Hat Homöopathie Nebenwirkungen?

Homöopathie NebenwirkungenSchon Hahnemann erkannte in vielen Selbstversuchen, dass die Einnahme bestimmter Substanzen Reaktionen im Körper des Menschen auslöst. Er machte sich diese Erkenntnis zunutze und folgerte daraus, dass genau die Einzelsubstanz das passende Arzneimittel sei, welche die Symptome eines erkrankten Menschen heilt,  die sie bei einem gesunden Menschen auslöst. Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen ist das grundlegende Heilprinzip der Homöopathie.

Nebenwirkungen sind im Grunde nichts anderes als Reaktionen des menschlichen Organismus auf eine verabreichte Substanz bzw. ein Arzneimittel. Diese sind nicht immer angenehm, führen sie doch in der Behandlung von kranken Menschen oftmals dazu, dass weitere Medikamente verabreicht werden müssen, um die unliebsamen Nebenwirkungen auf vorherige Medikamente in Grenzen zu halten.

Wenn jede verabreichte Substanz im menschlichen Körper eine Reaktion hervorruft, stellt sich natürlich auch die Frage nach den Nebenwirkungen durch eine homöopathische Behandlung. Diese Frage kann mit JA und NEIN beantwortet werden.

NEIN; die Homöopathie gehört zu den Therapieformen mit den geringsten Nebenwirkungen, wenn sie entsprechend angewendet wird. JA; Nebenwirkungen können in Form von sog. „Erstverschlimmerungen“ oder als „Arzneimittelprüfsymptome“ auftreten, wenn homöopathische Mittel in einer für den Einzelnen zu hohen Potenz eingenommen bzw. die Dosis zu oft wiederholt wird.

Erstverschlimmerungen sind nicht die Regel und treten nicht typischerweise während einer homöopathischen Behandlung auf. Dies ist lediglich der Hinweis auf ein richtig gewähltes Mittel in einer für die Sensibilität des Erkrankten zu hohen Potenz. Die Symptome verstärken sich dann im ersten Moment, klingen aber nach einigen Stunden bis Tagen (je nach gewählter Potenz) wieder ab.

Arzneimittelprüfsymptome können auftreten, wenn die Gabe eines homöopathischen Mittels zu oft wiederholt wird. Nach dem Grundsatz der kleinstmöglichen Dosis wird lediglich ein Reiz im Organismus gesetzt, um den Heilprozess in Gang zu setzen. Dieser wird durch eine zu frühe oder zu häufige Wiederholung der Einnahme ausgebremst. Wird das Mittel dann weiter genommen, treten die alten Symptome wieder auf und verstärken sich zunehmend. Entsprechend dem Chinarinden-Versuch von Hahnemann entwickelt man dann Arzneimittelsymptome.

Es ist daher in der Regel folgenlos, wenn ein Kleinkind beispielsweise ein Fläschchen mit Globuli in einem Zug leert, erfolgt die Leerung der Flasche aber durch mehrere Gabenwiederholungen, kann es zu Prüfsymptomen kommen.

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