Mittelbild & Leitsymptome
- Rötungen, Entzündungen und Bläschen an Haut und Schleimhäuten
- Empfindung wie Spinnweben auf Gesicht und Armen
- Ängstlichkeit und Gereiztheit
- Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen
- Zittern von Armen und Beinen
Traditionelle Anwendungsgebiete
Anwendungsmöglichkeiten
Borax hilft Menschen, die unter Schleimhaut- und Hautbeschwerden leiden. Die Patienten können über Rötungen, Entzündungen und Bläschen klagen; mitunter sind auch die Schleimhäute des gesamten Verdauungstraktes befolgen. Zudem berichten viele Patienten darüber, dass sie der Meinung sind, auf ihren Armen und in ihrem Gesicht würden Spinnweben sein.
Borax hat einen extremen Einfluss auf das gesamte Organsystem. Vorwiegend konzentriert sich Borax aber auf die Haut und das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark). Das Präparat hilft gegen Ängstlichkeit, Gereiztheit, Arm- und Beinzittern und auch gegen eine Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, die viele Patienten als "erschreckend" bezeichnen würden. Borax sorgt zudem auch für die Regeneration der Haut. Borax Globuli kann immer eingenommen werden.
Verwendungsgebiete von Borax Globuli
Infektion und Entzündung von Augen und/oder Haut
Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Milchschorf
Verhaltensauffälligkeiten vor allem bei Kindern
Pilzbefall im Mund oder in der Scheide
Ängste vor Abwärtsbewegungen
Schwindelgefühl
Magen-Darm Grippe oder Brechdurchfall
Ausfluß zwischen den Regelblutungen
Modalitäten: Was bessert, was verschlimmert?
Modalitäten sind in der Homöopathie das Zünglein an der Waage bei der Mittelwahl.
↓ Verschlimmerung durch
- – Abwärtsbewegungen
- – nach der Menstruation
- – Lärm
- – Kälte
- – Wärme
↑ Besserung durch
- + nach dem Stuhlgang
- + Druck
Verbesserung bei
nach dem Stuhlgang
Druck
Verschlimmerung bei
durch Abwärtsbewegungen
Nach der weiblichen Menstruation
Lärm
Kälte
Wärme
Dosierung & Einnahme
D6D12D30übliche Potenzen
Dosierung und Einnahme
Da es sich um ein homöopathisches Mittel handelt, kann es - aufgrund der guten Verträglichkeit - jederzeit eingenommen werden. Das Alter spielt keine Rolle; auch schwangere und stillende Patienten können auf Borax zurückgreifen. Ein fachkundiger Arzt sollte jedoch herangezogen werden, sofern eine Anwendung der LM- oder Q-Potenzen oder die Einnahme von Potenzen ab D30 geplant sind.
Für eine Selbstbehandlung können die Potenzen D6 bis D12 empfohlen werden. Kommt es zu einer Verschlechterung der bereits bestehenden Symptome, so ist ein Abbruch der Behandlung erforderlich. Keinesfalls dürfen schulmedizinische Medikamente eigenmächtig abgesetzt oder gar durch Borax ersetzt werden - hier muss unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden. Nur der Mediziner darf und kann am Ende entscheiden, ob das verordnete Präparat abgesetzt oder die Behandlung durch Borax ergänzt werden darf.
Damit die Heilwirkung nicht gefährdet wird, sollte der Patient folgende Regeln berücksichtigen:
Der Patient sollte darauf achten, dass er auf Speisen, Getränke, Alkohol und Nikotin verzichtet, bevor er Borax einnimmt (mindestens 15 Minuten vor der tatsächlichen Einnahme). Ätherische Öle und auch Lösungsstoffe sollten im Zuge der Anwendung vermieden werden; Minze, Kaffee, Kaugummi oder Alkohol können die Wirkung verhindern oder extrem einschränken.
Säuglinge bekommen ein Kügelchen, Babys (zwei bis drei Jahre) erhalten zwei Kügelchen. Kinder, die schon etwas größer sind, bekommen drei Globuli. Der Erwachsene sollte einen ganzen Plastiklöffel im Mund zergehen lassen. Die Behandlungsdauer richtet sich natürlich auch nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden derartige Präparate nur solange eingenommen, bis es zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden kommt oder der Patient zur Gänze beschwerdefrei ist.
Substanz & Hintergrund
Borax ist ein Mineral, welches sehr vielfältig eingesetzt werden kann.
Unter anderem ist es in der Lebensmittelindustrie zu finden und wird auch als Reinigungsmittel im Haushalt verwendet.
Genauso verschiedenartig wie sein Vorkommen sind auch die Verwendungsgebiete von Borax Globuli. Als homöopathisches Globuli wird Borax oft zur Beruhigung von verhaltensauffälligen Kindern eingesetzt.
Wirkungsweise und Nebenwirkungen
Homöopathische Präparate werden auch "energetische Arzneien" genannt. Dabei basiert die Wirkung auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das heißt, dass die Mittel - anders wie bei den allopathischen Arzneien - nur eine unterstützende Wirkung haben. Dem Körper wird also nicht die Arbeit weggenommen; er bekommt nur ein Präparat, das ihm unterstützend zur Seite steht.
Aufgrund der Tatsache, dass auch Hochpotenzen verabreicht werden, ist eine Verschlechterung der Symptome möglich. Nach wenigen Tagen klagt der Patient über stärkere Symptome, wobei diese Reaktion bedeutet, dass das Präparat tatsächlich den gewünschten Erfolg mit sich bringt. Bleibt eine Reaktion aus, so heißt das aber keineswegs, dass das Präparat nicht hilft. In der Regel kommt es zu keinen anderen Beschwerden oder Wechselwirkungen.
Hintergrundinformationen
Das in der Natur selten vorhandene Mineral Borax aus der Mineralklasse der „Borate“ ist ebenso unter den Bezeichnungen Tinkal, Natriumborat und unter dem chemischen Namen Dinatriumtetraborat-Decahydrat zu finden. Früher wurde Borax ebenfalls als „Carbonate, Nitrate und Borate“ bezeichnet, wie in der Klassifikation zu entdecken. Borax kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildet kurze Kristalle, die prismatisch oder tafelig auftreten. Es kommen aber auch körnige, massige oder erdige Aggregate vor, die oftmals von einem grauen oder weißen und manchmal auch farblosen Ton sind.
Ähnliche Mittel im Vergleich
Diese Mittel teilen Anwendungsgebiete mit Borax – die Leitsymptome entscheiden über die Abgrenzung.

Natrium Carbonicum (Natriumcarbonat)
Natriumcarbonat (Soda)
Natrium Carbonicum ist ein Mineralsalz, das in der Homöopathie traditionell bei sehr sensiblen, zurückhaltenden Menschen eingesetzt wird. Traditionelle Anwendungsgebiete sind unter anderem Verdauungsschwäche, Kopfschmerzen nach geistiger Anstrengung und Ängstlichkeit.
VerdauungsbeschwerdenBlähungenKopfschmerzenSchwindel
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Alumina (Aluminiumoxid)
Tonerde
Alumina basiert auf Tonerde (Aluminiumoxid). Traditionelle Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind Verstopfung, ausgeprägte Trockenheit von Haut und Schleimhäuten sowie Beschwerden beim Wasserlassen.
VerstopfungHarnwegsbeschwerdenTrockene HautJuckreiz
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Calcium Carbonicum
Kalziumkarbonat (Austernschalenkalk)
Kalziumkarbonat aus der Austernschale zählt zu den klassischen Konstitutionsmitteln der Homöopathie. Traditionelle Anwendungsgebiete sind unter anderem Mittelohrentzündung, Gelenkschmerzen und Menstruationsbeschwerden, insbesondere bei kälteempfindlichen, schnell erschöpften Menschen.
MittelohrentzündungGelenkschmerzenMenstruationsbeschwerdenKopfschmerzen
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Theridion (Braune Kugelspinne)
Braune Kugelspinne
Theridion wird aus dem Gift einer hawaiianischen Kugelspinne gewonnen. Homöopathen ordnen dem Mittel vor allem eine extreme Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Erschütterungen sowie Schwindel und Reisekrankheit zu.
GeräuschempfindlichkeitSchwindelReisekrankheitÜbelkeit
Zum Mittel-Profil →Häufige Fragen zu Borax
Wobei wird Borax in der Homöopathie traditionell angewendet?
Die homöopathische Tradition ordnet Borax vor allem diesen Anwendungsgebieten zu: Mundschleimhautentzündung, Aphthen, Hautausschläge, Bläschenbildung, Ängstlichkeit, Gereiztheit, Geräuschempfindlichkeit, Schwindel, Vaginalausfluss. Die Mittelwahl richtet sich dabei nach dem individuellen Beschwerdebild. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Welche Potenzen von Borax sind üblich?
Für Borax werden in der Praxis häufig die Potenzen D6, D12, D30 verwendet. Zur Selbstanwendung greifen Anwender traditionell zu niedrigen Potenzen (D6–D12); Hochpotenzen gelten als Sache erfahrener Homöopathen.
Was ist das typische Mittelbild von Borax?
Typische Leitsymptome, die die Materia medica Borax zuordnet: Rötungen, Entzündungen und Bläschen an Haut und Schleimhäuten; Empfindung wie Spinnweben auf Gesicht und Armen; Ängstlichkeit und Gereiztheit; Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen; Zittern von Armen und Beinen.
