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Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid)Kaliumjodid

Das Mineralsalz Kalium iodatum (Jodkali) wird in der Homöopathie traditionell bei Erkältungsneigung, festsitzendem Husten und Schnupfen eingesetzt, besonders wenn die Beschwerden mit Schwitzen einhergehen; zudem gilt es als traditionelles Frauenmittel in den Wechseljahren.

Mineralogische Illustration von Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid) (Kaliumjodid) – Ausgangssubstanz der homöopathischen Globuli
Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid) – Kaliumjodid: Ausgangs­substanz der homöopathischen Zubereitung

ErkältungHustenSchnupfenAtemnotWechseljahresbeschwerdenPilzinfektionenNesselsuchtHautausschlägeWassereinlagerungenHautrisseRheumaInfektanfälligkeit

ELEva Landefeld· HeilpraktikerinVeröffentlicht März 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Mittelbild & Leitsymptome

  • Beschwerden treten zusammen mit Schwitzen auf
  • trockener, krampfartiger Husten mit weißlichem Auswurf
  • Atembeschwerden, nachts und morgens besonders stark, auch bei warmem, schwülem Wetter
  • Neigung zu Pilzinfektionen, Nesselsucht und juckenden Hautausschlägen
  • schnell rissig werdende Haut, besonders bei kleinen Kindern

Das Mineralsalz Kalium Jodatum wird in der Homöopathie bei einer Neigung zu Erkältungen, bei fest sitzendem Husten und gegen Schnupfen verwendet. Besonders passend ist Kalium Jodatum wenn die Krankheit zusammen mit Schwitzen auftritt.

Außerdem ist es ein bewährtes Frauenheilmittel, besonders in den Wechseljahren. Patienten, die ein Homöopathikum der Kalium-Gruppe brauchen, haben oft viele gemeinsame Wesenszüge: Sie sind korrekt, bodenständig, legen viel Wert auf Ordnung und gute Umgangsformen. Meistens sind sie konservativ und legen viel Wert auf moralisches Handeln. Viele dieser Patienten leben zurückgezogen, sind häufig boshaft und rachsüchtig, weil sie zutiefst verletzt und sehr traurige Menschen sind die unfähig sind Gefühle zu zeigen. Sie können das Glück anderer kaum ertragen und werden dadurch zur verbitterten Eigenbrödlern, die ihre Mitmenschen gerne verbal oder körperlich verletzten.

Kalium Jodatum Patienten neigen zu Pilz-Infektionen am ganzen Körper, Nesselsucht, Ödembildung und juckenden Hautausschlägen. Besonders bei bei kleinen Kindern wird die Haut schnell rissig, insbesondere im Bereich des Afters. Kopfschmerzen, gerötete Augen und eine rote laufende Nase (mit scharfem, wässrigen Sekret) treten vor allem in den Morgenstunden auf. Gleichzeitig sind die Nasennebenhöhlen stark verstopft und die Betroffenen müssen manchmal sogar durch den Mund atmen. Der Nasen-Ausfluss kann aber auch mild und leicht grünlich sein, jedoch ist er immer reichlich und verstopft die Nase und die Nebenhöhlen.

Frauen leiden an einer sehr schmerzhaften Menstruation und unter scharfem Ausfluss. Am Morgen leiden die Betroffenen unter Atemnot und stechenden Schmerzen in der Lunge. Dazu kommt ein hartnäckiger und schmerzhafter Husten mit grünlich-dicklichem oder schaumigem Auswurf. Der ganze Körper bildet übermäßig viel Sekrete und neigt zu Ödem-Bildung, darum findet sich auch oft Wasser in der Lunge. Die Patienten sind sehr anfällig für Krankheiten und aus einer Erkältung entwickelt sich rasch eine schwere Lungenentzündung.

Allgemein verschlimmern sich die Beschwerden am Abend und in der Nacht. Wärme, warmes Zudecken und/oder nass-kaltes Wetter vertragen die Betroffenen ebenso wenig wie Berührungen an den schmerzenden Stellen. Bewegung an der frischen Luft hingegen tut ihnen gut. Weiterhin besteht eine große Abneigung gegen Milch und Suppen. Kalte Speisen vertragen die Patienten nicht, dadurch bekommen sie häufig Durchfall. Allgemein neigen sie dazu, rasch abzumagern, und haben dazu heftige, brennende oder pochende Schmerzen im Bauchbereich. Großen Appetit haben die betroffenen Personen hingegen auf Fisch, Gemüse, Wein und saure Speisen.

Symptome

  • der Patient leidet unter Atembeschwerden, die nachts und morgens besonders stark (oder auch bei warmem, schwülem Wetter)

  • der Patient schwitzt

  • der Patient hat einen trockenen, krampfartigen Husten (dazu weißlichen Auswurf und Atem-Beschwerden)

Traditionelle Anwendungsgebiete

Verwendungsgebiete von Kalium Jodatum

  • Abwehrschwäche

  • Pankreas-Schwäche (Bauchspeicheldrüse)

  • Gelenk-Rheumatismus

  • Hodgkin-Lymphom (maligne Erkrankung des lymphatischen Systems)

  • Ödeme

  • Bronchitis

  • Knieschwellungen

  • Globussyndrom (Gefühl von einem Kloß im Hals evtl. schlechter atmen zu können)

  • Morbus Hodgkin (bösartiger Tumor des Lymphsystems )

  • Schwermut

  • Leberschwellung

  • Glatze / Stirnglatze

  • Hyperhidrosis (unphysiologische starke Schweißbildung )

  • Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

  • Juckende Fußsohlen

  • Bauchspeicheldrüsen Entzündung

  • Kieferhöhlen-Vereiterung

  • Gicht

  • Knochenhaut-Entzündung

  • Appetitlosigkeit

  • Akne, Pickel, Pusteln

  • Verdauungsbeschwerden

  • Lymphom (Lymphknotenvergrößerungen bzw. Lymphknotenschwellungen)

  • Gereiztheit / Reizbarkeit

  • Abgeschlagenheit

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • Angina Abdominalis (Durchblutungsstörung der Darmwand)

  • Schmerzempfindliche Zähne

  • Aufgedunsenes Gesicht

  • Harnsaure Ablagerungen

  • Darmschleimhaut-Entzündung

  • Gleichgewichtsstörungen

  • Schnupfen

  • Depressionen

  • Hexenschuss

  • Hornhaut-Entzündung

  • Cholesterinspiegel-Senkung

  • Trigeminusneuralgie (äußerst schmerzhaften Reizzustand eines Gesichts-Nerves)

  • Ischias

  • Haltungsschäden

  • Schweißhände

  • Wundsein

  • Fließschnupfen

  • Heuschnupfen

  • Nervöse Herzbeschwerden

  • Rheuma

  • Geheimratsecken / hohe Stirn

  • Harnleiter-Entzündung

  • Schweißausbrüche

  • Haarausfall

  • Ganglion (Überbein)

  • Nervosität

  • Neuralgien

  • Schmerzempfindliche Haut

  • Husten

  • Knochen-Entzündung

  • Dyspepsie (Verdauungsstörung)

  • Magenschleimhaut-Entzündung

  • Lymphogranulomatose (eine Form des Lymphknoten-Krebses)

  • Immunsystem-Stärkung

  • Kopfschmerzen

  • Gangunsicherheit / Schwankungen

  • Herzrhythmus-Störungen

  • Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

  • Schmerzempfindliche Haare

  • Gelenkschmerzen

  • Cluster-Kopfschmerz (extreme, einseitige und in Attacken auftretende Kopfschmerzen)

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Trägheit

  • Wassereinlagerungen

  • Harnsäure Überschuss

  • Bindehaut-Entzündung

  • Struma / Kropf (tastbare, sichtbare bzw. messbare Vergrößerung der Schilddrüse)

  • Heiserkeit

  • Herzschwäche

  • Alterserscheinungen

  • Räusperzwang

  • Geschwollene Füße

  • Aufgeschwemmtheit

  • Erkältung

  • Hypertonie (Bluthochdruck)

  • Schwindel-Gefühl

  • Drüsenschwellung

  • Reizleitungsstörung

  • Gelenk-Entzündung

Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?

Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.

↓ Verschlimmerung durch

  • Ruhe
  • Konsum von Milch
  • Wärme und Hitze
  • Aufenthalt in warmen Räumen
  • nachts

↑ Besserung durch

  • + Bewegung
  • + Aufenthalt im Freien
  • + kühle Luft und Kälte

Verbesserung bei

  • Bewegung

  • Im Freien

  • Kühle Luft

  • Kälte

Verschlimmerung bei

  • Ruhe

  • Konsum von Milch

  • Wärme und Hitze

  • In der Nacht

  • Aufenthalt in warmen Räumen

  • Nassem und kaltem Wetter

Ähnliche Mittel im Vergleich

Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Häufige Fragen zu Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid)

Wobei wird Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid) in der Homöopathie traditionell angewendet?

Die homöopathische Tradition ordnet Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Erkältung, Husten, Schnupfen, Atembeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Pilzinfektionen, Nesselsucht, Juckende Hautausschläge, Ödeme, Rissige Haut, Gelenkrheumatismus, Abwehrschwäche. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist das typische Mittelbild von Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid)?

Typische Leitsymptome, die die Materia medica Kalium Iodatum (Jodkali / Kaliumjodid) zuordnet: Beschwerden treten zusammen mit Schwitzen auf; trockener, krampfartiger Husten mit weißlichem Auswurf; Atembeschwerden, nachts und morgens besonders stark, auch bei warmem, schwülem Wetter; Neigung zu Pilzinfektionen, Nesselsucht und juckenden Hautausschlägen; schnell rissig werdende Haut, besonders bei kleinen Kindern.