L steht für 50 und M für 1.000 und bedeutet, daß Arzneisubstanz und Trägerstoff (Milchzucker, Alkohol) im Verhältnis 1:50.000 potenziert werden. Das Herstellungsverfahren ist etwas aufwändiger als die Herstellung von D- oder C-Potenzen.

Zunächst wird durch Verdünnung in Kombination mit Verschüttelung bzw. Verreibung eine C3 Potenz hergestellt. Von dieser C3 wird ein Teil genommen und in 100 Tropfen Alkohol gegeben, dann 100 Mal kräftig geschüttelt (verschüttelt), das würde dann einer C4 (1:100) entsprechen. Mit einem Teil dieser Lösung werden dann 500 Mohnsamen große Globuli benetzt. Das ist die LM1. Das bedeutet LM1 = (1:100) x (1:500) = 1:50.000.

Bachblütentherapie, Bach-flowersVon der LM1 wird ein Globuli in einem Tropfen Wasser aufgelöst und mit 100 Tropfen Alkohol vermischt und verschüttelt. Mit einem Tropfen davon werden wieder 500 Mohnsamen große Globuli benetzt. Die LM2 ist entstanden.

Bei den C-Potenzen hatte er die Erfahrung gemacht, daß bei hohen Potenzen durch die vielen Verschüttelungen über viele Potenzierungsstufen (z.B. bei einer C200 oder C1.000) eine große Arzneikraft freigesetzt wurde, die sich in lange anhaltenden Erstverschlimmerungen bei entsprechend sensiblen Patienten zeigen konnte. Mit den LM-Potenzen wurden weniger Verschüttelungen von einer Potenzierungsstufe zur nächsten durchgeführt und so wirken diese Potenzen sanfter.

Zur Veranschaulichung: C200 = 200 Potenzierungsstufen mit 2000 Verschüttelungen

LM2 = 3 Potenzierungsstufen mit 30 Verschüttelungen bis zur C3 und 200 Verschüttelungen von LM1 zu LM2 = 230 insges.

Hahnemann bezeichnete sie als die Quintessenz seines Schaffens. Nach vielen Jahren der Forschung und Eigenversuchen, war es ihm mit dieser Potenz gelungen, tief wirkende Arzneimittel zu schaffen, die weniger Erstverschlimmerungen bei den Patienten verursachten und häufiger wiederholt werden konnten, falls dies angezeigt ist.

Die LM-Potenzen werden auch als Q-Potenzen bezeichnet (s. Q-Potenzen).

LM-Potenzen werden hauptsächlich zur Behandlung chronischer Erkrankungen eingesetzt. Da sie Menschen mit einer bereits stark geschwächten Lebenskraft nicht zu stark fordern, werden diese Potenzen von einigen homöopathisch arbeitenden Heilpraktikern und Ärzten sehr erfolgreich in der Behandlung von Krebs eingesetzt.

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