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Barium carbonicumBariumcarbonat

Barium carbonicum wird aus Bariumcarbonat (Witherit) gewonnen. In der Homöopathie wird es traditionell bei wiederkehrenden Mandelentzündungen, geschwollenen Lymphknoten und Erkältungsneigung sowie bei verzögerter Entwicklung von Kindern eingesetzt.

Mineralogische Illustration von Barium carbonicum (Bariumcarbonat) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Barium carbonicum – Bariumcarbonat: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

MandelentzündungLymphknotenschwellungenInfektanfälligkeitGedächtnisschwächeSchwerhörigkeitHaarausfallÜbermäßiges SchwitzenDurchblutungsstörungenEntwicklungsverzögerung

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht Juni 2022 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Wiederkehrende Mandelentzündungen mit verhärteten Lymphdrüsen
  • Vergrößerte Mandeln mit Atem- und Hörproblemen
  • Kälteempfindlichkeit und Neigung zu Erkältungen
  • Früher Haarausfall und früh einsetzende Schwerhörigkeit
  • Übelriechender Fußschweiß und kalte Füße
  • Mangel an Selbstvertrauen und Unentschlossenheit

Beim Ausgangsstoff von Barium carbonicum handelt es sich um Bariumcarbonat (Witherit), das Salz des Bariums.

Für die Mittelwahl wichtige Symptome

Während sich die Wahl des richtigen Medikaments in der Schulmedizin an den sogenannten Indikationen orientiert, geht man in der Homöopathie von der Gesamtheit aller körperlichen und psychischen Symptome aus (ganzheitliche Herangehensweise) und wählt das Mittel aus, welches die größte Übereinstimmung mit dem individuellen Beschwerdebild aufzeigt.

Folgende Symptome sind für die Wahl von Barium carbonicum relevant:

Beschwerden entstehen infolge von…

  • Arteriosklerose

  • Mandelentzündung

  • Bluthochdruck

  • verzögerter Entwicklung beim Kind

  • Demenz

Leitsymptome

  • früher Haarausfall

  • wiederholte Mandelentzündungen und verhärtete

  • Lymphdrüsen

  • Schwellung der Lymphknoten

  • Kälteempfindlichkeit und Neigung zu Erkältungen

  • Vergesslichkeit

  • Arteriosklerose

  • Schwerhörigkeit

  • Grauer Star

  • übelriechender Fußschweiß

  • kalte Füße

  • früh einsetzende Schwerhörigkeit

  • Verhärtung der Drüsen im Leistenbereich

  • vergrößerte Mandeln mit Atem- und Hörproblemen

  • geöffneter Mund, heraushängende Zunge und ausgeprägter Speichelfluss

Gemütssymptome

  • Mangel an Selbstvertrauen

  • Unentschlossenheit

  • kann sich nicht behaupten

  • kindisches Verhalten trotz fortgeschrittenem Alter

Der typische Barium carbonicum Patient hat eine geringe Körpergröße und erscheint fast zwergenhaft. Er fühlt sich ständig unsicher, scheu und gilt als introvertiert. Bei Kontakten zu anderen Menschen werden aufgrund einer seelischen Unreife häufig Minderwertigkeitskomplexe geweckt. Der Patient leidet daher unter zahlreichen Ängsten und braucht ständige Bestätigung. Bei vielen Barium carbonicum Patienten kann man die seelische Anspannung anhand von abgekauten Fingernägeln erkennen.

Symptome

  • der Patient hat ein geringes Selbstvertrauen, ist unentschlossen und kann sich nicht behaupten

  • der Patient verhält sich kindisch, obwohl er/sie schon alt ist

  • der Patient leidet an Arteriosklerose, ist schwerhörig und/oder grauen Star

  • der Patient ist vergesslich, weiß nicht mehr, was er/sie sagen wollte

  • der Patient ist Kälte-empfindlich und erkältet sich leicht

  • der Patient hat eine immer wieder Mandel-Entzündungen und/oder verhärtete Lymphdrüsen

  • der Patient hat ein frühes Ausfallen der Haare

  • der Patient hat einen übel riechenden Fußschweiß und kalte Füße

  • der Patient leidet unter einer frühen Schwerhörigkeit

  • der Patient leidet unter einer Schwellungen der Lymphknoten sowie einer Verhärtung der Drüsen im Leistenbereich

  • der Patient hat größere Mandeln als üblich, was zu Atem- und/oder Hörproblemen führt

  • der Patient hat einen geöffneten Mund, eine heraushängende Zunge und heftigen Speichelfluss

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Barium Carbonicum

  • Arteriosklerose

  • Mandelentzündung mit vergrößerten Lymphknoten

  • Prostatahypertrophie (gutartige Prostata-Vergrößerung)

  • Erworbene Missbildungen

  • Schwindel-Gefühl

  • Mandelentzündung (chronisch / ruhig)

  • Blässe

  • Konzentrations-Schwäche

  • Benignes Prostatasyndrom (subjektive Beschwerden z.B. beim Wasserlassen und objektive Veränderungen)

  • Schwindel bei Bluthochdruck (durch Gefäßverkalkung)

  • Alopezia Areata (kreisrunder Haarausfall)

  • Kopfschmerzen

  • Non-Hodgkin-Lymphom (bösartigen Erkrankungen des Lymphatischen Systems)

  • Verstopfung

  • weichen verschiebbare Fettgeschwulst

  • Kopfgrind

  • Haarausfall

  • Mittelohrentzündung

  • Verzögerter Kindesentwicklung / Entwicklungsverzögerung

  • Impfschaden nach Scharlach Impfung (dazu geschwollene Lymphdrüsen)

  • Phobien

  • Morbus Hodgkin (Krebserkrankung die meist zuerst die Lymphknoten im Hals-Nacken-Bereich befällt)

  • Zittern der Glieder

  • Demenz

  • Prostatabeschwerden / Vergrößerung der Prostata

  • Lymphom (Lymphknotenvergrößerungen bzw. Lymphknotenschwellungen)

  • Asthma

  • Lymphogranulomatose (eine Form des Lymphknoten-Krebses)

  • Erkältung

  • Angst morgens beim Aufwachen

  • Kälteempfindlichkeit

  • Kreislaufschwäche

  • Schlaganfall-Folgen (z.B. Lähmungen)

  • Herzrasen

  • starke Hypertonie (Bluthochdruck)

  • zu Langsamer Herzschlag

  • Gefäßverkalkung

  • Herzkrämpfe

  • Schlaflosigkeit

  • Mandelentzündung (chronisch)

  • anfängliche Ohrspeicheldrüsen-Entzündung

  • Geistige Retardierung (zeitliche Verzögerung eines Ablaufes)

  • Angina

  • Herzklopfen

  • Vorzeitige Senilität

  • Hirnleistungs-Schwäche

  • Entwicklungs-Störungen (bei Kindern)

  • Vergesslichkeit

  • Kalte Füße (dazu wunde Zehen)

  • Gedächtnisschwäche / Senile Verwirrung

  • Nägel-Kauen

  • Ohren-Laufen

  • zu Hoher Blutdruck (bei blassen Menschen)

  • Verhärtete Drüsen

  • Altersbeschwerden

  • Mandelschwellung

  • Prostataadenom (benigne Prostatahyperplasie = gutartige Prostata-Vergrößerung)

  • Herzschwäche

  • Lidrand-Entzündung

  • Kopf-Ekzem

  • Altersdiabetes

  • Herzkrämpfe / Beinkrämpfe

  • Malignes Lymphom (Lymphdrüsenkrebs)

  • Sauerstoffmangel im Gehirn

  • verlangsamter Puls durch Herzgefäß-Verkalkung

  • Wachstums-Verzögerung

  • Lymphknoten-Schwellung

  • Menschenscheue

  • Lymphknoten-Krebs

  • Naivität

  • Hodgkin-Lymphom (bösartiger Tumor des Lymphsystems)

  • Prostatahyperplasie (gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse)

  • Myocard-Schwäche (Mattigkeit der Muskelzellen)

  • Herzrhythmus-Störungen

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Winter
  • Kälte
  • kalte Luft

↑ Besserung durch

  • + Bewegung und Gehen im Freien

Beschwerden verschlimmern sich durch…

  • Winter

  • Kälte

  • kalte Luft

Beschwerden bessern sich durch…

  • Bewegung im Freien (Gehen, Spaziergang)

Verbesserung bei

  • Bewegung bzw. Gehen im Freien

Verschlimmerung bei

  • Winter

  • Kälte bzw. kalte Luft

Substanz & Hintergrund

Weiterführende Informationen zu Barium carbonicum

Barium carbonicum oder Bariumcarbonat ist ein Salz des Bariums, welches natürlicherweise in Witherit vorkommt. Für den Menschen ist Barium hochgiftig und ruft beim Verschlucken Übelkeit und Erbrechen hervor. Das homöopathische Mittel Barium carbonicum ist jedoch so stark verdünnt, dass keine giftige Wirkung befürchtet werden muss. Es wird bei kindlichen Entwicklungsverzögerungen sowie bei vorzeitiger Alterung, die mit Schwäche und Vergesslichkeit einhergeht, angewendet. Da die Wirkung nur langsam eintritt, sollte Barium carbonicum über mehrere Wochen, in manchen Fällen sogar über mehrere Monate eingenommen werden.

Das Mineralsalz Bariumcarbonat gehört zur Kategorie der Leichtmetalle, und ist auch unter der Bezeichnung Schwererde bzw. Witherit bekannt.

Es kann gegen Entwicklungsverzögerungen und frühes Altern angewandt werden, wenn z.B. ältere Menschen vorzeitig schwach und vergesslich werden. Dabei ist zu beachten, dass Barium carbonicum nur sehr langsam wirkt und daher lange (meistens über Wochen oder sogar Monate) eingenommen werden Muss. Das homöopathische Heilmittel Barium Carbonicum passt besonders gut zu Kindern, die nur sehr langsam wachsen bzw. die in Ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung zurückgeblieben sind. Anzeichen für eine solche Verzögerung können zum Beispiel die folgenden Dinge sein:

  • Kleinkinder können erst spät krabbeln

  • Kinder können erst später laufen als andere

  • Kinder im gleichen Alter

  • Kind bekommt seine Zähne erst sehr spät das betroffene

  • Kind ist geistig und emotional noch nicht so weit entwickelt ist, wie gleich-alte Kinder

Auffällig ist auch, wenn Kinder plötzlich wieder das Verhalten von Babys annehmen, wenn sie z.B. wieder getragen oder gefüttert werden wollen oder plötzlich wieder eine Windel benötigen, obwohl sie zuvor schon lange Zeit trocken waren. Häufig haben diese Kinder auch Probleme in der Schule. Sie benötigen sehr viel Zeit zur Erledigung Ihrer Aufgaben, können sich nur sehr schwer konzentrieren und sind dazu ziemlich vergesslich.

Barium Carbonicum ist außerdem gut für Menschen geeignet, die zu früh altern, für ältere Menschen und die mit den Jahren wieder ein kindliches Verhalten annehmen. Die betroffenen Personen können dann auf einmal selbst einfachste Dinge nicht mehr selbst erledigen. Meistens sind diese Personen auch sehr Kälte-empfindlich, haben häufig mit einer Mandelentzündungen zu kämpfen und fangen sich schnell mal eine Erkältung ein. Typischerweise neigen sie oft zu Übergewicht. Auch für scheue Menschen, die sehr schüchtern sind, ein zu geringes Selbstvertrauen aufweisen ist Bariumcarbonat ein hilfreiches Mittel. Diese Personen haben oft Angst vor Fremden und meiden daher unbekannte Umgebungen.

Die Betroffenen haben häufig mit diversen Ängsten zu kämpfen. Sie sind so unsicher, dass sie sich ständig und oft grundlos entschuldigen. Auch das Nägelkauen ist ein typisches Merkmal. Diese starke Schüchternheit äußert sich beispielsweise bei Kinder darin, dass sie sich hinter ihren Eltern verstecken. Besonders schlimm ist die Schüchternheit, wenn der/die Betroffene mit Fremden zu tun hat oder wenn diese einfach nur anwesend sind. Ebenso in Situationen die den Betroffenen noch neu und unbekannt sind. Diese Persönlichkeiten scheuen sich extrem vor Veränderungen und bevorzugen es, alles so zu belassen, wie sie es kennen. Zu ihren Bezugspersonen haben diese Menschen ein äußerst starkes Anlehnungs-Bedürfnis.

Ein weiteres Kennzeichen ist, wenn die betroffenen Personen nicht in der Lage sind, sich für bestimmte Dinge zu entscheiden, sie weisen eine starke Unentschlossenheit auf. Eine Verschlimmerung der Beschwerden erfolgt oft, wenn sich die betroffene Person in Gesellschaft befindet oder wenn Sie Kälte ausgesetzt ist. Eine Verbesserung erfolgt durch Einhüllen und Wärme.

Menschen, die Barium Carbonicum brauchen, haben häufig ein verstärktes Verlangen nach Eiern (in jeglicher Form) und Süßigkeiten. Obst hingegen mögen sie gar nicht gerne. Barium Carbonicum ist tendenziell ein konstitutionelles Mittel, das bei Personen verabreicht wird, die ihr Leben gerade erst beginnen oder deren Leben kurz vor dem Ende ist. Die häufigsten Einsatzgebiete hat das Heilmittel im Bereich Gefäße, Herz und Drüsen.

ACHTUNG: Die Wirkung des Barium Carbonicum tritt nur langsam ein. Deshalb wird das Mittel üblicherweise über mehrere Wochen oder sogar Monate lang angewandt.

Demenz Das homöopathische Heilmittel hat sich bei älteren Menschen bewährt, die sich zunehmend kindisch verhalten. Oft sind sie misstrauisch und/oder unentschlossen. Sie bewegen sich nur verlangsamt, sind ängstlich und haben auch ein langsames Auffassungsvermögen. Sie werden zunehmend schwächer und verwirrter, haben Arteriosklerose mit einem zu hohen Blutdruck, dazu Schwindel-Gefühle und eine Neigung hinzufallen. Meistens sind die betroffenen Personen kräftig und haben viel Appetit. Eine Verschlimmerung erfolgt durch Kälte und/oder durch kühle Luft. Eine Verbesserung tritt durch Bewegung bzw. Gehen im Freien ein

Hoher Blutdruck (bei blassen Menschen) Betroffener ist vorzeitig gealtert und klagt über Arteriosklerose, hat ein schlechtes Gedächtnis, Kopfschmerzen und kann sich schlecht erinnern. Er verhält sich kindisch, hat verlangsamte und verhärtete Körperfunktionen. Betroffener ist schüchtern und verträgt keine Kälte.

Blässe der Patient altert vorzeitig und/oder leidet an Arteriosklerose, Gedächtnisverlust, Schwindel-Gefühlen und/oder Kopfschmerzen, die Betroffenen wirken oft kindisch, haben verlangsamte Körperfunktionen, sind schüchtern, und auch Kälte-empfindlich

Senile Verwirrung der Patient leidet an Demenz, Verwirrung bzw. Vertrauens-Verlust der Mitmenschen, er/sie kann sich nichts merken und/oder verhält sich kindisch

starker Bluthochdruck der Patient hat Herzklopfen, dazu einen harten schlagenden Puls Eine Verschlechterung tritt beim Liegen auf der linken Seite ein

Mandelentzündung – vergrößerte Lymphknoten der Patient leidet ständig unter vergrößerten Mandeln, dazu kommen stechende Schmerzen beim Schlucken, eine Erkältung führt typischerweise immer zu einer Mandelentzündung

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Barium carbonicum – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Barium carbonicum

Wobei wird Barium carbonicum in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Barium carbonicum vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Mandelentzündung, Lymphknotenschwellung, Erkältungsneigung, Vergesslichkeit, Schwerhörigkeit, Haarausfall, Fußschweiß, Kalte Füße, Entwicklungsverzögerung bei Kindern. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Barium carbonicum?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Barium carbonicum zuordnet: Wiederkehrende Mandelentzündungen mit verhärteten Lymphdrüsen; Vergrößerte Mandeln mit Atem- und Hörproblemen; Kälteempfindlichkeit und Neigung zu Erkältungen; Früher Haarausfall und früh einsetzende Schwerhörigkeit; Übelriechender Fußschweiß und kalte Füße; Mangel an Selbstvertrauen und Unentschlossenheit.