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Podophyllum (Maiapfel)Maiapfel

Podophyllum wird aus dem Wurzelstock des Maiapfels (Fußblatt) gewonnen und in der Homöopathie traditionell bei explosionsartigem, spritzendem Durchfall eingesetzt. Auch Blähungen und Durchfall während der Zahnung von Kleinkindern zählen zu den traditionellen Anwendungsgebieten.

Botanische Illustration von Podophyllum (Maiapfel) (Maiapfel) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Podophyllum (Maiapfel) – Maiapfel: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

DurchfallBlähungenZahnungsbeschwerdenBauchschmerzenDarmbeschwerden

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Explosionsartiger, herausschießender Durchfall, meist gelblich und übel riechend
  • Schmerzloser, wässriger, gelb-grüner Stuhl mit Nahrungsresten und starken Blähungen
  • Krampfartige Bauchschmerzen, der Betroffene krümmt sich zusammen oder legt sich auf den Bauch
  • Starkes Gluckern und Rumoren im Bauch, besonders morgens nach dem Aufwachen
  • Schwäche und Erschöpfung nach dem Durchfall
  • Großer Stuhldrang, der Betroffene schafft es kaum zur Toilette

Die Fußblätter (auch Maiäpfel genannt, obwohl deren Früchte erst im Sommer reif sind) gehören zur Familie der Berberitzengewächse.

Podophyllum wird aus dem Wurzelstock des Maiapfels gewonnen, und werden in der Homöopathie hauptsächlich gegen explosionsartigen, spritzenden Durchfall eingesetzt. Das Mittel hilft ebenso gegen Blähungen und Durchfall während der Zahnung von Kleinkindern, insbesondere wenn das Kind den Mund fest zusammen beißt. Der Durchfall hat oft eine gelbliche Färbung, riecht übel und kommt reichlich.

Symptome

  • der Patient leidet unter Blähungen

  • der Patient hat einen explosionsartigen Durchfall, der herausschießt

  • der Patient leidet unter spritzendem Durchfall, meist gelblich

  • der Patient leidet unter "Ausbrüchen" der Durchfall ist schmerzlos, stinkt, ist gelb-grün, wässrig und/oder schleimiger (mit Nahrungsresten und starken Blähungen)

  • der Patient leidet an Schwäche und/oder Erschöpfung nach Durchfall

  • der Patient hat krampfartige Bauchschmerzen (krümmt sich zusammen oder legt sich auf den Bauch)

  • der Patient hat ein starkes Gluckern und Rumoren im Bauch (morgens nach dem Aufwachen)

  • der Patient hat großen Stuhldrang, schafft es kaum zur Toilette

  • der Patient hat wässrigen Durchfall der übel riecht (unverdautes Essen, Blut und Schleim)

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Podophyllum

  • Durchfall (besonders morgens)

  • Darmkolik

  • Durchfall (bei Babys und Kindern)

  • Durchfall bei Zahnung

  • Gallensteine

  • Sodbrennen

  • Eierstock-Zysten

  • Hämorrhoiden

  • Meteorismus (übermäßige Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt)

  • Gebärmuttervorfall

  • Gallengrieß

  • Baby - Zahnung

  • Darmkrämpfe / Darmentzündung

  • Gallenstörungen mit Durchfall

  • Kopfschmerzen

  • Verstopfung (besonders bei Kindern)

  • Baby - Durchfall und Verstopfung abwechselnd

  • Gallenblasenentzündung

  • Durst

  • Roemheld-Syndrom (reflektorische Herzbeschwerden durch Gasansammlungen in Darm und Magen)

  • Leberstörungen

  • Nabelkolik

  • Darminfektionen

  • Bauchschmerzen

  • Blähungen

  • Gallenkolik

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Sekretverlust
  • heißes Wetter
  • Essen
  • während der Zahnung
  • morgens

↑ Besserung durch

  • + Wärme und warme Anwendungen
  • + Zusammenkrümmen
  • + Waschen mit kaltem Wasser
  • + abends

Verbesserung bei

  • Wärme / warmen Anwendungen

  • sich zusammen krümmen

  • Waschen mit kaltem Wasser

  • am Abend

  • Verschlimmerung bei

  • Sekret-Verlust

  • heißem Wetter

  • Essen

  • bei der Zahnung

  • am Morgen

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Podophyllum (Maiapfel) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Podophyllum (Maiapfel)

Wobei wird Podophyllum (Maiapfel) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Podophyllum (Maiapfel) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Durchfall, Blähungen, Zahnungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Darmkolik, Stuhldrang. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Podophyllum (Maiapfel)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Podophyllum (Maiapfel) zuordnet: Explosionsartiger, herausschießender Durchfall, meist gelblich und übel riechend; Schmerzloser, wässriger, gelb-grüner Stuhl mit Nahrungsresten und starken Blähungen; Krampfartige Bauchschmerzen, der Betroffene krümmt sich zusammen oder legt sich auf den Bauch; Starkes Gluckern und Rumoren im Bauch, besonders morgens nach dem Aufwachen; Schwäche und Erschöpfung nach dem Durchfall; Großer Stuhldrang, der Betroffene schafft es kaum zur Toilette.