Mittelbild & Leitsymptome
- Gedächtnisschwäche
- Sprachstörungen
- auffallend langsame Bewegungen
- bellender Husten
- Luftnot und Erstickungsanfälle
Für die Mittelwahl wichtige Symptome
Um eine schnelle und wirksame homöopathische Behandlung zu erreichen muss ein Mittel gefunden werden, dessen Arzneimittelbild möglichst mit dem Beschwerdebild des Patienten übereinstimmt. Aus diesem Grund wird zu Beginn jeder Behandlung ein ausführliches Anamnesegespräch geführt, in dem alle Symptome (körperliche, geistige und psychische) zusammengetragen werden. Auf diese Weise wird nicht nur die Erkrankung behandelt, sondern der gesamte Mensch.
Bei folgenden Symptomen ist Kalium bromatum angezeigt:
Beschwerden entstehen infolge von…
Bronchitis mit Atemnot
eitrigen Hauterkrankungen
Erkrankungen des Nervensystems
Leitsymptome
Gedächtnisschwäche
Sprachstörungen
langsame Bewegungen
bellender Husten
Luftnot und Erstickungsanfälle
Symptome
der Patient hat ein schwaches Gedächtnis
der Patient leidet an Sprachstörungen
der Patient wirkt langsam
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Kalium Bromatum
Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
Furunkulose (wiederholtes Auftreten zahlreicher Furunkel an diversen Körperstellen)
innere Unruhe
Ekzeme
Akne (dunkel, bräunlich, hart)
Magen-Darm-Grippe
Schlafwandeln (sucht Ruhe)
Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung)
Schlafstörungen
Krupphusten
Neigung zu Krämpfen
Haarausfall (nervös / Schilddrüsen-Überfunktion)
Manisch-depressive Episoden
Pseudokrupp
Furunkel (tiefe und schmerzhafte Entzündung des Haarbalgs)
Stimmungsschwankungen
Unruhige Arme und Beine
Schuppenflechte
Keuchhusten
Epilepsie
Seborrhoe (Überproduktion von Hautfetten )
Akne
Durchfall
Nervosität
Asthma
Magen-Darm Entzündung
Speichelfluss
Missbrauch von Psychopharmaka (Tranquilizer)
Gangunsicherheit
Atemnot
Schlaflosigkeit
Schluckauf
Paresthesien (ein typisches Früh-Symptom bei Multipler Sklerose)
Brechdurchfall
Akne (bei Jugendlichen)
Abszesse
Krämpfe
schwerer Husten (Anfall-weise)
Pickel
Krampfhusten
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Kälte und kalte Zugluft
- – nachts, besonders zwischen 3 und 5 Uhr
- – morgens nach dem Aufstehen
- – Liegen auf der schmerzenden Stelle
- – Husten
↑ Besserung durch
- + Wärme
- + frische Luft
- + Beschäftigung
- + Vornüberbeugen und Aufsetzen
- + tagsüber und beim Gehen
Beschwerden verschlimmern sich durch…
Kälte
kalte Zugluft
zwischen 3 und 5 Uhr
nachts
morgens
nach dem Aufstehen
Liegen auf der schmerzenden Stelle
Husten
Beschwerden bessern sich durch…
Wärme
frische Luft
Beschäftigung
Vornüberbeugen
Aufsetzen
tagsüber
Gehen
Der typische Patient, für den sich Kalium bromatum eignet, befindet sich in ständiger Bewegung und kommt selten zur Ruhe. Durch seinen gesteigerten Bewegungsdrang und die gesteigerte Erregbarkeit der Reflexe sieht man häufig eine ausgeprägte Gestikulation, zitternde Finger, die immer beschäftigt werden müssen, unkontrollierte Bewegungen sowie Muskelverkrampfungen bis hin zu Wadenkrämpfen. Dazwischen treten immer wieder auch Lähmungserscheinungen auf.
Der Gang ähnelt dem eines Alkoholisierten: der Kalium bromatum Patient stolpert oder taumelt. Nicht selten zeigt er sich paranoid oder wahnhaft, hat Angst davor, vergiftet zu werden, ist aber dem Alkohol zugetan. In der Nacht wird er von Alpträumen geplagt und wacht nicht selten mit einem Schrei auf. Er klagt über Ohrensausen, stottert beim Sprechen und hat einen starren Blick mit erweiterten Pupillen. Seine Haut ist fettig und mit dunklen Eiterpusteln übersät. Diese können auch untereinander verschmelzen und Furunkel bilden. Der Schweiß ist klebrig und kalt. Wenn er hustet, dann kommt es oft zu Atemnot. Auch das Schlucken bereitet ihm Schwierigkeiten.
Verbesserung bei
Wärme
sich beschäftigen
sich nach vorne überbeugen
sich aufsetzen
frischer Luft
am Tag
Gehen
Verschlimmerung bei
Am Morgen
Kälte
kalter Zugluft
Husten
besonders zwischen 3-5 Uhr
nach dem Aufstehen
Liegen auf der schmerzenden Stelle
in der Nacht
Substanz & Hintergrund
Kalium bromatum (Kaliumbromid)
Bei Kalium bromatum handelt es sich um das Kaliumsalz der Bromwasserstoffsäure. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es unter anderem für die Therapie epileptischer Anfälle (Antiepileptikum) und als Beruhigungsmittel verwendet. In der Homöopathie dient Kalium bromatum der Behandlung von verschiedenen Krankheitsbildern, die mit Angstzuständen, Krampfneigung, eitrigen Hautproblemen oder Husten mit Atemnot zusammenhängen.
Weiterführende Informationen zu Kalium bromatum
Kaliumbromid wurde früher als Beruhigungsmittel und Antiepileptikum eingesetzt. Da zu dieser Zeit noch sehr hohe Dosen verabreicht wurden, kam es häufig zu Vergiftungserscheinungen. Die Bromvergiftung (Bromismus) äußerte sich in Form von Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Gedächtnisproblemen bis hin zu Halluzinationen und starker Sedierung. Auch Hautprobleme traten auf, die sich als eitrige Hautknoten äußerten. In der heutigen Zeit beschränkt sich die schulmedizinische Anwendung von Kaliumbromid auf die Behandlung von frühkindlichen Grand-Mal-Anfällen, einer speziellen Form von Epilepsie. Da die Dosierung wesentlich niedriger ist, kommen Vergiftungserscheinungen nur noch in Ausnahmefällen vor.
In der Homöopathie wird der Ausgangsstoff stark verdünnt, so dass keinerlei negative Auswirkungen zu befürchten sind. Kalium bromatum wird insbesondere bei manisch-depressiven Erkrankungen, erhöhter Krampfneigung oder bei Angstzuständen begleitend eingesetzt. Auch bei Husten oder Bronchitis kann es die Symptomatik lindern, insbesondere wenn Luftnot oder Erstickungsanfälle auftreten.
Kaliumbromid (auch Bromkalium oder Kalium Bromatum genannt) wird in der Homöopathie eher selten eingesetzt.
Natürlich vorkommende Mineral-Salze bilden die Grundlage verschiedener homöopathischer Heilmittel, so auch bei Kalium Bromatum. Für die Zubereitung wird die Substanz zuerst zu feinem Pulver verrieben, dann in Laktose eingearbeitet und schließlich mehrfach verdünnt.
Die therapeutische Wirkung von Kalium Bromatum bezieht sich hauptsächlich auf den psychischen Bereich. Man kann auffällige Verhaltensweisen mit diesem homöopathischen Mittel präzise behandeln. Außerdem besitzt Kaliumbromid beruhigende Eigenschaft in Bezug auf psycho-motorische Erregtheit. Auch hyperaktive Kinder, die unter ADS (Aufmerksamkeit-Defizit-Syndrom) leiden, einen übermäßigen Bewegungsdrang haben und vermehrte motorische Unruhe aufweisen, können erfolgreich mit Kalium Bromatum erfolgreich behandelt werden. Ein weitere positiver Effekt ist eine allgemein verbesserte Ausgeglichenheit und schulische Leistungssteigerung.
Das hömöopathische Heilmittel Kaliumbromid wird verabreicht, wenn sich die betroffene Person schwer unter Kontrolle hat, wenn er/sie ununterbrochen ruhelos und nervös ist, wenn die Hände und Füße ständig geschäftig sind. Auch gegen Angstzustände, Depressionen, nervöser Müdigkeit sowie Gedächtnis-Schwäche kann Kalium Bromatum hilfreich sein. Besonders empfehlenswert ist die Verabreichung, wenn der Patient beim Sprechen oder beim Schreiben einzelne Silben oder sogar ganze Worte vergisst bzw. auslässt.
Oft gehen körperliche Symptome wie gesteigerte Nervosität und/oder Reizbarkeit bis hin zur Schlaflosigkeit mit der psychomotorischen Aufruhr einher. Man könnte Kalium bromatum als einen Alliierter für Patienten mit bipolaren Störungen und Bewusstseins-Störungen bezeichnen.
Zu den Leitsymptomen dieses Homöopathikums gehören unter anderem Delirien unterschiedlichster Art, Halluzinationen, Psychosen und Wahnvorstellungen (wie der Verfolgungswahn). Das Mittel passt auch sehr gut zur Nymphomanie, zu oft auftretenden sexuellen Gedanken und zu Überhand-nehmenden erotischen und/oder unanständigen Phantasien.
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Kalium bromatum (Kaliumbromid) – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Grindelia Robusta (Grindelie)
Grindelie
Die Grindelie ist ein Korbblütler aus den Steppen Nordamerikas, auch Gummikraut oder Teerkraut genannt. In der Homöopathie wird Grindelia traditionell bei Beschwerden der Atemwege wie Husten und Atemnot eingesetzt.
HustenAtemnotAsthmaBronchitis
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Drosera Sonnentau
Sonnentau
Der Rundblättrige Sonnentau gilt in der Homöopathie als klassisches Hustenmittel. Traditionelle Anwendungsgebiete sind krampfartiger Reizhusten, Keuchhusten (begleitend zur ärztlichen Behandlung) und Heiserkeit.
HustenReizhustenKrampfhustenKeuchhusten
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Hepar Sulfuris
Kalkschwefelleber
Hepar Sulfuris (Kalkschwefelleber) wird aus Calciumsulfid hergestellt. Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind eitrige Hautentzündungen, Abszesse und Akne sowie Hals- und Ohrenschmerzen und Nasennebenhöhlenentzündungen.
AbszesseAkneHautentzündungenFurunkel
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Ipecacuanha
Brechwurzel
Ipecacuanha wird aus der brasilianischen Brechwurzel hergestellt. In der Homöopathie gilt anhaltende Übelkeit, die sich durch Erbrechen nicht bessert, als zentrales Anwendungsbild; traditionelle Anwendungsgebiete sind Magen-Darm- und Atemwegsbeschwerden.
ÜbelkeitErbrechenSchwangerschaftsübelkeitMagen-Darm-Beschwerden
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Kalium bromatum (Kaliumbromid)
Wobei wird Kalium bromatum (Kaliumbromid) in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Kalium bromatum (Kaliumbromid) vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Bronchitis, Husten, Atemnot, Gedächtnisschwäche, Sprachstörungen, Eitrige Hauterkrankungen. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Kalium bromatum (Kaliumbromid)?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Kalium bromatum (Kaliumbromid) zuordnet: Gedächtnisschwäche; Sprachstörungen; auffallend langsame Bewegungen; bellender Husten; Luftnot und Erstickungsanfälle.
