Mittelbild & Leitsymptome
- Brennende, stechende Schmerzen beim Wasserlassen
- Häufiger, aber ergebnisloser Harndrang
- Starkes Brennen im Mund
- Gelegentlich Blut im Urin
- Blasenbildung nach Verbrennungen
- Schneidende Schmerzen von Blase oder Niere zum Harnausgang
Cantharis Globuli, die mit dem Mittel Cantharis vesicatoria ("Spanische Fliege") hergestellt werden, helfen bei brennenden Entzündungen und kommen vielfach bei Nieren-, Blasen- und Harnwegserkrankungen zum Einsatz.
Als Aphrodisiakum hingegen spielen sie in der Homöopathie keine Rolle, dafür können sie auch gegen Sonnenbrand und Verätzungen nützlich sein. Weitere Einsatzgebiete sind Verstimmungen im Bereich der Gonaden und der Schleimhäute, im Magen-Darm-Kanal und bei Störungen des zentralen Nervensystems.
Hauptanwendungsgebiete und Leitsymptome für Cantharis Globuli
Die Anwendung findet hauptsächlich bei Verbrennungen, Blasenentzündungen und allgemeinen Blasenbeschwerden statt. Die betroffenen Personen fühlen im Mund ein starkes Brennen, unangenehme Gefühle gibt es überwiegend im Bereich der Harnwege. Diese stellen sich als häufiger, aber ergebnisloser Harndrang mit gleichzeitigem entzündlichem und oftmals stechendem Schmerz dar. Beim Trinken verschlechtert sich der Zustand zusätzlich, allenfalls ungesüßter Kräutertee oder stilles Wasser können eingenommen werden. Wenn das Urinieren gelingt, hinterlässt es ein feuriges Gefühl, auch findet sich gelegentlich Blut im Urin. Weitere Indikationen sind Verbrennungen oder Verbrühungen, ein Sonnenbrand und Verätzungen. Gegen die Blasenbildung nach Verbrennungen helfen Cantharis Globuli ebenfalls. Die Wirkung von Cantharis vesicatoria basiert auf dem enthaltenen Cantharidin, das als Terpenoid in verschiedenen Käferarten (so auch der "Spanischen Fliege" [Lytta vesicatoria]) vorkommt. Während die Wirkung als Aphrodisiakum eher umstritten ist, erzielt Cantharidin als starkes Reizgift den typischen Verbrennungseffekt, der in homöopathischer Dosis innerhalb der Cantharis Globuli zur Heilung von eben diesen brennenden Schmerzen führt.
Traditionelle Anwendungsgebiete
Einsatz von Cantharis Globuli
Als Mittel bei Harnwegsentzündungen ist Cantharis vesicatoria inzwischen ein Klassiker. Auch bei weiteren Symptomen führt eine Gabe von Cantharis Vesicatoria Globuli zur Besserung:
Blasen- und Harnwegsbeschwerden nach Entzündungen
Verbrennungen oder Verbrühungen mit Blasenbildung
Sonnenbrand
Tierbisse mit akuter Hautentzündung, Brennen und Juckreiz
Insektenstiche
Nierenkolik mit schmerzhaftem Harndrang
Reine Blasenentzündung mit starkem Brennen beim Wasserlassen
Harndrang während der Schwangerschaft
Gürtelrose
Bei Bauchkrämpfen helfen Globuli genau so gut, wenn diese von der Niere oder Blase ausgehen. Sie sind dann begleitet von schneidenden und brennenden Schmerzen, die sich von der Blase oder Niere zum Harnausgang hinziehen. Da Cantharis Vesicatoria zwar wirksam, aber im Grunde auch in höherer Dosis (geringerer Verdünnung) nicht wirklich gefährlich ist.
Vielen ist Cantharis (die spanische Fliege) als umstrittenes Aphrodisiakum bekannt. In der Homöopathie wird es als solches jedoch nicht eingesetzt
Respektive ist Cantharis hilfreich bei brennenden Entzündungen und Schmerzen jeglicher Art. Auch bei Sonnenbränden und anderen Verbrennungen und/oder Verätzungen wird Cantharis Vesicatoria als geeignetes Heilmittel angewandt.
Verwendungsgebiete von Catharis Globuli
Blasenentzündungen mit brennendem Schmerz (beim Wasserlassen)
Entzündungen im Unterbauch (Magen, Eierstöcke, Harnleiter, Rippen- und Bauchfell)
Verbrennungen und/mit Brandblasen
Sonnenbrand und Sonnenstich mit Blasenbildung
Hautentzündungen / Ekzeme (Jucken möglich)
Insektenstiche
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Berührung (schon bei Annäherung)
- – Trinken (vor allem Kaffee)
- – Gehen und Stehen
- – Wasserlassen
↑ Besserung durch
- + Ruhe
- + Wärme
- + Warme Anwendungen
Verbesserung bei
Ruhe
Wärme
warme Anwendungen
Verschlimmerung bei
Berührung (auch schon bei Annäherung)
Trinken (vor allem Kaffee)
Gehen / Stehen
Wasser lassen
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Cantharis – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Apis Mellifica
Honigbiene
Apis mellifica wird aus der Honigbiene gewonnen. In der Homöopathie wird das Mittel traditionell bei akuten Entzündungen mit blassroter Schwellung und stechend-brennenden Schmerzen eingesetzt — etwa nach Insektenstichen oder bei allergischen Hautreaktionen.
InsektensticheSchwellungenNesselsuchtAllergische Reaktionen
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Atropa Belladonna
Tollkirsche
Atropa belladonna (Tollkirsche) zählt zu den bekanntesten homöopathischen Mitteln. Traditionelle Anwendungsgebiete sind plötzlich und heftig einsetzende Beschwerden mit hohem Fieber, Hitze und Entzündungszeichen, vor allem im Anfangsstadium akuter Infekte.
FieberGrippale InfekteHalsentzündungOhrenschmerzen
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Hypericum Perforatum
Johanniskraut
Hypericum Perforatum wird aus den Blüten des Echten Johanniskrauts gewonnen, einer seit Jahrtausenden genutzten Heilpflanze. Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind Nervenverletzungen und Nervenschmerzen sowie Folgen von Prellungen, Stauchungen und Quetschungen.
NervenverletzungenNervenschmerzen (Neuralgien)PrellungenStauchungen
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Staphisagria
Stephanskraut
Staphisagria wird aus den Samen des Stephanskrauts (Giftiger Rittersporn) hergestellt. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Beschwerden nach unterdrücktem Ärger und Kränkungen, Blasenreizungen sowie Schnitt- und Operationswunden.
BlasenentzündungBlasenreizung nach GeschlechtsverkehrHarnwegsentzündungenSchnittverletzungen
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Cantharis
Wobei wird Cantharis in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Cantharis vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Blasenentzündung, Harnwegsbeschwerden, Häufiger Harndrang, Verbrennungen, Verbrühungen, Sonnenbrand, Verätzungen, Insektenstiche, Tierbisse, Gürtelrose, Bauchkrämpfe. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Cantharis?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Cantharis zuordnet: Brennende, stechende Schmerzen beim Wasserlassen; Häufiger, aber ergebnisloser Harndrang; Starkes Brennen im Mund; Gelegentlich Blut im Urin; Blasenbildung nach Verbrennungen; Schneidende Schmerzen von Blase oder Niere zum Harnausgang.
