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Lexikon

Komplexmittel

4 Min. LesezeitVeröffentlicht August 2017 · Überarbeitet Juli 2026

Was sind homöopathische Komplexmittel?

Immer mehr Menschen interessieren sich für Behandlungsmöglichkeiten statt oder als Ergänzung zur Schulmedizin. Homöopathie ist dafür perfekt geeignet. Allerdings benötigt man dafür das spezielle Wissen eines Homöopathen oder die Erfahrung eines Therapeuten einer homöopathischen Naturheilpraxis. Die Krankengeschichte des Patienten und auch seine Persönlichkeit werden ganz genau repertorisiert, das heißt ausgewertet, um genau das für die Behandlung passende Einzelmittel herauszufinden, das Hilfe und Linderung verspricht. Diese Arzneimittelfindung benötigt viel Wissen, Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und natürlich auch Zeit.

Manchmal ist das aber nicht notwendig, wenn zur Selbstbehandlung bei nicht so gravierenden Beschwerden ein homöopathisches Mittel angewandt werden kann, das sich allgemein für die Behandlung eines Organes eignet. Diese Mittel werden organotrope oder funktionotrope Mittel genannt. Bei leichteren Beschwerden können solche Mittel eingesetzt werden. Nach ihrem gemeinsamen Anwendungsgebiet können manchmal auch mehrere Mittel dieser Art mit den dafür bekannten homöopathischen Wirkstoffen eingesetzt und kombiniert werden. Diese Mittel nennt man Komplexmittel.

Komplexmittel ohne ärztliche Verordnung?

Homöopathische Komplexmittel erhalten Sie in Ihrer Apotheke, auch ohne ärztliche Verordnung. Was auf andere Arzneimittel zutrifft, gilt jedoch auch für homöopathische Komplexmittel: Diese sind zwar grundsätzlich zur Selbstmedikation auch ohne ärztliche Verordnung geeignet, dennoch sollte ein solches Mittel nur auf Rat eines Apothekers (beziehungsweise des Heilpraktikers oder des behandelnden Arztes) eingenommen werden. Dies erspart nicht nur viele unerfreuliche Fehlkäufe, sondern auch fehlgeschlagene Therapieversuche. In allen GLOBULIWELT-CENTER-Apotheken finden Sie geschulte Mitarbeiter vor Ort, die Sie bei der Wahl des passenden Mittels unterstützen. Die Mitarbeiter besitzen sowohl die theoretischen Kenntnisse, als auch die praktische Erfahrung bei der Beratung und der Wahl der richtigen Präparate.

Zur Behandlung mit homöopathischen Komplexmitteln eignen sich zum Beispiel Erkältungskrankheiten und Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis. Aber auch Erschöpfungs- und Unruhezustände kann man erfolgreich mit Komplexmitteln lindern. Insgesamt lassen sich homöopathische Komplexmittel als eine äußerst sinnvolle Ergänzung zur klassischen Homöopathie beschreiben, da die Wahl des richtigen Mittels schnell und unkompliziert erfolgt und die Wirkung rasch und zuverlässig einsetzt. Die Präparate zeichnen sich dadurch aus, dass sie wechselwirkungs- und nebenwirkungsarm sind und sich auch zur begleitenden Behandlung parallel zu einer konventionellen Therapie gut eignen.

Komplexmittel in der Homöopathie

Homöopathie ist ein komplexes Heilverfahren, das umfassende Fachkenntnisse und eine besonders akribische Diagnosestellung von Seiten des Therapeuten erfordert, um das richtige Mittel für die bestehende Symptomatik zu wählen. Neben der Verwendung solcher Einzelmittel, die jeweils nur einen Wirkstoff enthalten, wurde die Homöopathie im Laufe der Zeit durch sogenannte homöopathische Komplexmittel ergänzt, welche die Auswahl des Präparats erleichtern und dabei eine hochwirksame und besonders stabile Breitenwirkung ermöglichen. Obwohl man diese Mittel auch bequem über das Internet bestellen kann, ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld beraten und bei der Wahl des richtigen Mittels unterstützen zu lassen.

Die klassische Homöopathie ist eine von Samuel Hahnemann (1755 - 1843) entwickelte Therapieform. Seither hat sie sich zu einer beliebten alternativen Heilmethode entwickelt, die von zahlreichen Therapeuten und Medizinern praktiziert wird. Nach einer umfassenden und sehr detaillierten Diagnostik im Vorfeld werden anhand der identifizierten Symptome Einzelmittel, also Präparate mit nur einem Wirkstoff, verordnet. Bleibt der Heilerfolg aus, muss die Diagnostik solange wiederholt werden, bis genau das passende Mittel gefunden ist. Der Nachteil dabei: Vor allem bei akuten Erkrankungen, wie zum Beispiel Erkältungen, kann die Suche nach dem richtigen Mittel mitunter länger dauern, als der gesamte Krankheitsverlauf. Auch bei chronischen Erkrankungen müssen die Symptome äußerst genau eingeschätzt werden, um schließlich das Mittel zu finden, das wirkt.

Die Wirkung der Komplexmittel

Einzelmittel und Kombinationspräparate regen die Selbstheilungskräfte der Menschen an. Es sind die unterschiedlichen Komponenten, die in mehreren Anknüpfungspunkten aktiviert werden, sodass noch mehr Wirkeffekte entstehen.

Es war der Pharmakologe Bürgi, der schon im Jahr 1932 die Wirkung der sogenannten Komplexmittel beschrieb. Damals sprach der Schweizer von dem Umstand, dass zwei oder auch mehrere Arzneimittel, die einerseits ähnliche Wirkungen versprachen und andererseits verschiedene Angriffspunkte hatten, ein besseres Ergebnis erzielen könnten.

Das heißt? Der Effekt des Komplexmittels fällt stärker aus. Würden nur Einzelmittel konsumiert werden, so käme es nicht zur Verstärkung des Effekts und somit auch nicht zur schnelleren Heilung.

Wo und wie können homöopathische Komplexmittel angewandt werden?

Bei der Selbstmedikation mit homöopathischen Mitteln bieten sich die Komplexmittel an, die man nach Beratung durch eine Apothekers in einer Apotheke kaufen kann. Sie dürfen aber nur dann verwendet werden, wenn klar ist, dass das Krankheitsbild keine ärztliche Behandlung notwendig macht. Es muss sich dabei um Gesundheitsprobleme handeln, die auch von einem Laien leicht erkennbar sind.

Wichtig ist, dass, wenn im Rahmen dieser Selbstmedikation mit Komplexmitteln keine Besserung eintritt oder sich die Erkrankung sogar verschlechtert, auf jeden Fall ein Arztbesuch notwendig ist. Es kann bei jeder Erkrankung der Fall sein, dass es sich dabei trotz relativ harmloser Symptome um eine ernst zu nehmende Erkrankung handelt.

Wie werden Komplexmittel richtig angewandt?

Die homöopathischen Komplexmedikamente werden bei bestimmten Krankheitsbildern angewendet und sind somit auch feste Bestandteile der klinischen und hausärztlichen Behandlungen. Es gibt bereits einige Studien, die eindrucksvoll belegt haben, dass homöopathische Komplexmittel genauso gut wirken wie auch die konventionellen Arzneimittel. Aufgrund der Tatsache, dass nur sehr selten Nebenwirkungen auftreten, können Komplexmittel auch zur Selbstmedikation empfohlen werden.

Für Patienten und Ärzte sind die Komplexmittel besonders praktisch, da keine homöopathische Anamnese mit anschließender Mittelwahl erforderlich ist. Des Weiteren schlagen die Komplexmittel auch schneller an, da deutlich mehr Stoffe vorhanden sind, sodass es zur Verbreiterung des Wirkungsspektrums kommt.

Die Komplexmittel eignen sich etwa zur Behandlung diverser Krankheiten oder können gemeinsam mit chemischen Arzneien verabreicht werden, da es kaum zu Wechselwirkungen mit anderen Präparaten kommen kann. Jedoch sollten derartige Vorhaben mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

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