Globuli bei Muskelkater
Die homöopathische Arzneimittellehre ordnet muskelkater traditionell 5 Mitteln zu. Die Mittelwahl richtet sich in der Homöopathie nach dem individuellen Beschwerdebild – die Leitsymptome helfen bei der Abgrenzung.

Acidum Sarcolacticum
Rechtsdrehende MilchsäureTypisches Bild: Schwächegefühl in den Muskeln, Schmerzen bei kleinster Anstrengung · Gefühl wie nach einem Muskelkater · Schlapp und wie zerschlagen · Sodbrennen mit saurem Aufstoßen und Magendrücken

Arnica
BergwohlverleihTypisches Bild: Zerschlagenheitsgefühl am ganzen Körper · Große Berührungsempfindlichkeit nach Verletzungen · Angst, erneut verletzt zu werden · Neigung zu blauen Flecken und Blutungen

Badiaga
SüßwasserschwammTypisches Bild: Muskeln wie zerschlagen, als wäre der ganze Körper wund · Haut so empfindlich, dass Kleidung und Berührung wehtun · Stoßweiser Husten, bei dem zäher Schleim herausfliegt · Niesanfälle und Husten am Nachmittag verstärkt

Bellis Perennis
GänseblümchenTypisches Bild: Geprelltes, wundes Gefühl an der betroffenen Stelle · Punktförmiges Wundheitsgefühl nach Verletzungen · Zerschlagenheitsgefühl mit erschlagender Müdigkeit · Beschwerden nach Schlägen, Stößen oder chirurgischen Eingriffen

Rhus Toxicodendron
GiftsumachTypisches Bild: Reißende Schmerzen an Muskeln, Sehnenansätzen und Gelenken nach Überanstrengung · Große Unruhe und Bewegungsdrang, der Betroffene ist zappelig · Juckende, klein-blasige Hautausschläge mit Rötung · Grippaler Infekt mit Gliederschmerzen
Hintergrund: Alternative Therapieformen bei Muskelkater
Alternative Therapieformen bei Muskelkater
So lästig wie er ist, ein wenig stolz – wenn auch nur insgeheim - macht Muskelkater die betroffene Person meist schon.
Schließlich ist er Folge einer übermäßigen sportlichen Betätigung oder sonstiger körperlicher Ertüchtigung und zeugt manchmal noch tagelang von Aktivität und Fitness.
Die mit dem Muskelkater einhergehenden Schmerzen treten typischerweise nicht unmittelbar während der Belastung ein. Sie machen sich erst einige Stunden später bemerkbar, erreichen im Normalfall nach ein bis drei Tagen ihre maximale Intensität und verschwinden – in der Regel – nach allerspätestens zehn Tagen von selbst.
Entgegen einer früher vertretenen Theorie resultieren die Schmerzen nicht aus einer Übersäuerung der überanstrengten Muskeln, sondern sind Ausdruck feinster Verletzungen in den Muskelfasern.
Sollten diese Verletzungen ein derartiges Ausmaß annehmen, dass der Muskelkater nicht von allein wieder verschwindet, sollte die betroffene Person ärztlichen Rat einholen. In allen anderen Fällen ist der Muskelkater völlig harmlos.
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