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Lilium Tigrinum (Tigerlilie)Tigerlilie

Lilium tigrinum (Tigerlilie) gilt in der Homöopathie als typisches Frauenmittel mit Bezug zu Gebärmutter und Eierstöcken. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Senkungsbeschwerden, Ausfluss sowie Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden.

Botanische Illustration von Lilium Tigrinum (Tigerlilie) (Tigerlilie) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Lilium Tigrinum (Tigerlilie) – Tigerlilie: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

GebärmuttersenkungInkontinenzBeckenbodenschwächeWechseljahresbeschwerdenMenstruationsbeschwerdenAusflussRückbildung nach der GeburtScheidenentzündung

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Senkungsgefühl, als würde die Vagina nach unten drängen
  • Schmerzende Brüste mit schmerzhafter, unregelmäßiger Menstruation
  • Herzrasen und Herzstörungen
  • Starkes Jucken im Bereich der Scheide
  • Gelb-grünlicher, riechender Vaginalausfluss
  • Reizbare, hitzköpfige Gemütsverfassung

Die Tigerlilie kommt aus dem ost-asiatischen Raum, und ist besonders in China verbreitet. Ihre Pflanzen-Zwiebel kann man essen, getrocknet und zermahlen wird sie als Verdickungs-Mittel beim Kochen eingesetzt.

In der chinesischen Medizin werden die Zwiebeln und auch die Blüten als Heilmittel angewandt. In der Homöopathie wird das frische Kraut zur Blütezeit für die Herstellung der Urtinktur verwendet.Lilium tigrinum Globuli gelten in der Homöopathie als typisches Frauenmittel. Sie wirken auf die Gebärmutter und auf die Eierstöcke, und wird gegen Senkungs-Beschwerden (wie z.B. Harninkontinenz und drohende Gebärmuttersenkung bzw. Beckenbodenschwäche), gegen Ausfluss sowie gegen Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Das Heilmittel unterstützt die Rückbildung des Uterus nach der Geburt und hilft bei postnatalen Stimmungskrisen (Wochenbett-Depression). Manchmal kann die Tigerlilie auch bei Herzbeschwerden hilfreich sein, wenn diese menstruationsbedingt auftreten.

Der typische Lilium Tigrinum Patient ist häufig reizbar, hitzköpfig, schimpft viel, ist hektisch, dabei manchmal ziellos und oft kurzsichtig. Wenn er sich aufregt führt das zu Knie- und Hüftschmerzen und auch oft zu zittrigen Gelenken. Dabei ist die Gemüts-Stimmung melancholisch, ständig besorgt und weinerlich. Häufig schwankt der/die Betroffene zwischen moralischen Normen und eigenen Bedürfnissen. Der Sexualtrieb ist meistens sehr ausgeprägt und tendiert zu Obszönitäten und Promiskuität.

Die Patientinnen haben ein Wundgefühl mit großem Druck in der Vagina (als ob die Gebärmutter heraustreten würde) daher werden die Beine zum Schutz überkreuzt und die Hand unter die Scheide gedrückt (oder die Patientin trägt eine Binde). Sie leiden an nervösem Herzflattern, an Schwindel-Gefühlen und Brustenge sowie Stirnkopfschmerzen, und fühlen sich am ganzen Körper aufgedunsen. Außerdem klagen sie über ständigem Harn- und Stuhldrang. Lilium-Menschen haben eine Abneigung gegen Kaffee und Brot. Der Appetit auf Fleisch ist sehr groß, ebenso wie ihr Durst. Die Schmerzen treten meistens links-seitig auf. Lilium Tigrinum Globuli werden in der Homöopathie eher selten eingesetzt.

Symptome

  • der Patient hat Angstgefühle

  • die Patientin leidet unter Wechseljahrs-Beschwerden

  • die Patientin hat Herzstörungen

  • die Patientin verspürt ein Senkungs-Gefühl (als würde die Vagina nach unten drängen)

  • die Patientin hat schmerzende Brüste zusammen mit einer schmerzhaften und unregelmäßigen Menstruation

  • die Patientin leidet an schmerzenden Brüste (auch als Zeichen der beginnenden Wechseljahre)

  • die Patientin leidet unter Herzbeschwerden, das Herz rast

  • die Patientin verspürt ein starkes Jucken im Bereich der Scheide

  • die Patientin hat einen gelb-grünlichen, riechenden Vaginalausfluss

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Lilium Tigrinum

  • Wechseljahresbeschwerden

  • Vaginal-Ausfluss (besonders nach einer Scheidenpilz-Infektion)

  • Gebärmuttervorfall / Gebärmuttersenkung

  • Scheidenentzündung

  • Starke Menstruation

  • Verwachsungen der Eierstöcke (nach Operationen)

  • Jugendliche: schwache Menstruation

  • nervöse Herzbeschwerden (wie Strom im linken Arm)

  • Frauenbeschwerden

  • Herzschmerzen

  • Kopfschmerz nach der Regelblutung (linke Stirn und Schläfe)

  • Augenflimmern

  • Senkungsbeschwerden

  • Brustschmerzen

  • Eierstock-Schmerzen, Verwachsungen und Krämpfe besonders links-seitig

  • Frühe Menstruation

  • Schwindelgefühl / Schwankschwindel

  • Ausfluß bei Trichomonaden (sexuell übertragbare Krankheit durch Geißeltierchen Trichomonas )

  • Verwachsungen und Entzündungen der Eierstöcke

  • Schmerzen an den Eierstöcken

  • Menstruationsbeschwerden

  • Herz-Enge / Herzstiche

  • Harninkontinenz / Blasenkrämpfe

  • Fluor Albus (vermehrte Sekretion aus der Scheidenvorhof-Drüse)

  • Herzbeschwerden mit Taubheitsgefühl an der rechten Hand

  • chronische, schmerzhafte Krampfadern

  • Verlangen nach Fleisch (Heißhunger)

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Trost
  • Am Abend
  • In warmen Räumen
  • Nachts

↑ Besserung durch

  • + Bewegung, besonders im Freien
  • + Beschäftigung

Verbesserung bei

  • Bewegung

  • sich beschäftigen

  • Bewegung (im Freien)

Verschlimmerung bei

  • Trost

  • am Abend

  • in warmen Räumen

  • Nachts

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Lilium Tigrinum (Tigerlilie) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Naturhistorische Illustration von Lachesis – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Lachesis

Lachesis wird in der Homöopathie traditionell bei Wechseljahresbeschwerden mit Hitzewallungen, bei linksseitigen Halsschmerzen sowie bei Herz- und Kreislaufbeschwerden eingesetzt. Typisch sind linksseitige Beschwerden und eine Abneigung gegen Enge am Hals.

WechseljahresbeschwerdenHitzewallungenHalsschmerzenMandelentzündung

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Mineralogische Illustration von Natrium Muriaticum (Kochsalz) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Natrium Muriaticum

Kochsalz

Natrium Muriaticum (Kochsalz) wird in der Homöopathie traditionell bei Beschwerden eingesetzt, die auf lang anhaltenden Kummer, Trauer oder Enttäuschung zurückgeführt werden. Typische traditionelle Anwendungsgebiete sind Migräne, Erkältungen mit Fließschnupfen und Lippenherpes.

MigräneKopfschmerzenErkältungFließschnupfen

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Botanische Illustration von Pulsatilla (Wiesenküchenschelle) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Pulsatilla

Wiesenküchenschelle

Pulsatilla, die Wiesenküchenschelle, gilt in der Homöopathie als vielseitiges Mittel der Kinder- und Frauenheilkunde. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden mit wechselhaftem, weinerlichem Gemütszustand.

ErkältungSchnupfenHeuschnupfenMagen-Darm-Beschwerden

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Naturhistorische Illustration von Sepia Officinalis (der gemeine Tintenfisch) (Gewöhnlicher Tintenfisch) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli

Sepia Officinalis (der gemeine Tintenfisch)

Gewöhnlicher Tintenfisch

Sepia wird aus dem Tintenbeutel des Gewöhnlichen Tintenfisches gewonnen. In der Homöopathie wird das Mittel traditionell vor allem bei hormonell bedingten Frauenbeschwerden sowie bei Erschöpfung mit Reizbarkeit eingesetzt.

WechseljahresbeschwerdenRegelbeschwerdenPrämenstruelles Syndrom (PMS)Schwangerschaftsübelkeit

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Häufige Fragen zu Lilium Tigrinum (Tigerlilie)

Wobei wird Lilium Tigrinum (Tigerlilie) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Lilium Tigrinum (Tigerlilie) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Senkungsbeschwerden, Harninkontinenz, Beckenbodenschwäche, Gebärmuttersenkung, Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Vaginaler Ausfluss, Rückbildung nach der Geburt, Scheidenjucken, Menstruationsbedingte Herzbeschwerden. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Lilium Tigrinum (Tigerlilie)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Lilium Tigrinum (Tigerlilie) zuordnet: Senkungsgefühl, als würde die Vagina nach unten drängen; Schmerzende Brüste mit schmerzhafter, unregelmäßiger Menstruation; Herzrasen und Herzstörungen; Starkes Jucken im Bereich der Scheide; Gelb-grünlicher, riechender Vaginalausfluss; Reizbare, hitzköpfige Gemütsverfassung.