Mittelbild & Leitsymptome
- Explosionsartiger, herausschießender Durchfall, meist gelblich und übel riechend
- Schmerzloser, wässriger, gelb-grüner Stuhl mit Nahrungsresten und starken Blähungen
- Krampfartige Bauchschmerzen, der Betroffene krümmt sich zusammen oder legt sich auf den Bauch
- Starkes Gluckern und Rumoren im Bauch, besonders morgens nach dem Aufwachen
- Schwäche und Erschöpfung nach dem Durchfall
- Großer Stuhldrang, der Betroffene schafft es kaum zur Toilette
Die Fußblätter (auch Maiäpfel genannt, obwohl deren Früchte erst im Sommer reif sind) gehören zur Familie der Berberitzengewächse.
Podophyllum wird aus dem Wurzelstock des Maiapfels gewonnen, und werden in der Homöopathie hauptsächlich gegen explosionsartigen, spritzenden Durchfall eingesetzt. Das Mittel hilft ebenso gegen Blähungen und Durchfall während der Zahnung von Kleinkindern, insbesondere wenn das Kind den Mund fest zusammen beißt. Der Durchfall hat oft eine gelbliche Färbung, riecht übel und kommt reichlich.
Symptome
der Patient leidet unter Blähungen
der Patient hat einen explosionsartigen Durchfall, der herausschießt
der Patient leidet unter spritzendem Durchfall, meist gelblich
der Patient leidet unter "Ausbrüchen" der Durchfall ist schmerzlos, stinkt, ist gelb-grün, wässrig und/oder schleimiger (mit Nahrungsresten und starken Blähungen)
der Patient leidet an Schwäche und/oder Erschöpfung nach Durchfall
der Patient hat krampfartige Bauchschmerzen (krümmt sich zusammen oder legt sich auf den Bauch)
der Patient hat ein starkes Gluckern und Rumoren im Bauch (morgens nach dem Aufwachen)
der Patient hat großen Stuhldrang, schafft es kaum zur Toilette
der Patient hat wässrigen Durchfall der übel riecht (unverdautes Essen, Blut und Schleim)
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Podophyllum
Durchfall (besonders morgens)
Darmkolik
Durchfall (bei Babys und Kindern)
Durchfall bei Zahnung
Gallensteine
Sodbrennen
Eierstock-Zysten
Hämorrhoiden
Meteorismus (übermäßige Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt)
Gebärmuttervorfall
Gallengrieß
Baby - Zahnung
Darmkrämpfe / Darmentzündung
Gallenstörungen mit Durchfall
Kopfschmerzen
Verstopfung (besonders bei Kindern)
Baby - Durchfall und Verstopfung abwechselnd
Gallenblasenentzündung
Durst
Roemheld-Syndrom (reflektorische Herzbeschwerden durch Gasansammlungen in Darm und Magen)
Leberstörungen
Nabelkolik
Darminfektionen
Bauchschmerzen
Blähungen
Gallenkolik
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Sekretverlust
- – heißes Wetter
- – Essen
- – während der Zahnung
- – morgens
↑ Besserung durch
- + Wärme und warme Anwendungen
- + Zusammenkrümmen
- + Waschen mit kaltem Wasser
- + abends
Verbesserung bei
Wärme / warmen Anwendungen
sich zusammen krümmen
Waschen mit kaltem Wasser
am Abend
Verschlimmerung bei
Sekret-Verlust
heißem Wetter
Essen
bei der Zahnung
am Morgen
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Podophyllum (Maiapfel) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Aloe socotrina
Aloe
Aloe socotrina wird aus dem eingedickten Blattsaft der Aloe hergestellt. Die Homöopathie setzt das Mittel traditionell bei Hämorrhoidalbeschwerden, Stauung im Unterleib und einem unsicheren Enddarm ein, bei dem der Stuhldrang kaum zu halten ist.
HämorrhoidenDurchfallStuhldrangBlähungen
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Mandragora (Alraunen Kraut)
Alraune
Mandragora, die Alraune, ist ein Nachtschattengewächs mit langer Kulturgeschichte. In der Homöopathie wird das eher selten verwendete Mittel traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden wie Gastritis, Blähungen und Verstopfung eingesetzt.
MagenschleimhautentzündungMagenbeschwerdenBlähungenVerstopfung
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Acidum Formicicum
Ameisensäure
Acidum formicicum wird aus Ameisensäure hergestellt und dient in der Homöopathie traditionell als Umstimmungsmittel bei Allergien und chronischen Entzündungen. Typische Merkmale sind stark riechender Nachtschweiß und allgemeine Schlappheit.
AllergienHeuschnupfenHausstauballergieTierhaarallergie
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Acidum Phosphoricum
Phosphorsäure
Acidum phosphoricum wird in der Homöopathie traditionell bei Schwäche- und Erschöpfungszuständen eingesetzt, insbesondere nach Kummer, Liebeskummer oder emotionalem Schock. Homöopathen ordnen dem Mittel eine besondere Beziehung zu Gemüt, Nerven und Wirbelsäule zu.
ErschöpfungSchwächezuständeBeschwerden nach KummerLiebeskummer
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Podophyllum (Maiapfel)
Wobei wird Podophyllum (Maiapfel) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Podophyllum (Maiapfel) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Durchfall, Blähungen, Zahnungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Darmkolik, Stuhldrang. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Podophyllum (Maiapfel)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Podophyllum (Maiapfel) zuordnet: Explosionsartiger, herausschießender Durchfall, meist gelblich und übel riechend; Schmerzloser, wässriger, gelb-grüner Stuhl mit Nahrungsresten und starken Blähungen; Krampfartige Bauchschmerzen, der Betroffene krümmt sich zusammen oder legt sich auf den Bauch; Starkes Gluckern und Rumoren im Bauch, besonders morgens nach dem Aufwachen; Schwäche und Erschöpfung nach dem Durchfall; Großer Stuhldrang, der Betroffene schafft es kaum zur Toilette.
