Mittelbild & Leitsymptome
- Übelkeit und Erbrechen
- Enge in der Brust mit erschwerter Ausatmung
- Ausgeprägte Kurzatmigkeit, Atembeschwerden bei Anstrengung und Husten
- Blasses oder bläuliches Erscheinungsbild
- Kühler Schweiß
- Reizzustände des Vagusnervs
Lobelia Inflata wird aus der indianischen Tabak-Pflanze gewonnen und wird in der Homöopathie eher selten angewandt.
Das weniger oft verwendete homöopathische Heilmittel wird gegen Asthma, Reizhusten und Magenkrämpfe eingesetzt, und wird umgangssprachlich auch als Lobelie bezeichnet.
Menschen, für die Lobelia Inflata besonders gut geeignet ist sind häufig blass, bläulich und kurzatmig. Typisch für Lobelia inflata Globuli sind Reizzustände des Vagus-Nerves (der an der Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organe beteiligt ist). Häufig verwendete Potenzen von sind D4 bis d12, Achtung: bis einschließlich D3 ist Lobelia inflata verschreibungspflichtig!
Symptome
der Patient hat Probleme durch Übelkeit und Erbrechen
der Patient hat einen Kollaps
der Patient leidet an einer Verengung in den Bronchien (mit Übelkeit )
der Patient spürt eine Enge in der Brust
der Patient hat eine erschwerte Ausatmung
der Patient leidet unter Atembeschwerden bei Anstrengungen und Husten
der Patient ist sehr kurzatmig
der Patient leidet an Übelkeit aufgrund von angestrengtem Atmen
der Patient hat ein blasses oder bläuliches Erscheinungsbild
der Patient sondert kühlen Schweiß ab
die Patientin leidet unter Schwangerschafts-Erbrechen
der Patient hat Angstgefühle und Furcht
es treten Reizzustände des Vagus-Nerves auf (der zehnte Gehirn-Nerv, der größte Nerv des Parasympathikus)
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Lobelia Inflata
Atemnot
Bronchialasthma / Asthma bronchiale
Beschwerden mit dem Atemzentrum
große Übelkeit mit Erbrechen
Kurzatmigkeit
Magenkrämpfe
Schweissausbrüche / Schwitzen
Übelkeit
Trockener Reiz-Husten
Enge-Gefühl in der Brust (mit Atemnot)
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte
- – Am Morgen
↑ Besserung durch
- + Ein Schluck Wasser
Verbesserung bei
- dem Trinken von einem Schluck Wasser
Verschlimmerung bei
Kälte
am Morgen
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Lobelia Inflata (indianischer Tabak) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Iris Versicolor (Verschiedenfarbige Schwertlilie)
Verschiedenfarbige Schwertlilie
Iris versicolor, die Verschiedenfarbige (Schillernde) Schwertlilie aus Nordamerika, wird in der Homöopathie traditionell bei Migräne mit Sehstörungen sowie bei sauren Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen und Erbrechen eingesetzt.
MigräneKopfschmerzenSodbrennenMagenbeschwerden
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Cocculus
Kockelskörner
Cocculus, gewonnen aus den Kockelskörnern der Indischen Scheinmyrte, wird in der Homöopathie traditionell bei Reisekrankheit mit Übelkeit und Schwindel sowie bei Erschöpfung durch Schlafmangel eingesetzt, etwa bei Jetlag oder nach durchwachten Nächten.
ReisekrankheitÜbelkeitSchwindelSchlafstörungen
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Tabacum (Tabak)
Tabak
Tabacum wird aus der Tabakpflanze gewonnen und in der Homöopathie traditionell bei starker Übelkeit mit Schwindel, kaltem Schweiß und Kreislaufschwäche eingesetzt – Beschwerden, wie sie auch bei einer Nikotinvergiftung auftreten.
ÜbelkeitErbrechenSchwindelReiseübelkeit
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Antimonium tartaricum
Brechweinstein
Antimonium tartaricum, der Brechweinstein, ist ein Antimon-Kalium-Salz und wird nur potenziert verwendet. Die Materia medica ordnet dem Mittel den verschleimten, grob rasselnden Husten mit spärlichem Auswurf sowie Übelkeit mit auffallender Schläfrigkeit zu.
Verschleimter HustenRasselnder HustenBronchialkatarrhÜbelkeit
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Lobelia Inflata (indianischer Tabak)
Wobei wird Lobelia Inflata (indianischer Tabak) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Lobelia Inflata (indianischer Tabak) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Asthma, Reizhusten, Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden, Schwangerschaftserbrechen, Nikotinentwöhnung, Angstgefühle. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Welche Potenzen von Lobelia Inflata (indianischer Tabak) sind üblich?
Für Lobelia Inflata (indianischer Tabak) werden in der Praxis häufig die Potenzen D4, D12 verwendet. Zur Selbstanwendung greifen Anwender traditionell zu niedrigen Potenzen (D6–D12); Hochpotenzen gelten als Sache erfahrener Homöopathen.
Was ist das typische Mittelbild von Lobelia Inflata (indianischer Tabak)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Lobelia Inflata (indianischer Tabak) zuordnet: Übelkeit und Erbrechen; Enge in der Brust mit erschwerter Ausatmung; Ausgeprägte Kurzatmigkeit, Atembeschwerden bei Anstrengung und Husten; Blasses oder bläuliches Erscheinungsbild; Kühler Schweiß; Reizzustände des Vagusnervs.
