Mittelbild & Leitsymptome
- Vergrößerte Schilddrüse mit Enge- oder Kloßgefühl im Hals und Schluckbeschwerden
- Migräneartige Kopfschmerzen mit Sehstörungen und Hitzewallungen
- Druckempfindlichkeit im Oberbauch, besonders rechts im Leberbereich
- Trockene, stark juckende Haut mit trockenem Hautausschlag
- Herzrasen mit Schweißausbrüchen
- Innere Anspannung, starke Müdigkeit und mangelnde Leistungsfähigkeit
Bei der Flor de Piedra handelt es sich um die Steinblüte, ein eher selten zur Anwendung kommendes Mittel, welches bei Schilddrüsenerkrankungen, Venenstauung, Migräne und Leberschwäche hilft.
Für die Mittelwahl wichtige Symptome
Bei einer homöopathischen Behandlung beschränkt man sich nicht nur auf den erkrankten Körperbereich, sondern bezieht die Gesamtverfassung des Menschen mit ein. Daher werden alle vorliegenden Symptome erfasst, sowohl die körperlichen, als auch die emotionalen. Darüber hinaus gibt es Faktoren, welche sich positiv oder negativ auf das Befinden auswirken. Auch diese werden bei der Wahl des passenden Mittels berücksichtigt. Am Ende wird das Mittel gewählt, welches die größtmögliche Übereinstimmung mit dem Beschwerdebild zeigt.
Bei folgenden Symptomen ist Flor de Piedra angezeigt:
Beschwerden entstehen infolge von…
Herzerkrankungen
Schilddrüsenerkrankungen
Venenschwäche
Lebererkrankungen, Gallenblasenerkrankungen
Migräne
Leitsymptome
rheumatische Schmerzen am rechten Arm und Bein
starke Müdigkeit
mangelnde Leistungsfähigkeit
Vergrößerung der Schilddrüse mit Kropfbildung)
Schweißausbrüche
Herzrasen
Spannungsgefühl im Bauch
Bauchbeschwerden im rechten Bauch
Sodbrennen
weicher, gelb gefärbter Stuhl
Schluckbeschwerden mit dem Gefühl der Enge oder Druck im Hals
migräneartige Kopfschmerzen
Sehstörungen
Hitzewallungen
Druckempfindlichkeit im Oberbauch
starker Juckreiz der Haut in Verbindung mit einem trockenen Hautausschlag
Gemütssymptome
innere Anspannung
der Patient kann nicht zur Ruhe kommen
Der typische Flor de Piedra Patient hat typischerweise wiederkehrende, plötzlich auftretende Hitzewallungen, Sehstörungen und Kopfschmerzen, die durch einen Druck (wie aufgrund eines zu engen Helms) gekennzeichnet sind. Er hat eine vergrößerte Schilddrüse, welche ein Engegefühl oder ein Kloß im Hals auslöst. Regelmäßig klagt er über Herzklopfen mit Engegefühl im Brustkorb und eine Druckempfindlichkeit im Oberbauch. Diese ist auf der rechten Seite, im Bereich der Leber, besonders ausgeprägt. Seine Haut ist trocken und juckt stark. Die Gliedmaßen kribbeln („Ameisenlaufen“) und sind häufig taub. Sein Stuhl ist weich und hell-gelb verfärbt. Allgemein ist der Patient innerlich unruhig und fühlt sich ständig müde und antriebslos.
Symptome
der Patient hat rheumatische Schmerzen (meist am rechten Arm und am rechten Bein)
der Patient hat eine vergrößerte Schilddrüse (dazu eine Kropfbildung)
der Patient hat eine nur mangelhafte Leistungsfähigkeit
der Patient leidet unter ausgeprägter Müdigkeit
der Patient leidet an Schweißausbrüchen und verspürt ein Herzjagen
der Patient hat rechtsseitige Bauchbeschwerden und ein Spannungsgefühl im Bauch
der Patient leidet an Sodbrennen
der Patient hat einen gelb gefärbten, meist auch weichen Stuhl
der Patient verspürt Enge und Druck am Hals (dazu Schluckbeschwerden)
der Patient leidet an migräneartigen Kopfschmerz (dazu auch Sehstörungen und manchmal auch Hitzewallungen)
der Patient leidet unter einer Druck-Empfindlichkeit im Oberbauch
der Patient hat eine stark juckende Haut (oft zusammen mit einem trockenen Hautausschlag)
der Patient ist innerlich angespannt, und kommt nicht zur Ruhe
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von
Angina pectoris
Blähungen
Flatulenz (verstärkte Entwicklung von Gasen)
Geschwollene Beine
Geschwollene Füsse
Hautjucken
Hepatopathie (Lebererkrankung)
Herz-Enge
Herzklopfen
Herzrasen
Hitzewallungen
Juckreiz
Kopfschmerzen
Krampfadern
Kropf-Bildung
Leberschwellung
Meteorismus (übermäßige Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt)
Migräne-Sehstörungen
Nervöse Herzbeschwerden
Oberbauchschmerzen
Paresthesien (Krankheit des Nervensystems)
Schwere Beine
Sehstörungen
Sodbrennen
Struma (Vergrößerung der Schilddrüse)
Venenschwäche
Substanz & Hintergrund
Weiterführende Informationen zu Flor de Piedra
Flor de Piedra, oder die Steinblüte, ist eine Pflanze, die aus Südamerika stammt. Dort wächst sie vor allem in den tropischen und subtropischen Wäldern und zählt zu den Schmarotzern. Neben verschiedenen Bitterstoffen enthält sie Jod, Brom und Eisen. Bei der Herstellung der homöopathischen Urtinktur verwendet man die Knolle der Pflanze, nachdem diese getrocknet ist.
Das homöopathische Heilmittel Flor de Piedra wird gegen Migräne, Venenstauung und Leberschwäche angewandt.
Besonders hilfreich ist es auch bei Schilddrüsenerkrankungen (Sowohl Überfunktion als auch Unterfunktion) und Gallenblasenentzündungen.
Das eher seltener verwendete homöopathische Mittel wird im Volksmund auch Steinblüte genannt. Besonders typische Merkmale für Flor de piedra Patienten sind Spannungsgefühle im Bauch. Oft werden die Potenzen D6 verabreicht.
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Flor de Piedra (Steinblüte) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Ferrum jodatum
Jodeisen
Ferrum jodatum, das Jodeisen, wird in der Homöopathie traditionell bei Schilddrüsen- und Drüsenbeschwerden eingesetzt, etwa bei Überfunktion der Schilddrüse mit innerer Unruhe, Herzklopfen und Kropfbildung.
SchilddrüsenüberfunktionKropfbildungKopfschmerzenMigräne
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Iris Versicolor (Verschiedenfarbige Schwertlilie)
Verschiedenfarbige Schwertlilie
Iris versicolor, die Verschiedenfarbige (Schillernde) Schwertlilie aus Nordamerika, wird in der Homöopathie traditionell bei Migräne mit Sehstörungen sowie bei sauren Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen und Erbrechen eingesetzt.
MigräneKopfschmerzenSodbrennenMagenbeschwerden
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Nux Vomica
Brechnuss
Nux Vomica (Brechnuss) wird in der Homöopathie traditionell bei Verdauungsbeschwerden nach üppigem Essen oder Genussmitteln sowie bei stressbedingter Reizbarkeit eingesetzt. Auch Erkältungen und katerartige Kopfschmerzen zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.
VerdauungsbeschwerdenVerstopfungÜbelkeitSodbrennen
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Psorinum (Nosode der Krätze)
Krätze-Nosode
Psorinum wird aus dem Bläscheninhalt der Krätze hergestellt. Homöopathen ordnen der Nosode vor allem immer wiederkehrende Infekte, chronische Erkältungsbeschwerden wie Heuschnupfen sowie übel riechende, juckende Hautausschläge zu.
Wiederkehrende InfekteErkältungHeuschnupfenEkzeme
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Flor de Piedra (Steinblüte)
Wobei wird Flor de Piedra (Steinblüte) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Flor de Piedra (Steinblüte) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Schilddrüsenvergrößerung, Kropfbildung, Migräne, Kopfschmerzen, Leberschwäche, Gallenblasenbeschwerden, Venenstauung, Sodbrennen, Juckreiz, Müdigkeit. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Flor de Piedra (Steinblüte)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Flor de Piedra (Steinblüte) zuordnet: Vergrößerte Schilddrüse mit Enge- oder Kloßgefühl im Hals und Schluckbeschwerden; Migräneartige Kopfschmerzen mit Sehstörungen und Hitzewallungen; Druckempfindlichkeit im Oberbauch, besonders rechts im Leberbereich; Trockene, stark juckende Haut mit trockenem Hautausschlag; Herzrasen mit Schweißausbrüchen; Innere Anspannung, starke Müdigkeit und mangelnde Leistungsfähigkeit.
