotenzen gelten als Sache erfahrener Homöopathen.
Was ist das typische Mittelbild von Kreosotum (Buchenholzteer)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Kreosotum (Buchenholzteer) zuordnet: Übel riechende körperliche Absonderungen; Brennende, juckende, wund machende Ausscheidungen; Schwarz gefärbte Zähne; Plötzlicher starker Harndrang, Einnässen im Tiefschlaf; Zu starke, zu frühe oder zu lange Periode; Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust.
