Mittelbild & Leitsymptome
- Druckschmerzen im Bereich der Nieren
- Neigung zu Stein- oder Grießbildung in den Harnwegen
- Stechende und brennende Schmerzen beim Wasserlassen, danach anhaltendes Wundgefühl
- Dunkler, übel riechender, teilweise blutiger Urin
- Wiederkehrende Harnwegsinfekte
- Stark erhöhte Harnsäurewerte
Bei Fabiana imbricata handelt es sich um eine Pflanze aus den chilenischen Anden, die auch unter dem Namen Pichi-Pichi bekannt ist.
Für die Mittelwahl wichtige Symptome
Soll ein erkrankter Mensch homöopathische Mittel erhalten, so werden bei der Mittelwahl alle aktuell vorliegenden Symptome berücksichtigt. Bei dieser Heilmethode geht man davon aus, dass sich Erkrankungen stets auf den ganzen Menschen auswirken und dieser daher in seiner Gesamtheit behandelt werden muss. Dazu werden körperliche, geistige und emotionale Symptome erfasst. Anhand dieses ganzheitlichen Beschwerdebildes wird ein passendes Mittel gewählt. Je mehr das Arzneimittelbild mit der Symptomatik übereinstimmt, desto eher kann eine wirksame und nebenwirkungsarme Therapie erreicht werden.
Bei folgenden Symptomen ist Fabiana imbricata angezeigt:
Beschwerden entstehen infolge von…
Erkrankungen der Bandscheiben
Erkrankungen der Wirbelsäule
Spondylosis
Erkrankungen der Harnwege
Erkrankungen der Niere
Erkrankungen der Prostata
Leitsymptome
Druckschmerzen im Bereich der Niere
stark erhöhte Harnsäurewerte
Neigung zu Stein- oder Grießbildung in den Harnwegen
wiederkehrende Harnwegsinfekte
Gefahr der Nierenbeckenentzündung
dunkler, übel riechender Urin, teilweise blutig
stechende und brennende Schmerzen beim Wasserlassen
Wundgefühl nach dem Wasserlassen
Symptome
der Patient hat Druckschmerzen in der Nierenregion
der Patient Die hat überhöhte Harnsäure-Werte
der Patient neigt zu Grieß-und Steinbildungen
der Patient hat dunklen, übel riechenden, teilweise blutigen Urin
der Patient leidet an immer wieder kehrenden Harnwegs-Infekten (außerdem besteht die Gefahr einer Nierenbeckenentzündung)
der Patient hat brennende und stechende (Splitter-artige) Schmerzen beim Urinieren, gefolgt von einem anhaltenden Wundgefühl
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Fabiana imbricata
Bandscheiben-Schäden
Blasen-Beschwerden
Chronische Eiterungen
Harnsaure Diathese (Neigung des Körpers zu einer bestimmten Erkrankung)
Harnwegsinfekte
Nieren-Beschwerden
Nierenstein-Leiden
Prostata-Beschwerden
Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse)
Spondylosis (Sammelbegriff für degenerative Veränderungen an Wirbelkörpern)
Wirbelsäulen-Leiden
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte
↑ Besserung durch
- + Lokale Wärmeanwendung im Blasen- und Nierenbereich
Beschwerden verschlimmern sich durch…
Kälte
Beschwerden bessern sich durch…
lokale Wärmeanwendung im Blasen- und Nierenbereich
Der typische Pichi-Pichi-Patient klagt über Schmerzen beim Wasserlassen, wonach er ein länger anhaltendes Wundgefühl hat. Sein Urin ist auffällig schlecht riechend und dunkel. Seine Nieren sind unter Umständen druckschmerzhaft und es besteht eine Neigung zur Steinbildung in den Harnwegen.
Verbesserung bei
Wärme oder Hitze im Nieren- und Blasenbereich
Verschlimmerung bei
Kälte
Substanz & Hintergrund
Weiterführende Informationen zu Fabiana imbricata
Fabiana imbricata, oder Pichi-Pichi, gehört zu den Nachtschattengewächsen und wächst in den chilenischen Anden. Ihre Zweige tragen keine Blätter, sondern ähneln eher unserem heimischen Heidekraut. Die Spitzen dieser Zweige werden im Andenraum als eine milde Rauschdroge verwendet („Pichi-Pichi“). Die darin enthaltenen natürlichen Harze sind ein gutes Räuchermittel, welches bereits von der indigenen Bevölkerung für religiöse Zeremonien eingesetzt wurde. Kocht man Teile der Pflanze, dann erhält man ein Mittel zur Entwässerung und Anregung der Nierentätigkeit. Darüber hinaus wird dieses Mittel gern auch bei schmerzhaften Harnwegsinfekten verwendet.
In der Homöopathie nutzt man die Spitzen der Zweige und die Rinde, um daraus eine Urtinktur herzustellen. Die Anwendungsgebiete erstrecken sich ebenfalls auf die Behandlung von Harnwegserkrankungen, aber auch von Lebererkrankungen und Prostata-Entzündungen.
Fabiana Imbricata ist ein immergrüner Strauch aus den chilenischen Anden. Die Pflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ihre Zweige ähneln unserem heimischen Heidekraut.
Die getrockneten Spitzen der Zweige sind im ganzen Andenraum als milde Rausch-Droge namens „Pichi-Pichi“ bekannt. Sie enthalten bis zu 10% natürliche Harze und sind daher ein sehr geeignetes Räucher-Mittel, welches inhaliert schon in kleinsten Mengen eine meditative Stimmung hervorrufen kann Angeblich soll die Droge auch einen wurmtreibenden Effekt auf Nutztiere haben. Bei den Indianern wurde das Fabiana-Kraut aber hauptsächlich für religiöse Zeremonien und Feste als Räuchermittel benutzt. Der Rauch soll alles Böse vertreiben und Krankheiten fernhalten. Abgekocht hat Fabiana Imbricata stark Nieren-anregende und entwässernde Eigenschaften, und wird außerdem gegen Entzündungen und Schmerzen am Harn- und Geschlechtsapparat eingenommen.
Für die homöopathische Anwendung wird aus den Zweigspitzen und/oder der Rinde eine Urtinktur hergestellt. Das Heilmittel ist besonders hilfreich um immer wiederkehrende Harnwegs-Infektionen und Nierensteine zu behandeln. Außerdem hilft es bei Erkrankungen der Leber und Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis).
Häufig leiden die betroffenen Personen an brennenden, stechenden oder splitter-artigen Schmerzen beim Urinieren, wobei danach ein anhaltendes Wundgefühl eintritt. Sie haben oft einen dunklen, übel-riechenden und/oder blutigen Urin. Des Weiteren leiden die Patienten oft unter Druck-Schmerzen im Bereich der Nieren. Es besteht die Neigung zur Steinbildung, die oftmals mit einem erhöhten Harnsäure-Wert einhergeht.
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Fabiana imbricata (Pichi-Pichi) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Equisetum (Schachtelhalm)
Schachtelhalm
Der Schachtelhalm wird in der Homöopathie traditionell bei Blasen- und Harnwegsbeschwerden sowie bei nächtlichem Einnässen von Kindern eingesetzt.
BlasenbeschwerdenHarnwegsbeschwerdenBettnässenHarndrang
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Terebinthina (Terpentin)
Terpentin
Terebinthina wird aus Terpentin hergestellt und in der Homöopathie traditionell bei Schleimhautbeschwerden von Blase und Nieren eingesetzt, etwa bei Blasenentzündung mit starkem Brennen beim Wasserlassen.
BlasenentzündungBlasenbeschwerdenBrennen beim WasserlassenNierenbeschwerden
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Acidum Oxalicum (Oxal-Säure)
Oxalsäure
Acidum oxalicum basiert auf der Oxalsäure und wird in der Homöopathie traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden, Sodbrennen sowie Kopfschmerzen mit Schwindel eingesetzt. Typisch sind linksseitige Beschwerden und eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber sauren Lebensmitteln.
Magen-Darm-BeschwerdenSodbrennenKopfschmerzenSchwindel
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Chimaphila umbellata
Doldiges Winterlieb
Chimaphila umbellata wird aus dem Doldigen Winterlieb gewonnen, einem immergrünen Zwergstrauch nördlicher Wälder. Die Materia medica ordnet dem Mittel Blasenbeschwerden mit Brennen beim Wasserlassen, Restharngefühl und trübem, schleimigem Urin zu.
BlasenbeschwerdenBrennen beim WasserlassenRestharngefühlHäufiger Harndrang
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Fabiana imbricata (Pichi-Pichi)
Wobei wird Fabiana imbricata (Pichi-Pichi) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Fabiana imbricata (Pichi-Pichi) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Harnwegsinfekte, Nierenbeschwerden, Blasenbeschwerden, Harnsteine, Erhöhte Harnsäurewerte, Schmerzen beim Wasserlassen, Prostatabeschwerden, Wirbelsäulenbeschwerden. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Fabiana imbricata (Pichi-Pichi)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Fabiana imbricata (Pichi-Pichi) zuordnet: Druckschmerzen im Bereich der Nieren; Neigung zu Stein- oder Grießbildung in den Harnwegen; Stechende und brennende Schmerzen beim Wasserlassen, danach anhaltendes Wundgefühl; Dunkler, übel riechender, teilweise blutiger Urin; Wiederkehrende Harnwegsinfekte; Stark erhöhte Harnsäurewerte.
