Akupunktur

Mit Hilfe der Akupunktur (Teilbereich der Chinesischen Medizin, TCM) können nicht nur Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparats behandelt werden, sondern nahezu alle Erkrankungen (zumindest begleitend).

AkupunkturDie Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die Akupunktur als sinnvolle Behandlung unter anderem auch bei Allergien, Erkrankungen der Atmungsorgane (z. B. Asthma), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Verdauungstrakts, Hauterkrankungen und Neurologischen Erkrankungen.
Die Chinesische Medizin geht davon aus, dass Krankheiten und Beschwerden immer aus einem inneren Ungleichgewicht des Menschen entstehen. Mit Hilfe von feinen Nadeln, die in ausgewählte Resonanzpunkte (Akupunkturpunkte) gesetzt werden, wird dieses Ungleichgewicht wieder ausgeglichen und der Energiefluss harmonisiert. Hierdurch hat das Gesamtsystem „Mensch“ wieder die Möglichkeit zu heilen.
Um die Ungleichgewichte festzustellen, bedient sich der Therapeut spezieller Diagnosemöglichkeiten wie der Puls- und Zungendiagnose, aber auch dem Gespräch. Ein guter Akupunkteur wird vor jeder Sitzung eine Puls- und Zungendiagnose durchführen und sich im Gespräch ein genaues Bild von den Beschwerden des Patienten machen. Aufgrund dieser Informationen wird dann entschieden, welche Resonanzpunkte in dieser Sitzung behandelt werden.
Diese müssen dabei nicht in unmittelbarer Nähe zu den Beschwerden liegen. So werden oft lokale Punkte mit sogenannten „Fernpunkten“ kombiniert, um eine bestmögliche Wirkung zu erreichen. Bei Kopfschmerzen werden z. B. häufig auch Punkte am Fuß behandelt. Insgesamt stehen auf jeder Körperseite rund 360 Resonanzpunkte zur Verfügung, von denen aber in der Regel nur wenige gleichzeitig behandelt werden. Jeder einzelne Akupunkturpunkt hat eine eigene Bedeutung und Wirkung. So ist ein gutes Verständnis der grundlegenden Konzepte der Chinesischen Medizin notwendig, um die für den Patienten optimale Punktekombination zu ermitteln.
Wie viele Akupunktursitzungen notwendig sind, ist von den Beschwerden, aber auch von der Reaktionsfähigkeit und Mitarbeit des Patienten abhängig. Genauso auch der sinnvolle Abstand zwischen zwei Sitzungen. Es lässt sich jedoch sagen, dass bei akuten Beschwerden die Abstände zwischen den Sitzungen möglichst kurz sein sollten (manchmal sind sogar mehrere Sitzungen pro Tag sinnvoll), bei chronischen Beschwerden werden dagegen mehr Sitzungen über einen langen Zeitraum nötig sein.
Sprechen Sie Ihren Therapeuten an, um eine individuelle Einschätzung über Anzahl und Häufigkeit der Sitzungen zu erhalten.

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