Mittelbild & Leitsymptome
- Große Unruhe und Getriebenheit mit Ängstlichkeit und Zittern
- Andauerndes Hitzegefühl und großes Bedürfnis nach frischer Luft
- Heißhunger ohne Gewichtszunahme
- Drüsenschwellungen und -verhärtungen
- Heißer Fließschnupfen mit häufigem Niesen
- Überschnelles, unregelmäßiges Herzklopfen
Symptome
der Patient hat großen Durst
der Patient hat eine fiebrige Unruhe
der Patient hat eine Art Getriebenheit, ist ängstlich und zittert
der Patient verspürt eine große Schwäche
der Patient hat ein großes Bedürfnis nach frischer Luft
der Patient hat einen heißen Fließschnupfen (muss oft nießen)
der Patient hat eine verstopfte Nase, die im Freien anfängt zu laufen
der Patient ist heiser, räuspert sich ständig
der Patient hat eine keuchende Atmung
der Patient leidet unter einer Drüsenschwellung
der Patient leidet an einer Drüsenverhärtung
der Patient hat eine Drüsenschrumpfung
der Patient hat nächtliche Knochenschmerzen
der Patient hat Herzklopfen, das als überschnell und sehr unregelmäßig empfunden wird
der Patient hat eine Schilddrüsenfehlfunktion
der Patient fühlt sich ständig getrieben
der Patient hat feuchte kalte Hände und Füße (mit starkem Achselschweiß)
der Patient hat einen anhaltenden fließenden Schnupfen mit Husten und auch Atembeschwerden
der Patient hat eine Bauchspeicheldrüsen-Fehlfunktion
die Drüsen des Patienten sind verhärtet (an Brust und Hoden)
der Patient verspürt eine innere Unruhe
der Patient neigt zu unreiner Haut mit Entzündungen
der Patient leidet unter einem andauernden Hitzegefühl
der Patient hat Heißhunger, ißt viel, nimmt dabei aber nicht zu
der Patient neigt zu starkem Schwitzen
Traditionelle Anwendungsgebiete
Verwendungsgebiete von Jodum
Abszesse
Sodbrennen (bei Frauen in der Schwangerschaft)
Morbus Basedow blasse, ausgezehrte Haut
Morbus Basedow (Autoimmunkrankheit der Schilddrüse)
Fußschweiß (obwohl Hände und Füße kalt sind)
Skrofulose (Halsdrüsengeschwulst)
Halsentzündung
Husten
Polyarthritis (rheumatoide Arthritis = eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Autoimmunerkrankungen beim Menschen)
Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (mit Gewichtsabnahme / Fettstuhl)
Kehlkopf-Entzündung
Tendovaginitis (Sehnenscheiden-Entzündung)
Nebenhodenentzündung (verhärtet aber mit wenig Schmerzen)
Lungenentzündung (mit großer Atemnot und starkem Durst)
Schnupfen
Heuschnupfen (bei heißem und schwülem Wetter)
Durchblutungsstörungen der Glieder
Rheuma
Lungenentzündung
Ulcus ventriculi (Magengeschwür = Ulkus)
Arteriosklerose (umgangssprachlich Arterienverkalkung)
Kachexie (krankhafte, sehr starke Abmagerung)
Asthma
Herzrasen
Diabetes (mit starkem Durst / will den ganzen Tag essen)
Halsschmerzen
Struma / Kropf (tastbare, sichtbare oder messbare Vergrößerung der Schilddrüse)
Bluthochdruck
Krampfhusten
nervöses Asthma (bei älteren Menschen, mit Reizhusten / abends)
Pleuritis (Brustfellentzündung
Rachenentzündung
Pneumonie (Entzündung des Lungengewebes)
Lymphknotenschwellung
Nervosität
Eierstock-Entzündung
Angst-Zustände
Fließ-Schnupfen
Gelenkentzündungen
Kehlkopf-Entzündung (mit trockenem Fieber, Husten und Atemnot)
Platzangst mit Erstickungsgefühl / Bewegungsdrang
Rhinitis (allergischer Schnupfen, Pollen-bedingt)
Furunkel
Bronchitis
Arthritis (Entzündung in den Gelenken)
Angst vor Beengung / Bewegungsenge
Akne / Pickel
Schilddrüsen-Überfunktion
ätzend-scharfer Ausfluß (Verlangen nach Kälte)
Atemnot
Adnexitis (Entzündung von Eileiter )
Pseudokrupp verstopfte Kehle
Kopfschmerz mit unbändigem Heißhunger
Reizhusten
Gastritis (Magenschleimhautentzündung )
brennender Fließschnupfen Frühjahr
Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Unruhe
Laryngitis (Entzündung des Kehlkopfes mit Heiserkeit bis hin zur Stimmlosigkeit)
Heißhunger (bei Frauen in der Schwangerschaft)
Heuschnupfen (ätzend) mit Niesen in warmen Räumen
Rheumatismus
Tachykardie (Schnellherzigkeit / Herzrasen) ein anhaltend beschleunigter Puls
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Wärme und Hitze
- – Fasten
- – Ruhe
↑ Besserung durch
- + Bewegung
- + kalte Luft
- + Essen
Verbesserung bei
Bewegung
Kalter Luft
Essen
Verschlimmerung bei
Wärme / Hitze
Fasten
Ruhe
Substanz & Hintergrund
Iodiumpurum – Jod
Substanz
Jod gehört zur Gruppe der Halogene und besitzt im Periodensystem die Ordnungszahl 53. Die Bezeichnung Jod leitet sich vom Wort „ioeides“ (altgriechisch) ab und bedeutet so viel wie „violett, veilchenfarbig“. Erhitzt man Jod, setzten sich Dämpfe frei, die typisch violett sind. Jodate kommen in der Natur als Salze der Jodsäure hauptsächlich in Algen- und Tangasche oder in Chilesalpeter vor. Kalium- oder Natriumjodat findet man auch in „jodiertem“ Speisesalz.
Leitsymptome/Persönlichkeit Das homöopathische Mittel Iodiumpurum wirkt hauptsächlich auf den Stoffwechsel, das Bindegewebe, lymphatische Strukturen (also das Lymphsystem und lymphatische Organe wie z. B. die Milz, Lymphfollikel oder Lymphknoten), Atmungsorgane und das Kreislaufsystem. Homöopathische Mittel werden gemäß dem Prinzip der Ähnlichkeit ausgewählt und verabreicht, d.h. der größtmöglichen Übereinstimmung zwischen dem Wirkspektrum des Arzneimittels und der Gesamtheit der Symptome des erkrankten Menschen. Bei Auftreten der folgenden Symptome kann Idodiumpurum in die engere Wahl gezogen werden:
Abmagerung trotz großem Appetit; der Hunger ist immer mit viel Durst verbunden; der Betroffene fühlt sich nach dem Essen immer besser
heftiges Pochen im Kopf, sowie das Gefühl, als würde ein enges Band um den Kopf liegen
fortwährende Bewegung der Augäpfel, heftiger Tränenfluss
akute Entzündung (Katarrh) aller Schleimhäute; alle Drüsen sind vergrößert
die Erkältung wandert von oben, also vom Kopf über den Hals nach unten in die Bronchien
Schnupfen, der m Freien zu fließen beginnt;
Schmerzen in der Nasenwurzel
kitzelndes und wundes Gefühl, das Husten verursacht
Kinder fassen sich beim Husten häufig an den Hals
Gefühl, als würde der Kehlkopf sich zusammenschnüren (Einschnürungsgefühl)
häufiges Aufstoßen, als ob sich auch die kleinste Menge Essen in Gas umwandeln würde
Verstopfung wechselt mit Durchfall, trinken kalter Milch verbessert
große Schwäche während der Menstruation; keilartige Schmerzen vom Uterus zu den Ovarien
Wärme verschlechtert, Verlangen nach kühler Luft
eine große Schwäche ist vorhanden, bereits die geringste Anstrengung verursacht Schwitzen; Atemnot oder Schwäche kann bereits beim Treppensteigen auftreten
das Herz fühlt sich an, als würde es von einer Eisenhand zusammengedrückt werden
Ruhelosigkeit und Hitzewallungen am gesamten Körper
Menschen, die Iodium purum benötigen, sind äußert dünn und haben einen dunklen Teint. Der Appetit ist unbändig, jedoch magern die Betroffenen trotzdem ab. Eine Ruhelosigkeit ist ständig vorhanden, ebenso müssen diese Menschenimmer beschäftigt sein. Mögliche Anwendungen:
pochende Kopfschmerzen
akute Tränensackentzündung oder heftiger Tränenfluss
heißer Fließschnupfen, akute nasale Hyperämie (verstärke Durchblutung der Nase)
leicht blutendes Zahnfleisch
vergrößerte Schilddrüse
Kropf
Laryngitis (Entzündung des Kehlkopfes)
Kruppartiger Husten
Erkrankungen des Pankreas
Magenbeschwerden
Diarrhoe
Verstopfung
Hydrozele – Ansammlung von Flüssigkeit in der Hodenhülle
Unregelmäßige Menstruation
Oophoritis(Entzündung des Eierstocks)
Gelenkschmerzen
Rheumatismus
Knötchen in der Haut
Allgemeiner Hinweis: Homöopathische Mittel sollten nicht ohne Vorkenntnisse über deren Wirkung sowie Potenzen und deren Dosierung eingenommen werden. Auch wenn die Homöopathie zu den Therapieverfahren mit den geringsten Nebenwirkungen gehört, können falsch gewählte Mittel in falscher Potenz und zu häufiger Gabenwiederholung den Heilungsprozess hemmen bzw. ungewollte Erstverschlimmerungen oder Arzneimittelsymptome hervorrufen (vgl. Globuliwelt Homöopathie-Lexikon „Erstverschlimmerung“, „Prüfsymptome“). Bitte wenden Sie sich für die Behandlung Ihrer Beschwerden an homöopathisch arbeitende Heilpraktiker oder Ärzte. Für den sachgemäßen Einsatz von homöopathischen Hausapotheken zur Behandlung alltäglicher Beschwerden, wird die Schulung durch ausgebildete Therapeuten empfohlen.
Die Ausgangssubstanz für das homöopathische Arzneimittel Jodum ist Jod (oder auch Iod), ein von der Pharmazie-Industrie häufig benutztes Halogen. Jod ist besonders gut für Menschen geeignet, die eßsüchtig sind, einen übermäßigen Appetit haben und unter ständigem Heißhunger leiden.
Typischerweise sind sie dünn, dunkelhaarig, ängstlich und nervös. Das Heilmittel ist besonders empfehlenswert, wenn die Sucht zu Essen mit einem auffälligen Gewichtsverlust oder gar einem Wachstumsstopp in Verbindung steht. Dieser Zustand führt oft zu einer allgemeinen körperlichen Schwäche des Betroffenen. Jod kann dann zur Regenerierung des Prozesses beitragen: es bremst zum einen den Appetit und wirkt als Appetitzügler, zum anderen wirkt Jodum auf den Stoffwechsel des Patienten und kann den Abmagerungsprozess stoppen.
Eine übermäßige Hormon-Abgabe der Schilddrüse kann für den Organismus schädlich sein und führt zur sogenannten Schilddrüsen-Überfunktion, die durch die Einnahme von Jod reguliert werden kann. Der Patient magert stark ab, obwohl er extrem viel Appetit hat. Außerdem ist er ständig unruhig, hyperaktiv, Ihm ist unwohl und der Herzrhythmus ist beschleunigt, der Patient leidet an Hitzewallungen und hat ständig Durst. Die Körpertemperatur steigt parallel zum Appetit.
Bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion ist der Patient extrem geschwächt, friert schnell und ist sehr launisch und schnell gereizt. Obwohl er wenig isst nimmt er trotzdem ständig an zu. Die Haut ist dazu oft blass, die Finger- & Fußnägel sind brüchig und die Haare sind trocken und spröde. Die Stimme wird tief und rau und es kann sich ein Kropf bilden.
Wenn die Schleimhäute der Atemwege zu viele Sekrete bilden, kann dies einen Katarrh zur Folge haben. Die Symptome sind dann eine verstopfte Nase, ein unangenehmes Gefühl im Kehlkopf, heftiger Tränenfluss und Schmerzen in den Augenhöhlen. Dazu kommt oft warmer und heftiger nasaler Ausfluss, der häufig von Schmerzen in der Nase sowie im ganzen Gesicht begleitet ist. Auch bei unregelmäßig auftretender und besonders heftiger Regelblutung wird Jod verordnet. Es lindert die Menstruations-Schmerzen, nimmt das Ziehen und Spannen in der Brust und in den Brustwarzen und mindert die innere Unruhe. Magenbeschwerden, besonders wenn diese mit einem Brennen und Reißen im Magen einhergehen können ebenso mit Jod behandelt werden. Schließlich ist Jod auch bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und bei Blähungen (die systematisch nach den Mahlzeiten auftreten) hilfreich.
Hautausschläge wie Furunkel und/oder Warzen können sehr gut mit Jodum behandelt werden. Auch bei offenen Wunden und Verletzungen die nur schlecht verheilen hat es sich bewährt und es verringert dazu noch den Heilungsprozess begleitenden Juckreiz.
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Iodiumpurum – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Jodum
Jod
Jodum wird aus dem Element Jod hergestellt, das früher aus der Asche von Meeresalgen gewonnen wurde. Die Materia medica ordnet dem Mittel Abmagerung trotz großem Appetit, innere Hast und eine ausgeprägte Unverträglichkeit von Wärme zu.
Innere UnruheHitzeunverträglichkeitHeißhungerGewichtsabnahme trotz gutem Appetit
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Arum triphyllum
Dreiblättriger Feuerkolben
Arum triphyllum wird aus dem frischen Wurzelstock des Dreiblättrigen Feuerkolbens gewonnen und nur potenziert verwendet. Die Materia medica ordnet dem Mittel wund machenden Dauerschnupfen mit aufgerissenem Naseneingang und Heiserkeit nach Überanstrengung der Stimme zu.
Wunder NaseneingangDauerschnupfenFließschnupfenHeiserkeit
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Cactus grandiflorus
Königin der Nacht
Cactus grandiflorus wird aus der nachtblühenden Königin der Nacht gewonnen. Die Materia medica ordnet dem Mittel Empfindungen von Einschnürung zu – kennzeichnend ist das Gefühl, ein eiserner Reifen liege eng um die Brust. Herzbeschwerden gehören stets ärztlich abgeklärt.
HerzklopfenNervöse HerzbeschwerdenEngegefühl in der BrustStauungskopfschmerz
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Glonoinum
Nitroglycerin
Glonoinum wird aus Nitroglycerin hergestellt. In der Homöopathie wird es traditionell bei pulsierenden Kopfschmerzen, Sonnenstich und Hitzewallungen mit Blutandrang zum Kopf eingesetzt.
KopfschmerzenMigräneSonnenstichHitzewallungen
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Iodiumpurum
Wobei wird Iodiumpurum in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Iodiumpurum vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Drüsenschwellungen, Schilddrüsenfehlfunktion, Innere Unruhe, Fließschnupfen, Heiserkeit, Herzklopfen, Starkes Schwitzen, Unreine Haut, Knochenschmerzen, Atembeschwerden, Heißhunger. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Was ist das typische Mittelbild von Iodiumpurum?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Iodiumpurum zuordnet: Große Unruhe und Getriebenheit mit Ängstlichkeit und Zittern; Andauerndes Hitzegefühl und großes Bedürfnis nach frischer Luft; Heißhunger ohne Gewichtszunahme; Drüsenschwellungen und -verhärtungen; Heißer Fließschnupfen mit häufigem Niesen; Überschnelles, unregelmäßiges Herzklopfen.
