Globuliwelt.de – Die Welt der Homöopathie

Ratgeber

Klinoptilolith-Zeolith

7 Min. LesezeitVeröffentlicht Oktober 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Klinoptilolith-Zeolith

Was sind Zeolithe und wofür werden sie eingesetzt?

Der Name Zeolith setzt sich zusammen aus den altgriechischen Worten "zeein" (= sieden) und "lithos" (=Stein). Zeolith ist ein Mineral, das bei Erhitzung zu sieden beginnt, da es größere Mengen chemisch gebundenen Wassers enthält, das so frei gesetzt wird. Der Begriff wurde bereits 1756 von dem schwedischen Mineralogen "Baron Axel Fredrick von Cronstedt" geprägt. Wegen ihrer großen Oberfläche werden sie schon seit den 1950er Jahren vielseitig industriell eingesetzt, besonders als Adsorbermaterial oder Ionenaustauscher und etwas später auch als Bestandteil von Katalysatoren. Seit den 1980er Jahren werden Zeolithe durch die Firma Henkel beim Waschen als Phosphat-Ersatz (Zeolith A) verwendet.Zeolithe sind wasserhaltige Alumosilikate, die sich strukturell zu Gerüstsilikaten ausbilden. Es handelt sich um riesige Moleküle bzw. Minerale, die sich stets aus vielen Aluminiumdioxid und Siliziumdioxid-Molekülen zusammensetzen und zusätzlich noch Natrium- oder Kaliumatome besitzen. Wie oben erwähnt sind darüber hinaus noch viele Wassermoleküle chemisch mit eingebunden. Wegen einer relativen negativen (Über)Ladung bestimmter Regionen der Gerüststruktur haften sich an den Tetraedern Alkali- oder Erdalkali-Kationen leicht an. Der Gerüstaufbau, den man auch als Käfigstruktur bezeichnen könnte, bringt auf molekularer Ebene eine extrem große Zahl gleichartiger Poren sowie Kanäle mit sich, die innerhalb des Zeoliths jene riesige innere Oberfläche erzeugen. Mit über 1000 Quadratmeter innerer Oberfläche kann ein einziges Gramm Zeolith aufwarten. In der Konsequenz wirkt Zeolith auch bei Wasser und anderen Fluiden (dazu gehören auch Gase) quasi wie ein "unendlicher Schwamm". Daher eignen sich Zeolithe als Trocknungsmittel oder auch als Additiv in Baustoffen. Seine Eigenschaft als "Nano-Sieb" auf molekularer Dimension macht man sich beispielsweise beim Trennen von Gasgemischen zunutze. Je nach Atom- bzw. Molekülgröße werden Stoffe durch Zeolith-Filter durchgelassen oder eben zurück gehalten. Sogar nach der Reaktorkatastrophe in Fukoshima lag viel Hoffnung auf den Wirkmechanismen des Zeoliths. So hoffte man, dass die radioaktiven Strontium- und Cäsium-Ionen damit aus dem Wasser heraussiebt werden könnten. Wie umfänglich dies tatsächlich gelang, und wie das kontaminierte Zeolith dann sicher zu entsorgen ist, die weitere Erörterung dieser Fragen würde das vorgegebene Thema sprengen.In der Natur kommen knapp 50 unterschiedliche Zeolithe vor, sie sind vulkanischen Ursprungs. Dort, wo sie heute gefunden werden, weisen sie also die Geologen auf eine ehemalige vulkanische Aktivität hin, auch wenn es keinen bekannten rezenten Vulkanismus in der Region mehr gibt. Dem gegenüber werden aber auch mehr als 150 unterschiedliche Zeolithe künstlich synthetisiert. Um ganz individuelle Eigenschaften zu erzeugen, befolgt die Herstellung dazu bestimmten Design-Vorlagen.

Was ist Zeolith-Klinoptilolith?

Zeolith-Klinoptilolith ist ein natürliches Mineral, das viele ähnliche oder sogar gleiche Eigenschaften hat wie andere Zeolithe auch. Zwar handelt es sich hierbei prinzipiell auch um ein Gerüst- oder Käfigsilikat, aber dieses Mineral bildet vornehmlich tafelige, monoklinale Kristalle. Kristallographisch ist hier eine der drei Kristallachsen immer in gleicher Weise geneigt. So ist auch die Beschreibung monoklinal zu verstehen: Das altgriechische "klinein" bedeutet neigen, und "mono" steht für "immer gleich". Als verbindende Kationen kommen Natrium, Kalzium oder Kalium in Frage, daher wird auch zwischen diesen drei Klinoptilolith-Arten unterschieden. In reiner Form ist das Mineral transparent und farblos. In der Natur kommen aber eigentlich fast immer geringe Fremdbeimengungen vor, so dass die Minerale ein gewisses Farbspektrum von leicht-gelblich bis rötlich aufweisen können und auch nicht richtig transparent sind.Zeolith-Klinoptilolith bildet sich vor allem in vulkanischen Sedimenten, z. B. in Tuffstein und vulkanischen Gläsern. Es gibt davon auch viele größere Vorkommen, die sogar wirtschaftlich bedeutend sind, z. B. in China, Japan, Australien, USA, Kuba, Peru, Türkei, Aserbaidschan, Ukraine, Kroatien und in der Slowakei. Weniger spektakuläre Vorkommen gibt es aber durchaus auch in Deutschland und in Österreich.Neben den oben bereits erwähnten Einsatzgebieten wird Zeolith-Klinoptilolith auch als Zusatz in Viehfutter und Baustoffen, in der Landwirtschaft und im Gartenbau zur Verbesserung der Böden oder auch als Zusatz für Haushaltsmittel verwendet.

Bioaktives Zeolith-Klinoptilolith

Für die Einnahme durch den Menschen, und die Motivation wird gleich weiter unten erklärt, werden ausschließlich hochgradig reine, natürliche, anorganische Minerale verwendet, die völlig frei sind von ggf. allergenen Gluten, Laktosen oder Farb- und Konservierungsstoffen. Darüber hinaus werden sie geprüft bzgl. giftiger Blei- oder Arseneinlagerungen, ein Ionenaustausch, der in der Natur durchaus vorkommen kann.Auch von gesundheitlichem Interesse ist das große Oberflächenpotenzial des Zeolith-Klinoptilolith. Daher wird das Mineral erst einmal mechanisch zerkleinert. Die rein mechanische Zerkleinerung z. B. in einem Mörser hat aber ihre Geräte spezifischen physikalischen Grenzen. Für eine weitergehende Verfeinerung wurde extra die "TMA"-Methode (tribomechanische Aktivierung) entwickelt und auch patentiert. Dahinter verbirgt sich ein zentrifugales Mahlverfahren, bei dem die bereits mechanisch zerkleinerten Partikel mittels gegenläufiger Rotoren mit hohen Geschwindigkeiten aufeinander geschossen werden (Prinzip des Beschleunigers). Übrig bleiben nach dieser Prozedur Mineralpartikel im Mikrometerbereich. Nur auf diese Weise kann die riesige Gesamtoberfläche durch die "Nano-Poren" überhaupt ihre wahre Wirkung entfalten. Die sich aus diesem Spezialverfahren ergebende Optimierung macht sich z. B. bei der Adsorption giftiger Schwermetalle, bei erwünschten Ionenaustauschprozessen und bei der Neutralisierung schädlicher Radikale sehr deutlich bemerkbar. Erst das TMA-Verfahren beschert dem Mineral eine wirklich effiziente Bioaktivität.

Zeolith-Klinoptilolith zur Steigerung der Gesundheit

Die große physikalisch wirksame Oberfläche im Verein mit dem leichten Austausch der positiv geladenen Alkali- und Erdalkali-Ionen führen dazu, dass Zeolith-Klinoptilolith wichtige Stoffwechselprozesse in unserem Körper nachhaltig unterstützt. Das biologisch aktive Mineral fungiert gleichzeitig als Antioxidans, das im Körper Radikale abfängt und als molekulares Sieb mit ähnlicher Aufgabe, beide Funktionen unterstützen das körpereigene Immunsystem.Die 3 Wege des Handelns: Radikalfänger – Antioxidans – IonenaustauscherRadikale sind sehr reaktionsfreudige und daher kurzlebige Molekülgruppen bzw. Molekülreste. Sie sind geradezu "aggressiv" auf der Suche nach "paarungswilligen" Elektronen. Beispiele dafür sind das Stickstoffmonoxid (NO), dessen Doppelbindung leicht aufbrechen kann und das Molekül damit zu einem freien Radikal werden lässt, aber auch das negativ geladene OH-Hydroxyl ist ein sehr aktives Radikal. Ein großes Bündel von ganz verschiedenen Ursachen kann die Bildung solcher freien Radikale im Körper begünstigen, z. B. längerer psychischer Stress, Luftschadstoffe, Nahrungsgifte oder zu viel UV-Strahlung können den sogenannten "oxidativen Stress" auslösen. Die Ansatzpunkte werden mit zunehmendem Alter für die freien Radikale immer zugänglicher, und in der Folge, so wird angenommen, entstehen daraus nachhaltige schwere Erkrankungen wie z. B. Krebs, Rheuma, Polyarthritis, Diabetes mellitus, Arteriosklerose oder auch Alzheimer.Die positive Nachricht dabei ist ja, dass unsere Zellen in gewissem Umfang in der Lage sind, sich gegen freie Radikale zur Wehr zu setzen, indem sie Stoffe produzieren, die diese "Gifte neutralisieren" können. Allerdings gelingt dies nicht immer vollständig, schon gar nicht bei älteren Menschen. Daher ist eine Unterstützung von außen hilfreich und sinnvoll, und genau dies leisten die sogenannten Antioxidantien, indem sie mit den freien Radikalen direkt chemisch reagieren oder sie zumindest katalytisch in harmlosere Bestandteile zerlegen.

Zeolith-Klinoptilolith ist als Ionendonator und Ionenaustauscher genau dazu in der Lage. Dazu liefert es bereitwillig Elektronen an die freien Radikale ab und macht diese damit "zahm", sodass die DNA keinem Angriff mehr ausgesetzt ist. So können wir intakte, richtig funktionierende Körperzellen und eben nicht entartete Krebszellen reproduzieren. In der beschriebenen tribomechanisch aktivierten Form ist Zeolith-Klinoptilolith den anderen bekannten Antioxidantien wie z. B. Vitamin C und E sehr wahrscheinlich deutlich überlegen.

Die beachtliche Absorptionsfähigkeit des Zeolith-Klinoptiloliths hat physikalisch bzw. elektrochemisch etwas zu tun mit der Ausbildung statisch überladener Doppelschichten, was in der Nernst-Gleichung quantifiziert wird. Durch seine extrem enge Käfigstruktur kann das Mineral sogar relativ kleine Moleküle an sich anhaften (aussieben), z. B. Kohlenwasserstoffe, Stickoxide oder Schwefeldioxid. Besonders hervor zu heben ist aber dessen Fähigkeit, Toxine (auch bakteriellen Ursprungs) oder Gase mit ausreichender Molekülgröße abzufangen. Unser Verdauungsapparat kann die an den Mineralen haftenden Schadstoffe dann völlig problemlos ausscheiden.

Zeolith-Klinoptilolith kann also den Körper effizient und nachhaltig entgiften und kommt daher zur erfolgreichen Anwendung bei allen Arten von Vergiftungen, z. B. auch mit Schwermetallen bis hin zu einer radioaktiven Exposition des Körpers. Bereits aufgenommenes Cäsium oder Strontium kann Zeolith-Klinoptilolith durch Ionenaustausch an sich binden und so den Körper ganz wesentlich von der Strahlungsquelle „entseuchen“. Übrigens werden sogar auch Pilze wie Candida in der Käfigstruktur des Minerals "gefangen genommen", d. h. Zeolith-Klinoptilolith wird mit großem Erfolg auch gegen Pilzinfektionen eingesetzt.

Elektrolythaushalt ausgleichen

Es ist seit vielen Jahrzehnten schon fast Normalität, dass der Organismus des Menschen der westlichen Wohlstandswelt "übersäuert" ist. Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, oxidativer Stress durch freie Radikale sind nur einige wenige Ursachen dessen. Zeolith-Klinoptilolith wirkt diesbezüglich ausgleichend und selbst regulierend auf das Säure-Basen-Verhältnis, verschiebt also unseren gesamten Organismus etwas zum Basischen hin (pH-erhöhende Wirkung).

Äußere Anwendungen bei Hautproblemen

Alle guten Eigenschaften des Zeolith-Klinoptiloliths, die sich bei der inneren Anwendung so positiv bemerkbar machen, gelten selbstverständlich auch für alle äußeren Anwendungen beispielsweise auf der Haut. Alle Krankheitskeime, die unserer Haut Probleme machen können, werden in der Käfigstruktur des Zeolith-Klinoptiloliths gebunden und unschädlich gemacht, denn gerade auch bei der Haut ist das richtige Säure-Basen-Gleichgewicht entscheidend. So kann sich die Haut leichter regenerieren, der Heilungsprozess wird deutlich befördert.

Große Hilfe für das Immunsystem

Für alles gibt es heute zahllose Studien, viele davon wirken manchmal sogar etwas lächerlich nach dem Motto: Mit Statistik lässt sich doch heute alles beweisen. Die Studie zum Zeolith-Klinoptilolith lässt dann aber doch aufhorchen: Demnach wurden 61 Patienten mit nachgewiesener Immunschwäche eingehend von dem Immunologen Dr. Erwin Walraph betreut, der ihnen in einer Therapie tribomechanisch aktiviertes Zeolith-Klinoptilolith verabreichte. Innerhalb weniger Wochen konnte damit fast eine Normalisierung der Leistungsfähigkeit des Immunsystems dieser Probanden erreicht werden, d. h. die B-Lymphozyten, die T-Lymphozyten und auch der NK-Killerzellen erreichten in etwa normale Werte. Das bedeutet, dass die Einnahme von Zeolith-Klinoptilolith das Immunsystem normalisieren bzw. kann. Bei den sogenannten Autoimmunerkrankungen, wozu man im weiteren Sinne auch die Allergien zählen kann, wird der Körper effektiv und nachhaltig unterstützt.

Nebenwirkungen bei Überdosierungen?

Zeolith-Klinoptilolith ist ein inertes Mineral und entfaltet im Körper seine physikalische und elektro-chemische Wirkungsweise. Es bindet Schadstoffe nur dann, wenn überhaupt Schadstoffe vorhanden sind. Ein absolut gesunder Mensch, der kein einziges freies Radikal besitzt (den gibt es nicht, das ist nur ein Gedankenexperiment), scheidet eben das Zeolith-Klinoptilolith völlig unverändert wieder aus. Da dieses Mineral keine chemischen Wirkstoffe wie Tabletten, Tinkturen oder Spritzen beinhaltet, kann es prinzipiell nicht zu Nebenwirkungen kommen, und daher ist auch keine negative Auswirkung bei "Überdosierung" möglich. Man darf das so ein bisschen mit dem Verschlucken kleinster Blattgoldstückchen vergleichen (Beispiel Danziger Goldwasser). Da das Edelmetall im Körper nicht weiter reagiert, wird es völlig unverändert und vollständig wieder ausgeschieden.