Mittelbild & Leitsymptome
- Rheumatisch geprägte Schmerzen, auch an Kopf und Gesicht
- Neuralgien der linken Kopf- und Gesichtshälfte
- Steifheit einer Rückenseite vom Hals bis zum Kreuz
- Vergesslichkeit, besonders bei Namen
- Traurige, niedergeschlagene Stimmung mit Abneigung gegen Arbeit
- Viel Durst und Abneigung gegen Milch
Guajak ist ein Baum aus der Familie der Jochblatt-Gewächse. Dazu gehören sechs bis acht Baum-Arten die ursprünglich im tropischen und subtropischen Amerika beheimatet sind. Einige dieser Bäume liefern das für die Homöopathie verwendete Guajak-Harz.
Guajacum-Patienten sind in der Regel recht unflexibel und neigen dazu, andere Menschen zu kritisieren, wenn diese eine andere Lebens-Vorstellung haben als sie selbst. Es umgibt sie eine gewisse Arroganz, sie reagieren trotzig und gereizt auf Widersprüche und verbringen Ihre Zeit immer häufiger alleine. Mit der zeit werden sie apathisch, ängstlich, schreckhaft und vergesslich. Sie sprechen nur noch sehr langsam (wenn überhaupt) und starren in ihrem Zimmer vor sich hin.
Guajacum-Kinder haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Sie haben häufig Angst und sehen meistens älter aus als sie tatsächlich sind. Sie magern immer mehr ab und sind müde, weil sie nur noch lethargisch herumzusitzen. Außerdem sehen sie Ihre Veränderung meistens nicht ein, fühlen sich schnell angegriffen und werden dadurch böse.
Ein typisches körperliches Merkmal sind Schmerzen mit einem rheumatisch bedingten Hintergrund. Sogar Kopfschmerzen werden von rheumatischen Beschwerden im Gesicht- und im Nackenbereich begleitet. Oft sind die Schmerzen stechend und/oder reißend, besonders wenn ein feucht-kaltes Klima herrscht! Guajacum-Patienten fällt das Atmen schwerer und sie fühlen sich unbehaglich. Ängste empfinden sie oft in der Gegend des Magens, der sich dabei wie eingeschnürt anfühlt. Außerdem kommt es oft zu einem heftigen Brennen und/der einem Gefühl der Leere.
Dann essen die betroffenen am liebsten Äpfel, aber trotz eines meist guten Appetits nehmen die Patienten immer mehr ab. Im Darm bildet sich sehr viel Gas wodurch sie unter Blähungen leiden. Das Wasser-lassen ist nur unter stechenden Schmerzen möglich und der Stuhl kann dünnflüssig sein. Arme, Beine, Nacken und Rücken sind bei Guajacum-Patienten oft steif und es sticht zwischen den Schulterblättern wodurch ein ständiges Bedürfnis sich zu strecken entsteht.
Die Gelenke sind heiß, geschwollen und steif, die Muskeln verhärtet und fühlen sich verkürzt und verspannt an. Warme Anwendungen vertragen die Betroffenen nicht. Nachts kommt es zu Lähmungs-Erscheinungen, die besonders links-Seitig auftreten. Obwohl Guajacum-Patienten eher frostig sind, vertragen sie keine Hitze. Auch Bewegung tut Ihnen nicht gut, auch wenn Sie ein starkes Verlangen verspüren sich zu dehnen. Rheumatische Gelenk-Beschwerden können durch kalte Anwendungen und Massagen verbessert werden.
Symptome
der Patient ist vergesslich (besonders in Bezug auf Namen)
der Patient starrt morgens gedankenlos in die Gegend
der Patient hat eine Abneigung gegen Arbeit
der Patient wirkt Traurig und niedergeschlagen
der Patient verspürt einen Schwindel beim Aufstehen
der Patient leidet unter Kopfschmerzen quer durch die Stirn
der Patient leidet an heftigen, scharfen Stiche im Gehirn
der Patient hat rheumatische Schmerzen in einer Kopfseite (bis hin zum Gesicht)
der Patient hat Migräne
der Patient hat Anfälle von Kopfgicht
der Patient leidet an Neuralgien an der linken Kopf- und Gesichtshälfte (strahlen bis zum Hals)
der Patient spürt ein pulsierendes Klopfen Außen am Kopf (mit Stechen in den Schläfen) Verbesserung durch äußeren Druck und Gehen / Verschlimmerung durch Sitzen und Stehen
der Patient schwitzt besonders am Kopf und an der Stirn (bei Bewegung an frischer Luft)
der Patient hat einen reißenden Kopfschmerz
der Patient hat erweiterte Pupillen, die Augen sind geschwollen
der Patient hat harte Pickel um die Augen-Region
der Patient leidet an einem schmerzhaften Schleifen und Reißen am linken Ohr
der Patient hat Schmerzen in den Nasen-Knochen und vom Kopf bis hin zur Nase
der Patient hat eine geschwollene Nase (dazu oft Fließschnupfen)
der Patient spürt eine Hitze im Gesicht (besonders am Abend)
der Patient hat ein rotes, schmerzhaft geschwollenes Gesicht
der Patient verspürt einen dumpfen Schmerz im linken Kiefer
der Patient leidet unter Zahnreißen, das mit Stechen endet
der Patient hat einen dicken, weißen Zungenbelag
der Patient hat Entzündungen in der Mundhöhle
der Patient hat ein heftiges Brennen im Schlund
der Patient hat Nachmittags und abends einen starken Hunger
der Patient hat viel Durst
der Patient mag keine Milch
der Patient mag gerne Äpfel
der Patient leidet an häufigem leeren Aufstoßen
der Patient hat Krämpfe und Schmerzen mit Brennen im Magen und Bauch
der Patient leidet unter Blähungen
der Patient sieht alt aus
der Patient hat einen harten krümeligen Stuhlgang (der übel riecht)
der Patient leidet unter ständigem Harndrang (auch nach dem Urinieren)
der Patient hat einen festen, trockenen Husten mit brennendem Fieber (dazu ein heißes Gesicht)
der Patient ist sehr steif an einer Seite des Rückens (vom Hals bis zum Kreuz)
der Patient leidet unter einem zusammenziehenden Schmerz zwischen den Schulterblättern
der Patient fühlt einen Schauer, dann fieberhaften Frost im Rücken
der Patient leidet unter Schmerzen im Nacken, rechts und links der Wirbelsäule
der Patient hat rheumatische Schmerzen im linken Arm
der Patient hat ein Stechen im rechten Daumen
der Patient heiße Hände
der Patient hat Gicht-ähnliche Entzündung und Abszess am Knie
der Patient spürt ein Prickeln in den Gesäßbacken (als säße er auf Nadeln)
der Patient fühlt eine Spannung im Oberschenkel (besonders rechts, als wären die Muskeln zu kurz) Verschlimmerung bei Berührung, Verbesserung beim Sitzen
der Patient fühlt einen Zustand der Erschöpfung in den Untergliedern
der Patient leidet unter heftigen Stichen von der Außenseite der rechten Wade zum Fußknöchel
der Patient spürt ein Reißen und Stechen in den Gliedern
der Patient leidet unter einschlafenden Gliedern
der Patient hat stechende Gliederschmerzen (Verschlimmerung bei geringster Bewegung)
Strecken und Gähnen bessern das allgemeine Übelbefinden
der Patient leidet an nächtlicher Unruhe und Schlaflosigkeit
der Patient leidet an heftigen Gliederschmerzen nach einer Erkältung
der Patient kann bei Gelenkschmerzen keine Hitze ertragen
der Patient hat gegen Abend ein innerliches Frösteln im ganzen Körper, danach Hitze im Gesicht (kein Durst)
der Patient hat ein Gefühl von Hitze in den schmerzenden Gliedern
der Patient sondert übel riechenden Nachtschweiß ab
der Patient hat drückende, ziehende, reißende Schmerzen (die in Stiche enden, besonders bei Kopfschmerzen)
der Patient magert deutlich ab
der Patient hat geschwollene, schmerzende Gelenke (kann keinen Druck und keine Hitze ertragen)
der Patient leidet unter juckenden, Flechten-ähnlichen Ausschläge Verbesserung bei kratzen)
Kinder leiden unter Schmerzen beim Wachsen
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von
Mandelschwellung
rechtsseitige Halsschmerzen (trocken und mit Nackenschmerzen)
chronisches Rheuma (Gelenke sind entstellt)
Gichtknoten der Fingergelenke (die Gelenke sind wie verkürzt)
Entzündung der Bronchien
Lungenentzündung
Gichtknoten der Fingergelenke
Kehlkopfschwellung
Gichtknoten in allen Gelenke (Sehnen sind zu kurz)
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Feucht-kaltes Wetter
- – Warme Anwendungen
- – Morgens
↑ Besserung durch
- + Massagen
- + Kalte Anwendungen
Verbesserung bei
Massagen
kalten Anwendungen
Verschlimmerung bei
feucht-kaltem Wetter
warmen Anwendungen
am Morgen
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Guajacum (Harz des Guajak-Baumes) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Aurum metallicum
Gold
Aurum metallicum wird aus metallischem Gold hergestellt. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem Beschwerdebilder mit Bluthochdruck, Kreislaufbeschwerden, klopfenden Kopfschmerzen und tiefer Niedergeschlagenheit zu.
BluthochdruckMigräneKopfschmerzenSchwindel
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Iris Versicolor (Verschiedenfarbige Schwertlilie)
Verschiedenfarbige Schwertlilie
Iris versicolor, die Verschiedenfarbige (Schillernde) Schwertlilie aus Nordamerika, wird in der Homöopathie traditionell bei Migräne mit Sehstörungen sowie bei sauren Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen und Erbrechen eingesetzt.
MigräneKopfschmerzenSodbrennenMagenbeschwerden
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Lac defloratum
Entrahmte Kuhmilch
Lac defloratum wird aus entrahmter Kuhmilch hergestellt und nur potenziert verwendet. Die Materia medica ordnet dem Mittel Kopfschmerzen und Migräne mit Übelkeit zu sowie Verdauungsbeschwerden, die sich nach dem Genuss von Milch regelmäßig verstärken.
KopfschmerzenMigräneÜbelkeitVerstopfung
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Nux Vomica
Brechnuss
Nux Vomica (Brechnuss) wird in der Homöopathie traditionell bei Verdauungsbeschwerden nach üppigem Essen oder Genussmitteln sowie bei stressbedingter Reizbarkeit eingesetzt. Auch Erkältungen und katerartige Kopfschmerzen zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.
VerdauungsbeschwerdenVerstopfungÜbelkeitSodbrennen
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Guajacum (Harz des Guajak-Baumes)
Wobei wird Guajacum (Harz des Guajak-Baumes) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Guajacum (Harz des Guajak-Baumes) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Rheumatische Schmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgien, Zahnschmerzen, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, Blähungen, Rückensteifheit, Ständiger Harndrang. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Guajacum (Harz des Guajak-Baumes)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Guajacum (Harz des Guajak-Baumes) zuordnet: Rheumatisch geprägte Schmerzen, auch an Kopf und Gesicht; Neuralgien der linken Kopf- und Gesichtshälfte; Steifheit einer Rückenseite vom Hals bis zum Kreuz; Vergesslichkeit, besonders bei Namen; Traurige, niedergeschlagene Stimmung mit Abneigung gegen Arbeit; Viel Durst und Abneigung gegen Milch.
