Mittelbild & Leitsymptome
- Ausgeprägte Kälteempfindlichkeit
- Unangenehm riechende, muffige Absonderungen, Schweiß und Hautausschläge
- Stark juckende, nässende Ekzeme, besonders in Gelenkbeugen, auf der Kopfhaut und hinter den Ohren
- Klopfende, dumpfe Kopfschmerzen, die meist nachts beginnen; Migräne mit Hungergefühl
- Großer Appetit in der Nacht, häufige kleine Mahlzeiten
- Unruhiger Schlaf mit Alpträumen von Verfolgung und Gefahr
Das homöopathische Mittel Psorinum wird aus der Krätzenosode, bzw. aus der Flüssigkeit (noch unbehandelten Erkrankten) von Krätzebläschen (also Krätzemilbe) hergestellt.
Das Heilmittel Psorinum wird eingesetzt wenn die Betroffenen keine andere Hoffnung mehr auf eine Heilung haben. Bei Erwachsenen Personen wird Psorinum hauptsächlich gegen chronische Infektionskrankheiten eingesetzt, bei Jugendlichen gegen immer wiederkehrenden Infekte.
Psorinum ist ein beliebtes und bewährtes Mittel bei chronischen und/oder allergischen Erkältungskrankheiten wie z. B. Heuschnupfen, wenn die Nase trieft und viel wässriger oder zäher Schleim heraus fließt oder wenn sie chronisch verstopft ist. Auch wenn die Kehle und/oder der Rachen wie ausgetrocknet sind und schmerzen kann Psorinum bringen. Zudem hilft es gegen einen geschwollenen und schmerzenden Mund und entzündetes Zahnfleisch, Ohrenschmerzen mit eitrigem Ausfluß (die mit Migräneanfällen einhergehen), bei Atemwegserkrankungen, trockenem Reiz-Husten und Husten mit viel Schleim-Produktion. Auch wenn der Betroffene an der sogenannten Globus-Empfindung im Hals leidet (Kloß-Gefühl), oder einen unangenehmen Druck auf der Brust spürt (so als würde er fast ersticken) kann das Homöopathikum eine schnelle Verbesserung erwirken.
Psorinum wird gerne eingesetzt um eine Linderung bei eitrigen Ausschlägen zu bringen, bei dem sich die Betroffenen ständig jucken müssen. Generell können mit diesem Heilmittel Hautinfektionen, Ekzeme, Abszesse und ähnliche Haut-Läsionen gut behandelt werden. Lokale Schädigungen bzw. Verletzungen an Hautfalten wie z.B. Ellbogen, Knien und/oder Zehen-Zwischenräumen aber auch Geschwüre im Bereich der Beine (besonders an Wadenbein und Schienbein) können durch Anwendung von Psorinum geheilt werden. Oft kommt es in Verbindung mit der Krätze-Behandlung zur Bildung von hartnäckigen Furunkeln an verschiedenen Hautpartien. Auch diese können mit diesem Mittel erfolgreich behandelt werden.
Sogar Pilzinfektionen im Schambereich (die in der Regel gutartig, aber für den Betroffenen äußerst unangenehm sind) und der dadurch entstandene Juckreiz und/oder Brennen in der Scheide können mit Hilfe von Psornium behandelt werden.
Symptome
der Patient ist sehr kälteempfindlich
der Patient sondert unangenehm riechende Ausflüsse ab
der Patient leidet unter klopfenden, dumpfen Kopfschmerzen die meistens in der Nacht beginnen
der Patient leidet unter Migräne mit Hungergefühl (Wärme lindert die Beschwerden)
der Patient hat eine sehr trockene Kopfhaut und Haupthaar, die haut am Kopf neigt zu nässenden Hautausschlägen, die Haare haben häufig Spliss und verfilzen
der Patient leidet häufig unter Schuppen-Bildung
der Patient sondert einen auffälligen, leicht-muffigen Geruch ab
der Patient hat einen unangenehm riechenden, muffigen Schweiß und muffig riechende Hautausschläge
der Patient hat krustige, nässende Ekzeme hinter den Ohren (manchmal sind auch der äußere Gehörgang und das Mittelohr betroffen) Dazu kommt ein schmerzender und unangenehm riechender, dickflüssiger Sekret-Abfluss.
Besonders Kindern leiden an immer wiederkehrenden Ohrentzündungen
der Patient hat eine trockene Haut und eingerissen Mundwinkel
der Patient hat einen klebrigen Speichel mit einem unangenehmen Geschmack (dieser klebt häufig sehr hartnäckig im Rachen, daher müssen die Betroffenen ständig schlucken und/oder sich räuspern, das wiederum sehr schmerzhaft ist)
der Patient leidet unter Mandelentzündung mit eitrigen Klumpen, diese riechen unangenehm nach Aas)
der Patient hat einen großen Appetit in der Nacht
der Patient isst häufig kleine Mahlzeiten über den Tag und besonders in der Nacht
der Patient leidet unter Magenschmerzen und Sodbrennen nach der Nahrungsaufnahme
der Patient leidet nach dem Essen unter Blähungen, die ausgestoßenen Gase riechen dann immer nach faulen Eiern
der Patient hat entweder einen dünnflüssigen, entsetzlich stinkenden Stuhlgang oder einen sehr trocken und harten Stuhl
Besonders Kinder bekommen häufig Verstopfungen (zum Teil ist der Stuhl so trocken, dass die Schleimhaut des Dickdarms verletzt wird und dadurch Blut im Stuhl zu finden ist)
der Patient leidet an heftigen, dunkelbraunen, herausschießenden Durchfällen, die ihn besonders in der Nacht aus dem Bett treiben
Kinder leiden dazu häufig an nächtlicher Harn-Inkontinenz, die bis ins Schulalter andauern kann
der Patient hat eine erhöhte Neigung zu asthmatischen Beschwerden mit trockenen, schmerzhaften Hustenanfällen, die besonders in der kalten Jahreszeit auftreten
der Patient leidet häufig an Heuschnupfen, der dann zusammen mit Husten und grün- gelblichen Absonderungen auftritt
der Patient hat eine ungesund blass aussehende Haut die zu Hautunreinheiten neigt
der Patient leidet unter stark juckenden Ekzemen, die besonders in den Gelenkbeugen und auf der Kopfhaut vorkommen (manchmal tritt ein nässendes, unangenehm riechendes Sekret aus und verklebte Krusten bilden sich)
der Patient hat einen allgemein schwachen Organismus, das ist besonders an der auffällig lang andauernden Heilungsphase zu erkennen
der Patient hat einen sehr unruhigen Schlaf, und oft Alpträume von Verfolgung, Gefahr und/oder Ängsten
der Patient neigt zu Neurodermitis mit heftigstem Juckreiz
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Psorinum
Asthma
Ausschlag
Bronchitis
Ekzeme / Abzesse
Heuschnupfen
Husten
Obstipation (Verstopfung bzw. Darmträgheit)
Katarrh
Migräne-Anfälle
Mykose (Pilzinfektion)
Otitis (Ohrenentzündung)
Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung)
Rhinopharyngitis, Schnupfen, Entzündung des Nasen-Rachen-Raums
Schnupfen
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte
- – nachts um 1 Uhr
- – Kaffee
- – Berührung
- – nass-kaltes, zugiges Wetter
↑ Besserung durch
- + Wärme
- + im Sommer
- + Essen
- + Hinlegen
- + Druck auf die betroffenen Stellen
Verbesserung bei
Wärme
im Sommer
gering ausgeprägter Schweißbildung
Essen
sich hinlegen
Druck auf die betroffenen Stellen
Verschlimmerung bei
Kälte
nachts um 1 Uhr
Konsum von Kaffee
Berührung
direkter Sonneneinstrahlung
nass-kaltes, zugiges Wetter
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Psorinum (Nosode der Krätze) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Nux Vomica
Brechnuss
Nux Vomica (Brechnuss) wird in der Homöopathie traditionell bei Verdauungsbeschwerden nach üppigem Essen oder Genussmitteln sowie bei stressbedingter Reizbarkeit eingesetzt. Auch Erkältungen und katerartige Kopfschmerzen zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.
VerdauungsbeschwerdenVerstopfungÜbelkeitSodbrennen
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Sulfur
Schwefel
Sulfur (Schwefelblüte) zählt zu den am häufigsten genannten Mitteln der homöopathischen Arzneimittellehre. Traditionelle Anwendungsgebiete sind vor allem juckende Hautausschläge, Akne und Ekzeme sowie Verdauungsbeschwerden.
HautausschlägeAkneEkzemeNeurodermitis
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Tuberculinum (Mycobacterium tuberculosis)
Tuberkulose-Nosode (Tuberkel-Bazillus)
Tuberculinum ist eine Nosode aus Kulturen von Tuberkel-Bazillen. Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind wiederkehrende Atemwegsbeschwerden, allergisch bedingte HNO-Beschwerden und Unruhe bei Kindern.
MandelentzündungBronchitisHustenHeuschnupfen
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Acidum Formicicum
Ameisensäure
Acidum formicicum wird aus Ameisensäure hergestellt und dient in der Homöopathie traditionell als Umstimmungsmittel bei Allergien und chronischen Entzündungen. Typische Merkmale sind stark riechender Nachtschweiß und allgemeine Schlappheit.
AllergienHeuschnupfenHausstauballergieTierhaarallergie
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Psorinum (Nosode der Krätze)
Wobei wird Psorinum (Nosode der Krätze) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Psorinum (Nosode der Krätze) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Wiederkehrende Infekte, Erkältung, Heuschnupfen, Ekzeme, Neurodermitis, Schuppen, Ohrenentzündungen, Husten, Migräne, Kopfschmerzen, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Bettnässen. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Psorinum (Nosode der Krätze)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Psorinum (Nosode der Krätze) zuordnet: Ausgeprägte Kälteempfindlichkeit; Unangenehm riechende, muffige Absonderungen, Schweiß und Hautausschläge; Stark juckende, nässende Ekzeme, besonders in Gelenkbeugen, auf der Kopfhaut und hinter den Ohren; Klopfende, dumpfe Kopfschmerzen, die meist nachts beginnen; Migräne mit Hungergefühl; Großer Appetit in der Nacht, häufige kleine Mahlzeiten; Unruhiger Schlaf mit Alpträumen von Verfolgung und Gefahr.
