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Mandragora (Alraunen Kraut)Alraune

Mandragora, die Alraune, ist ein Nachtschattengewächs mit langer Kulturgeschichte. In der Homöopathie wird das eher selten verwendete Mittel traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden wie Gastritis, Blähungen und Verstopfung eingesetzt.

Botanische Illustration von Mandragora (Alraunen Kraut) (Alraune) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Mandragora (Alraunen Kraut) – Alraune: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

GastritisMagenschmerzenBlähungenVerstopfungBauchschmerzenAufstoßenDurchfallHämorrhoiden

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Druckempfindlicher, schmerzender Magen mit Besserung nach dem Essen
  • Stark aufgeblähter Bauch mit Völlegefühl und andauerndem Aufstoßen
  • Krampfartige Bauchschmerzen, gebessert durch Abgang von Blähungen
  • Unverträglichkeit fettiger Speisen
  • Hartnäckige Verstopfung im Wechsel mit Durchfall
  • Trockenes, pelziges Gefühl im Mund

Mandragora gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist im Mittelmeergebiet und in Südwest-Asien verbreitet. Die Pflanze zählt zu den ältesten, bekanntesten und historisch interessantesten Gewächsen überhaupt. Schon die alten Ägypter legten sie als Grab-Beigabe in die Pyramidengräber. Deren Wurzel wurde in vielen Kulturen wegen Ihrer gabelartig-gespaltenen Form (die an eine Menschengestalt erinnert) neben Ihrer Arzneiwirkung auch als Heil- oder Zaubermittel verwendet.

Das homöopathische Mittel Mandragora wird gegen Depressionen, vegetative Bewegungsstörungen und Gastritis angewandt. Es passt besonders gut zu frostigen Menschen, die überempfindlich auf Geräusche und Gerüche reagieren und einen großen Appetit haben. Das eher selten verwendete homöopathische Mittel wird im Volksmund auch Alraunen-Wurzel genannt. Besonders typische Merkmale für Mandragora sind Herzprobleme aufgrund von Blähungen.

Symptome

  • der Patient verträgt keine fettige Nahrung

  • der Patient hat Herzprobleme aufgrund von Blähungen

  • der Patient leidet unter Nüchtern-Schmerz

  • der Patient hat ein trockenes, pelziges Gefühl im Mund

  • der Patient hat krampfartige Bauchschmerzen (Minderung beim Abgang von Blähungen)

  • der Patient leidet unter andauerndem Aufstoßen

  • der Patient hat Durchfall, nachdem sie tagelang verstopft war

  • der Patient hat eine hartnäckige Verstopfung (mit Schmerzen auf der Toilette und aufgrund von Hämorrhoiden)

  • der Patient hat einen sehr aufgeblähten Bauch mit Völlegefühl

  • der Patient hat einen sehr Druck-empfindlichen und schmerzenden Magenbereich (Linderung der Beschwerden nach dem Essen)

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Mandragora

  • Angina Pectoris

  • Arthritis

  • Blähungen

  • Darmkoliken

  • Flatulenz (verstärkte Entwicklung von Gasen )

  • Gallenschwäche

  • Gefässkrämpfe

  • Hepatopathie (Erkrankung der Leber)

  • Herzstiche

  • Ischias

  • Kalte Hände und Füsse

  • Kongestion (Zunahme der Blutmenge in einem bestimmten Gebiet des Körpers)

  • Konzentrationsschwäche

  • Kopfkongestion (Blutandrang zum Kopf )

  • Leberschwäche

  • Magenschmerzen

  • Meteorismus (übermäßige Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt)

  • Muskel-Rheuma

  • Müdigkeit

  • Obstipation (Verstopfung)

  • Ohrensausen

  • Polyarthritis

  • Reizbarkeit

  • Reizblase

  • Rheuma

  • Roemheld-Syndrom

  • Rückenschmerzen

  • Schläfrigkeit

  • Sinnestäuschungen

  • Stenocardie (Brustenge, Herzschmerz )

  • Taubheitsgefühl

  • Tinnitus

  • Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür )

  • Verstopfung

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Verzehr fetter Speisen
  • Um Mitternacht

↑ Besserung durch

  • + Essen
  • + Im Liegen
  • + Rückwärtsbeugen

Verbesserung bei

  • Essen

  • im Liegen

  • sich Rückwärts-Beugen

Verschlimmerung bei

  • dem Verzehr von fetten Speisen

  • um Mitternacht

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Mandragora (Alraunen Kraut) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Mandragora (Alraunen Kraut)

Wobei wird Mandragora (Alraunen Kraut) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Mandragora (Alraunen Kraut) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Magenschleimhautentzündung, Magenbeschwerden, Blähungen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Aufstoßen, Durchfall, Hämorrhoiden. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Mandragora (Alraunen Kraut)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Mandragora (Alraunen Kraut) zuordnet: Druckempfindlicher, schmerzender Magen mit Besserung nach dem Essen; Stark aufgeblähter Bauch mit Völlegefühl und andauerndem Aufstoßen; Krampfartige Bauchschmerzen, gebessert durch Abgang von Blähungen; Unverträglichkeit fettiger Speisen; Hartnäckige Verstopfung im Wechsel mit Durchfall; Trockenes, pelziges Gefühl im Mund.