Mittelbild & Leitsymptome
- Senkungsgefühl, als würde die Vagina nach unten drängen
- Schmerzende Brüste mit schmerzhafter, unregelmäßiger Menstruation
- Herzrasen und Herzstörungen
- Starkes Jucken im Bereich der Scheide
- Gelb-grünlicher, riechender Vaginalausfluss
- Reizbare, hitzköpfige Gemütsverfassung
Die Tigerlilie kommt aus dem ost-asiatischen Raum, und ist besonders in China verbreitet. Ihre Pflanzen-Zwiebel kann man essen, getrocknet und zermahlen wird sie als Verdickungs-Mittel beim Kochen eingesetzt.
In der chinesischen Medizin werden die Zwiebeln und auch die Blüten als Heilmittel angewandt. In der Homöopathie wird das frische Kraut zur Blütezeit für die Herstellung der Urtinktur verwendet.Lilium tigrinum Globuli gelten in der Homöopathie als typisches Frauenmittel. Sie wirken auf die Gebärmutter und auf die Eierstöcke, und wird gegen Senkungs-Beschwerden (wie z.B. Harninkontinenz und drohende Gebärmuttersenkung bzw. Beckenbodenschwäche), gegen Ausfluss sowie gegen Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden eingesetzt.
Das Heilmittel unterstützt die Rückbildung des Uterus nach der Geburt und hilft bei postnatalen Stimmungskrisen (Wochenbett-Depression). Manchmal kann die Tigerlilie auch bei Herzbeschwerden hilfreich sein, wenn diese menstruationsbedingt auftreten.
Der typische Lilium Tigrinum Patient ist häufig reizbar, hitzköpfig, schimpft viel, ist hektisch, dabei manchmal ziellos und oft kurzsichtig. Wenn er sich aufregt führt das zu Knie- und Hüftschmerzen und auch oft zu zittrigen Gelenken. Dabei ist die Gemüts-Stimmung melancholisch, ständig besorgt und weinerlich. Häufig schwankt der/die Betroffene zwischen moralischen Normen und eigenen Bedürfnissen. Der Sexualtrieb ist meistens sehr ausgeprägt und tendiert zu Obszönitäten und Promiskuität.
Die Patientinnen haben ein Wundgefühl mit großem Druck in der Vagina (als ob die Gebärmutter heraustreten würde) daher werden die Beine zum Schutz überkreuzt und die Hand unter die Scheide gedrückt (oder die Patientin trägt eine Binde). Sie leiden an nervösem Herzflattern, an Schwindel-Gefühlen und Brustenge sowie Stirnkopfschmerzen, und fühlen sich am ganzen Körper aufgedunsen. Außerdem klagen sie über ständigem Harn- und Stuhldrang. Lilium-Menschen haben eine Abneigung gegen Kaffee und Brot. Der Appetit auf Fleisch ist sehr groß, ebenso wie ihr Durst. Die Schmerzen treten meistens links-seitig auf. Lilium Tigrinum Globuli werden in der Homöopathie eher selten eingesetzt.
Symptome
der Patient hat Angstgefühle
die Patientin leidet unter Wechseljahrs-Beschwerden
die Patientin hat Herzstörungen
die Patientin verspürt ein Senkungs-Gefühl (als würde die Vagina nach unten drängen)
die Patientin hat schmerzende Brüste zusammen mit einer schmerzhaften und unregelmäßigen Menstruation
die Patientin leidet an schmerzenden Brüste (auch als Zeichen der beginnenden Wechseljahre)
die Patientin leidet unter Herzbeschwerden, das Herz rast
die Patientin verspürt ein starkes Jucken im Bereich der Scheide
die Patientin hat einen gelb-grünlichen, riechenden Vaginalausfluss
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Lilium Tigrinum
Wechseljahresbeschwerden
Vaginal-Ausfluss (besonders nach einer Scheidenpilz-Infektion)
Gebärmuttervorfall / Gebärmuttersenkung
Scheidenentzündung
Starke Menstruation
Verwachsungen der Eierstöcke (nach Operationen)
Jugendliche: schwache Menstruation
nervöse Herzbeschwerden (wie Strom im linken Arm)
Frauenbeschwerden
Herzschmerzen
Kopfschmerz nach der Regelblutung (linke Stirn und Schläfe)
Augenflimmern
Senkungsbeschwerden
Brustschmerzen
Eierstock-Schmerzen, Verwachsungen und Krämpfe besonders links-seitig
Frühe Menstruation
Schwindelgefühl / Schwankschwindel
Ausfluß bei Trichomonaden (sexuell übertragbare Krankheit durch Geißeltierchen Trichomonas )
Verwachsungen und Entzündungen der Eierstöcke
Schmerzen an den Eierstöcken
Menstruationsbeschwerden
Herz-Enge / Herzstiche
Harninkontinenz / Blasenkrämpfe
Fluor Albus (vermehrte Sekretion aus der Scheidenvorhof-Drüse)
Herzbeschwerden mit Taubheitsgefühl an der rechten Hand
chronische, schmerzhafte Krampfadern
Verlangen nach Fleisch (Heißhunger)
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Trost
- – Am Abend
- – In warmen Räumen
- – Nachts
↑ Besserung durch
- + Bewegung, besonders im Freien
- + Beschäftigung
Verbesserung bei
Bewegung
sich beschäftigen
Bewegung (im Freien)
Verschlimmerung bei
Trost
am Abend
in warmen Räumen
Nachts
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Lilium Tigrinum (Tigerlilie) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Lachesis
Lachesis wird in der Homöopathie traditionell bei Wechseljahresbeschwerden mit Hitzewallungen, bei linksseitigen Halsschmerzen sowie bei Herz- und Kreislaufbeschwerden eingesetzt. Typisch sind linksseitige Beschwerden und eine Abneigung gegen Enge am Hals.
WechseljahresbeschwerdenHitzewallungenHalsschmerzenMandelentzündung
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Natrium Muriaticum
Kochsalz
Natrium Muriaticum (Kochsalz) wird in der Homöopathie traditionell bei Beschwerden eingesetzt, die auf lang anhaltenden Kummer, Trauer oder Enttäuschung zurückgeführt werden. Typische traditionelle Anwendungsgebiete sind Migräne, Erkältungen mit Fließschnupfen und Lippenherpes.
MigräneKopfschmerzenErkältungFließschnupfen
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Pulsatilla
Wiesenküchenschelle
Pulsatilla, die Wiesenküchenschelle, gilt in der Homöopathie als vielseitiges Mittel der Kinder- und Frauenheilkunde. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden mit wechselhaftem, weinerlichem Gemütszustand.
ErkältungSchnupfenHeuschnupfenMagen-Darm-Beschwerden
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Sepia Officinalis (der gemeine Tintenfisch)
Gewöhnlicher Tintenfisch
Sepia wird aus dem Tintenbeutel des Gewöhnlichen Tintenfisches gewonnen. In der Homöopathie wird das Mittel traditionell vor allem bei hormonell bedingten Frauenbeschwerden sowie bei Erschöpfung mit Reizbarkeit eingesetzt.
WechseljahresbeschwerdenRegelbeschwerdenPrämenstruelles Syndrom (PMS)Schwangerschaftsübelkeit
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Lilium Tigrinum (Tigerlilie)
Wobei wird Lilium Tigrinum (Tigerlilie) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Lilium Tigrinum (Tigerlilie) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Senkungsbeschwerden, Harninkontinenz, Beckenbodenschwäche, Gebärmuttersenkung, Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Vaginaler Ausfluss, Rückbildung nach der Geburt, Scheidenjucken, Menstruationsbedingte Herzbeschwerden. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Lilium Tigrinum (Tigerlilie)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Lilium Tigrinum (Tigerlilie) zuordnet: Senkungsgefühl, als würde die Vagina nach unten drängen; Schmerzende Brüste mit schmerzhafter, unregelmäßiger Menstruation; Herzrasen und Herzstörungen; Starkes Jucken im Bereich der Scheide; Gelb-grünlicher, riechender Vaginalausfluss; Reizbare, hitzköpfige Gemütsverfassung.
